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Ralf Wagner, Emil, Solarstrom, Berlingo-98, BdasB, R.M

CLEVER and E.ON => 180 Ladestationen (150 kW) von Norwegen bis Italien (mit Foerdergeld)

Startbeitrag von BdasB am 10.11.2017 12:07

[www.emobilitaetonline.de]
Von Norwegen bis Italien: CLEVER and E.ON errichten E-Auto-Highway

Der Energiekonzern E.ON und der dänische eMobility-Dienstleister CLEVER errichten mit EU-Geldern einen Nord-Süd-Ladekorridor in den kommenden 3 Jahren (180 Schnellladern in 7 Ländern)
... es wird mit 10 Millionen Euro gefördert.

Antworten:

Ich habe mir die Mühe gemacht und nachgeforscht, was an Ladeinfrastruktur gefördert wurde in der EU. Ich war überrascht, was dort schon alles lief:

CORRI-DOR 2014
Nationwide Fast Charge network 2014
Greening NEAR - Greening Northern European Road Corridors 2014
FAST-E (DE/BE) 2014
FAST-E (SK/CZ) 2014
Central European Green Corridors - Fast Charging Cross Border Infrastructure for Electric Vehicles, Connecting Austria, Slovakia, Slovenia, Germany and Croatia 2014
European Long-distance Electric Clean Transport Road Infrastructure Corridor (ELECTRIC) 2014
EV Fast Charging Backbone Network Central Europe 2015
Unit-e 2015
NCE - FastEvNet 2015
East-E 2016
Ultra-E 2016
EON / Clever 2017
Open fast Charging Allianz 2017
NEXT-E 2017

Die allermeisten der bestehenden Triple Charger in der EU sind mit Fördergelder entstanden. In den "reicheren" Ländern wie Deutschland, Österreich, Frankreich lag die Förderquote bei 50%, in vielen anderen Ländern sogar bei 85% EU Förderung. Es gab verschiedene Programme wie TEN-T und CEF-Transport. Nationale Förderungen sind in der Liste noch nicht enthalten. Eigentlich wurde schon viel getan für die Ladeinfrastruktur. 2013 - 2016 komme ich auf knapp 50 Mio € Fördergeld. 2017 nochmal rund 30 Mio durch die EU und Deutschland hat 300 Mio bereit gestellt.

Tesla hat für den Aufbau seiner 350 Ladestationen in Europa meines Wissens nach keine Fördergelder erhalten.

Es zeichnet sich eine deutliche Beschleunigung ab.

von Ralf Wagner - am 11.11.2017 16:56
@Ralf: Hast du das E.ON + Clever Projekt eigentlich auf den EU Webseiten gefunden? Ich habe heute vergeblich danach gesucht: [ec.europa.eu]



Übrigens, ich habe die HPC Projekte zusammengestellt, die in Deutschland am laufen sind:

Ultra E (BMW, Audi, Renault, Hubject, Magna, Bayern Innovativ, Verbund, Allego und Smatrics):
25 Standorte in Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien.
EU Förderung
[ec.europa.eu]
[www.electrive.net]

Ionity (BMW, Daimler, Ford, Volkswagen)
400 Standorte in Europa, zuerst in Deutschland (Tank&Rast), Norwegen (Circle K), Österreich (OMV)
[www.ionity.eu]
[www.electrive.net]

E.On + Clever
180/400 Standorte in Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden, Großbritannien, Italien, Dänemark
Je Standort 2 - 6 Ladesäulen mit 150 kW, aufrüstbar auf 350 kW
EU Förderung für 160 Standorte
[www.eon.com]
[www.electrive.net]

Fastned
25 Standorte in Deutschland
Deutsche Ladeinfrastrukturförderung
[fastned.nl]

EnBW
Noch unklar, aber bestehende Standorte an Autobahnraststätten mit eigenem Trafo lassen auf ein eigenes HPC Netz schließen
[www.sharewise.com]

von Solarstrom - am 11.11.2017 22:10
Hallo

Da die Teile Tesla only sind, wären Fördergelder auch eine Frechheit.

Gruß

Roman

von R.M - am 11.11.2017 22:14
@Solarstrom,
nein das Projekt von EON & Clever habe ich auch noch nicht gefunden.

