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Electrive: Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur gestartet

Startbeitrag von Ralf Wagner am 13.02.2017 14:26

Das lange Warten hat ein Ende: Nach schier endloser Prüfung hat die EU heute das deutsche Förderprogramm für Ladeinfrastruktur genehmigt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird daher noch diese Woche den ersten Förderaufruf veröffentlichen. Bis 2020 stehen im Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur insgesamt 300 Mio Euro für den Aufbau von 15.000 Ladesäulen bereit.


[www.electrive.net]

[www.bmvi.de]

rw

Antworten:

Im Bundesanzeiger konnte ich unter Ladeinfrastruktur nichts finden.

Wird man wohl tatsächlich noch zwei Tage warten müßen.

von thegray - am 13.02.2017 14:49

EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

[www.heise.de]
[www.heise.de]

EU-Kommission genehmigt deutsche Ladesinfrastruktur-Förderung

Die europäischen Wettbewerbshüter haben die deutschen Ausbaupläne für Ladestellen für Elektroautos genehmigt. „Durch das deutsche Förderprogramm werden Elektrofahrzeuge für Verbraucher und Unternehmen attraktiver“, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Montag (13. Februar 2017) in Brüssel mit.

„Es sorgt für die kosteneffiziente Bereitstellung der erforderlichen Ladeinfrastruktur und steht mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang.“ Staatliche Beihilfen benötigen in Europa eine Genehmigung der EU-Kommission. Sie soll sicherstellen, dass die öffentliche Förderung nicht zu Marktverzerrungen führt und Konkurrenten übervorteilt.

Im Rahmen des Programms fließen binnen vier Jahren 300 Millionen Euro in die Installation von Ladesäulen sowie in den Ausbau bestehender Infrastruktur für Elektroautos. Der Strom soll dabei aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Mit der Förderung trage Deutschland dazu bei, den Schadstoff-Ausstoß zu senken und die Luftqualität zu verbessern, lobte die EU-Kommission. Finanzielle Unterstützung dürfte nach ihrer Einschätzung auch nur in der Startphase nötig sein.

Weitere Anreize scheinen nötig, denn dem Elektroauto fehlt es aktuell vor allem an einem: Den Käufern. Trotz eines staatlichen Zuschusses ist die Nachfrage nach Elektroautos hierzulande spärlich. Während sich Hybridmodellen im vergangenen Jahr deutlich besser verkauft haben als 2015, war das Interesse an reinen Elektroautos sogar rückläufig.

(dpa)

von BdasB - am 13.02.2017 18:08

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Zitat
eitere Anreize scheinen nötig, denn dem Elektroauto fehlt es aktuell vor allem an einem: Den Käufern. Trotz eines staatlichen Zuschusses ist die Nachfrage nach Elektroautos hierzulande spärlich. Während sich Hybridmodellen im vergangenen Jahr deutlich besser verkauft haben als 2015, war das Interesse an reinen Elektroautos sogar rückläufig.


Ich kenne einen Anreiz - einen Dose zu Hause installieren dürfen!
In Deutschland leben die wenigsten im eigenen Haus.
Auch wenn der Anteil der Interessenten - also der möglichen Käufer deutlich mehr sein dürften die schon ein eigenes Haus bewohnen - als der Durchschnitt z.B. der Neuwagenkäufer.


Diese weltfremden Vollpfosten!

von thegray - am 13.02.2017 18:17
grob gerechnet 20mille = 1 säule...

och nich billich...

von wolfgang dwuzet - am 13.02.2017 18:19
200.000.000€ für 5.000 DC Säulen macht 40.000€ pro DC Ladeäule.

von Solarstrom - am 13.02.2017 18:52
Wichtige Eckdaten aus der Förderrichtlinie:

Anträge Anträge zur Förderung von Ladeinfrastruktur nach Abschnitt 2 der Förderrichtlinie sind innerhalb des Zeitraums
vom 01.03.2017 12:00 Uhr bis zum 28.04.2017 12:00 Uhr einzureichen

