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Thomas

Bericht Dormagen gg. Schwerte

Startbeitrag von Thomas am 25.02.2002 06:16

27:12-Erfolg des TSV über die HSG Schwerte-Westhofen


Zum Abschied noch einmal Abwehrbeton angerührt

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Von Volker Koch

Das letzte Spiel in der Dormagener Dreifachhalle endete mit einem Sieg, und einem denkwürdigen dazu: Beim 27:12 (Halbzeit 10:6) von Regionalliga-Spitzenreiter TSV Dormagen über die HSG Schwerte-Westhofen rührten die Hausherren vor 750 Zuschauern einen derart stabilen Abwehrbeton an, dass die Gäste im zweiten Spielabschnitt sage und schreibe 21 Minuten lang ohne Torerfolg blieben.


Auch wenn's hier anders aussieht, weil sich Thomas Fuchs in der Schwerter Deckung festrennt: Den Abwehrbeton rührten die Dormagener an.
Joachim "Jojo" Kurth hat in seinem bewegten Torhüterleben mit Stationen in Angermund, Nettelstedt, Wuppertal und Dormagen schon viel erlebt. Doch dass er vom Wiederanpfiff nach der Halbzeitpause bis zur 51. Minute kein Gegentor hinnehmen musste, das war am Samstagabend eine gänzlich neue Erfahrung für den 31-Jährigen. Der TSV, der sich eine Halbzeit recht schwer getan hatte gegen die mit viel Tempo startenden Gäste aus Schwerte-Westhofen, nutzte die Glanzform seines Torhüters - er stand am Ende mit 20 gehaltenen Bällen zu Buche, 15 davon zwischen der 31. und 51. Minute - und dessen Vorderleuten, um sich vom 10:6-Pausenstand auf 20:6 (!) abzusetzen, und ließ dabei auch noch reichlich Tormöglichkeiten ungenutzt.


Am Ende verabschiedeten sie sich nicht nur vom Ergebnis standesgemäß aus der Dreifachhalle.
NGZ-Fotos: H. Jazyk

Allein Ivan Ivisic hätte statt zweien ein halbes Dutzend Treffer erzielen müssen. Kurth wehrte allzu heftige Komplimente jedoch ab: "Klar hab' ich auch ein paar Bälle von freistehenden Spielern gehalten. Aber in der Hauptsache war es das Verdienst unserer Abwehr." Die stand wirklich eine Dreiviertelstunde lang wie ein Bollwerk, an dem sich sowohl die zweitliga-erfahrenen Brzoskowski und Hallmann als auch der talentierte 19-jährige Mittelmann Stefan Wildförster die Zähne ausbissen. Wie defensivstark die Dormagener bei ihrem letzten Auftritt in der Dreifachhalle waren, zeigt die Torverteilung: Nach sieben Minuten führten die Gäste nämlich mit 4:3! Dann trafen sie in der 20. und in der 24. Minute zum 5:8 und 6:8 - und erst als die Hallenuhr die 51. Spielminute anzeigte, gelang Henrik Ernst wieder ein Treffer für die HSG.

Und der fiel auch noch vom Siebenmeterpunkt. "Dieser Siebenmeter war eine richtige Erlösung für uns", gestand Gästetrainer Björn Wißuwa hinterher ein und befand: "Wir sind deutlich unter Wert geschlagen worden." In der Tat, die Anfangsminuten machten deutlich, dass Schwerte tatsächlich zu den besseren Teams der Regionalliga West gehört. Ihr Pech, dass TSV-Trainer Kai Wandschneider in der letzten Mannschaftsbesprechung in der Dreifachhalle einen Wunsch geäußert hatte: "Ich möchte, dass wir dieses Spiel aus der Abwehr heraus gewinnen." Dass seine Schützlinge dies so bravourös in die Tat umsetzten, ließ ihn ebenso strahlen wie der frenetische Beifall zum Ende der Pressekonferenz.