Bei der Nationalen Förderung in Deutschland mal die Förderzusagen mit den meisten Schnellladepunkten:

Bundesland/ Staat Zuwendungsempfänger Anzahl S-LP


Baden-Württemberg EnBW Energie Baden-Württemberg AG 160
Niederlande Fastned B.V. 130
Bayern Sortimo International GmbH 60
Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg 60
Hamburg EMOVUM GmbH 41
Niedersachsen Q1 Energie AG 33
Baden-Württemberg Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH 24
Bayern Lechwerke AG 19
Nordrhein-Westfalen Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft 16
Niedersachsen EWE VERTRIEB GmbH 15
Rheinland-Pfalz PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT 15
Baden-Württemberg Thüga Energie GmbH 14
Hessen EnergieNetz Mitte GmbH 14
Baden-Württemberg Kaufland Vertrieb JOTA GmbH & Co. KG 12
Baden-Württemberg Kaufland Warenhandel Südwest GmbH & Co. KG 12
Bayern Steinbacher-Consult Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG 12
Baden-Württemberg Kaufland Vertrieb KDSG GmbH & Co. KG 10
Baden-Württemberg Stadtwerke Ludwigsburg - Kornwestheim GmbH 10


Kaufland kommt noch etliche Male, offenbar wollen die reichlich LP bauen.

Bei den Normalladepunkten die Zuwendungsempfänger mit mehr als 20 LP

Bundesland/ Staat Zuwendungsempfänger Anzahl N-LP

Nordrhein-Westfalen innogy SE 2490
Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg 541
Niedersachsen VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT 208
Niedersachsen EWE VERTRIEB GmbH 180
Nordrhein-Westfalen Westfalen Weser Netz GmbH 144
Bayern Lechwerke AG 115
Bayern N-ERGIE Aktiengesellschaft 84
Hessen MAINGAU Energie GmbH 72
Rheinland-Pfalz Mainzer Stadtwerke AG 64
Thüringen Thüringer Energie AG 63
Nordrhein-Westfalen E.ON Solutions GmbH 61
Rheinland-Pfalz EnergieSüdwest AG 54
Baden-Württemberg MVV Energie AG 50
Bayern Bayernwerk AG 46
Hamburg EMOVUM GmbH 41
Hessen Energieversorgung Rodau GmbH 40
Niedersachsen VW KRAFTWERK Gesellschaft mit beschränkter Haftung 40
Nordrhein-Westfalen Stadtwerke Versmold GmbH 34
Rheinland-Pfalz PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT 31
Bayern Stadt Burghausen 31
Bayern Stadtwerke Würzburg Aktiengesellschaft 30
Bayern Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG 29
Baden-Württemberg Flughafen Stuttgart Gesellschaft mit beschränkter Haftung 26
Hessen GGEW, Gruppen-Gas- und Elektizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft 26
Schleswig-Holstein HanseWerk AG 24
Schleswig-Holstein Stadtwerke Norderstedt 22

Die ganze Liste gibt es hier
[www.bmvi.de]

von Ralf Wagner - am 12.11.2017 00:23
Zitat
R.M
Da die Teile Tesla only sind, wären Fördergelder auch eine Frechheit.


Die Tesla Ladestationen waren im Prinzip für alle offen, nur haben die deutschen Autokonzerne noch schnell am Standard gedreht und DC-Mid welchen Tesla nutzt aus dem Standard gestrichen. :rolleyes:

Und die HPC mit 800 V und 350 kW sind nur für die deutsche Autoindustrie, wahrscheinlich sogar nur für die Luxuskarossen von Audi, BMW, Mercedes und Porsche. Oder glaubt jemand ernsthaft dass Fahrzeuge in der Golfklasse mit 800 V Technik ausgestattet sein werden? :rolleyes:

Bei 400 V bleibt nur noch die Hälfte der Leistung übrig, also auch nicht mehr als Tesla schon seit 4 Jahren macht. :cool:

Die deutschen Autokonzerne machen nichts für die Elektromobilität und lassen sich das Geld für Fahrzeuge und Infrastruktur vom Staat mit unseren Steuergeldern in den Hintern schieben und finanzieren damit ihre Abgasbetrügereien und die Gewinne. :sneg:

Ich finde es ganz peinlich für die deutsche Autoindustrie dass ein kleines Startup wie Tesla in Europa innerhalb weniger Jahre ein flächendeckendes Schnellladenetz installiert hat, während sich die deutsche Autoindustrie für Pläne die noch lange nicht in die Wirklichkeit umgesetzt sind, feiern lässt, die dazu noch aus Steuergeldern finanziert werden. :rolleyes:

Wenn man sieht was die in 3 Jahren erreichen wollen kann man nur darüber lachen. Einen Korridor von Norwegen bis Sizilien. Das ist sicherlich der große Bringer. Sollen dann alle E-Autos nur in diesem Korridor unterwegs sein?

