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Manfred aus ObB, Berlingo-98, StromerBodo, thegray, Emil, BdasB

NPE-Chef zum "Warum kommt die E-Mobilität nicht in Gang?"

Startbeitrag von BdasB am 04.07.2017 08:09

[www.handelsblatt.com]
[www.automobilwoche.de]

NPE-Chef Henning Kagermann:

"Es wäre zu einfach, zu sagen, der Kunde ist schuld"


... auszugsweise ....
Warum kommt die E-Mobilität nicht in Gang? Henning Kagermann, der Chef der Nationalen Plattform Elektromobilität, sucht nach Antworten.
Henning Kagermann war SAP-Chef und leitet heute die Nationale Plattform für Elektromobilität. Im Interview erklärt er, warum sich E-Mobile nicht verkaufen – und
weshalb er inzwischen auf Hybrid-Autos setzt.
Herr Kagermann, seit sieben Jahren wird vergeblich auf dem Reißbrett ein neuer Markt für Elektroautos aufgebaut. Was ist falsch gelaufen?
Die Bilanz ist gemischt. Wir haben aber auch eine ganze Menge erreicht und wären sicher nicht so weit, wenn wir die Nationale Plattform nicht ins Leben gerufen hätten.
Die Branchen haben sich hier zum Teil erstmals miteinander vernetzt. In vielen... bla bla bla ...


Dass die Kunden sich dennoch selten für Elektroautos entscheiden, liegt Kagermann zufolge daran, dass die NPE unter zum Teil unter falschen Prämissen gearbeitet habe. "Es wäre zu einfach zu sagen, der Kunde ist schuld oder die Kaufprämie ist zu niedrig angesetzt."

E-Mobilität funktioniert nach Ansicht von Kagermann "nur als Gesamtsystem aus Fahrzeugangebot, Ladeinfrastruktur sowie den passenden rechtlichen Rahmenbedingungen und Anreizen".

Verkaufszahlen unter den Erwartungen

Der Prognose zufolge müssten rund 10.000 Elektroautos pro Monat zugelassen werden, es sind aber nur 3500. Es wäre aber "falsch und unseriös, jetzt ein neues Ziel auszurufen", sagte Kagermann. Die geplanten Fahrverbote kritisierte er als "unüberlegt". Man müsse aufpassen, dass der Bürger "nicht quasi enteignet wird". Als Übergangslösung setzt Kagermann auf Plug-in-Hybridautos: "Sie fahren in der Stadt sauber mit Strom und haben draußen ihre Reichweite."

Antworten:

Wer stellt sicher dass die Hybridautos in der Stadt nur mit Strom fahren? :rolleyes:

von Emil - am 04.07.2017 15:03
Zitat
Emil
Wer stellt sicher dass die Hybridautos in der Stadt nur mit Strom fahren? :rolleyes:


Na da jedes neue Auto auf den Meter genau weiß wo es ist, ist das Auto brav und stellt
an der Stadtgrenze den Verbrenner ab, nur im Notfallmodus, wo es gleichzeitig die
110 anruft, kann der Fahrer selbiges Umgehen, obwohl eigentlich sollte der Eantrieb in
der Stadt so Wirtschaftlich sein das die Frage keine Frage sein sollte :mad:

von Manfred aus ObB - am 04.07.2017 18:32
Vielleicht kommt zur Zeit die E-Mobilität auch nicht so recht in Schwung - also was die aktuellen vermeintlich zu geringen Zulassungszahlen angeht - weil viele aktuelle E-Auto Modelle lange Lieferzeiten haben.

Ein Kollege hat einen Zoe bestellt. Lieferzeit: Frühestens November. Kia, Hyundai und andere sind ähnlich schlecht lieferbar. Zur Probefahrt angemeldet vor zwei Wochen, Termin Anfang August bekommen. Vorher hat der Händler keinen ZOE.....

... und eines weiß ich von der NPE: Wenn da im Führungskreis echte Verhinderer sitzen, die nach eigener Erklärung noch nie ein E-Auto gefahren haben und im Grund auch dagegen sind (weil sie nach eigenen Aussagen lieber mit viel Brumm Brumm und über 200 km/h über die Autobahn düsen), dann kann das nix werden.

Und dann das; E-Mobilität funktioniert nach Ansicht von Kagermann "nur als Gesamtsystem aus Fahrzeugangebot, Ladeinfrastruktur sowie den passenden rechtlichen Rahmenbedingungen und Anreizen"..... dann stelle ich die Frage, warum er und seine NPE nicht für dieses Gesamtsystem gesorgt hat? Also im Gesamtsystem gedacht hat bzw. dafür gehandelt hat.

