Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb news
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
schachtelhalm, wolfgang dwuzet, thegray, BdasB

DLR Forschungs-Projekt Laden2020: Ergebnis „Deutschland braucht 40.000 Ladestationen“

Startbeitrag von BdasB am 21.02.2017 22:39

[www.emobilitaetonline.de]

Projekt Laden2020: „Deutschland braucht 40.000 Ladestationen“

1 Million Elektroautos sollen 2020 auf den Straßen Deutschlands unterwegs sein, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht. Dass dieses Ziel erreicht wird, davon geht heute kaum noch jemand aus. Für den Fall, dass es doch erreicht werden sollte, haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Rahmen des Projektes Laden2020 für dieses Szenario den Gesamtbedarf an öffentlichen Ladepunkten ermittelt.

Laut Dr. John Anderson, Projektleiter im DLR-Institut für Verkehrsforschung, habe es bisher noch keine fundierte Methode gegeben, um den Gesamtbedarf an öffentlichen Ladepunkten für Elektrofahrzeuge zu bestimmen. „Wir konnten nun erstmals eine systematisch nachvollziehbare Strategie zum Aufbau einer robusten und bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Alltags- und Fernverkehr vorlegen", so Dr. Anderson.

Ladeinfrastruktur in Wohngebieten ineffizient

Für den Alltagsverkehr ermittelte das Forscherteam einen Bedarf von etwa 33.000 öffentlichen und halböffentlichen (z.B. an Einkaufszentren) Ladepunkten für einen Bestand von 1 Million Elektrofahrzeuge. Für den Fernverkehr (Wege von mehr als 100 km Länge) werden demnach bis 2020 etwa 2.600 öffentliche Ladepunkte benötigt. Zusätzlich wurde eine Empfehlung von rund 4.000 Schnellladestationen für den Alltagsverkehr gegeben.

Die Analyse habe ergeben, dass im Alltagsverkehr eine öffentliche Ladeinfrastruktur am Straßenrand in Wohngebieten wegen der langen Belegungszeiten ineffizient sei. Mit der steigenden Reichweite künftiger Elektroauto-Modelle verringere sich der Ladeinfrastrukturbedarf nur geringfügig: Erhöhe sich die Elektroauto-Reichweite um 50 Prozent, so reduziere sich der Bedarf an öffentlichen Ladepunkten lediglich um 17 Prozent, so die Forscher. Wesentlich größere Auswirkungen habe dagegen ein höherer Anteil an privaten Ladepunkten: Bereits eine Steigerung der Lademöglichkeit in privaten Haushalten um zehn Prozent lasse den Bedarf an öffentlichen Stationen um 20 Prozent sinken.

Sichtbare Ladeinfrastruktur steigert Vertrauen in Elektromobilität

Die Wissenschaftler plädieren dafür, dass der Aufbau der Ladeinfrastruktur stufenweise erfolgen sollte. Um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten, empfehle es sich, zu Beginn mehr Ladepunkte pro Elektroauto anzubieten. Dies steigere die Sichtbarkeit der Ladeinfrastruktur und damit das Vertrauen potentieller Nutzer in die Elektromobilität.

Hier können Sie den LADEN2020 Schlussbericht einsehen.

[www.dlr.de]

Antworten:

40000 je 1Millonen Fahrzeuge !
Ob wohl es in ein Paar Jahren kaum noch Fahrzeuge geben wird - die Unter 300Km pro Ladung machen. Man bedenke bei öffentlich genutzten darf man immer von ausgehen Höchtstromladung ....

Ich weis nicht ob ich mitgehen kann - vor allen bei den Fördersummen.

Evtl. liegt ja an meiner Position - aber geht für mich in die falsche Richtung.

Aber immer noch keine Bewegung für WEG und Mieter .....

von thegray - am 22.02.2017 00:31
hy oli,
der grund warum die poli-tiger nicht daran ieressiert sind, das jeder "zuhause" laden kann liegt doch wohl auf der hand,
denn an ladsäulen kostet der strom doch a bisserl mehrer als dahoam,
was dazu führt, das dafür auch wieder eine höhere steuereinnahme folgt,
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 22.02.2017 16:02
Wenn die noch lange forschen, dann haben die Ladestationen sich von selbst erledigt.

Heimlich, still und leise hat Shell angefangen Strom zu verkaufen. In Norwegen stellen die direkt gegenüber vom Tesla Supercharger ihre CHAdeMO und CCS Hurtiglader auf. Strom kann man auch in Deutschland schon kaufen, aber Mobilstrom erst einmal in den Niederlanden.

Wir haben Tankstellensterben in Deutschland und im EU Vergleich eine miserable Tankstellendichte, jetzt schon. Die Tankstelle lebt von Kaffe, Brötchen, Lotto und Schnaps. An Elektriker können die mehr Kaffe und Brötchen verkaufen, als an Dinosauriersaft Kunden.

Wenn Shell anfängt, dann kommen die anderen auch.

von schachtelhalm - am 23.02.2017 18:33
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.