ZF-Chef Sommer setzt auf E-Fuels: "Der Markt will Elektroautos bislang nicht"

Startbeitrag von BdasB am 10.04.2017 05:53

... nun geht das wieder los ...
[www.automobilwoche.de]
[www.tagesspiegel.de]
ZF-Chef Sommer setzt auf E-Fuels:
"Der Markt will Elektroautos bislang nicht"

ZF-Vorstandschef Stefan Sommer will einem Bericht zufolge den Verbrennungsmotor mit synthetischen Kraftstoffen als Übergangslösung.
Der Trend zur E-Mobilität lasse sich allerdings nicht aufhalten.

Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen setzt vorerst auf ein verlängertes Leben des Verbrennungsmotors mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels), meldet die Nachrichtenagentur AFP. "Das wäre die sinnvollste Lösung, wahrscheinlich auch kommerziell", sagte ZF-Vorstandschef Stefan Sommer demnach dem "Tagesspiegel" im Hinblick auf den Trend zur Elektromobilität. "Die Industrie würde Geld sparen und wettbewerbsfähig bleiben. Die Tankstellen-Infrastruktur ist auch schon da", sagte Sommer.

Förderprogramm für E-Fuels (... daher weht der Wind ... Foerdergelder)

Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche ein Förderprogramm für E-Fuels angekündigt, die klimaneutral aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt werden, allerdings bislang zu nicht-wettbewerbsfähigen Preisen. ZF-Chef Sommer zufolge gäben die Kraftstoffe der Autoindustrie und ihren Zulieferern mehr Zeit beim Umstieg auf die Elektromobilität. "Wir könnten uns finanziell und intellektuell mehr mit der Digitalisierung und Automatisierung beschäftigen", sagte Sommer dem "Tagesspiegel". 'Umweltschutz' ist ja auch Bloedsinn wenn man mit autonomen SUVs die dicke Kohle wittert ...

Nach Ansicht des ZF-Chefs lässt sich der Trend zur Elektromobilität dennoch nicht aufhalten, weil die Regulierung in den Markt eingreife, "obwohl der Markt Elektroautos bislang eigentlich gar nicht haben will".
... WTF ... seit Ende der 90er wird (alle Jahre wieder mal) von "bald fahren wir mit Wasserstoff" gefaselt (und immer wieder FOERDERGELD verbrannt) ...
und nun das GLEICHE mit "Synth.-Sprit" ... Energieverschwendung (und Foerder-/Steurgeldverschwendung)

Antworten:

Nun ja wenn es schon mit den H2-Antrieben wegen der Infrastruktur mangelt - ganz zu schweigen mit der Gewinnung und Lagerung von H2.

Dann bleibt eben nur der Weg - Strom in Flüssigkeit ......

Interessant ist ja das seit Jahren von mir eingebrachte Argument der Infrastruktur für EV - nun dieses Argument für die E-Fuels verwendet wird.
Auf der einen Seite Intelligent auf der andern Seite für wie Dumm soll man andere Verkaufen.

Dabei sind die modernsten Anlagen die es gab - sogar hier in Deutschland - erfolgreich gescheitert, weil haben funktioniert - auch größer als Labormaststab nur war dieses "flüssig Gold" was hinten raus kam zu teuer deutlich zu teuer.

Das feine an den E-Fuels ist ja aus Sicht eines Motoren-Entwicklers - Man hat nicht eine Kondensat aus hunderten Nebenprodukten - sondern Ein-Stoff mit ganz Klar definierten Eigenschaften -
Man siehe die Sache mit Methanol und Ethanol - kann man extrem hoch verdichten - in meinem Kopf schwebt da grade sowas mit 130 Oktan?

Damit kann man einen Benziner in den Bereich eines Diesel verdichten und fast den Lader sparen.

WAS aber wirklich dahinter steckt - sage ich euch mal voraus, das dieses Zeug super SAUBER verbrennen läßt.
Ups merkt ihr was!
Abgase und Reinigung! - Wir sind da nämlich am Ende der Technik und man wird nicht Endlos die Gesetze verbiegen können; Und oder Endlos mehr Technik und Höheren Verbrauch verkaufen können.

von thegray - am 10.04.2017 09:04
9000 Einzelzellen in Form von für Laptops entwickelten Akkus.Das hört sich nicht nach einer einfachen, dauerhaften Lösung an. Die Einfachheit des Elektroautos bleibt da auf der Strecke. Vergessen wir dabei auch nicht, dass Strom meist aus der Verbrennung von sehr unsauberen Treibstoffen gewonnen wird.
Ein wirklich umweltschoneder Teibstoff ist dabei Bio-Methan, der ruhig mit anderen Gasen verunreinugt sein kann. Solche Gase kann man nämlich sauber in normalen Dieselmotoren verbrennen, sofern eine Ammoniak-Abgasreinigung nachgeschaltet ist.