So bauen die Ladesäulen-Provider tausende Typ2 Ladestationen in Deutschland, die Drehstrom mit 11 und 22 kW anbieten. Und so bauen deutsche Autobauer fast allesamt E-Autos, die da nur max. 3,7 kW, also einphasig 16A laden können. Ok, fast alle. Einige können einphasig 32A, was wegen Schieflast eigentlich nicht zulässig ist. Und ganz früher einige wenige SMART konnten 22 kW laden (heute nicht mehr bestellbar), die Daimler B Klasse (die gerade aufgegeben und abverkauft wird) und die neueren BMW i3 wenigstens 11 kW über Typ2. VW und Ladetechnik? Völlig unzureichend. DC Laden gegen Aufpreis? Was für ein Unsinn. Da haben schon Fahrer aus Unkenntnis diesen Aufpreis gespart und sich hinterher schwarz geärgert, dann man ihnen das gar nicht genau erklärt hatte. Originalaussage: Der Händler hatte gar keine Ahnung davon.
Wo bleibt da das Gesamtsystem? Was hat die NPE gemacht?

Und keiner soll sagen, dass das nicht bekannt war, dass hier das Gesamtsystem klemmt. Auf allen Kongressen und Treffen der letzten Jahre haben viele Fahrer immer wieder und wieder die 22 kW Bordlader immer wieder gefordert.

Aber der Hauptgrund, warum es zur Zeit eine Kaufzurückhaltung geben könnte, sind die vielen Ankündigungen noch schönerer und noch preisgünstigerer Fahrzeuge für die nächsten Jahre. Ich höre immer wieder, dass die Interessenten dann doch lieber noch ein, zwei oder drei Jahre warten wollen.... Solange tuts mein alter Verbrenner noch, höre ich dann, und in wenigen Jahren haben die alle 400 bis 500 km Reichweite und kosten weniger. Dann will man einsteigen....
Ein Schelm ist, wer sich was böses bei denkt. Ich meine, bei den vielen schönen Ankündigungen......

Gruss, Roland
Womit die NPE nicht gerechnet hat: Trotz und gegen die vielen Verhinderungsversuche der Plattmacher und Ahnungslosen (Verkäufer) gibt es immer mehr Interessenten und Käufer von E-Mobilen. Liegt an den vielen zufriedenen Fahrern und an den Autos, die sich wirklich gut fahren (habe ich nur so von anderen gehört....., gilt nicht für meinen Uralt-Berlingo, der allerdings auch ganz gut ist, wenn die Akkus mal keinen Ärger machen). Und TESLA hat natürlich die Szene nachhaltig verbessert, E-Autos sind jetzt sportlich, weg vom früheren Behindertenimage. Und die Leute sind dadurch echt interessiert, sogar meine Autowerkstatt, die bisher auf Lambo stand (bzw. vermietet hatte). Einer seiner Kunden hat ihn jetzt in seinem Model S mitgenommen.

von Berlingo-98 - am 04.07.2017 20:13
:spos:

JA JA - Dilettantisch oder mit Plan Dilettantisch - in die Richtung frage ich auch immer.

Ach was du nicht gefragt hast - wie so man wo im Ausland gut manchmal nur auf Stadtebene - Bauordnung erlassen kann die Vor schreiben jeder Dritte neue Parkplatz mus die Möglichkeit haben eine Ladevorrichtung zu haben - alle andere müßen Vorbereitet sein also zumindest Leerrohr.
-> Wien

Hierzulande kennt man das Problem der Neider und Blockierer auf WEG ebene. Ich kann nicht - ich Will nicht also soll der andere auch nicht können dürfen.

Die Städte die Erbpacht vergeben und/oder haben könnten auch eine Änderung auch einseitig in die Grundbücher durch setzten das es zu erlauben ist. Und bei Neubauten einfach vorschreiben lokale Bauordnung - ferdisch ....

Genauso könnte man einem Handstreich per Bundesgesetz durchbringen - statt dessen wartet man auf einen Pedition die Sande verläuft.

von thegray - am 04.07.2017 21:53
Zitat
thegray

Dilettantisch oder mit Plan Dilettantisch


Auch so ein armes Wort, welches mit Absicht ( Daimler ist da nicht ganz Unschuldig )
seiner Bedeutung beraubt und ins Gegenteil Verkehrt :mad:

Dilettant bedeutet, die Fachkenntnis die Er sich aneignet, ist aus Interesse an der
Sache angeeignet und nicht um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten :eek:

Wenn man also in solchen Kommissionen Sitzt und am Monatsende dafür reichlich
Schotter erhält, nur wofür ist Unklar :confused: ist man Vieles, nur kein Dilettant :o

[de.wikipedia.org] und dort zu Lesen:

Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“, „ergötzen“) ist ein Liebhaber einer Kunst oder Wissenschaft, der sich ohne schulmäßige Ausbildung und nicht berufsmäßig damit beschäftigt.[1] Als Amateur oder Laie übt er eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft und unterscheidet sich somit von einem Fachmann. Dabei kann er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben; solange er die Tätigkeit nicht beruflich bzw. für seinen Lebensunterhalt ausübt oder eine anerkannte einschlägige Ausbildung absolviert hat, gilt er als Dilettant.

