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thegray, Bernd Schlueter, Emil, BdasB

PSA Elektro-Carsharing-Dienst Multicity gibt in Berlin auf

Startbeitrag von BdasB am 04.10.2017 14:03

Elektro-Carsharing-Dienst Multicity gibt in Berlin auf

Wie die Citroën-Tochter auf ihrer Website ankündigte, soll am 29. Oktober um eine Minute vor Mitternacht Schluss sein ...

Nach eigenen Angaben hat Multicity 330 Wagen in Berlin stationiert, davon 230 mit Elektroantrieb.

[www.heise.de]

Antworten:

Hm wenn man schnelle mal so oberflächlich über eine "Ladekarte" schaut.
im Umkreis von 10km in Berliner City >220 Steckdosen.

Gesetzt den Fall es trifft zu was der GF da sagt.
Scheitert sowas weil noch 1000 Schnellladestationen fehlen.
Oder weil da wo die Leute ihre Fahrzeuge Parken können nicht mal eine einfache Private 230V Steckdose haben können?

Ralf ich bin geneigt zu sagen - ach nee habe ich ja schon.
Es sind bei sowas nicht die Schnelllader an dem sowas sprichwörtlich krankt.....


Und wenn es den mit Schnelllader zu erschlagen sei sollte - mit Infrastruktur ist 10.000 nicht zu hoch angesetzt. Währen dann einfach mal minimum 10 Millionen um ein Promille? der Fahrzeuge tanken zu lassen.

von thegray - am 04.10.2017 15:58

EDIT Re: PSA Elektro-Carsharing-Dienst Multicity gibt in Berlin auf

die 230 Fahrzeuge von PSA sind nach eigenen bekunden alle C-Zero.

Also nach eigner ErFahrung Typ1 und mit Heizung im Winter unter 100KM.
Ach ja auf der anderen 400V Chademo..

von thegray - am 04.10.2017 16:36
Ich halte das für eine Katastrophe. Ich will die allgemeine Elektromobilität auch einführen, aber mit Millionen statt Tausenden sozusagen vorhandenen Ladestationen. Das Konzept habe ich in Rom entwickelt, eine Stadt, die sich zu Recht gegen zig Tausende Ladesäulen mit Sperrkabeln wehren wird. Es gibt andere Lösungen. Nicht mit der Geldgießkanne, sondern da muss man auch seinen Verstand für einschalten. Rom hat im öffentlichen Verkehr viel Elektromobilität, im privaten so gut wie keine. Die Italiener sind an dieser Stelle klüger.
Was soll der Krieg gegen die eigene Bevölkerung? In Deutschland wird viel zu viel mit den Millionen herumgeworfen. Es geht auch anders.

An den Autobahnen müssen leistungsfähige Ladesäulen sein, aber nicht in den Städten. Da müssen andere Lösungen her. Im Normalfall reichen auf dem Land vorhandene Schwachstromversorgungsanlagen. Für den ruhenden Verkehr.

Außerdem gibt es eine andere Lösung, die hier sofort angefeindet wird.
Ohne Gleichstrom. Der gehört zunächst nur in die größeren Städte, wo man das vorhandene Gleichstromnetz nur weiter ausbauen müsste.
Kabelverbindungen haben potentialfrei gegenüber dem Netz zu bleiben und mit hochempfindlichem Fehlerstromschutz ausgeführt zu werden.
Die gerade teuer installierte Infrastruktur kann man da getrost in die Tonne drücken. Wegen der teuren Preise ist diese glücklicherweise noch nicht so zahlreich.

Für unglücklich halte ich es, dass Schukosteckdosen wegen etwas zu hoher Ladeleistungen schmelzen. Man könnte diese auch so gestalten, dass jeder diese im Außenbereich installieren kann, mit einer einfachen 4 mA-Fehlerstom- und 6 Ampere-Ladestrombegrenzung, bei der selbst Kinder bei einfacher Berührung nicht zu Schaden kommen. 6 Ampere ist die Stromstärke, die alle europäischen Stecker, die sind im Ausland auch als "Eurostecker" bekannt, vertragen.
Der Kontaktabstand und der Berürungsschutz sind festgelegt, die Erdung fehlt, dafür aber der hochempfindliche Berührungsschutz.
Passt auch an Schukosteckdosen, trotz dünnerer Kontaktstifte.

