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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
thegray, Bernd Schlueter, Hotzi-47, wolfgang dwuzet, schelle63, BdasB

chinesische Elektroquote ... (D) Autohersteller sind entsetzt

Startbeitrag von BdasB am 01.11.2016 09:11

[www.sueddeutsche.de]

Deutsche Autohersteller sind entsetzt über chinesische Elektroquote

Im chinesischen Automobilmarkt soll es 2018 eine Elektroquote geben.
Die deutschen Hersteller sind beunruhigt - für sie hätte so eine Quote erhebliche Konsequenzen.
Die Hoffnungen ruhen nun auf Wirtschaftsminister Gabriel.




[www.ecns.cn]

China: Road map outlined for new energy industry



Der Entwurf sieht vor, dass in einem Jahr und zwei Monaten für acht Prozent aller in China verkauften Fahrzeuge sogenannte Kreditpunkte gesammelt werden müssen, 2019 dann für zehn Prozent und 2020 zwölf Prozent. "Noch ist nicht ganz klar, mit welchen Multiplikatoren gerechnet wird. Die Unruhe in der Branche ist aber gewaltig", sagt Jochen Siebert, Geschäftsführer der Beratungsfirma JSC Automotive in Shanghai.

Die Faustformel, mit der die Konzerne derzeit kalkulieren, lautet: vier Punkte für ein Elektrofahrzeug, zwei Punkte für einen Plug-in-Hybriden. Ähnlich rechnet auch Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association. Und er sagt: "Wenn zum Beispiel VW 2018 - so wie derzeit - etwa drei Millionen Autos in China verkauft, muss der Konzern 60 000 E-Autos herstellen." Bei Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von 50Kilometern seien sogar 120 000 Exemplare notwendig. Gelingt das nicht, müsste VW entweder die Produktion drosseln oder aber anderen Herstellern Kreditpunkte abkaufen. Doch wie viel ein Punkt künftig kostet, weiß niemand.

"Gelingt es in den kommenden Wochen nicht, Pekings Vorstellungen entscheidend zu beeinflussen, werden die großen Hersteller die chinesische Industrie mit enormen Investitionen päppeln müssen", warnt Siebert. Und selbst Verbandsmann Cui räumt ein: "Für Konzerne wie VW bedeutet das großen Stress."



[www.focus.de]

Vorbild für Deutschland? Das steckt wirklich hinter Chinas Elektroauto-Quote

60.000 Elektroautos schon 2018 und dann jedes Jahr mehr - nicht nur für Volkswagen wäre Chinas Stromer-Quote eine Herausforderung. Doch machen die Chinesen ihre Drohung wirklich wahr? Was sind die Motive? Auto-Experte Stefan Bratzel erklärt die Strategie.

China macht Druck: Mit einer verpflichtenden Elektroauto-Quote will die Regierung Autohersteller dazu zwingen, mehr in die Elektromobilität zu investieren. In Deutschland hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber zuerst berichtet. "Wenn zum Beispiel VW 2018 - so wie derzeit - etwa drei Millionen Autos in Chinaverkauft, muss der Konzern 60.000 E-Autos herstellen", erklärt Cui Dongshu, Generalsekretär der China Passenger Car Association das neue System. 2019 soll der Prozentsatz schon bei zehn Prozent liegen, 2020 bei zwölf Prozent.Gelingt es einem Hersteller nicht, die entsprechende Anzahl an Punkten zu sammeln, müsste er seine Produktion drosseln – oder anderen Autoherstellern entsprechende Punkte abkaufen.