Man kann es auch in älteren Büchern nachlesen

Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1837., S. 569.

Dilettant wird nach dem Italienischen Jeder genannt, der einer Kunst oder Wissenschaft seine besondere Theilnahme schenkt und sich aus Liebhaberei damit beschäftigt, jedoch ohne sie zum Hauptziele seiner Bestrebungen zu machen.

Aber so ist das halt in einen Land wo der Bildungsbürger vom Lanzfernsehen kommt,
zu meiner Zeit war Lanz keine Bildung sondern ein Bulldog ;-)

von Manfred aus ObB - am 04.07.2017 22:34
Zitat
Manfred aus ObB
Dabei kann er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben; solange er die Tätigkeit nicht beruflich bzw. für seinen Lebensunterhalt ausübt oder eine anerkannte einschlägige Ausbildung absolviert hat, gilt er als Dilettant.[/i]


Bist Du ein Foren-Dilettant? Könnte nach obiger Definition für Dich ja voll zutreffen.

Gruss, Roland:cheers:
Aber Achtung: das beantwortet nicht die Frage, warum die E-Mobilität nicht in Gang kommt. Die Frage steht weiterhin im Raum bzw. den Foren.

von Berlingo-98 - am 05.07.2017 18:25
Was ist da so schwierig an der Frage ?

Die E-Mobilität kommt deswegen nicht in Gang, weil die erwarteten Hauptakteure, die Automobilhersteller, sie nicht wollen und alles tun, um sie so lange wie möglich zu vermeiden und zu verzögern !

Die wollen nämlich lieber ihre traditionelle Technik weiter verkaufen, mit der sie momentan so richtig gutes Geld verdienen.... Wenn sie auf E-Antrieb umstellen würden, dann könnten sie das nicht aus eigenen Mitteln, sondern müssten E-Motoren, Akkus und Technik zukaufen - und derzeit machen Motor- und Getriebetechnik nun mal einen Großteil der eigenen Wertschöpfung der Automobilindustrie aus - das sind Wirtschaftsunternehmen, sollten die so blöd sein, wegen einer spinnerten Idee von ein paar Umweltschützern die Kuh zu schlachten, die sie momentan so toll ernährt ?

Da muss man sich auch über Mondpreise für E-Autos und ewige Lieferzeiten nicht wundern, passt alles bestens ins Abwehr-Bild.

Vor 8/9 Jahren, beim ersten Hype über die E-Mobilität, hat jeder Hersteller auf der IAA gleich ein paar Prototypen gehabt, sogar ein Audi Elektro-R8 stand zur Debatte - da meinte man, jetzt geht's richtig los, aber danach wurde dann klammheimlich, still und leise alles wieder eingesammelt, plötzlich wurden die Bedenken gestreut - Reichweite, ohhh... Infrastruktur - uiiii ..... und der Preis ! Unmöglich... obwohl selbst gemacht ! Der ADAC macht munter mit und die positive Stimmung sackt zusammen. Sehr gut arrangierte Meinungsmache eben - und wenn's so wenig E-Autos gibt und die auch noch so teuer sind, werden sie halt auch kaum gekauft.

Pech eben....

Mir doch egal, seit 11 1/2 Jahren elektro-leicht-mobil !
Bodo TW783

von StromerBodo - am 13.07.2017 10:47
Zitat
StromerBodo


Vor 8/9 Jahren, beim ersten Hype über die E-Mobilität,......


Als im Westen immer weniger Neues ( also Anno 1915 ) war dies zu Lesen

[dingler.culture.hu-berlin.de]

Zitat
Th. Wolff
Von der Gesamtzahl der Automobile, die im Deutschen Reich vor
Ausbruch des Krieges festgestellt wurde, entfallen nur etwa 5 v. H. auf Elektromobile.
In allen anderen Ländern dürfte das Verhältnis ebenso und höchstens noch etwas
ungünstiger für das Elektromobil sein.


Also ein Anteil von 5% am Straßenverkehr, ein Anteil an Eautos den selbst
der Hofreiter in seinem Leben nicht gesehen :eek:

Also des ist vielleicht die 28 bis 36ige Begeisterung und wenn die Kisten keinen
ökonomischen Vorteil auf normalen Wege bekommen, also nicht zwangsweise die
andern Verbietten weil des die Normaldenke der Ablaßapostel, na wirds auch diesmal Nix :rolleyes:

p.s. Der Krieg in dem Zitat war noch der als in Bayern der Prinzregent Regiert,
den der König war Schwermütig :o

von Manfred aus ObB - am 13.07.2017 12:05
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