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Beteiligte Autoren:
thegray, Bernd Schlueter, hallootto, Berlingo-98, BdasB

FAZ: U. v. Weizsäcker warnt: Verbrennungsmotor nicht verteufeln!

Startbeitrag von BdasB am 02.11.2017 19:13

... immer wieder  ... heute so - dann wieder so  ... man weiss ja wo die FAZ angesiedelt ist ...  (und den FAZ-Lesern geht einer ab )

[www.faz.net]
VERGLEICH ZU VERBRENNERN:Wie klimafreundlich ist das Elektroauto wirklich?

.... die FAZ'kes machen gleich zwei Artikel drueber ...

[www.faz.net]

KLIMASCHÄDLICHES E-AUTO?:
Umweltschützer warnt: Verbrennungsmotor nicht verteufeln!


... auszugsweise ...
Wie schädlich sind Elektroautos fürs Klima, wenn sie nicht mit Ökostrom fahren? Diese provokante Frage stellt jetzt ausgerechnet ein Nachhaltigkeits-Promi öffentlich. Und warnt vor einer vorschnellen Verteufelung des Verbrennungsmotors.

Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker ist nicht gerade als Feind umweltfreundlicher Mobilität bekannt. Ganz im Gegenteil: Der Physiker und Biologe hat sein Leben dem Umweltschutz verschrieben. In den 1990er Jahren baute er das renommierte Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie auf, zog später für die SPD in den Bundestag ein und kämpfte als Chef des Umweltausschusses unter der rot-grünen Regierung für Ökosteuer, Atomausstieg und umweltfreundliche Autopolitik. Seit 2012 ist er Präsident der Nachhaltigkeitsorganisation „Club of Rome“. Ausgerechnet er bricht jetzt eine Lanze für Autos mit Benzinantrieb.
Am Mittwoch warnte er mit Blick auf die Sondierungsgespräche in Berlin: „Bitte kein Schnellschuss beim Verbrennungsmotor.“ Die Grünen fordern das Aus für solche Fahrzeuge bis zum Jahr 2030, Kanzlerin Angela Merkel will sie als „Brückentechnologie“ vorerst behalten.
Umweltschützer Weizsäcker glaubt nicht, dass das Elektroauto in nächster Zeit besser ist.
Als PHYSIKER sollte man nicht GLAUBEN ... oder ist er in die RELIGION gewechselt?

Natürlich müsse man die Technik weiterentwickeln. Aber mit Blick auf den heutigen Strommix sei das Elektroauto „eher klimaschädlicher als der Verbrennungsmotor“. Zudem könne man „überschüssigen Windstrom, der sonst vernichtet wird, in Wasserstoff oder Methan umwandeln und damit den klimaneutralen Verbrennungsmotor füttern“.

Dass klassische batterieelektrische Fahrzeuge – aus der Umweltperspektive betrachtet – die bessere Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotor sind, daran gibt es unter Fachleuten eigentlich keinen Zweifel. Zumindest dann, wenn der Strom, mit dem die Fahrzeuge betrieben werden, vollständig aus erneuerbaren Energien stammt. Uneinig sind sich Ingenieurinnen und Ingenieure, ob das auch schon mit dem heutigen Strommix gilt. Im vergangenen Jahr stammte etwa 29 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen, 52 Prozent aus fossilen Energieträgern, also vor allem Kohle.

... wenn alte Maenner reden ... klingt eher nach STAMMTISCHWISSEN ....

„Erstens ist das Elektroauto beim heutigen Strommix eher klimaschädlicher als der Verbrennungsmotor, zweitens kann man (Modell Audi) überschüssigen Windstrom, der sonst vernichtet wird, in Wasserstoff oder Methan umwandeln und damit den klimaneutralen Verbrennungsmotor füttern.“ Trotzdem müsse man „natürlich die E-Auto-Technik vorantreiben“, erklärte Weizsäcker.


... nochmal - ZUM VERGLEICH .... 
[www.heise.de]
Studie: Umweltbilanz von Elektroautos ist durchwegs besser als bei Dieselfahrzeugen 
Belgische Forscher haben herausgefunden, dass Fahrzeuge mit Elektroantrieb über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen als Autos mit Dieselmotor. An Metallen für Batterien gebe es keinen Mangel.

Den Treibhausgas-Fußabdruck Polens schätzen die Autoren der Arbeit auf 650g CO2/kWh, was deutlich unter Berechnungen des Forschungsarms der EU-Kommission, dem Joint Research Centre, vom vorigen Jahr liegt. Für Deutschland geben sie einen ebenfalls vergleichsweise schlechten Wert von 410g CO2/kWh, sodass sie dort auf einen Umweltbonus von 45 Prozent bei einem E-Auto kommen. Die Bestwerte in Schweden basieren auf der Annahme eines Ausstoßes von 20g CO2/kWH bei der Energieerzeugung.

