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vor 8 Monaten, 2 Wochen
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Emil, Hotzi-47, Bee, thegray, BdasB

BMW „Akku-Eigenfertigung lohnt“ ?!

Startbeitrag von BdasB am 06.12.2016 09:15

[www.heise.de]
BMW-Betriebsratschef: „Akku-Eigenfertigung lohnt“

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch hat sich angesichts der Wachstumspläne des Konzerns bei Elektroautos für eine eigene Batteriezellen-Produktion ausgesprochen. „Ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich die Eigenfertigung“ ...


[www.sueddeutsche.de]
BMW will Batteriezellen selbst produzieren (sagt die Sueddeutsche ?)

...Batteriezellen für seinen Elektrowagen i3 ... vom südkoreanischen Konzern Samsung ...
Das kann man so machen, wenn man höchstens ein paar Tausend Batterien im Monat braucht. Aber schon im nächsten Jahr will Konzernchef Harald Krüger 100 000 elektrifizierte Autos verkaufen - so viele wie zwischen 2013 und 2016. Und dies soll erst der Anfang sein. "Ich glaube nicht, dass wir täglich zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen per Container und just-in-time aus Korea kommen lassen können", sagt Schoch. "Ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich die Eigenfertigung."

Es ist eine Glaubensfrage - und sie beschäftigt alle Konzerne. Soll man ausgerechnet die Zellen, das Herz der neuen Autos, aus Asien kommen lassen? Die Betriebsräte der Autobauer fordern einen Einstieg in die Zellproduktion - um in den Fabriken zu retten, was zu retten ist.

BMW-Chef Harald Krüger gibt sich in der Frage zurückhaltend. Zum einen seien da die Lieferverträge, die noch einige Jahre liefen, sagte er in der vergangenen Woche bei einer BMW-Veranstaltung in München. Erst wenn klar sei, wie die künftige Batteriegeneration tatsächlich aussehe, könne man sich der Frage stellen. Allerdings: Strategisch sei er "offen". Vor einigen Wochen gab er sich im SZ-Interview pragmatisch: "Viele Arbeitsplätze werden damit nicht geschaffen", sagte er. "Batteriezellen werden in hoch spezialisierten Reinräumen hergestellt, da ist die Zahl der neuen Arbeitsplätze überschaubar."


[www.autocar.co.uk]
BMW set for reinvention with larger range of EVs
New strategy calls for a much wider line-up of electric and plug-in hybrid models and for BMW to become a tech company with new services

[www.wiwo.de]
"Wir wollen ganz vorne mitspielen und andere ärgern"

BMW-Chef Harald Krüger zeigt sich bei einem Auftritt in München angriffslustig. Er will 2017 100.000 Elektroautos verkaufen - so viele, wie in den vergangenen drei Jahren. Was er sonst noch vorhat.

Antworten:

Zitat
BdasB
täglich zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen per Container

Was will dieser Betriebsrat denn mit 2500 t Batteriezellen pro Tag?? 2500 t Lithiumzellen entspricht der Masse für Lithiumzellen von z.B. nicht weniger als 20.833 Stück smart fortwo electric drive-Akkupacks (1 Akkupack enthält 120,0 kg Lithiumzellen, beim BMW i3, egal ob 60Ah oder 94 Ah wird das nicht wesentlich anders sein).

Mit einer täglichen Lieferung vom zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen könnte man, in einem Jahr, immerhin bis zu 7,6 Mio. E-Autos ausrüsten. Aber angepeilt sind doch erst mal 100.000 Stück (0,1 Mio).

von Bee - am 06.12.2016 22:32
Bei einem spezifischen Energiegewicht von 0,15 kWh/kg entsprechen 2500 t Lithiumzellen rund 375.000 kWh. Bei in Zukunft 50 kWh pro Fahrzeug sind das also 7.500 Fahrzeuge pro Tag und bei 200 Produktionstagen rund 1,5 Mio Fahrzeuge pro Jahr.

