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Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Twiker76, thegray, Dineu, Emil, schachtelhalm, DH@SoKa, mib_HH, BdasB

heise: "Energiewende im Straßenverkehr"

Startbeitrag von BdasB am 23.02.2017 07:34

[www.heise.de]
Energiewende im Straßenverkehr

Wie muss die Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Autos gestaltet sein, wenn am ersten Tag der Schulferien tausende Familien gleichzeitig in den Skiurlaub starten, bei Kälte, über die Autobahn und mit viel Gepäck? Mit dieser Frage habe ich mich an die für Journalisten üblichen Stellen gewandt. An Forschungsinstitute, an Verbände und Hersteller. Normalerweise bekomme ich als Antwort Szenarien oder Modellrechnungen. In diesem Fall aber scheine ich auf eine Lücke gestoßen zu sein – ich habe also entweder nicht tief genug recherchiert, oder die Energiewende im Straßenverkehr ist tatsächlich noch nicht ausreichend durchdacht. Ich lade darum Sie, den Leser ein, mit mir und uns zu diskutieren, wie der Antriebsmix im Jahr 2050 aussehen soll und wie die damit verbundenen lebenspraktischen Probleme gelöst werden können.

Antworten:

Ganz einfach, man schaltet den 10kW-Verbrennergenerator ein und erreicht sein Ziel mit einem bisher noch nicht dagewesen niedrigen Benzinverbrauch. Nur relativ langsam, da überall Stau ist, kommt man eh nicht schneller vorwärts. Mit ein paar Pausen mehr kann man nachtanken und auch schneller fahren.
Außerdem gibt es eine Induktionslösung, die auch alleine den Anforderungen gerecht wird.

von Bernd Schlueter - am 23.02.2017 11:54
"Wie muss die Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Autos gestaltet sein, wenn am ersten Tag der Schulferien tausende Familien gleichzeitig in den Skiurlaub starten, bei Kälte, über die Autobahn und mit viel Gepäck?"

=> ganz einfach: Die Ladeinfrastruktur muß sich auf einem Waggon des Autoreisezuges befinden. Aber derlei wird ja abgeschafft statt ausgebaut.

Mit sonnigen Grüßen aus Karlsruhe
Dirk
(Citroen AX Electrique, SAM I)

von DH@SoKa - am 23.02.2017 12:04
Autoreisezug abschaffen?
Aber nicht mehr, nachdem viele Elektroautofahrer bemerkt haben, dass es an vielen Tagen nicht mehr anders weitergeht.
Zuletzt habe ich meinen Saxo stehen gelassen und bin per Flugzeug nach Rom und zurück geflogen. Der Jürgen hatte meinen Saxo noch nicht fertiggeladen, da war ich schon in Rom und hatte die ersten Besichtigungen hinter mir. Mein Saxo ist mit seinem 3,15kW-Lader so schnell wie Goethe und Luther auf ihren Romreisen. Das Erstaunliche: pro km erzeugt das Flugzeug nur 1/3 des CO2-Ausstoßes wie mein Saxo mit seinem Braunkohlenstrom. Zudem war die Romreise mit insgesamt 170 Euro samt Verpflegung und Superhotel , für zwei Personen, wohlgemerkt, weit mehr als 10 mal billiger, als mich die gleiche Reise mit dem Saxo gekostet hätte.
In Rom gibt es praktisch keine Elektroautos, aber das vermisst man dort auch nicht, wenn man die Landessprache spricht. Allerdings würden alle Elektroautos dort sehr begrüßen.
Allein schon das Stromtanken hätte mich mehr gekostet als der ganze Flug. Ein Auto schleppt eben zu viel unnützen Ballast mit sich und fährt nicht unter dem verminderten Luftdruck wie Hyperloop und das Flugzeug..

von Bernd Schlueter - am 23.02.2017 12:29
Skiurlaub und viel Gepäck ist ein regionales Phänomen. In Distanzen >300km ist die Anzahl stark abnehmend und nicht mehr als viele tausend Familien wahrzunehmen.
Die Reichweite von 300km wird zunehmend Standard und in Zukunft sicherlich noch weiter zunehmen.
Die Vorbereitung dieser "kurzen Distanz" der Anreise kann durch die "Schnarchladung" bequem von zu Hause umfassend erlangt werden.
Für fernreisende Skiurlauber aus dem Norden sind die Alternativen wie Bahn und Leihwagen mit hoher Reichweite vorhanden.

von mib_HH - am 23.02.2017 14:36
Wie schaffen es die Norweger eigentlich mit ihren Elektroautos nach Spanien?

von schachtelhalm - am 23.02.2017 18:36
Zitat
schachtelhalm
Wie schaffen es die Norweger eigentlich mit ihren Elektroautos nach Spanien?