Antworten:

Solche Pauschaluteile sind alle falsch. Was für Deutschland gilt,gilt für Österreich, die Schweiz, Norwegen, die Niederlande und Belgien noch lange nicht und für Frankreich schon gar nicht. Es kommt ganz darauf an, wie der Strom erzeugt wird.

von Bernd Schlueter - am 03.11.2017 00:42
Zitat
Bernd Schlueter
Es kommt ganz darauf an, wie der Strom erzeugt wird.


Genau. Und bei der sogenannten "grauen Energie" für die Herstellung der Autos und Batterien kommt es auch genau darauf an, wie der Strom erzeugt wird.

Schön, dass sich da mal einer Gedanken gemacht hat, was man da machen kann.
So steht es dort geschrieben: "Für den gesamten Betrieb der Gigafactory wird Tesla zu 100% erneuerbare Energien nutzen." Schade, dass die FAZ sowas nicht zur Kenntnis nimmt.

von Berlingo-98 - am 03.11.2017 10:53
Gott schenkte den Arabern die Sahara. Dort ist genug Platz, die ganze Erde ausschließlich mit alternativer Energie zu versorgen. Silizium ist schließlich in unerschöpflichen Mengen vorhanden.
Gleich ein Nebengedanke: ich war in Düsseldorf Zeuge, wie von zwei Seiten aus ein nicht unbedeutender Krieg vom Zaum gebrochen wurde.

Elon Musk denkt normalerweise ziemlich weit: Hat er seine Gigafactory nur deshalb in die Wüste gesetzt, weil er nur hier genügend alternative Energie zur Verfügung stehen hat, um seinen Traum zu verwirklichen?

Denkt in den USA noch jemand so weit, dass man einen Krieg vom Zaume brechen muss? Ich persönlich hatte den Gedanken schon lange, schon lange vor dem 11.9. und äußerte ihn dann vor den falschen Leuten.

Fossile Energie ist schließlich in immerhin absehbarer Zeit zu Ende.

Auch wir sollten Bretter vor unseren Köpfen abschrauben.

Silizium ist wirklich im Überfluss vorhanden, und, wenn wir so weiter machen, Wasser auch.

Gleich noch ein weit gehender Nebengedanke:
Der Brutfaktor von schnellen Plutoniumreaktoren ist so hoch, dass man vermutlich sämtliche unstabilen Spaltprodukte auf Dauer entfernen kann. Das ist das Fernziel des Myrrha-Projekts in Mol/Belgien. Diese Technik könnte zwar ebenfalls alle unsere Energieprobleme lösen, ist aber so gefährlich, dass sie bei dem Verhalten heutiger Politiker unverantwortlich ist und bleibt. Nein, vorerst, oder besser für immer: Atomkraft, nein danke. Es gibt eine bessere Lösung.
Auch, wenn wir Myrrha in die Nähe der Wüste setzen und rein mit solarer Energie den radioaktiven Spaltprodukten den Garaus machen: die radioaktive Gefahr bleibt alleine schon beim Betrieb. Um mir ein Bild zu machen, besuchte ich dieses Jahr in Hamburg die Bibliothek von Desy, um mir ein Bild zu machen und ich sage, nein.


Auf jeden Fall:unsere in Deutschland vorhandenen fossilen Energievorräte sind begrenzt und das Wasser steht manchen Erdenbürgern schon bis zum Hals.

Im Übrigen habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit 1,1kg/kWh Krefelder Strommix mit 90km/h hinter holländische Diesel-LKWs hänge und mit meinem Saxo 165 Gramm CO2 nebst Schwefeldioxyd ausstoße statt mit meinem Diesel weniger, bei 110km/h.
Zur regenerativen Energie der Zukunft gehört eben das Elektroauto und es ist durchaus erlaubt, vorübergehend der noch nicht vorhandenen Zukunft vorauszugreifen auf Kosten einer vorübergehenden Anleihe bei unseren Kindern. Auch zur Fortentwicklung der Umwelttechnik benötigen wir Energie.

von Bernd Schlueter - am 04.11.2017 06:54
Es ist nach wie vor die selbe Katze, die sich in den Schwanz beißt.