Da hatte Wandschneider im Blick zurück auf das Angebot, das ihm Anfang der Woche der VfL Gummersbach unterbreitet hatte, noch einmal nachdrücklich bekräftigt: "Meine Arbeit hier ist noch lange nicht erledigt. Ich habe noch nie eine Mannschaft mit solch einem Charakter trainiert wie den TSV." Das hatte auch Kollege Wißuwa ähnlich erkannt: "Im Gegensatz zu einigen anderen finde ich, dass Dormagen eine Bereicherung für die Regionalliga ist. Wie diese Mannschaft auftritt und spielt, das ist eine Auszeichnung für den gesamten Handball."

Die Fans dankten es - einmal mehr - mit stehenden Ovationen in den letzten neunzig Spielsekunden, die Mannschaft gab den Dank mit 100 Litern Freibier zurück. Und Jojo Kurth formulierte das nächste Etappenziel: "Diese Stimmung jetzt auch in der neuen Halle hinbekommen." Am 9. März gegen den MTVD Köln geht's los.

Antworten:

Re: +Bericht Dormagen gg. Schwerte

HSG bietet Dormagen eine Halbzeit lang Paroli



Dormagen. Mit der erwarteten Niederlage kehrte die HSG Schwerte/Westhofen am Samstag aus Dormagen zurück. Der Tabellenführer der Handball-Regionalliga war beim 27:12 (10:6) schlicht und ergreifend die bessere Mannschaft.


Die schaffte es in den ersten 30 Minuten allerdings nicht, einen Klassenunterschied sichtbar zu machen. Viermal gingen die Schwerter gegen die Super-Stars vom Niederrhein sogar in Führung. Stefan Wildförster lenkte das Schwerter Spiel erfolgreich, seine Teamkollegen präsentierten sich konzentriert und engagiert, und beim Pausenpfiff hatten Trainer Björn Wißuwa und Co. ein Etappenziel schon mal erreicht: nämlich gut gegen die Dormagener Überflieger auszusehen. Dass die mit vier Toren Vorsprung in die Kabine gingen, lag auch an zwei umstrittenen Siebenmeter-Entcheidungen der Schiedsrichter.

Nach dem Wiederanpfiff stellte der Spitzenreiter ziemlich rasch die Weichen auf Sieg. Innerhalb von nur zehn Minuten stand es 15:6, ziemlich eindrucksvoll dokumentierte der TSV, warum er die mit Abstand beste Abwehr der Liga hat. Und dahinter stand mit Joachim Kurth ein Keeper, der Schwertes Angreifer zur Verzweifelung trieb. Matthias Vogler und Jan-Philip Wagner waren bestimmt nicht schlecht im HSG-Gehäuse, aber dieser Keeper wuchs über sich hinaus - einmal abgesehen davon, dass nicht von allen Positionen der mögliche Druck ausging. Und so wurde die HSG ausgekontert, und fast hatte es den Anschein, als sollte den Schwertern kein Tor mehr gelingen. Der Siebenmetertreffer des guten Hendrik Ernst erlöste den Anhang von diesen Sorgen - weniger wäre auch des Guten zu viel gewesen. Björn Wißuwa zur engagierten Teamleistung: "Ich bin in meiner gesamten Trainerlaufbahn noch nie so unter Wert geschlagen worden. Wir haben einen ordentlichen Ball gespielt, aber die Bude des Gegners war wie zugenagelt, Joachim Kurth hat dabei überragend gehalten".

TSV: Kurth, Aumann, Andersson (4), Schwoll, Kaminski (1), Beelmann, Hantusch (3), Dembski (1), Wallgren (8/4), Wernicke (3), Ivisic (2), Heesen (1), Fuchs (4), Mahe ´.

HSG: Vogler, Wagner, Becker, Ernst (5/1), Heinrich (1), Beck (2), Hallmann (1), Brzoskowski, Wildförster (3), Pixberg, Sziesze, Pieplow.

Spielfilm: 3:4 (7.), 8:4 (20.), 8:6 (24.), 20:6 (50.), 20:7 (51.), 24:10 (55.).

Schiedsrichter: Olaf Brandenburg(Angelika Nowak (Düsseldorf); Zuschauer: 749 (lt. Marc Bagusch).

Das nächste Spiel: HSG - TV Krefeld-Oppum (3.3., 17 Uhr FBG).

von Thomas - am 25.02.2002 06:21
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