Versteckte 'Subventionen' im EEG (interessanter Artikel)

Startbeitrag von BdasB am 30.03.2017 07:40

Versteckte Strom-Subventionen durch das EEG

[www.heise.de]


Die Energie- und Klimawochenschau: Von den realen Kosten der Energiewende, verheerenden Unwettern und einem US-Präsidenten, der nichts vom Klimaschutz hält ...

Antworten:

Da brauche ich kein Wort hinzufügen. Das ist genau das, was mir am Herzen liegt...

von Bernd Schlueter - am 30.03.2017 20:14
Was ist günstiger für den nicht-privilegierten Verbraucher?

2,5 ct/kWh Börsenstrompreis + 6 ct/kWh EEG, oder 8 ct/kWh Börsenstrompreis und 4 ct/kWh EEG? :rolleyes:

Neben den Vergünstigungen für die Großverbraucher darf man auch die Vergünstigung für den exportierten Strom nicht vergessen. Für die ca. 50 TWh im Jahr 2016 (Jahresproduktion von 5 AKWs) werden weder EEG-Umlage noch Netzdurchleitungskosten erhoben. Dies müssen alles die nicht-privilegierte Verbraucher bezahlen.

von Emil - am 31.03.2017 05:48
In Schleswig-Holstein und in Niedersachsen ist es tatsächlich gerechtfertigt, dass den Wegelagerern Geld für die Durchleitung bezahlt wird, aber wirklich nur dann, wenn alle konventionellen Kraftwerke maximal heruntergeregelt sind. Atomkraftwerke sollten immer bezahlen müssen, denn sie sind nicht dezentral und der Transport über Tausende km in andere Länder sollte ohnehin teuer werden. Das Ziel sollte die Stromerzeugung an Ort und Stelle sein. Aluminiumerzeugung lohnt sich dann eh nicht mehr in unsrem Land und lässt die Energiewende näher rücken.

Für Blockheizkraftheizwerke sollte überhaupt jede Steuer und Umlage entfallen, solange Strom-und Heizbedarf gleichzeitig bestehen und sie Mindestbedingungen erfüllen. Solarstrom sollte ohnehin immer Vorrang haben.

Eine wichtige Bemerkung, Emil!

von Bernd Schlueter - am 03.04.2017 05:45
Was meint ihr zu folgender These:

Jeder PKW in Deutschland könnte mit EEG-Strom fahren, wenn es genügend Jahreszeitenspeicher gäbe. Strom selbst zu nutzen wäre günstiger als Verbrenner zu fahren.

Diskussion(sgrundlage):

1.) Verbrauch von E-PKW: etwa 15 bis 21 kWh/100km
  BMW i3 ... 15,1 kWh/100km
  Tesla Model S ... 20,8 kWh/100km

2.) Verbrauch von Verbrennern 5 bis 13 l/100km
  VW Golf Diesel ... 5,72 l/100km
  BMW 7er Benzin ... 12,5 l/100km

3.) EEG-Strom pro Kilometer: 25,5 kWh/100km
  716,2 Mrd km (+1,4 %) 2015 => 716,2 * 1,014 * 1,014 = 736 Mrd km 2017
  187 Mrd kWh EEG-Strom 2017 / 736 Mrd km = 0,255 kWh/km

4.) Kilometerkosten E-PKW (nur Strom):
  15,1 kWh/100km * 0,158 €/kWh = 2,4 €/100km = 0,024 €/km
  20,8 kWh/100km * 0,158 €/kWh = 3,3 €/100km = 0,033 €/km

5.) Kilometerkosten Verbrenner (nur Treibstoff):
  5,72 l/100km * 1,08 €/l = 6,2 €/100km = 0,062 €/km
  12,5 l/100km * 1,28 €/l = 16,0 €/100km = 0,160 €/km

6.) Jahreszeitenspeicher:
  Was müsste sich am Strompreis ändern, damit es sich rentiert, Teile der Industrie während der Wintermonate stillzulegen?

Quellen:

[www.spritmonitor.de]

[www.adac.de]

Die jährliche Gesamtfahrleistung nahm mit 716,2 Milliarden Kilometern (+1,4 %) für die in Deutschland zugelassenen Kfz im Jahr 2015 leicht zu.
[www.kba.de]

Die Bundesnetzagentur geht für 2017 davon aus, dass die unter dem EEG geförderten Anlagen 187 Milliarden Kilowattstunden Strom einspeisen werden. Dafür erhalten die Anlagenbetreiber 29,5 Milliarden Euro oder durchschnittlich rund 15,8 Cent pro Kilowattstunde. Der Strom muss laut EEG auf dem freien Markt verkauft werden und wird dort nach Einschätzung der Agentur 4,7 Milliarden Euro erzielen (2,5 Cent pro Kilowattstunde).
[www.heise.de]

von Dineu - am 03.04.2017 21:37
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