Alleine vom Nordkapp bis Sizilien sind es etwa 5000 km Strecke. 180 Ladestationen dazu noch über 7 Länder verteilt ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Tesla will in den nächsten 2 Jahren rund 7320 Supercharger Ladestation in Europa und dem nahen Osten installiert haben.

Wo sollen denn die vielen E-Autos die die deutschen Hersteller bis 2020 auf dem Markt bringen wollen alle auf Fernstrecken laden? Aber wahrscheinlich gibt es Stückzahlen erst ab 2025. Dann haben die deutschen Hersteller nochmal 3 Jahre Zeit 1000 HPC Ladestationen zu bauen. :rolleyes:

Die Ladeinfrastruktur der deutschen Hersteller liegt aktuell mindestens 5 Jahre in der von Tesla zurück. Und mit diesen halbherzigen Maßnahmen werden sie diesen Vorsprung trotz massiver staatlicher Subvention nicht aufholen.

Das lustige dabei ist, dass wenn zukünftige Tesla Fahrzeuge zusätzlich mit CCS ausgestattet sind diese die zusätzlichen CCS Stationen auch zum Laden nutzen können. :D

von Emil - am 13.11.2017 06:54
@EMil,
zur Ehrenrettung der OEMs ist zu sagen, dass die 400 Ladestationen bedeuten jeweils rechts und links der Strasse mit jeweils z.B. 6 Ladepunkten. Es wären dann 400 x 2 x 6 = 4800 HPC LP.

Zu den LP der OEMS kommen dann die Ladepunkte der Eons, Clevers, ENBW, SMATRICS mit den entsprechenden Förderungen. Zumindest im 1.Call der Förderung DE sind keine Förderungen für IONITY oder Tank + Rast aufgetaucht. Ich nehme an das kommt jetzt im zweiten Call.

Ich gebe Dir recht, dass die OEM rund 5 Jahre hinter Tesla hinterher sind, das gilt es zu ändern ;-).

von Ralf Wagner - am 13.11.2017 11:42
Zitat
Emil
Die Tesla Ladestationen waren im Prinzip für alle offen, nur haben die deutschen Autokonzerne noch schnell am Standard gedreht und DC-Mid welchen Tesla nutzt aus dem Standard gestrichen. :rolleyes:


Man nehme die Belegungsskizze eines Steckerherstellers (Mennekes) und dazu die Übertragungsart/Protokoll des CHAdeMO Standards. Und später behauptet man dann, die anderen wären Schuld wenn dieser Mix kein Standard ist.



Zitat
Emil
Bei 400 V bleibt nur noch die Hälfte der Leistung übrig, also auch nicht mehr als Tesla schon seit 4 Jahren macht. :cool:


400 V * 500 A = 200 kW. Es wäre mir neu, wenn Tesla das seit 4 Jahren machen würde. Genauso wie die 800 V, die übrigens auch 150/175 kW Stationen bereits haben.

Tesla wird für teuer Geld aufrüsten müssen, um mithalten zu können.


Zitat
Emil
Die Ladeinfrastruktur der deutschen Hersteller liegt aktuell mindestens 5 Jahre in der von Tesla zurück.


Tesla hat es in 5 Jahren nicht geschafft auch nur einen einzigen anderen Autohersteller zu finden, der dieses proprietäre DC Ladenetz nutzt. Sie haben meines Wissens auch keinen Ladenetzbetreiber gefunden, der die proprietäre Ladetechnik von Tesla unterstützt (Fasned hängt einen Adapter hin). Sie machen kein Roaming oder dergleichen. Und haben in Deutschland nur rund 60 Standorte.

Wenn mich mir dagegen anschaue, was sich auf der anderen Seite gerade alles tut. Strom-Netzbetreiber , Ladenetzbereiber Startups (Fastned, ...) und OEMs die ihre Ladenetze aufbauen, natürlich mit Roaming usw. an jeder Raststätte, auf Rasthöfen, in den Innenstädten, beim Einzelhandel, ...

Wie will Tesla mit ihrem proprietären Inselnetz da mithalten?

von Solarstrom - am 13.11.2017 21:21
Der Standard von Tesla war nicht proprietär, es war DC MID und Tesla hat angeboten, dass andere Hersteller mitmachen. Als Tesla entwickelt hat und auf den Markt kam gab es kein CCS. Bei der B-Klasse wäre es einfach gewesen, da sie ohnehin Tesla Komponenten hat. Daimler wollte nicht und die anderen auch nicht, ich vermute aus politischen Gründen, man hatte ja zwischenzeitlich CCS.

