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Bernd Schlueter, Emil, Martin Heinrich, Berlingo-98, Ralf Wagner, wolfgang dwuzet, bm3, BdasB

Deutsche Telekom will "Ladenetz für Elektroautos" aufbauen (an den grauen Kaesten ;-)

Startbeitrag von BdasB am 09.11.2017 11:40

[www.heise.de]
Deutsche Telekom will großflächiges Ladenetz für Elektroautos aufbauen
... naja wollen - koennen - und machen - ... sind ja unterschiedliche Schuhe ;-) ... hier scheind es sich ja eher um (durch FOERDERGELD bezahlte) Telekom-PR zu handeln ? 

Die Telekom habe in Deutschland 380.000 Kabelverzweiger installiert. Diese hätten alle eine Stromversorgung, sagt Telekom-Vorstandschef Tim Höttges.

Die Telekom will ein flächendeckendes Ladenetz für Elektroautos in Deutschland mit aufbauen und so die Elektromobilität weiter voranbringen. "Wir haben die Chance und die Technik, beim Ladenetz für Deutschland ein großes Stück voranzukommen", sagte Vorstandschef Tim Höttges laut Bericht der Automobilwoche. In Deutschland seien 380.000 Kabelverzweiger der Telekom installiert. Jeder dieser grauen Kästen habe eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung und digitale Messstelle.

"Da müssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken". (Allein an diesem Satz merkt man, dass der Mann nicht weiß wovon er spricht!)

Ein Telekom-Sprecher bestätigte am Donnerstag die Angaben und sprach von konkreten Überlegungen. ... bei dem Telekomiker muss man auch mal einen Stoepsel dranmachen (dann kann man die HEISSE LUFT besser ablassen ) ...

Es seien bereits rund 12.000 geeignete Standorte mit Parkmöglichkeiten identifiziert worden, hieß in dem Bericht. Erste Prototypen sollen noch in diesem Jahr installiert werden. Die Telekom investiere dabei einen bedeutenden Millionenbetrag, betonte Höttges. Der Ausbau ist aber nach Angaben des Sprechers an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu gehörten Fördermittel des Bundes und auch die Kommunen müssten mit der Schaffung von Parkraum um die Kabelverzweiger mitspielen. (dpa)  

Antworten:

Warum so despektierlich?

Wir können doch über jeden neuen Player froh sein. Und ob jetzt die Telekom oder ein anderer Anbieter die Subvention bekommt ist doch letztlich egal.

von Emil - am 10.11.2017 06:53
und wer unterwegs mal ne etwas längere pause macht.....

oder wer noch heute mit dem city el unterwegs ist----

dem reichen die 230volt ......

von wolfgang dwuzet - am 10.11.2017 08:02
Nicht nur für das el auch für andere Fahzeuge wäre ein leicht zugänglicher und einfach nutzbarer 230 V Anschluss an möglichst vielen länger nutzbaren Parkplätzen interessant. Es wären dann Parkplätze mit Lademöglichkeit die man wie gewöhnliche Parkplätze nutzt, also solange man halt woanders hinfahren muss. Dies ist weit nützlicher als Ladestationen mit Standflächen die man nur während des Ladevorgangs nutzen darf.

Mit 230 V können die meisten Fahrzeuge 10 km Reichweite oder mehr pro h laden. Viele solche Lademöglichkeiten würden den Bedarf an 11/22 kW und auch CCS/Chademo Säulen deutlich reduzieren.

von Emil - am 10.11.2017 08:25
Einphasig 230V 16A hat seine Berechtigung. Ich nutze es seit vielen Jahren, mein Fahrzeug kann z.Z. gar nicht mehr nutzen. Ich wünsche mir mehr davon im öffentlichen Raum und möglichst auch kostenfrei und zugänglich ohne die üblichen Zugangsverhinderer. In meinem Umkreis habe ich noch genug Park&Charge und andere "einfache" Ladestationen mit Schuko bzw. CEEblau, so dass ich an Typ2 Stationen noch nicht laden mußte.

Einphasig 230V 16A ist der kleinste gemeinsame Nenner, wenn ich es mal so ausdrücken darf. Das sogenannte "Notladekabel" oder "Heimladekabel" wird praktisch bei jedem E-Fahrzeug mitgeliefert, und viele (deutsche) E-Autos können AC-seitig auch gar nicht mehr als 3,7 kW nehmen.

