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Erster Beitrag:
vor 8 Monaten, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 8 Monaten, 2 Wochen
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Emil, Joe-Hotzi, Berlingo-98, Helixuwe, Ralf Wagner

Teslas neue Ladestationen für das Modell 3

Startbeitrag von Ralf Wagner am 24.04.2017 18:13

Tesla hat heute die neuen Ladestationen für das Modell 3 in beeindruckender Größe vorgestellt. Klar ist, dass ein Ausbau der Supercharger mit wachsender Zahl Teslas dringend notwendig ist. Schon heute wartet man ab und zu an beliebten Superchargern um einen freien Platz oder die volle Ladeleistung zu bekommen.

Bisher wurden die Ladestationen an vorhandenen Raststationen oder Restaurants, Hotels gebaut. Mit einer hohen Anzahl Ladepunkte wird es sich lohnen die Gastronomie an der Ladestation neu zu bauen.

Weiter siehe
[electrek.co]

Quelle Tesla / Electrek
rw

Antworten:

Es stellt sich die Frage ob es in Zukunft in Europa tatsächlich solche Ladestandorte wo nur Teslas laden können/dürfen geben wird. :rolleyes:

Es gibt wohl nur begrenzt Standorte und es macht wenig Sinn dass die Ladestationen jeweils nur für Tesla und die anderen Autos gebaut werden.

von Emil - am 26.04.2017 05:20
Also für mein EL sind es Millionen Ladestationen die sich bei freundlichem Nachfragen ergeben. Ebenso für meine Vectrix. Und mehr wie diese brauche ich nicht um täglich meinen Rucksack zu befördern. Und alles weitere ist nicht wirklich für mich zu nutzen denn dann fahre ich einen geräumigen Kombi oder mit Anhänger. Bj. 1991 mit 40 Kw und keine Mikropartikel aus dem Auspuff. Das geht nun mal Elektrisch nicht. Ich bin ein Anhänger der leichten Fahrzeuge ohne großen Komfort. Wahrscheinlich eine Ausnahme in der heutigen Zeit. Aber in EV gedacht braucht es da alt keine dicken Kupferleitungen extra für 2 Tonner mit meist 4 oder mehr ungenutzen Plätzen so wie Umwegen diese zu erreichen. Und 200 km im Alltag sind immer drin wenn das Ev 8 Kwh die Hundert mit Schuko laden kann. Ist halt nicht so Bequem aber dafür sehr Mobil mit einem Kleinen. Ich kann an jedem Kaffeehaus, Imbisbude oder Bauernhof laden. Das gibt es alles schon und muß nicht erst gebaut werden. Nur muß man halt mal den Mund auf machen und freundlich fragen.
Gruß Uwe

von Helixuwe - am 27.04.2017 21:53
Ralf, Du beschäftigst Dich ja hauptberuflich mit solchen Fragen.

Daher (m)eine Frage zur Ladesäulenverordnung:
Danach dürfen solche proprietären und nur fahrzeugspezifischen Ladestationen nicht mehr gebaut werden. Mindestens einmal Typ2 pro Ladepunkt muss doch sein. Dann müßte TESLA zu jedem Supercharger-Ladepunkt mindestens eine Typ2 Dose setzen, Bezeichnung "destiny Charger" und so. Und da könnten dann (laut Gesetz) auch andere Fahrzeuge laden.

Oder habe ich da was falsch begriffen?

Gruss, Roland
Laut meinen Unterlagen ist seit die Ladesäulen-VER-ordnung in Kraft ist, kein neuer Supercharger in Deutschland mehr in Betrieb gegangen.

von Berlingo-98 - am 28.04.2017 10:05
Die LSV hat den Ausbau aus verschiedenen Gründen praktisch unmöglich gemacht und zielte damit auch direkt auf Tesla.

Gerade diese Woche machte sich der VDA darüber Gedanken dass die Tesla Supercharger nicht für Mio. von Elektroautos reichen werden.

Ich weiß nicht was für einen Strohmann hier Damansky aufstellt.
Will er damit suggerieren dass die Teslafahrzeuge keine anderen Ladestationen als die von Tesla benutzen darf?