Es macht einen Unterschied, wenn auch der 90 kWh-Tesla täglich nachts 13 kWh zusätzlich an Ladung erhält.
Das sind bei 50% Parkzeit am gesicherten Eurostecker immerhin weit über 5000 kWh oder 25.000 km zusätzliche Fahrt und verminderte Belegung der Hochleistungsparksäulen.

von Bernd Schlueter - am 05.10.2017 03:38
Carsharing ist ein Hype und nicht wirklich praxistauglich für die Masse.

Ich war erst letzte Woche wieder in Berlin. Die Parkmöglichkeiten in den Stadtteilen sind Mangelware, Ladesäulen ebenso. Bei den vorhandenen darf man oft nur maximal 4 h stehen und man muss teilweise einen pauschalen Preis für das Laden zahlen.

Was nützt einem ein Carsharing Fahrzeug wenn man es nirgendwo parken kann?

Carsharing ist so was wie Kommunismus. In der Theorie scheint es ideal sich Resourcen mit anderen zu teilen. Nur in der Realität ist es dann so dass Dinge die einem nicht gehören auch nicht pfleglich behandelt werden. Und in Spitzenzeiten muss man lange suchen bis man eines findet und hat Problem es wo abzustellen.

Ich vermute dass über kurz oder lang viele Anbieter mangels Nachfrage den Betrieb wieder einstellen werden.

von Emil - am 05.10.2017 06:35
Das ist aber nicht das Problem von Teilen.

Erstens gibt es andere Kulturen, da funktionierte das auch.
Anders rum das patentieren und damit Besitznahme von Deiner Genstruktur; Wasser; Luft und Umwelt - wäre ja wohl auch nicht die Lösung! Oder sollen deine Kinder dann demnächst dafür das du sie gezeugt hast Lizenzgebühren zahlen.

Das Problem ist das die Städte das entsprechend fördern müßen!
Und eben auch Parkraum bereitstellen - dann funktioniert das auch!

Aber wenn du - in einer Stadt die sich als Modellstadt beworben hatte zu einem Stadt eigenen Unternehmen gehst und auf Eigene Kosten eine Dose installieren lassen willst und von etlichen Seiten gesagt bekommst - NEE wie kommen sie den auf sowas ......Wofür gibt es den öffentliche Tankstellen.

Dann stinkt der Fisch vom Kopf her; nicht der Grundgedanke anfürsich.

Und mal was anderes, schau mal über deinen Tellerrand.
Frag dich mal weshalb in den letzten 20 Jahren immer mehr CS gibt?
Schau dir mal deren Zahlen an. Vielleicht haben die nicht die Erfolge wie man das Wünschen würde aber über Jahre immer mehr.
Und eine andere Form ist ja auch Mitfahr-Lösungen zumindest da dürfte dir ja zu Auge und Ohren gekommen sein das dies auch funktioniert.

von thegray - am 05.10.2017 13:18
In Krefeld hat man die Förderung für die Elektrotanksäulen kassiert, aber man darf dort nicht tanken (obwohl es funktioniert, RWE). Nur städtische Fahrzeuge und carsharing, sprich, eine carsharing-Tanksäule blockert zwei Parkplätze. Inzwischen hat RWE weitere, frei zugängliche Tanksäulen installiert, die ich wegen des Preises nicht nutze.
In Düsseldorf funktioniert, wenigstens theoretisch, die Geschichte, denn es gibt keine festen Parkplätze. Stattdessen darf man an allen freien Parkplätzen, auch ohne Bezahlung, das Fahrzeug abstellen. Wenn man eines benötigt, ist der Standort im handy ersichtlich und lässt sich für einige Zeit reservieren. Wenn man auflädt, bekommt man eine ordentliche Gutschrift. Halte ich für ein gutes Konzept, auch, wenn der Großteil der Fahrzeuge noch aus Verbrennern besteht. Das halte ich für in Ordnung, denn so wird ein hoffentlich auch wirtschaftlich funktionierendes Sytem eingeführt, das dann bei sinkenden Elektroautopreisen, und, wenn die Autoschlosser die Fahrzeuge nicht mehr durch Fehlbehandlung zerstören, voll auf elektrisches Fahren umgestellt werden kann. Im Stadtgebiet stehen die Autos praktisch immer in erreichbarer Nähe.
Ich finde die Idee jedenfalls super.
Drive now kommt aus München

Zu beachten: die Strafgebühren für nicht genau den Vorschriften entsprechendes Verhalten sind gesalzen (nennt sich "Service").
Staustehen kostet ca 20 Euro pro Stunde. Nur Bahnfahren ist da sehr viel billiger und schneller. Also, praktisch morgens und abends nicht nutzbar.

von Bernd Schlueter - am 08.10.2017 09:50
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