5.1 Höchstsätze für Normalladepunkte
Normalladepunkte bis einschließlich 22 kW werden gefördert mit einem prozentualen Anteil von
– maximal 60 % bis höchstens 3 000 Euro pro Ladepunkt.
5.2 Höchstsätze für Schnellladepunkte
Schnellladepunkte werden gefördert mit einem prozentualen Anteil von
– maximal 60 % bis höchstens 12 000 Euro für Ladepunkte kleiner als 100 kW,
– maximal 60 % bis höchstens 30 000 Euro für Ladepunkte ab einschließlich 100 kW.
5.3 Höchstsätze für Netzanschluss
Ergänzend wird der Netzanschluss pro Standort gefördert mit einem prozentualen Anteil von
– maximal 60 % bis höchstens 5 000 Euro für den Anschluss an das Niederspannungsnetz,
– maximal 60 % bis höchstens 50 000 Euro für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz.

von Ralf Wagner - am 16.02.2017 07:53
Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen hat die Förderrichtlinien jetzt veröffentlicht.

Hier einige weitere Einzelheiten:
Ein Ladepunkt im Sinne dieser Richtlinie ist die für die Stromversorgung eines E-Fahrzeugs bestimmte Einrichtung gemäß der Verordnung über technische Mindestanforderung den an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile.

Gefördert wird:
- öffentlich zugängliche Normalladeinfrastruktur (bis einschließlich 22 Kilowatt),
- öffentlich zugängliche Schnellladeinfrastruktur (größer als 22 Kilowatt).
- Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen.
- Normalladepunkte bis einschließlich 22 kW werden gefördert mit einem prozentualen Anteil von maximal 60 % bis höchstens 3 000 Euro pro Ladepunkt.
- Es ist mittels Roaming für alle Kunden sicherzustellen, dass Vertragskunden von anderen Anbietern von Fahrstrom und zusätzlichen Servicedienstleistungen (Electric Mobility Provider - EMP) den jeweiligen Standort auffinden, den dynamischen Belegungsstatus einsehen, Ladevorgänge starten und bezahlen können.
- Die geförderte Ladeinfrastruktur muss den Vorgaben des Mess- und Eichrechts entsprechen.
- Um ein webbasiertes Ad-hoc-Laden im Sinne der LSV zu ermöglichen, wird empfohlen WLAN an der Ladesäule öffentlich zur Verfügung zu stellen. Gegebenenfalls wird dies in den Förderaufrufen verpflichtend.
- Die Ausstattung eines neu zu errichtenden Ladepunkts mit einem zusätzlichen anderen Steckerstandard ist ergänzend zu dem in der LSV definierten Mindeststandard förderfähig.
- Ein angeschlagenes Kabel wird für jeden Ladepunkt empfohlen.
- Für das angeschlagene Kabel wird eine auch im Dunkeln gut sichtbare Farbe (z. B. gelb) empfohlen.
- Voraussetzung für die Zuwendung für Ladeinfrastruktur ist, dass der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien oder aus vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom (z.B. Strom aus Photovoltaik-Anlagen) stammt.
- Der Zugang zur Ladesäule sollte 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen pro Woche ermöglicht werden, andernfalls wird die Förderquote um 50 % gesenkt.

Mehr Einzelheiten in den detaillierten Förderrichtlinien vom 13.1.2017.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 16.02.2017 10:05
Leider ist nichts mit Euren "maximal 60 %", es wird über alle Anschlussmöglichkeit hinweg nur bis "bis zu max. 40 Prozent" gefördert. Betrachtet man die Randbedinungen, lohnt sich das für größere Vorhaben praktisch gar nicht.

Es wird ewig dauern, bis die geförderten 2.500 Schnellladepunkte dabei erreicht sind. Der mikrige 10 Mio. € Förderungs-Topf für "Normalladepunkte" wird zwischenzeitlich schon bald erschöpft sein, hier wird es nichts mehr geben.

von Bee - am 18.02.2017 13:47
Nicht immer Jammern - holt mal alle Förderungen ab - dann kann man weitersehen !!

Seid ja schrecklicher wie wir Ösis ??

lg Andreas

von Andilux - am 18.02.2017 17:05

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Zitat
thegray
In Deutschland leben die wenigsten im eigenen Haus.
Diese weltfremden Vollpfosten!


