"Synthetische Kraftstoffe: Chance oder Chimäre?" ... einfach nur ENERGIEVERSCHWENDUNG

Startbeitrag von BdasB am 29.01.2018 20:47

... hier ein paar Infos zum H2-Ueberschuss-Strom-Maerchen ...
[www.heise.de]
Synthetische Kraftstoffe: Chance oder Chimäre?

... auszugsweise....
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ist überzeugt: e-Fuels werden eine elementare Rolle bei der Dekarbonisierung des rollenden Verkehrs spielen. Der Noch-Präsident des VDA, Matthias Wissmann, betont: „Mit e-Fuels können wir den Verbrennungsmotor klimaneutral machen.“ Eine faule Ausrede, werden die Kritiker des Lobbyverbands sofort sagen, eine Ausrede, um vom Versagen bei den CO2-Flottenzielen für 2021 und dem mangelhaften Engagement für die Elektromobilität abzulenken.

Auf die Anfrage von heise/Autos, wie viel Kilowattstunden Strom benötigt würde, um einen Liter e-Diesel zu erzeugen, antwortet Audi, dass „solche detaillierten Angaben“ noch nicht zur Veröffentlichung vorliegen würden.

Für einen Liter e-Diesel rechnet die LSBT mit – je nachdem, ob die heutige Niedertemperatur-Elektrolyse oder die zukünftige Dampfdruck-Elektrolyse eingesetzt wird – 27,3 (Ist-Stand) bis 21,2 (Idealzustand) Kilowattstunden (kWh) Strom pro Liter. Für beide Werte gilt, dass das notwendige Kohlendioxid aus der Umgebungsluft gewaschen wird.

Wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig
Die beim Portal Spritmonitor seit Zulassungsjahr 2017 notierten Volkswagen Golf TDI verbrauchen durchschnittlich sechs Liter Diesel auf 100 Kilometer. Nach aktuellem Technikstand wären für die Erzeugung dieser Menge e-Diesel 164 kWh Strom nötig. Das ist im Vergleich zum e-Golf (15,5 kWh / 100 km) ein Vielfaches: Selbst wenn bei der Well-to-Wheel-Bilanz großzügig 30 Prozent Verlust für den Batterie-elektrischen Topseller angenommen werden, bleibt etwa Faktor 7,5. Eine Berechnung, deren ungefähre Größenordnung kürzlich von PricewaterhouseCoopers (PwC) bestätigt wurde. Eigentlich könnten mit dieser katastrophalen Bilanz alle Überlegungen beendet sein. Wie soll PtL jemals konkurrenzfähig sein?


Fehlbegriff Stromüberschuss
An dieser Stelle wird gerne auf so genannten überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien verwiesen. Der Begriff erweckt den Eindruck, als würde es große Mengen einer Art Abfallstrom geben. Eine Stichprobe beim Bundesverband Windenergie aber zeigt: Das ist nicht oder nur sehr eingeschränkt der Fall.


Skarrin zu zu "Synfools"

Der Artikel nennt 21,3kWh/l als Bedarf für einen hypothetischen "Idealzustand".
Um die ca. 180 Millionen Liter Benzin+Diesel, die TÄGLICH allein im deutschen Straßenverkehr verheizt werden, durch so ein ideales Synfuel zu ersetzen bräuchte man nach meiner Rechnung eine Energiemenge von gut 3,8 TWh.
Terawattstunden.
Täglich.

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