Natürlich werden es im nächsten Jahr erst Mal nur 100.000 Fahrzeuge sein. Wenn aber ein Großteil der BMW Flotte mal elektrisch fährt dann muss man schon in solchen Dimensionen denken. Und der Aufbau einer solchen Produktion dauert ja auch viele Jahre.

von Emil - am 07.12.2016 07:35
Zitat
Emil
Bei einem spezifischen Energiegewicht von 0,15 kWh/kg entsprechen 2500 t Lithiumzellen

Die urige Annahme, dass die 150 Wh/kg bei weiterer Entwicklung konstant blieben und sich nicht weiterentwickeln, passt natürlich wie die Faust aufs Auge für dieses Vergangenheitsforum.

Hinweis: schon bei der 2016er BMW i3-Variante hat sich die Akkukapazität um 50% erhöht ohne Gewichtszunahme, für 2022 sollten 335 Wh/kg erreicht sein.

Der zitierte Gewerkschaftsfunktionär kann einfach nicht rechnen, für 2 Mio Fahrzeuge insgesamt, soviel produziert BMW jährlich, braucht man auch in 10 Jahren nicht 2500 t Lithiumzellen pro Tag - das ist die ganze Wahrheit.

von Bee - am 08.12.2016 07:33
Kurz mal nachgerechnet:
100.000 Fahrzeuge p.a. sind ungefährt 300 Fahrzeuge pro Jahr. Mehr oder weniger pro Tag und je nachdem, an wieviel Tagen gearbeitet wird. Aber die Jahresmengen bleiben, egal wieviel pro Tag..
Pro Fahrzeug mal hoch und viel gerechnet 400 kg Akkus drin.
300 x 400 sind aber nur 120.000 kg oder 120 t am Tag.
Also für das nächste Jahr und die angepeilten 100.000 Fahrzeuge sind die Transporte mit rund 120 t am Tag wohl gerade noch machbar für BMW. Hoffe ich doch. Und bei 300 kg Akku pro Auto wirds weniger.

Keine Ahnung, wie irgend jemand sich da 2.500 Tonnen hochgerechnet hat. Das sind ja über 20 mal mehr. Das wird schon noch eine Weile dauern, bis diese Mengen mal erreicht sind. Bis dahin kann man schon eine eigene Fertigung aufbauen. Das mindert das Transportvolumen nur etwas, denn dann müssen die Rohmaterialien plus Verschnitt (oder wie man das hier nennt, Produktsverluste, Schrott oder so) ja auch herantransportiert werden. Die Transportmengen, die hier so drohend in den Raum gestellt wurden, bleiben. Wird halt nur was anderes transportiert.

Bleibt die Frage, ob die angepeilten 100.000 Autos für 2017 realistisch sind. Na ja, ich hoffe doch. Das sollte BMW alleine mit dem i3 eigentlich schaffen. Die anderen Modelle, wohl alle hybrid, kommen hoffentlich dazu und stückzahlmäßig oben drauf. Auch die brauchen Akkus.

Gruss, Roland
Kurzfristig oder die nächsten ein, zwei oder auch drei Jahre gehts wohl noch mit Akkuimporten. Danach sollte man wirklich selbst produzieren. Irgendwann müssen wir das in Deutschland machen, man sollte nicht alles den Asiaten überlassen. Denn immerhin sind die Akkus ein nennenswerter Wertanteil der künftigen Autos.

von Hotzi-47 - am 08.12.2016 08:52
Die Kochen alle nur mit Wasser - nur können die "neuen"Protagonisten im EV-ProduzentenMarkt der sich jetzt wohl doch noch anschickt zu entwicklen - noch nicht mal die Bedienungsanleitung finden wie man den Kocher bedient.

Da würde ein aggressives Sprichwort gut tun "Wenn man weiß das man keine Ahnung hat einfach mal Fre.... halten" oder so tendenziell in in die Richtung.