Nach dem Motto, sagen wir der Bevölkerung doch nur oft genug, dass der Strom BÄÄ ist, und der Fossile Kraftstoff doch im Vergleich so sauber. Vergleichen wir dann auch gleich noch die CO² Werte die ein PKW laut Laborwerten ausstößt, und vernachlässigen die Realität. Ach ja und das dann noch auch gleich beim NOx. Ist ja laut Labor nicht vorhanden, faktisch aber so viel, dass es mehrere Tausend Prozent darüber liegt.
Und damit das Ganze dann auch noch rund wird, werden regenerative Kraftwerke massenweise Angeschaltet, weil ja die Großen "Regerkraftwerke" gar nicht oder nur in einer Amplitude von Mehreren Stunden bis Tagen geregelt werden können. Nein es werden ja sogar noch weitere fossile Kraftwerke gebaut. WOFÜR? Um weitere Alibis zu haben keine Speicherkraftwerke für die regenerativen Energien zu benötigen. Wenn man heute an jedem Windkraftwerk einen großen Pufferspeicher baut, könnte man kontinuierlich die selbe Energiemenge Liefern, auch in der Flaute. Und in der Flaute würde das daneben stehende Solarkraftwerk den Benötigten Strom liefern, bzw. die Akkus laden.
Aber es hapert ja wieder daran, dass die Investoren lieber in die fossile Energieerzeugung investieren.
Verschenken wir eigentlich unsere Ressourcen? Was kostet den Energieerzeuger eigentlich die Braunkohle. Diese sollte doch eigentlich dem deutschen Volk gehören, und was bekommen wir dafür? Aber worauf ich hinaus will, um wieder bei der Katze zu landen.
Warum verteufelt man den deutschen Strommix gerade bei der Elektromobilität so sehr, wenn lediglich ein kaum messbarer Bruchteil dessen für die heutige Elektromobilität benutzt wird? Selbst mit den geplanten 1.000.000 Elektroautos (richtige, keine Hybrid) ist der benötigte Anteil unseres Stromverbrauchs so gering, dass wir uns im Bereich der Regelschwankungen bewegen.
Machen wir doch einfach weiter so, dann ist der Bruch irgendwann so groß, dass nicht mehr reagiert werden kann.

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
Ich bin kein "grüner", aber es nervt mich doch sehr, und ICH mache mir schon Gedanken wie unsere Zukunft in 20, 30, 40 Jahren aussieht, und was unser Enkel dann noch zu erwarten hat.

elektrische Grüße
Peter
PS
Auch ja, und den selben Strom, der für die Elektromobilität BÄÄ ist, darf im Haushalt bedenkenlos benutzt werden. Falsche Welt!

von hallootto - am 04.11.2017 08:25
Zitat
Bernd Schlueter


....Schwefeldioxyd ausstoße statt mit meinem Diesel weniger, bei 110km/h.
Zur regenerativen Energie der Zukunft gehört eben das Elektroauto und es ist durchaus erlaubt, vorübergehend der noch nicht vorhandenen Zukunft vorauszugreifen auf Kosten einer vorübergehenden Anleihe.....


Hr Weiz......was hat die nur in der geistigen Umnachtung getrieben


Bernd - endlich mal ohne seitenlanges ....
Das ist die Line die man verfolgen sollte auch argumentativ und und sich in zig Baustellen verlieren.
Ich bin momentan nicht auf dem Dampfer aber wenn hier ein Akademiker dem anderen einen "Offen Brief" um die Ohren hauen möchte - bekommste für die gute Sache meine Unterschrift!

Wann leren die hier das man selber Politik machen muß......

von thegray - am 04.11.2017 13:47
Zitat
hallootto
.... worauf ich hinaus will, um wieder bei der Katze zu landen.
Warum verteufelt man den deutschen Strommix gerade bei der Elektromobilität so sehr, wenn lediglich ein kaum meßbarer Bruchteil dessen für die heutige Elektromobilität benutzt wird? Selbst mit den geplanten 1.000.000 Elektroautos (richtige, keine Hybrid) ist der benötigte Anteil unseres Stromverbrauchs so gering, daß wir uns im Bereich der Regelschwankungen bewegen.
Machen wir doch einfach weiter so, dann ist der Bruch irgendwann so groß, daß nicht mehr reagiert werden kann.


EBEN EBEN wieso habe ich letztens geschrieben -
Zitat
Hört doch auf ....Re: Studie: "Umweltbilanz von Elektroautos besser als bei Dieselfahrzeugen" (10 Zugriffe)


Dieses in HIER klein klein zerreißen und zerreden.
Das Elektro Fahrzeug ist auf Kurz und Mittellange Strecke auf dem Papier schon dem anderen gleich auf - zumindest ! In der Praxis sollte man sich HIER in diesem und anderen Nachbar-Foren daher garnicht mehr auf Huhn oder Ei Diskussionen mehr einlassen.
Sondern klar stellen das das EV und damit verbundene Konzepte anderen Dingen die Möglichkeit eröffnet Markteingang zu finden und die Dinge die man jetzt noch als Problem sieht, dann nichts weiter als eine technische Aufgabe entwickelten, die sich dann auch rechnet - dann aber auch massig Zinseszins abwirft.
Also sich zumeist von selbst in Wohlgefallen auf zu lösen beginnt.

Was man aber HIER machen sollte das man solchen Machenschaften und Meinungen entsprechend mit Offenen Briefen begegnen die eben an die anderen gerichtet ist ; auch bei Lokalpolitikern und dort Position bezieht.

Politiker und Entscheider können zuhören, auch wenn es schwer fällt - dazu nur muß man sich eben auch aus der Masse der Stimmen mal erheben und wenn das eben nur als Masse selber geht.
Schreiberei in den Foren wo mehr oder weniger gleichgesinnte zuhören hilft da mal garnicht.

von thegray - am 04.11.2017 14:04
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