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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Sven Salbach, wchriss, BdasB

WELT: Bergung von Elektroautos ist lebensgefährlich

Startbeitrag von BdasB am 28.11.2016 08:57

... alle Jahre wieder (nicht nur zur Weihnachtszeit) ... [www.welt.de]
Bergung von Elektroautos ist lebensgefährlich für Retter

... auszugsweise ein paar "Textperlen" ;-)))

In Elektroautos befinden sich Kabel, die mit bis zu 600 Volt geladen sind. Die Spannungen sind ähnlich zu den (noch stärkeren) Hochspannungsleitungen zur Energieversorgung. Zum Vergleich: Aus einer Steckdose kommen 230 Volt.

Damit es bei einem Unfall nicht so weit kommt, werden die Leitungen bei Elektroautos unter anderem mit dem aus schusssicheren Westen bekannten Material Kevlar ummantelt. Bei einem Unfall beziehungsweise einem Bruch soll so ein Stromschlag verhindert werden. Darüber berichtete die „Welt“ bereits im Jahr 2014.

Um das Risiko bei einem Frontal- oder Heckcrash zu verringern, sind die Hochvoltsysteme außerdem immer zwischen den Achsen eines Elektrofahrzeugs angebracht.
Im Falle eines Crashs schaltet das Fahrzeugsystem den Hochvoltkreis auf spannungsfrei und die Batterie ab. So müssen die Ersthelfer und Rettungskräfte eigentlich keinen Stromschlag fürchten.

Bei mehreren Unfällen und Bränden sei es vorgekommen, dass die Karosserie eines Elektroautos noch unter Spannung stand. „In einem Fall sei sogar nach drei Wochen eine Spannung von 158 Volt festgestellt worden“, so Bopp. „Und dieses Fahrzeug war völlig ausgebrannt.“

Manche Feuerwehren arbeiten bereits am Unfallort mit Laptops, um mit speziellen Programmen den Fahrzeugtyp mit seinen charakteristischen Merkmalen – und Gefahrenzonen – bestimmen zu können.

Außerdem sollen Rettungskräfte Elektrohandschuhe tragen. Sie können bis zu 1000 Volt isolieren – und die lebensgefährlichen Stromschläge abwehren.

...

Antworten:

Echt grusselig,
ich dachte Deutschland sei ein Land mit gebildeten Menschen, aber wenn ich so etwas lese .. 0 Ahnung von gar nichts.

von wchriss - am 28.11.2016 12:08
Naja wies?
Wenn bei einem Chrash das Akkupack zerdrückt ist, hilft es nicht es am Anfang ende oder an sonst einer Stelle zu unterbrechen.
Das Risiko das das Fahrzeug unter Spannung steht besteht also immer.
Vielleicht wenn es 10 Unterbrecher im pack gibt..aber das macht auch alles wieder störanfälliger

von Sven Salbach - am 28.11.2016 15:24
Mit aktiv geschalteten Mosfet-Gleichrichtern gelingt es, die Durchlassverluste gering zu halten. Um kurze Verbindungen zu erhalten, sollten Antrieb und Elektronik sich kompakt in der Mitte des Fahrzeugs befinden. So sind auch die Verbindungskabel zu den Batterien optimal kurz und man kann mit einer Batteriespannung von 50 bis 100 Volt auskommen.
Noch fehlen die kompakten Aggregate, die Leitungsverbindungen in ihrer Länge minimieren und mit vielen integrierten Schmelzsicherungsblechen sicherere und leistungsfähigere Aggregate ermöglichen.
Es ist noch viel zu tun, denn die frei käuflichen Komponenten sind nicht auf das Elektroauto angepasst. Es fehlen ein grundsätzliches Neukonzept und die Entwicklung von integrierten Aggregaten, die Wirkungsgrade in die Nähe von Verbrennerantrieben bringen. das ist aber heute noch nicht entfernt der Fall. Elektroantriebe sind Energieschleudern und kommen nicht entfernt an die Effektivität von Verbrennerantrieben heran.
Nur dann, wenn wir, aus welchen Gründen auch immer, den immensen Wirkungsgradverlust bei der Umwandlung fossiler oder atomarer Wärme in elektrische unterschlagen. ich stelle fest, dass ein Verbrennerantrieb den halben Primärenergieverbrauch besitzt, bei gleicher Fahrweise. Bei 140km/h lässt sich solch ein Vergleich realistisch durchführen, für die die Verbrenner gebaut sind, aber von Elektroautos nicht gefahren werden. Ich kann nur immer wieder betonen, die elektrische Versorgung würde die Energiewende, vor allem im Bereich der Wärmeerzeugung bringen, wenn man nur endlich diese attraktiv machen würde.

Es ist sehr viel zu tun und es ist unsinnig , die vielen Milliarden in "Werner Müllers Batteriefabrik" zu verschwenden, statt endlich die Voraussetzungen für die Energiewende und ein geeignetes, standardisiertes Antriebskonzept zu schaffen.
Die Batterieentwicklung und Rohstoffversorgung für die 100%ige Elektrifizierung halte ich noch nicht für gelöst und ob die in Aachen und Kamenz investierten Milliarden effektiv genutzt werden, da habe ich noch meine Zweifel. Dafür steckt mir zu viel Politik in der Entwicklungsplanung.
Schon einmal überschwemmte ein sozialdemokratischer Wirtschaftsminister den Fusionsreaktormarkt mit 10 Milliarden, damals noch viel wertvolleren DM, im Gießkannenprinzip. Ich saß bei aufschlussreichen Unterredungen der Physiker in Garching dabei, in denen man verzweifelt versuchte, die Anlage der Gelder in vernünftiger Weise zu kanalisieren, was den Voraussetzungen nach auch relativ zufriedenstellend gelang. Nein diese DDR-sozialistische-Planwirtschaft passt nicht in diese Welt und führt nur zu Selbstbetrug und Lügen.
Die Technik und vor allem das Intelligenzpotential unserer Studenten könnten weitaus mehr leisten, in einer freieren Forschung ohne diesen verheerenden Einfluss der Politik. Die Dummköpfe, die den zweiten Weltkrieg planten und bis zum bitteren Ende führten, haben sogar aktiv die deutsche Forschungs-Intelligenz aus unserem Land vertrieben. Aus ideologischen Gründen, fast religiös inszeniert, mit ähnlicher Dummheit, wie ich es heute auch in anderen Teilen der Welt beobachte.
Nein, weder das Gießkannenprinzip, noch die Umdeutungen eines religiös inszenierten Buches nach Code19 entsprechen den Erfordernissen dieser Welt. Die Bäche fließen ungenutzt hinab, wenn man nicht seinen Verstand einsetzt.
Einen Namen in diesem Zusammenhang hat sich eine Innovationsschmiede namens Zenit in Mülheim an der Ruhr gemacht.
"Innovation", das Wort erinnert mich an gewisse Politiker. Ich beobachte gerade eine solche "erfolgreiche Umsetzung".

Zitat:
"Großzügig ist nicht der, der freigiebig mit fremdem Gut umgeht, sondern der von sich selber nimmt, was er anderen gibt. – Lucius Annaeus Seneca "

Es ist viel zu tun. Die Geldgießkanne lähmt nur.

Vakuumschmelze und Haereus wurden verkauft, meistbietend, hoffentlich nicht an Heuschrecken

von Bernd Schlueter - am 29.11.2016 04:10
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