Natürlich dürfen die Teslafahrzeuge zusätzlich zu den firmeneigenen Ladestationen auch die Angebote anderer Betreiber nutzen.

Aber wahrscheinlich ist es Damansky nur peinlich dass Tesla alleine eine für die im Markt befindlichen eigenen Fahrzeuge ausreichende Ladeinfrastruktur aufgebaut hat, während die deutschen Autohersteller hier praktisch nichts bieten können.

Und jetzt will Tesla sogar noch die Zahl innerhalb von 1 Jahr vervielfachen, während sich die deutschen Hersteller sich ein paar lächerliche Ladestationen an nicht gerade sinnvollen Plätzen weitgehend vom deutschen Steuerzahler zahlen lassen.

Jetzt stelle man sich vor dass Tesla das Laden als Geschäftsmodell entdeckt und alle diese Ladestationen mit CCS-Anschluss auch für andere Fahrzeuge öffnet. Da können dann die Allegos & Co mit ihren paar Ladepunkten einpacken. die Betreiber bleiben mehr oder weniger auf ihren überteuerten Ladesäulen sitzen.

Tesla hat schon jetzt ein mehr oder weniger komplettes Langstreckennetz auf mehreren Kontinenten. Wenn er wie Rockefeller im 19. Jahrhundert denkt dann nutzt er das zur Beherrschung des ganzen Langstreckenlademarktes.

Vielleicht kann die Aussage von Damansky auch umdrehen und sagen dass den deutschen Hersteller die paar Ladestationen die aufgestellt wurden nicht reichen werden um ihre eigenen Kunden auf Langstrecken mit Strom zu versorgen, und sich womöglich glücklich schätzen werden wenn Tesla seine SuCs auch für andere Fahrzeuge öffnet. Das wird langfristig eine weitere sichere Einnahmequelle für Tesla. :cool:

von Emil - am 28.04.2017 11:07
Fakt ist, dass die dt. LSV zwar Typ2 (und CCS bei >22kW) vorschreibt, aber derzeit nicht die Zugangsmöglichkeit. So kann Tesla ungehindert "Destination-Charger" aufstellen (kostenlose Vergabe und automatische Registrierung in allen Tesla-Navi) an deren Typ2-Anschlusskabeln, elektronisch gesichert, ausschließlich Tesla laden können!

Ja, es gibt auch die gleichaussehende "Tesla-Wallbox", an der neben Tesla auch alle anderen kompatiblen EV laden können. Aber oft "vergisst" leider der Empfehlungsgeber der Destination-Charger, dass diese bis zum Verhältnis 1:1 ebenfalls kostenlos (!!!) mit geordert werden können. Kaufen kann man die "Tesla-Wallbox" für günstige ca. 500€ auch, wenn man bspw. nicht so viele 1:1 "Tesla-only Destination Charger" installieren will.
Fakt ist, dass durch die sehr rührigen "Destination-Charger-Empfehlungsgeber" zunehmend lukrative Standorte bei Hotels oder Einkaufszentren von Tesla besetzt werden und damit für den Rest der e-mobilen Welt erst einmal "verbrannt" sind. Natürlich hätte man neben dem festen Anschlusskabel bei den "Tesla only Destination-Charger" bspw. auch einfach noch eine "offene" Typ2-Buchse vorsehen können. Lastmanagement beherrschen die Destination-Charger ja von Haus aus und es hätte sich immer noch ein Handling-Vorteil für die Tesla durch das fest angeschlagene Kabel ergeben.
Aber so weit geht bei Tesla die Liebe zur E-Mobilität dann doch nicht.

Kein Hotelier macht die Dinger wieder ab um sie gegen Geld und gegen (meist deutlich unförmigere) offene Wallboxen zu tauschen.

Der technische Vorsprung von Tesla mag bei den Autos aufzuholen sein. Der logistische Vorsprung beim Ladenetz ist es kaum noch und er vergrößert sich derzeit immer mehr.

von Joe-Hotzi - am 05.05.2017 13:50
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