Leider schmarrnt mir, das demnächst noch viel solcher Müll unter kommen wird.

von thegray - am 08.12.2016 20:29
Zitat
Bee
Die urige Annahme, dass die 150 Wh/kg bei weiterer Entwicklung konstant blieben und sich nicht weiterentwickeln, passt natürlich wie die Faust aufs Auge für dieses Vergangenheitsforum.


Du solltest an Deiner Diskussionskultur arbeiten. :rolleyes:

Habe ich irgendeine Annahme getroffen dass die 150 Wh/kg für alle Zeit gleich bleiben?

Nur weil ich Deine falschen Aussagen in der Luft zerrissen haben brauchst Du nicht gleich aus der Haut fahren, sondern es reicht wenn Du Deinen Irrtum eingestehst. :rolleyes:

Zitat

Hinweis: schon bei der 2016er BMW i3-Variante hat sich die Akkukapazität um 50% erhöht ohne Gewichtszunahme,


Wie viele Wh/kg haben denn die Zellen des aktuellen i3? :rolleyes:

Zitat

für 2022 sollten 335 Wh/kg erreicht sein.


Belege?

Die sind schon viel früher erreicht, aber von Tesla. Ob die anderen Hersteller mit ihrer bisherigen Chemie das bis dahin erreichen steht in den Sternen.

Zitat

Der zitierte Gewerkschaftsfunktionär kann einfach nicht rechnen, für 2 Mio Fahrzeuge insgesamt, soviel produziert BMW jährlich, braucht man auch in 10 Jahren nicht 2500 t Lithiumzellen pro Tag - das ist die ganze Wahrheit.


Das hast Du mit Deiner Milchmädchenrechnung ja eindrucksvoll nachgewiesen. :D

von Emil - am 09.12.2016 07:00
Zitat
EMobile plus solar
Keine Ahnung, wie irgend jemand sich da 2.500 Tonnen hochgerechnet hat. Das sind ja über 20 mal mehr.


BMW produziert rund 2 Mio Fahrzeuge pro Jahr, also stimmen die rund 2.500 t wenn alle produzierten Autos Elektroautos sind.

Ich weiß nicht warum manche hier so kurzsichtig ist und die 2.500 t/Tag auf die 100.000 Autos pro Jahr in 2017 bezieht. :rolleyes:

Zitat

Und dies soll erst der Anfang sein. "Ich glaube nicht, dass wir täglich zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen per Container und just-in-time aus Korea kommen lassen können", sagt Schoch. "Ab einer gewissen Größenordnung lohnt sich die Eigenfertigung."


Irgendwie mangelt es anscheinend am Textverständnis. :rolleyes:

von Emil - am 09.12.2016 07:07
Zitat
Emil
Irgendwie mangelt es anscheinend am Textverständnis. :rolleyes:


Oder am Zeitverständnis (des Betriebsratsmenschens oder so, der diese Zahl mal in die Welt gesetzt hat .... für eine ferne Zukunft).

Denn so steht es geschrieben: "Ab 2025 soll BMW-Vorstand Harald Krüger bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr absetzen wollen – etwa 20 Prozent des Gesamtabsatzes und fast 18 Mal so viel wie im vergangenen Jahr."

Da kommen nach 9 Jahren also fünfmal soviel zusammen, also auch erst 600 Tonnen pro Tag - ungefähr jedenfalls, je nach technlogischer Entwicklung. Aber selbst wenn die Akkus besser werden hinsichtlich Kapazität pro Gewicht gehe ich mal von 300 bis 400 kg Akkus pro Fahrzeug aus. Wenn die dann besser werden, steigt halt die Kapazität.

Aber immerhin: der Betriebsratsvorsitzende denkt sehr weit in die Zukunft. Vielleicht hat er ja eine Ahnung, dass die Entwicklung doch schneller geht? Oder andere Einblicke als wir in die Entwicklung. Auf jeden Fall halte ich die Idee, Zellen und Akkus auch in Deutschland zu fertigen, für gut. Es muss so kommen. Denn sonst kommen die kompletten E-Autos bald alle aus Asien.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 10.12.2016 21:57
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