EVTEC hat einen "Quattro Charger" der auch DC MID über Typ 2 kann, auf der EVS30 haben sie die DC Ladung eines Teslas demonstriert. Das Fahrzeug gehört einem mir gut bekannten Tesla Fahrer, er wurde dann schnell aus der Halle vertrieben;-). Leider ist der EVTECH Lader in der gezeigten Konfiguration Deutschland durch die LSV verboten, da es ein Multichannel Lader ist, d.h. Chademo und CCS können gleichzeitig benutzt werden, gelten damit als zwei Ladepunkte, was die LSV verbietet. - Jeder Ladepunkt muss mindestens mit CCS ausgestattet sein. Für Deutschland wird der Lader so kastriert, dass nur Chademo oder CCS funktioniert, man sieht ihn ja da und dort stehen.

Tesla kann die Ladestationen leistungsmäßig aufrüsten, der Trafo hat an den Meisten Stationen 1MVA und ich bin ziemlich gespannt wie sie in Deutschland weiter machen, da sie die bisherigen Superchercharger durch die LSV nicht mehr bauen dürfen.

Im Ausland werden die Tesla Lader im größer, z.B. Schweiz, Österreich (Bregenz, A10) und vor allem USA.

SUC Bregenz im Bau, Foto Herbert Hämmerle

USA
[electrek.co]

von Ralf Wagner - am 13.11.2017 22:45
Zitat
Ralf Wagner
@EMil,
zur Ehrenrettung der OEMs ist zu sagen, dass die 400 Ladestationen bedeuten jeweils rechts und links der Strasse mit jeweils z.B. 6 Ladepunkten. Es wären dann 400 x 2 x 6 = 4800 HPC LP.


So könnte man rechnen wenn man sehr wohlwollend ist. Aber wahrscheinlich werden es in den nächsten 3 Jahren nur 180x2 = 360 Ladestationen mit 150/175 kW. :rolleyes:

von Emil - am 14.11.2017 06:05
Zitat
Solarstrom
Tesla wird für teuer Geld aufrüsten müssen, um mithalten zu können.


Warum? Das mit den hohen kW Angaben bei Ladestationen dient doch nur dazu zu sagen "Meiner ist länger als Deiner". Die Realität sieht dann anders aus. Selbst der auf den HPC optimierte Porsche kommt dann anscheinend "nur" auf 290 kW durchschnittlich.

Die tatsächliche durchschnittliche Ladegeschwindigkeit ist doch wesentlich geringer. 350 kW sind gerechnet mit 1000 V und 350 A. Tesla macht schon seit 3 Jahren 300 A bei 400 V.

Wo ist also der Unterschied für Fahrzeuge mit 400V Akku außer dass Tesla in Europa schon fast ein flächendeckendes Netz hat?

Wo sind die Autos zum angekündigten 400/800 V Ladenetz die auch mit 175/350 kW laden können?

Zitat

Tesla hat es in 5 Jahren nicht geschafft auch nur einen einzigen anderen Autohersteller zu finden, der dieses proprietäre DC Ladenetz nutzt. Sie haben meines Wissens auch keinen Ladenetzbetreiber gefunden, der die proprietäre Ladetechnik von Tesla unterstützt (Fasned hängt einen Adapter hin). Sie machen kein Roaming oder dergleichen. Und haben in Deutschland nur rund 60 Standorte.


Andere Autohersteller sind grundsätzlich nicht interessiert, weil sie erst in 5 Jahren Fahrzeuge auf den Markt bringen die mit der Leistung eines SuC laden könnten. :rolleyes:

Tesla ist auch nicht auf andere Anbieter angewiesen. Tesla hat ein Monopol bei Ladestationen mit mehr als 100 kW Ladeleistung und die einzigen Fahrzeuge die zumindest in der Spitze so schnell laden können.

Zitat

Wenn mich mir dagegen anschaue, was sich auf der anderen Seite gerade alles tut. Strom-Netzbetreiber , Ladenetzbereiber Startups (Fastned, ...) und OEMs die ihre Ladenetze aufbauen, natürlich mit Roaming usw. an jeder Raststätte, auf Rasthöfen, in den Innenstädten, beim Einzelhandel, ...