Der Knackpunkt ist die Sicherheit. Die Ladedose muss schon ordentlich gemacht sein, sonst ist die "Schmorgefahr" schon gross. Viele Notladekabel sind daher auf 10 A begrenzt. Mit Typ2 gehts dann manchmal auch nur bis 230V 16A, sowohl von der Fahrzeugseite als auch von der Ladesäule her. Mit anderen Worten: dieser Standard lebt und hat noch immer seine Berechtigung. BALS bietet eine Schukodose für 16A Dauerstrom als Ladesteckdose an, siehe unter Bals Elektromobilität. Aber auch diese preisgünstigen ABL bzw. PCE Dosen machen 16A sehr gut für Stunden mit ohne nennenswerte Probleme.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Sicherheit gegen Ziehen unter Last. Typ2 ist da recht sicher durch die Verriegelung. Ist damit auch sicherer gegen Kabelklau. Schuko ist bei Park&Charge u.a. recht sicher durch die Tür mit dem Schloss, die ein unbefugtes Ziehen und Entwenden des Kabels verhindert. Jedenfalls ist mir bei Park&Charge noch nie passiert, dass mein Kabel unbefugt gezogen oder entwendet wurde. Mit anderen Worten: Da muss man sich bei anderen Schuko-Ladedosen im öffentlichen Raum noch was ausdenken. Für meine Haus- und Hof-Ladedose bin ich gerade am Denken und habe eine Lösung sozusagen schon im Kopf.

Hier die Zahlen für 230V 16A Steckdosen aus der goingelectric Stromtankstellen-Statistik für Deutschland:
Details Ladestecker
1. Typ 2 970 x 3,7 kW
2. Schuko (8.824)
3. CEE Blau (1.466)

Dazu kommen die anderen Typ2 Ladestationen, an denen man natürlich auch "nur" 3,7 kW abnehmen kann obwohl sie mehr liefern könnten:
Typ 2 (gesamt 15.447), 505 x 43 kW, 10.496 x 22 kW, 3.377 x 11 kW, 99 x 7,4 kW

Ich denke, dass da noch rund 6000 CEEblau an den Wohnmobil-Stellplätzen dazuzurechnen sind. Da werden E-Mobile aber nicht so gerne gesehen. CEE blau hat übrigens die gleichen Stiftdurchmesser im Stecker wie Schuko. Nur die Buchsen in den Steckdosen und Kupplungen sind besser und bieten wegen geringerer Übergangswiderstände dann mehr Sicherheit gegen Erwärmung und Verschmoren.

von Berlingo-98 - am 10.11.2017 09:24
Mehr wie 10 Ampere gibts da bestimmt eh nicht, denke da liegt nur eine "Standardphase" in so einem Kasten. Die brauchen da ja keine Unmengen Leistung drinn, sind ja auch nicht belüftet.

Und dann warten wir mal ab wie oft die Störungsstelle angerufen wird weil in Straßenzug so und so schon wieder kein Telefon/Internet/TV geht...

Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 10.11.2017 09:31
Zitat
Martin Heinrich
Mehr wie 10 Ampere gibts da bestimmt eh nicht, denke da liegt nur eine "Standardphase" in so einem Kasten. Die brauchen da ja keine Unmengen Leistung drinn, sind ja auch nicht belüftet.

Und dann warten wir mal ab wie oft die Störungsstelle angerufen wird weil in Straßenzug so und so schon wieder kein Telefon/Internet/TV geht...

Gruß
Martin


Ja ,aber vielleicht denken wir vorher auch mal drüber nach was wir hier so posten. Wieso müssen alle Stromzuführungen ordentlich abgesichert werden nach unseren Normen ? Wohl auch damit es keine weiteren Folge-Auswirkungen bei einem Kurzschluss auf andere Geräte an diesem Anschluss gibt ?
Sind die Telekom-Geräte akkugepuffert ?
So wie man bereits in der Pressemitteilung lesen kann, zu fast 100%, ja.
Was sind das für Telekom Geräte in den Kästen ?
Sind Netzwerkgeräte, bezeichnet mit "DSLAM" und ähnlichen Abkürzungen .
Wie werden diese Netzwerkgeräte überwacht ? Über ihr eigenes Netz und Netzwerkmanagement / Netzmanagementzentrum.
Können die Geräte Störungen z.B. den Ausfall ihrer AC-Stromversorgung signalisieren ?
Ja.
Es ist also höchst unwahrscheinlich dass ein Lader dort eine Störung verursachen kann und falls doch muss die niemand melden sondern wird im NM Center angezeigt.

VG:

Klaus

von bm3 - am 10.11.2017 11:11
Hallo Klaus,

magst Recht haben, ich bin kein Telekomiker aber ich habe beim Laden schon alle (un)möglichen Sachen erlebt und auch wie lange es manchmal dauern kann bis die Telekom sich bewegt, egal wo und wie lange es schon angezeigt wird.

Ist aber wohl eh egal denn das was die Herren da von sich gegeben ist auch nicht viel weiter durchdacht als das was ich geschrieben habe.
Hoffe die bekommen für die heiße Luft kein Geld sondern Förderung nur wenn man tatsächlich in x Jahren mal wirklich ein Auto anstecken kann und nicht nur ein Pedelec...