Nun ich denke - wie die alten es früher gemacht haben ab ins Boot und sowas wie Grünland besucht und die späteren Indianer schon mal vor den Christoph gewarnt.

Einfach machen - ein fetter Akku und ein ebenso fester Willen hilft natürlich und etwas abend-teuer-lust; der Weg ist das Ziel; ach ja und ein sicheres Netz von schnellLadern damit die Dosis von Abenteuer dann doch nicht zu lustig wird.

von thegray - am 23.02.2017 19:52
Es gibt bessere Fortbewegungsmittel, dazu gehören vor allem auch die langsam die Städte erobernden Carsharing-Modelle, die ich nur nicht nutze, weil zu wenige Elektroautos darunter sind.
Carsharing ist nur für Städte interessant. Den gesamten übrigen Verkejr könnte man energiesparend auf Schienen und andere Pisten für autonome elektrische Fortbewegung verlagern, in energiesparenden Zügen. Unter diesen Voraussetzungen lasse ich mir auch gefallen, dass Elektroautos das Weltklima etwas stärker verpesten als umweltfreundliche Verbrenner.
Was allein zählt, vor allem für die Klientel dieses Forums, ist der gute Wille. Was die Tatsachen anbetrifft, die kann man so verbiegen, wie es einem gerade passt.
Lärm gehört nicht zum Klima. Der wird meist unterschlagen.

von Bernd Schlueter - am 24.02.2017 05:01
Da muss etwas im Gehirn von Bernd Schlüter verpolt sein...
Wie oft muss man diesen "Schwachsinn" noch lesen, sorry...

von Twiker76 - am 24.02.2017 18:28
Die bereits genannten Alternative sind keine weil sie von den Leuten aus verschiedensten Gründen nicht als wirkliche Alternative gesehen werden. Denn sie sind viel unbequemer und effektiv viel teurer als die Grenzkosten eines Automobils, insbesondere auch dann wenn mehrere Personen gemeinsam unterwegs sind, und man von Haus zu Haus will.

Für mich ist der E-Highway die Lösung, bei dem die Aufladung verteilt über die Strecke durch Induktion erfolgt. Dadurch braucht man auch keine so große Batterie mehr, was Kosten und Verbrauch deutlich reduziert. Die klassische Batterie kann bei Flächendeckung möglicherweise sogar durch Superkondensatoren ersetzt werden.

Davon abgesehen werden die Leute 2050 in völlig autonomen Robottaxis unterwegs sein und das individuelle Fahrzeug weitgehend von den Straßen verschwunden sein. Die Leute mit mehr Geld werden sowieso mit elektrisch angetriebene Lufttaxis unterwegs sein um ihre Ziele schneller zu erreichen.

von Emil - am 25.02.2017 05:34
2015 hieß es bei Zurück in die Zukunft auch schon Fahrzeuge gibt, die mit Bananenschalen und gebrauchten Getränkedosen samt Inhalt durch die Luft fliegen...

Eigentlich Banane, bis dahin sind wir, die hier schreiben wahrscheinlich schon längst sonstwo. Wahrscheinlich werden das meine Kinder erleben aber ich ganz bestimmt nicht.
Solange es noch günstig jede Menge fossile Energie gibt wird sich da nichts ändern. Erst wenn man muss. Und ein Robotcar muss ja nicht elektrisch fahren...

Das gehört auch etwas zur Bequemlichkeit unangenehme Dinge in die Zukunft zu schieben, ich denke dann wird es zu spät sein...

von Twiker76 - am 25.02.2017 15:57
... und ich möchte nicht wissen wie schon geschrieben was der Aufbau einer Induktionsinfrastruktur kost wenn eine "normale Leitung" von wie bekannt zB. der Nord Süd Route an der A7 entlang mit Stromeinspeisepunkte alle 500 m zB. laut Herr Scheer ca. 50 Mio. kost. Da der Verkehr noch immer mehr zunimmt wird es schwierig dann auf 100% Elektro umzustellen...Und dann die Straße aufreißen ??? Dann eher eine neue Autobahn daneben bauen weil die alte noch gebraucht...Vorher ist der BER schon fertig ?

Oder ist s alles nur Peanuts... statt dessen Mio. ähh Mrd. in S21 oder BER oder... bis das mal funktioniert... ist der Sprit alle ?
Dann muss aber die Bahn laufen ....!!!? Für Flugzeuge kein Kerosin mehr...?

nein ich bin schon lange eher pessimistisch das wir die Kurve kratzen...
Was juckt die meisten in 20 Jahr ???

von Twiker76 - am 25.02.2017 18:04
OT: BER gab es jetzt einen außerordentliche Versammlung der Oberen Etage.

