Bericht Dinslaken gg. Schwerte

Startbeitrag von Thomas am 07.10.2002 05:51

26:33! MTV schlug sich wacker



Dinslakener hielten beim Favoriten HSG Schwerte-Westhofen lange mit. Cleverness fehlte.Wer hätte das gedacht. Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken schlug sich beim Topfavoriten der Liga, HSG Schwerte-Westhofen, mehr als wacker. 26:33 (13:14) hieß es am Ende aus Sicht der Gäste, die lange Zeit vor einer echten Überraschung standen.


"Ein Punktgewinn wäre drin gewesen", bilanzierte Obmann Heinz Buteweg und auch Coach Marius Timofte, der die kompletten 60 Minuten in enger Manndeckung verbrachte, lobte sein Team: "Eine sehr gute Leistung."


Es lag wieder einmal an der fehlenden Abgeklärtheit, dass die MTVer am Ende doch mit leeren Händen die Heimreise antreten musste. Nach einer starken ersten Halbzeit, in der der MTV auch den bundesligaerfahrenen Schwerter Rückraum mit Karsten Kohlhaas und Michael Altenbeck bestens im Griff hatte, brachen die Gäste nach dem Seitenwechsel ein. "Ich weiß nicht, warum", war Timofte ratlos.


Auch ein erneut stark agierender Gerd Henning im Tor konnte nicht verhindern, dass Schwerte langsam wieder die Oberhand gewann. "Ab der 45. Minute ging es bergab, wir hatten zu viele Ballverluste, haben unnötige Fehler gemacht", stellte Timofte fest, "die Einstellung war nicht mehr da. Auf einmal agierten wir zu nervös."


Die Hausherren zogen bis auf 27:22 (50.) davon. Ein Vorsprung, den eine erfahrene Mannschaft wie die HSG natürlich nicht mehr aus der Hand gab. Der MTV verkürzte zwar noch einmal auf 26:28, mehr als ein Strohfeuer war es aber nicht mehr.


MTV: Henning, Binder; Lange (5), Becks (3), Konen (1), Eich (2), Staub (2), Timofte (6/4), Jacobs (4), Piekarczyk (1), Konrads (1), Krogoll (1). (est)

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Harte Nuss über den Kampf geknackt: HSG siegt 33:26




Gut gemacht, Mischa Quass! Der Keeper kam in der zweiten Halbzeit für Philipp Makrutzki und verlieh der Abwehr Rückhalt. (WR-Bild: Schwerte/press)

Schwerte. Die HSG Schwerte/Westhofen ist nun auch nach Punkten alleiniger Tabellenführer in der Handball-Regionalliga! Möglich machte das der verdiente 33:26 (13:14)-Erfolg über den MTV Dinslaken, vor allen Dingen aber das Unentschieden von Borussia Mönchengladbach in Wermelskirchen.


Gestern musste die HSG eine ziemlich harte Nuss knacken, ehe der fünfte Sieg im fünften Spiel feststand. Erst in der 38. Minute gingen die Schwerter zum ersten Mal in Führung, bis dahin hatte Dinslaken stets die Nase vorn gehabt, führte sogar phasenweise mit vier Toren. Das lag aber auch an den Schwertern, deren Quote im Abschluss zunächst unterdurchschnittlich war und die damit den Gegner zum Tempogegenstoß einluden. Was aber jetzt schon stimmte, war die kämpferische Komponente, und die führte dazu, dass Schwerte bis zur Pause den Rückstand wieder verkürzen konnte. Was sicherlich auch ein Verdienst von Marc Bagusch war, der Dinslakens Goalgetter und Spielertrainer Marius Timofte gut an die kurze Leine legte.

In der Halbzeit sah sich Trainer Björn Wißuwa zu personellen Umstellungen gezwungen, nachdem Karsten Kohlhaas kurz vor der Pause seine zweite Zeitstrafe gesehen hatte und er damit kein Fall für die Abwehr mehr war. Der Coach schickte Norbert Gregorz ins Rennen, der in der ersten Halbzeit wegen seiner gebrochenen Nase noch zugeschaut hatte. Zudem beorderte er Matthias Morawietz auf die zentrale Rückraum-Position. Morawietz war es schließlich, der mit seinen insgesamt sieben Toren den Sack gut zehn Minuten vor dem Ende zuschnürte. 27:22 stand es, die Messe war gelesen. Mittlerweile war auch über die kämpferischen Qualitäten spielerisch Linie in die Darbietungen der HSG gekommen. Zum Teil fielen Tore, die die HSG-Anhänger in Verzückung versetzten, wie zum Beispiel das 12:12 durch Lars Pieplow: ein langer Pass auf den erneut guten Andreas Roring, der auf Pieplow ablegte - besser kann man einen Tempogegenstoß kaum laufen. Und schließlich machte sich Mitte der zweiten Halbzeit auch der Torwart-Wechsel bezahlt; Mischa Quass war für den glücklosen Philipp Makrutzki gekommen - eine weitere Maßnahme hatte gegriffen. Dinslaken steckte zwar nie auf, konnte den Sieg der Schwerter, der ein Sieg des Kollektivs war, nicht mehr ernsthaft gefährden.

HSG: Makrutzki, Quass, Heinrich (3/1), Kohlhaas (6), Gregorz (2), Bagusch (2), Roring (5), Morawietz (7), Wildförster, Altenbeck (5), Pieplow (2), Kreckler (1/1).

MTV: Henning, Lange (5), Becks (3), Konen (1), Eich (2), Staub (2), Timofte (6/4), Jacobs (4), Piekarczyk (1), Binder, Konrads (1), Krogoll (1).

Spielfilm: 2:5 (10.), 6:6 (14.), 7:11 (20.), 12:12 (26.), 16:15 (35.), 19:18 (41.), 27:22 (50.), 27:25 (54.).

Schiedsrichter: Borlinghaus/Köster (Wuppertal/Bergneustadt); Zuschauer: 200.

Das nächste Spiel: TV Krefeld-Oppum - HSG (13.10., 11.15 Uhr).

von Thomas - am 07.10.2002 06:07
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