Antworten:

Oh mein Gott!
Wir werden den Chinesen doch nicht etwa irgendwann einen deutschen Umweltpreis verleihen dürfen?

von schelle63 - am 01.11.2016 11:40
tja,
es gibt viel zu tun,:rolleyes:
china packt es an:spos:
deutschland läßt es liegen:sneg:

un bevor wir sooo viele elektroautos bauen,
kaufen wir lieber punkte, :joke:

von wolfgang dwuzet - am 01.11.2016 12:41
Zitat
wolfgang dwuzet
tja,
es gibt viel zu tun,:rolleyes:
china packt es an:spos:
deutschland läßt es liegen:sneg:

un bevor wir sooo viele elektroautos bauen,
kaufen wir lieber punkte, :joke:


Und da die VRC mit den Deutschen auch Joint-Venturs hatten oder noch haben - braucht mir keiner zu erzählen Die EU-CEO´s haben davon nicht einen Hauch gewusst das sowas im Raum steht - schön ausgesessen. Genauso das mit dem Diesel-Gate !

Top Management - Führungselite so Vernetzt das Inzestöse-Verhaltensweisen, die Firmen irgend wann an den Rand bringen.

Wenn ich es nicht so Ernst sehen würde (Worts-Case-Szenario) müßte ich es mit abwinkenden Arm und Genugtuung - abtun.

von thegray - am 01.11.2016 19:38
Es kommt zwar auch Mist aus China, aber auch die besten Ideen und Projekte, die unsere Zukunftsprobleme lösen können und werden. China macht Nägel mit koppen.

von Bernd Schlueter - am 05.11.2016 04:51
Na ja, der Mist aus China ist z.B. die Internettelefonie, genauer Voice over IP genannt. Vor rund 16 Jahren erst - soviel ich weiß - von einem Studenten entwickelt. Funktioniert aber und hat sich weltweit durchgesetzt.

China ist einfach gross, das könnte unser Problem werden. Da gibt es Autofirmen mit z.T. mehr Mitarbeitern als VW. Die drängen auf den Weltmarkt, z.T. mit Kooperationen mit Daimler und anderen. Und dann noch der "Neuling" BYD, der jetzt Elektro-Busse in Ungarn bauen will.

Was ist eigentlich aus Volvo, SAAB und England-Taxi geworden, alte europäische Traditionsfirmen? In chinesischer Hand, genau wie Preh (Radiobastlern sind noch die Preh Potis bekannt, heute machen die u.a. das BSM System für den MBW i3), Herkules (Zweiräder aus Nürnberg) und Kuka (jetzt schon oder bald?). Ach ja, SAAB wurde ja umbenannt in "Swedish Electric Car Company" oder so ähnlich.

Nur gut, dass wenigstens Jaguar (England) zu TATA in Indien gehört. Späte Rache, die ehemaligen Kolonien schlagen zurück.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 05.11.2016 08:38
Zitat
EMobile plus solar
China ist einfach groß, das könnte unser Problem werden. Da gibt es Autofirmen mit z.T. mehr Mitarbeitern als VW. Die drängen auf den Weltmarkt, z.T.

Nur gut, daß wenig­s‍tens Jaguar (England) zu TATA in Indien gehört. Späte Rache, die ehemaligen Kolonien schlagen zurück.

Gruß, Roland


Oder so EBEN EBEN

von thegray - am 05.11.2016 14:48
Batteriebau mit der Brechstange. So kommen immer nur mit Elektromotoren umgerüstete Verbrenner heraus. Alles ist schwer und auf hohe Leistung ausgelegt. Ich hatte mir Elektromobilität anders vorgestellt, auch bei den Fahrrädern. Die brauchten gar keine Tretpedale.
Was keine Pedale hat, wird nicht zugelassen, fertig.
Die Entwicklung ist am Ende.
Auch der Bau von Atomkraftwerken wurde festgeschrieben. Wirkliche Neuerungen hat es nicht mehr gegeben. Stattdessen standardisierter Massenbau, obwohl die Probleme auch nicht entfernt gelöst waren.

Der größte Unfall ereignete sich nur, weil auch die Bedienermannschaft nur in verkrusteten Bahnen dachte und sich lieber in Verbeugungsritualen übte, statt sich auf Unerwartetes einzustellen.
Ich denke schon, dass die Elektromobilität neue Entwicklungschancen bietet, die vor allem auch den Wegebau betreffen.
Es geht um Mobilität, nicht um das stehen im Stau.

von Bernd Schlueter - am 07.11.2016 03:44
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