Bei allem Respekt für Deine Meinung habe ich doch lieber mal nachgeschaut, wieviele Deutsche in eigenen Immobilien wohnen.

Hier ein paar Daten von 2013:
"Für etwas weniger als jeden dritten Haushalt in Deutschland hat sich der Traum vom Eigenheim erfüllt: rund 30 Prozent der rund 40 Millionen Privathaushalte besaßen Anfang des Jahres 2013 ein eigenes Einfamilienhaus. Knapp 14 Prozent der privaten Haushalte waren Besitzer einer Eigentumswohnung. "

Genauer: In 15,5 Millionen eigenen Häusern wohnen ca. 29 Millionen Personen in Deutschland. Mehr als ein Drittel aller Deutschen. Keine Minderheit!
Rund 4,5 Millionen Deutsche leben in Eigentumswohnungen.

Sooooooooo klein ist der Kreis der Kunden nicht, die sich am eigenen Haus eine Stromtankstelle installieren könnten. 15,5 Millionen Häuser würde ich nicht als "die wenigsten" bezeichnen. 15,5 Millionen Elektroautos wären schon mal eine Nummer. Da müssen wir erstmal hinkommen.
Das wären dann 15,5 Millionen private Stromstankstellen in Deutschland. Bei 22 kW pro Home-Ladebox wären das 341 GW Anschlussleistung. Kann das Netz nicht. Load Management wäre nötig.
Dauert wohl noch ein wenig, bis es soweit ist.

Gedankenspiel: 5 Millionen Eigenheim- und E-Mobil Eigner hätten die Möglichkeit, das öffentliche Netz auf Anforderung mit je 10 kW für eine Stunde oder so zu stützen durch Rückspeisung und Vehicle to grid.
Ergibt 50 GW Leistung und rund 50 GWh Energiemenge. Schöne Aussichten. Damit müssen wir bzw. damit könnten wir rechnen - in der Zukunft.
Wobei gesteuertes Laden von 15 Millionen E-Autos zum Wegdrücken von Sonne und Windstrom bei Notwendigkeit (weil Überschuss) schon reichen würde. Könnte jedes Auto täglich 20 kWh auf die Art sinnvoll nutzen für Mobilität, wären 15 Millionen Autos x 20 kWh = 300 GWh genutzt. Wie erwähnt: Schöne Aussichten. Und 15 Millionen E-Autos sind erst ein Drittel des deutschen PKW Parks, in etwa jedenfalls.

Jedenfalls mal eine andere Sichtweise auf die Sinnhaftigkeit der Förderung von Ladeinfrastruktur.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 19.02.2017 11:04

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Bei 60% Förderung bin ich durchaus am überlegen bei mir eine öffentliche Ladestation zu errichten. Vielleicht eine von TNM mit 3*16A oder 3*32A. Das ist zwar ein reines Wohngebiet in einer kleinen Ortschaft mit überschaubaren Möglichkeiten einer Ladeweile. Auf der anderen Seite gibt es am Ort noch keine Ladestation. Vielleicht ist es ja in ein paar Jahren nützlich, wenn es mal mehr EVs gibt?

Allerdings die Sache mit der grünen Farbe kann ich nicht einhalten. Auf mein Natursteinpflaster streiche ich keine Farbe und auf der öffentlichen Straße darf ich es nicht. Wobei in diesem Fall die Farbe gar nicht notwendig ist, denn da ist immer ein Parkplatz frei.

von Solarstrom - am 19.02.2017 13:53

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Zitat
15,5 Millionen Elektroautos wären schon mal eine Nummer. Da müssen wir erstmal hinkommen.


Subjektiv kann ich da nicht mit gehen.

Wenn das ansatzweise real ist - wäre das eine Hausnummer die Weit über ein Thema wie z.B. Solardach hinaus kämme.


Aber eigentlich wollte ich mit meiner Aussage abstellen, das Wir in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern - ich kann mich entsinnen das für GB 80% gilt ; für Italien nach Erzählungen von Leuten dort, auch so 3/4 wären und selbst in so einem Land wie Griechenland..... ; und ganz wage mich entsinnen zu können wobei das dann ganz alte Zahlen sind der Anteil in FR und E und P ebenfalls deutlich höher sind als in D.