Zündstrahler

Solch ein Motor versorgt eine ganze Siedlung mit 100 Teslas, mit Strom und Heizung. Ergänzend zu Sonne , Wind und was Ihr sonst noch zur Energiegewinnung beitragen könnt. Freie Energie, immer willkommen, sofern sie nicht ganz frei von Energie ist.

Ganz Kluge wollen natürlich mit einem solchen Motor E-Kraftstoff erzeugen, mit dem man dann gleich zwei solche Motoren betreiben kann...Ich glaube, heutzutage bekommt man jedes perpetuum mobile patentiert.

Lest bitte einmal, was vom ehemals deutsch - jüdisch besiedelten Teil Tschechiens übrig gebliebenen ist. Ein in der KUK-Monarchie technisch weit entwickeltes Gebiet!
Die Tschechen haben das Erbe offensichtlich gut bewahrt und ausgebaut. Die oben genannte Firma gehört zum tschechischen Tedom-Konzern.

Tedom-Konzern sesshaft zwischen Brünn und Iglau/Mähren (Trebitsch)

Also, die Tschechen können uns nicht nur Atomenergie liefern! Lest bitte auch über die deutsch-jüdische Vergangenheit.

von Bernd Schlueter - am 10.04.2017 10:43
Was gibts da zu forschen.
Raps-Öl für Dieselmotoren und die Sache ist gegessen.
Kein Bio-Diesel, sondern reines Raps-Öl (PÖL).

Wurde nur mit mit allen möglichen Steuern kaputt reguliert.

von Jadepflanze - am 11.04.2017 12:34
Die großen Dieselmotoren verbrennen auch Rapsöl bei fast unendlicher Lebensdauer. Nur erzeugen auch diese Feinstaub, deshalb der Gedanke, im Wesentlichen minderwertigere Biogase zu verbrennen. Da ich diese nur als Heizkraftwerke betreiben möchte, dann auch nur mit nasser Brennwertnutzung. Dabei lässt sich auch der Feinstaub vollständig ausfiltern. Bei Stationärmotoren, an die 50 bis 1000 Häuser samt ihren Haushalten und Elektrofahrzeugen angeschlossen sind, ist auch eine vollständige Abgasreinigung inclusive NOx-Beseitigung problemlos möglich, was in einem in einem Fahrzeug eingebauten Motor nicht möglich ist.
Turbinen sind erst ab sehr großen Leistungen wirtschaftlich und nicht auf dem Markt mit dem gewünschten Wirkungsgrad zu erstehen, die Capstone-Turbien haben einen elektrischen Wirkungsgrad von nur 25%.
Dieselmotorhersteller gibt es viele, so sind die Firmen Jenbacher (General Electric) in Tirol und MAN in Augsburg führende Unternehmen... Ich würde diese mittelgroßen Triebwerke bevorzugen, weil die Abwärme in der näheren Umgebung verlustarm genutzt werden kann. Im Sommer werden sie dann durch Solarmodule und die herkömmlichen Kraftwerke ersetzt. Um die Stromerzeugung und Heizung aus Verbrennung kommen wir nicht herum. Aber wir können sie teilweise ersetzen und den Wirkungsgrad erhöhen.
Es ist unverantwortlich, wie wir, auch die meisten von uns Elektroautofahrern, mit der Energie umgehen. Wir könnten es ändern. dazu gehört auch ein politischer Wille. Geld spielt da weniger eine Rolle.
Energieersparnis schmerzt nur die bisherigen Energieerzeuger.
Übrigens, Energie kann man nicht vernichten, also kann man sie auch nicht herstellen. Für die neunmalklugen Zeitgenossen.
Wir haben eine zu schlechte Umsetzung von Wärmeenergie in Elektrische. Herr Sommer von den Zepellinwerken will elektrische Energie mit noch schlechterem Wirkungsgrad in Wärmenergie umwandeln. Er sollte bei seinen Zahnrädern bleiben.

von Bernd Schlueter - am 11.04.2017 14:01
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.