Das ist derzeit mehr Schein als Sein. Wären die Tesla Fahrer darauf angewiesen nur diese Ladestationen zu nutzen wäre das ein einziger Frust. Der Ausbau erfolgt anscheinend völlig unkoordiniert. Jeder platziert irgendwo 2 Ladesäulen. Würden alternativ genauso viele langstreckenfähige Elektroautos anderer Hersteller wie Teslas vorhanden sein, dann käme es heute schon zu ständigen Wartezeiten. Gerade bei T&R ist das Problem dass die Rasthöfe in gegensätzlichen Richtungen keine Verbindung haben. Zu Stoßzeiten wohl sich die Fahrzeuge hauptsächlich immer nur in einer Richtung bewegen kann so nur die Hälfte der Ladepunkte genutzt werden.

Zitat

Wie will Tesla mit ihrem proprietären Inselnetz da mithalten?


Wie wollen die anderen Hersteller mit Tesla mithalten?

Tesla hat in Mitteleuropa ein nahezu flächendeckendes Schnellladenetz, die Anderen Autohersteller haben derzeit NICHTS.

Während die Konkurrenten Ladestationen mit 2-6 Ladepunkten ankündigen baut Tesla mittlerweile Ladestationen mit mehr als 20 Ladepunkten. Tesla kann heute mit seinen 6-8 Stalls europaweit eine Zahl von rund 70.000 zugelassen Fahrzeugen versorgen. Bei der aktuellen Auslastung an Tesla SuC wären ohne weiteren Ausbau mindestens 200.000 Fahrzeuge problemlos möglich, mit punktuellem Ausbau an Hotspots bestimmt das Doppelte.

Man stelle sich jetzt vor Tesla liefert ab 2019 200.000 Fahrzeuge pro Jahr nach Europa. Da das M3 nicht mehr kostenlos laden kann, das M3 aber wohl an CCS und SuC laden können wird, sind die bis 2020 aufgebauten HPC Ladestationen im Prinzip schon völlig ausgelastet.

Wo wollen dann eigentlich die ab 2020 auf den Markt kommenden Fahrzeuge der anderen Hersteller laden? :rolleyes:

Tesla Fahrer können immer noch auf die SuC ausweichen, aber was machen die Fahrer anderer Fabrikate? :D

von Emil - am 14.11.2017 06:58
Zitat
Emil
Andere Autohersteller sind grundsätzlich nicht interessiert, weil sie erst in 5 Jahren Fahrzeuge auf den Markt bringen die mit der Leistung eines SuC laden könnten. :rolleyes:


Du wirst keinen Hersteller finden, der sich proprietäre Ladetechnik einbaut. Damit würde er sich auf Gedeih und Verderb in die Abhängigkeit eines einzelnen Ladenetzbetreibers begeben. So dumm sind nicht mal Startups oder kleine Hersteller wie z.B. Fisker, die in ihrem neuen BEV bereits 800 V Technik verbauen.


Zitat
Emil
Tesla Fahrer können immer noch auf die SuC ausweichen, aber was machen die Fahrer anderer Fabrikate? :D


Andersrum! An den SUCs können nur Teslas laden. Das ist wie wenn z.B. bei Aral nur Fahrzeuge von Mercedes tanken könnten und die Fahrer aller anderen Automarken würde man wegschicken. Welche Überlebenschance hätte so ein Tankstellennetz wohl?

von Solarstrom - am 14.11.2017 21:57
Zu EVTEC und dem DC Schnelllader mit DC-Mid Anschluss, also ähnlich wie TESLA Supercharger, gibt es einige Erklärungen in einem sehr schönen Interview von Peter Schwierz von Electrive mit Marco Pifaretti von EVTEC/Protoscar auf dem EVS30 in Stuttgart.

Hier gehts zu dem 17:44 min. Video.

von Berlingo-98 - am 16.11.2017 15:39
@Solarstrom,
nochmal zur Erklärung, die Supercharger sind von Tesla aus eigener Tasche ohne Förderung finanziert worden und wird kostenfrei den bisherigen Fahrzeugen zur Verfügung gestellt. Tesla hat anderen Herstellern angeboten sich zu beteiligen, es wollte keiner.

Jetzt zu fordern dass sie Ihr Alleinstellungsmerkmal für andere öffnen finde ich vermessen.

Die LSV wird Tesla jetzt zwingen neue Ladehardware nur für Deutschland zu entwickeln. Die LSV finde ich Protektionismus as its best. In anderen Ländern reicht es wenn am gleichen Standort noch CCS vorhanden ist nicht an jedem Ladepunkt. Das Ziel ist damit auch erreicht, dass dort alle laden können.

von Ralf Wagner - am 16.11.2017 19:50
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