UND WEG streich mal aus deiner Statistik weil nach Deutschen Recht es einen nahezu unmöglich ist .....
Und dann sieht der Praxisanteil schon sehr viel niedriger aus !

von thegray - am 19.02.2017 17:53

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Zitat
Solarstrom
Bei 60% Förderung bin ich durchaus am überlegen bei mir eine öffentliche Ladestation zu errichten.


Ja, das wäre schon toll. Leider beträgt die Förderung nur max. 40%. Dafür gilt für diesen Förderaufruf das "Windhundprinzip".

An späteren Förderungen sollen per Ausschreibung entschieden werden: wer bundesweit den billigsten Kostenvoranschlag einreicht, gewinnt.

von Bee - am 19.02.2017 18:36

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Zitat
thegray
Zitat
15,5 Millionen Elektroautos wären schon mal eine Nummer. Da müssen wir erstmal hinkommen.

Subjektiv kann ich da nicht mit gehen.!


Reicht ja, wenn Du das objektiv mal versuchst.

Zitat
thegray
Aber eigentlich wollte ich mit meiner Aussage abstellen, das Wir in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern - ich kann mich entsinnen das für GB 80% gilt ; für Italien nach Erzählungen von Leuten dort, auch so 3/4 wären und selbst in so einem Land wie Griechenland..... ; und ganz wage mich entsinnen zu können wobei das dann ganz alte Zahlen sind der Anteil in FR und E und P ebenfalls deutlich höher sind als in D.


Bei allem Respekt dafür, an was Du Dich entsinnen kannst, was nach Erzählungen ist und an was Du Dich vage entsinnen zu können glaubst......
versuche ich, bei solchen offenen Fragen einfach mal die Fakten zu klären. Die stehen in der Statistik, die ich ja verlinkt hatte, doch klar drin. Und etwas im Internet suchen bringt auch die Zahlen fürs Ausland. Warum also ganz vage nachsinnen, wenn es konkrete Zahlen so leicht zu finden gibt? Klar, in anderen Ländern gibt es mehr eigene Häuser, z.B. in Polen oder Spanien, ist mir schon bewußt. Dann wären das also Super Länder für die Elektromobilität? E-Mobil zum eigenen Haus? Soll da zusammenwachsen, was zusammen gehört?

Zitat
thegray
UND WEG streich mal aus deiner Statistik weil nach Deutschen Recht es einen nahezu unmöglich ist .....


Bei allem Respekt für diesen Satz: Ich habe nicht die geringste Ahnung, was Du damit ausdrücken willst. Was soll weggestrichen werden, was ist nach "Deutschen Recht" nahezu unmöglich? Und wo ist meine Statistik? Die verlinkte Statistik ist nicht von mir!

Gruss, Roland
Persönlich bin ich wenig betroffen, ich wohne im eigenen Haus, habe Solaranlagen, Elektroautos und Ladestation. Brauche also keine Förderung mehr, auch nicht für eine Ladestation, und werde daher sowas auch nicht beantragen... Auch meine zwei Kinder wohnen in eigenen Häusern, einer hat wenigsten schon eine Solaranlage und 22 kW Anschluss in der Garage und fährt Fahrrad und bei Bedarf einen elektrischen Mietwagen (Zoe oder i3). Und die Tocher hatte schon mal (m)einen AX für ein Jahr ausgeborgt. Steht aber nach einer Probefahrt mehr auf einem i3.

von Berlingo-98 - am 19.02.2017 21:04

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

:spos:

von wotan,der ältere - am 20.02.2017 08:33

Re: EU genehmigt Foerderung deutscher Ladesinfrastruktur

Na, die Besiedelungsdichte ist in D halt ein wenig höher als anderswo. Wenn Du die Leute hier nicht stapelst, dann bleibt nicht mehr viel für Landwirtschaft (erst recht nicht extensiv) oder Grünflächen oder Gärten, Produktionsstätten und so fort. Sind ja nichteinmal zwei Morgen je Person. Und dann noch die extremen Hanglagen und die Gewässer und was sonst noch so wegfällt.....

von Richard - am 20.02.2017 09:14
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