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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
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vor 11 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Dineu, BdasB

LiIon-Akku-Pionier stellt Arbeiten für neuen Akku vor

Startbeitrag von BdasB am 05.03.2017 19:28

[www.heise.de]
​[www.greencarreports.com]

Lithium-Ionen-Akku-Pionier stellt Arbeiten für neuen Akku vor

... für die Automobilindustrie könnten die schnell aufladbaren neuen Akkus durch ihre höhere Energiedichte von Interesse sein...

Antworten:

Mir drängt sich mal wieder der Verdacht auf, dass wir es hier mit der Wiederauferstehung der sagenhaften "Keramikakkus" aus Werner Müllers Superakkuschmiede in Kamenz zu tun haben. Jetzt wohl einfaches Glasfasergewebe statt wertvollstes Meißener Porzellan? Ist wohl gerade gut genug (good enough). John Bannister Goodenough entdeckte das Eisenphosphat als Kathodenmaterial.

Kürzlich fuhr ein Mercedes durch die heiligen Hallen in Kamenz und zerschlug dort Porzellan. Neben Milliarden aus Steuergeldern, versteht sich.

Unabhängig davon besteht Glas zum großen Teil aus Metalloxyden, ebenso wie Keramik. Aber die sollte man in öffentlichen Artikeln nicht als "Glas" oder "Keramik" bezeichnen. Das führt zu Missverständnissen.
Lehm ist schließlich auch kein Ziegelstein. Da gehört mehr dazu.

von Bernd Schlueter - am 06.03.2017 07:29
Was verstehen Chemiker und Physiker unter "Glas"?

Es ist durchaus denkbar, dass es gelingen kann, eine Metalloxydschicht, die Alkalimetall enthält, nur teilweise zu Glas erstarren zu lassen, sodass sich endlos viele dünnste Kanäle bilden, durch die zum Beispiel natriumionen wandern können. Entsprechend mit der Zahl dieser Kanäle wächst die elektrische Leitfähigkeit.
Auf jeden Fall wären diese Kanäle dünner und zahlreicher als die Zwischenräume in den Separatoren der Li-Tec-Zellen aus Keramikgewebe und aus Glasfasergewebe in unseren Nicads oder Bleiakkus mit ihrem Vlies.

Die chinesische Firma Wanxiang kaufte A123. Dass man die Batterien der Fisker nicht mehr kaufen kann, liegt sicherlich auch darin begründet, dass Wanxiang ein Monopol bei Bussen anstrebt. Elektrobusse benötigen hochbelastbare, schnell aufladbare Batterien.
da ist Lithium-Eisenphosphat nach Goodenough gerade richtig.

Firmengeschichte

Plug-in-Hybrid

Alle meine Hoffnungen ruhen auf Werner Müller. Der verkauft Vieles erfolgreich, bei dem andere gescheitert sind. Ich erinnere mich an ein DM-schweres Projekt, bei dem er Massen kanadischer, verseuchter Erde nach Deutschland importieren wollte, um sie in großen Rohröfen einfach zu verbrennen. Es kam Wind auf, und die Kanadier bekamen davon mit.

Trotzdem, wir sollten Goodenough und Werner Müller nicht in einen Topf werfen, da gibt es doch gewisse Unterschiede. Der Name ist lustig, aber Spott hat John Bannister wirklich nicht verdient. Auch, wenn er sich für die Arbeit von Maria Helena Braga einsetzt.
-gleiche Uni-

von Bernd Schlueter - am 06.03.2017 08:05
Danke für die wunderschön geschriebene Recherche :-)

Interessant finde ich auch das Auto der Chinesen und wie sie den Zahlenwahn nach noch mehr Beschleunigung mit Grazie umschiffen:

"The Revero is about feel, not numbers. No knowledge of its 0-60 time will help you define its allure. We can and will quote impressive vehicle technical specs. But we would rather state our performance story differently: we have enough. To move you. In every way." [www.karmaautomotive.com]

Interessieren würden mich trotzdem der cw*A-Wert des Karma Revero.

von Dineu - am 06.03.2017 19:29
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