Gruß
Martin

von Martin Heinrich - am 10.11.2017 11:51
Die Idee ist super und ich finde sie noch besser, wenn man sich mit niedrigerer Spannung zufrieden gibt, falls Kinder damit spielen. Nur 3% der Zeit fahren wir und es ist ärgerlich, wenn wir davon noch weitere 1% zum Laden am Schnellader abzweigen müssen. 97% der Zeit stehen die Autos aber nur herum. Dafür braucht man keine Schnellladung.
Die 48 Volt für die Postautos von Achim Kampker und Co finde ich einfach nur super.
300 Euro vergoldetes Kabel von Mennekes? Das muss nicht sein. Aldi Süd ist angesagt, 99 Cent. Macht nicht so eine lange Diskussion daraus, hier in den News.
Die Kästen sind Hoheitsgebiet der Telekom. Das *********** verbietet den Stromtransport über die Grundstücksgrenze. Ändert das! Die süßen Trauben wachsen auf den Solardächern. Gleiches Problem.

von Bernd Schlueter - am 12.11.2017 05:00
Eine Schnapsidee, die Kästen der Telekom stehen oft an Gehwegen auf der Grundstücksseite und nicht auf der Strassenseite. Ein Ladepunkt wird erst darauf, wenn auch der Ladeplatz als solcher markiert ist.

von Ralf Wagner - am 12.11.2017 11:27
Der Umbau unserer Städte wird ohnehin bei 50 Millionen Elektrofahrzeugen erforderlich sein. Wenn die Telekom bereits ein leistungsfähiges Stromnetz besitzt, ist auch der Weg zur Ladesäule auf dem Bürgersteig, von mir aus auch direkt auf der Straße, nicht weit. Wenn ich es richtig sehe, besitzt die Telekom ein bundesweites Netz von Leerrohren. Außerdem ist die Firma erfahren in Tiefbauarbeiten und kann den Datenanschluss gleich dazu liefern. Trotzdem, Laternen trifft man noch häufiger an, zumindest in Düsseldorf und ich sehe noch eine weitere Lösung, mit der ich die Geduld der Leser nicht noch mehr strapazieren möchte. Der laute und energiefressende Motorradmotor in den BMW-Hybriden ist jedenfalls noch nicht die Lösung.

von Bernd Schlueter - am 12.11.2017 14:08

Re: Alle Jahre wieder will die Deutsche Telekom ein "Ladenetz für Elektroautos" aufbauen

Zur Erinnerung:
Es gibt 380.000 Kästen der Telekom laut Bericht.
Es seien bereits rund 12.000 geeignete Standorte mit Parkmöglichkeiten identifiziert worden laut Bericht.

Also sind rund 4,3% der Plätze geeignet. Oder anders herum ausgedrückt: Es sind 95,7% nicht geeignet.

Mir würden die 4,3 % bzw. 12.000 geeigneten Standorte reichen, wenn man denn endlich mal dort laden könnte. Denn es ist das alles schon mal im Juli 2016 angekündigt worden. "Ladesäulen und Parkraumkonzepte - Telekom plant neue Einnahmequellen." Wird Zeit, dass den Worten jetzt Tagen folgen.

Dann schaun wir mal, wie bzw. ob es funktioniert. Danach können wir immer noch kritisieren. (M)eine Hauptkritik jetzt ist, dass immer nur angekündigt aber nix gemacht wird. Liegts etwa an der schleppenden Bearbeitung der Förderanträge? Wenn sie denn überhaupt gestellt wurden????

von Berlingo-98 - am 12.11.2017 15:31
Zitat
Ralf Wagner
Eine Schnapsidee, die Kästen der Telekom stehen oft an Gehwegen auf der Grundstücksseite und nicht auf der Strassenseite. Ein Ladepunkt wird erst darauf, wenn auch der Ladeplatz als solcher markiert ist.


Deshalb sind es ja vielleicht nur 12.000 von mehr als 380.000.

Und wie leicht ist eine Ladestation über den 1-2 m breiten Gehweg mit einer oder mehreren Ladestationen direkt am Straßenrand verbunden?

Aber statt dort 1-2 11/22 kW Ladestationen mit Parken so lange Geladen wird aufzustellen, sollten lieber 10-20 einfache 3,6 kW Ladepunkte errichtet werden, wo man sein Auto auch stehen lassen kann so lange man dort sowieso parken muss.

von Emil - am 13.11.2017 07:01
Ich finde es auch unangenehm, im strömenden Regen 15 Minuten an der 2 km entfernten Schnelladestation anstehen zu müssen, vor allem wenn noch einge Teslas vor mir an der Reihe sind. Dann gehe ich doch lieber die zweimal 200 Meter von und zur Telekomkiste, werfe meinen Gulden ein und ich kann in Ruhe meinen Kaffee bei Freunden genießen.
Vor allem wird das aber unsere Elektropedalisten entzücken und ihr könnt damit rechnen, dass ich dann auch einer werde. Sogar das Hoverboard lässt sich dort laden, wenn es endlich zum Bürgersteigverkehr zugelassen ist. Nebenbei auch der Heliakku, das Modellflugzeug und der tragbare Akku fürs Faltboot. Telefon natürlich auch und ein hotspot ist es auch noch obendrein.

von Bernd Schlueter - am 13.11.2017 16:01
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