Ich nehme Wetten an : Wieder Termin Verschiebungen neue Probleme; Goldene Handschläge ; Diskussion um Abriss oder Umnutzung wie beim "Schnellen Brüter" :joke:

Das ist um Peinlichkeit nicht mehr zu "unterbieten"

von thegray - am 25.02.2017 18:58
Ich würde etwas bescheidener anfangen. Zur Zeit versuche ich meinen Dieselstinker (C5) zu reparieren. Unglaublich, welche mengen an elektronischem Zeug da verbaut sind, nur, um den Motor am Laufen zu halten. Ein Elektroauto ist von der Komplexität besehen, vergleichsweise ein steinzeitliches Gerät, das jeder versteht und zumindest theoretisch, jeder reparieren könnte, obwohl man sie so bauen könnte, dass sie theoretisch ewige Haltbarkeit hätten. Das größte Teil bleibt die Batterie, die man auch nach einem Crash weiterverwenden kann, falls kein Brand ausgebrochen ist.
Deshalb halte ich es als vordringlich, unsere Städte mit möglichst einfachen und robusten elektrischen car sharing Modellen auszurüsten. Selbst Holzsitze würde ich da in Erwägung ziehen, die man mit einem mitgebrachten aufblasbaren Kissen polstert, falls genau so viel Vandalismus herrscht wie im öffentlichen Nahverkehr.

Das wäre ein effektiver Anstoß auch zur Energiewende, denn die höchsten Ersparnisse bringt die Elektromobilität im Großstadtverkehr.
Auf der Strecke hat die Elektromobilität keine energetischen Vorteile, im Gegenteil, der Verbrennerantrieb, hybridmäßig unterstützt, bietet bei elektroautoüblichen 80 bis 100kM/ Geschwindigkeit mehr Energieersparnis. Wenn ein Prius mit seinem hohen Gewicht und viel zu starken Verbrennermotor nur 4 Liter verbraucht, sinkt dieser bei einem ausreichenden 20kW-Verbrenner weit darunter und die mäßig große Zusatzbatterie kommt in den Städten trotzdem zusätzlich zum Zuge.

Induktion? Da würde ich zunächst nicht auf die Autobahn setzen, sondern auf die dichten Parkflächen in den Städten, mit nur mäßigen magnetischen Feldern und nur ausreichender Ladeleistung.
Wir wollen die Energiewende und da sollten wir anfangen, wo das Vorgehen effektiv ist. Autos stehen den lieben langen Tag nur dumm herum, könnten aber problemlos in dieser Zeit hervorragend als Energiepuffer wirken und gleichzeitig im gewünschten Ladezustand gehalten werden.
Mit der Lithiumbatterie sind wir eigentlich am Ziel aller Wünsche angekommen. Dass diese aus einer überaus großen Zahl von Einzelelementen bestehen, kostet in der Massenproduktion nichts mehr, da zählt nur noch der Rohstoffpreis.

Als eine völlig überflüssige Maßnahme sehe ich Insellösungen an, bei denen Solar-Leistung nur auf dem eigenen Grundstück verbraucht wird.
Energiesparen wollen wir alle und dazu gehört vor allem das allen zugängliche Netz, in das jeder einspeisen kann, indem sich der Zähler in gleicher Weise rückwärts dreht.
Ein Ferrariszähler ist meiner Meinung dafür prädestiniert, auch, wenn er sich in der Gegenrichtung 10 bis 20% langsamer dreht.
Mit Umlagen, Finanzamt und Abrechnung hat man dann nichts zu tun. Natürlich kann der Zähler auch elektronisch arbeiten, mit gleicher Zählweise vor- und rückwärts. Eigentlich sollte er rückwärts sogar mehr zählen, weil die Regierung immer so groß den Mund auftut und behauptet, sie fördere alternative Energie in Hinblick auf die Energiewende.
Wir werden nach Strich und Faden belogen und belügen uns noch zusätzlich selbst.

Also, wann machen wir endlich Nägel mit Köpfen?
So lange das nicht geschieht, versuche ich meinen Diesel wieder in die Gänge zu bringen, auch wenn seine Technik noch so verwunden ist.
Der hat immerhin adblue (Harnstoffentgiftung). Mein Kraftwerk am Horizont nicht.

von Bernd Schlueter - am 26.02.2017 08:50
Der Autor von Heise schreibt von der Vergangenheit, nicht von der Zukunft. Mit Elektroautos muss man, eine Lademöglichkeit zuhause vorausgesetzt, weniger oft zur "Tanke" fahren als mit Verbrennern.

Außerdem, wer sagt, dass man sein Gepäck nicht mit dem Roboter-Gepäckdienst vorausschickt und selbst mit dem kleinen Google-Auto fährt?

von Dineu - am 27.03.2017 21:55
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