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Forum:
Das kritische Eisenbahnforum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ulrich Walluhn, Peter König

Richtigstellungen zu Herrn Thomas Scherrans auf Drehscheibe Online

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 14.08.2014 13:17

Ich stieß heute bei Drehscheibe-Online (kurz DSO) auf einen "Beitrag" eines Herrn Scherrans, sich selbst "Scherri" nennend. Er ist hier zu finden: Scherrans Betriebsbuchabschriften. Der Autor verweist dabei auf seine eigene Hompage, nämlich nach hier: Scherrans Hompage

Ich weiß nicht, welcher Teufel gestern am 13. August (dem Mauerbautag) Herrn Scherrans geritten hat, aber ich sehe die Art und Weise seiner öffentlichen Darstellung als unverschämt an. Der Autor behauptet frei und frech, die von ihm genannten und nicht einmal als Scan wiedergegebenen Schreibmaschinenseiten würden von mir stammen, was so überhaupt nicht der Fall ist. Anstatt sich vor dem Schreiben seiner Zeilen an mich zu wenden (was heutzutage im Internetzeitalter problemlos möglich ist), unterstellt er mir (erneut) ungeprüft Fälschung und Erfindung. Eine solche Vorgehensweise ist hochgradig unseriös. Über die "fachlichen" Äußerungen des Autors möchte ich mich überhaupt nicht auslassen. Herr Scherrans weiß doch nur zu gut, dass ich mich bei Drehscheibe-Online zu seinen Darstellungen gar nicht äußern kann, da man mich dort gesperrt hat. Inwieweit zu diesem Thema (abermals) gezielte Absprachen hinter den berühmten Kulissen stattfanden, kann ich leider nur vermuten aber nicht beweisen. Die Fakten sprechen allerdings dafür. Das Kritische Eisenbahnforum war, ist und bleibt einigen Herrschaften ein Dorn im Auge. Nur zu verständlich.

Gestattet sei mir allerdings zum Thema bei DSO eine kurze Anmerkung. Die Quellenlage zur elektrischen Zugförderung bei den Reichsbahndirektionen Halle und Breslau bis 1945 ist äußerst schlecht. Wie man von einer schlichten Stückzahlstatistik, deren Zustandekommen und deren Prämissen bei Erstellung überhaupt nicht bekannt sind, auf die Richtigkeit bzw. Fälschung von Betriebsbuchauszügen schließen kann, ist und bleibt mir schleierhaft. Überhaupt erscheinen mir die Schlussfolgerungen des Autors über weite Strecken unverständlich und abstrus. Er versteigt sich beispielsweise zur These, das Herstellerwerk einer Ellok könne keine F4 (eine Hauptuntersuchung des mechanischen Teils) außerhalb der Gewährleistungsfrist gemacht haben. Entschuldigung, aber solchen fachlichen Blödsinn über Ellok habe ich wirklich noch nie gehört. Mir ist wirklich meine Freizeit zu schade, hier weitere Ausführungen zu machen. Der Autor ist an einem Kontakt zu mir seit vielen Jahren absolut nicht interessiert. Wieso sollte ihm bitte ausgerechnet jetzt an einer fachlichen Diskussion gelegen sein? Ich denke hier geht es einzig wieder einmal darum, meine Arbeit gezielt in ein schlechtes Licht zu rücken.

Mit nachdenklichen Grüßen
Ulrich Walluhn

P.S.: Sehr geehrter Herr Scherrans, wie wäre es damit, zunächst die Herkunft ihrer Schreibmaschinenpapiere (mit den sogenannten Längsstrichen) öffentlich zu benennen, ehe Sie bei DSO neue Latrinenparolen über mich in Verbreitung setzen?


Ergänzung vom 15.August 2014:

Da ich mit offenem Visier fechte, möchte ich dem geneigten Leser auch eine Mail zur Kenntnis geben, die ich heute Herrn Thomas Scherrans als sogenanntem Webmaster seiner Internetseite zugestellt habe. Ich bin gespannt, ob er die berühmten "Drei Affen" macht (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen), oder ob der Verstand schlussendlich obsiegt und Weiterungen vermieden werden können. Ich schrieb:
Werter Herr Scherrans,
ich nehme Bezug auf die neuerlichen Änderungen Ihrer Heimseite (Homepage) vom 12. und
13.08.2014. Sie schreiben, ich zitiere:
"Der Verfasser der BBA, der ganz offensichtlich Ulrich Walluhn ist, hat sich per 28.6.2014 unter
[26232.foren.mysnip.de] mit einer Darstellung zur E71 11
und 12 nunmehr selbst zu Wort gemeldet, was zwar nicht Veranlassung der Erstellung dieser
Seite war, aber nun Ursache ihrer Veröffentlichung ist."
Wie kommen Sie darauf, dass ich der Verfasser der von Ihnen fragmentarisch erwähnten
Schreibmaschinenseiten bin? Die von Ihnen im Anschluß zitierten Daten stammen nicht von mir.
Schon gar nicht jene, die mit "senkrechten Strichen" versehen sind.
Ich fordere Sie daher mit Nachdruck auf, zeitnah, spätestens jedoch bis 31.08.2014 meinen
Namen von Ihrer Heimseite zu entfernen. Sie rücken mich mit Vorsatz in ein schlechtes Licht und
unterstellen mir in ihrem Beitrag vorsätzlich Fälschungen und Erfindungen. Ähnliches taten Sie
bereits vor einiger Zeit bei Drehscheibe-Online, ohne das es dort für Sie Folgen hatte. Sie
genießen bei Drehscheibe-Online offenbar völlige Narrenfreiheit.
Es ist mir vollkommen gleichgültig, wie und wo sie alte "Schreibmaschinenabschriften"
kommentieren und welche Schlüsse Sie daraus ziehen. Dies steht Ihnen selbstverständlich völlig
frei. Nicht frei allerdings steht Ihnen, meinen Namen ungeprüft in diese Angelegenheit
hineinzuziehen. Wir leben in einem Rechtsstaat, wobei rechtsstaatliche Prinzipien gelten. Daran
und nur daran möchte ich Sie hier erinnern.
Mir ist an einer Weiterung des von Ihnen geschaffenen Übelstandes nicht gelegen. Sollte ich
jedoch nach Ablauf der gesetzten Frist weiterhin meinen Namen an der zitierten Stelle auf Ihrer
Heimseite finden, sehe ich mich gezwungen, rechtliche Schritte zu erwägen, sei es zivil-
oder/und strafrechtlich. Rufschädigung und Verleumdung, Herr Thomas "Scherri" Scherrans, sind
in unserem Lande Straftatbestände. Dies mögen Sie vielleicht früher in der DDR anders gesehen
haben, heute jedenfalls ist dies so.
Die Ausführungen Ihrer Heimseite zeigen, dass Sie die Eisenbahn, speziell den
Betriebsmaschinen- und Werkstättendienst nicht verstanden haben. Sie versuchen mit den
Methoden eines Bilanzbuchhalters und vollkommen unzureichender Quellenlage der Signatur R5
des Bundesarchives (vormals R5 und andere des DDR-Hauptstaatsarchives Merseburg) die
Geschichte der deutschen Elektrolokomotiven dogmatisch nachzuzeichnen, was so natürlich
gründlich daneben geht. Aber das ist ganz allein ihre Sache.
Allein Ihre Sache ist es auch, wenn Sie mit den Beständen der ehemaligen Reichsbahn-
Direktionsarchive nicht zurecht kommen.
Meine Sache allerdings wird es in dem Moment, wo Sie meinen Namen missbrauchen.
Hochachtungsvoll. Ulrich Walluhn

Ergänzungen vom 01.09.2014:

Herr Scherrans antwortete heute überraschend per Mail. Ich möchte den Wortlaut ungekürzt hier für alle lesbar einstellen:
"Guten Tag Herr Walluhn,
bevor Ihr Ultimatum ausläuft, eine kurze Antwort. Selbstverständlich gilt auch
für Sie die Unschuldsvermutung, auch wenn die Indizien nicht unbedingt dafür
sprechen. Aber bitte, Sie haben ja sogar recht und ich komme dem in diesem
Punkt gern nach.
Was Sie aber zur EG 511 und 512 bzw. E71 11 und 12 schreiben, haben Sie nun
mal so abgeschrieben oder erstellt oder was auch immer. Rein zufällig fast
buchstabengleich mit diesen ominösen Schreibmaschinenseiten der o.g. Ellok.
Mag sein, dass ich keine Ahnung vom Betriebmaschinendienst habe, aber hier
geht es um die Elektrische Zugförderung, die nun mal mein Fachgebiet ist.
Selbstverständlich wehre ich mich da, wenn da Unsinn verbreitet wird, das gilt
nicht nur für Sie. Komisch auch, dass alle Ihre Quellen verschimmelt und
verschwunden sind, aber andere Akten existieren und die sprechen eine deutlich
andere Sprache. Es ist auch kaum vorstellbar, dass sich jemand die Mühe
gemacht hat, all diese Akten zu fälschen, um Sie in Misskredit zu bringen.
Also lernen Sie damit leben, dass Ihr Name genannt wird, wenn Sie Dinge
verfassen, die widerlegbar sind. Schreiben Sie einfach "Vermutung" aber
vermeiden Sie das Wörtchen Abschrift. Was die 511 und 512 angeht, haben Sie
wie auch der unbekannte Verfasser der BBA mit den anderen Ellok allerdings
ganz großes Kino geliefert. Machen Sie was aus Ihrem Leben aber manövrieren
Sie sich nicht mit unsinnigen Behauptungen selbst in die Schmuddelecke.
Friede sei mit Ihnen
Thomas Scherrans"

Ich habe geantwortet und hoffe nun, dass endlich mein Name von der Heimseite verschwindet.
"Sehr geehrter Herr Scherrans,
noch immer befindet sich mein Name auf Ihrer Heimseite. Ich möchte Sie nun wirklich um
zeitnahe Löschung bitten.
Darüber hinaus ist es nicht sinnvoll, mit Ihnen einen Dialog zu führen. Es steht Ihnen frei, die vor
über 30 Jahren in DDR-Archiven liegenden Akten heute in anderen Archiven, allen voran dem
Bundesarchiv in Berlin zu suchen. Allein aufgrund der übergroßen Zahl an Akten (Bestände R5
und Rep.93E) fehlen mir hierzu einfach Zeit und Geld. Informationen zu den leider inzwischen
im Bundesarchiv Berlin (vorgeblich in Zusamenwirken mit der DBAG) vernichteten oder nicht
benutzbaren Aktenbeständen wird man Ihnen vor Ort erteilen können bzw. können von anderen
Nutzern gewonnen werden. Da dies alles mit mir weder primär noch sekundär zu tun hat,
möchte ich Sie dringend bitten, meinen Namen überhaupt aus diesen Zusammenhängen heraus
zu halten.
Auch glaube ich nicht, dass Sie etwa in den Jahren 1982/83 bis 1992/93 die Zeit und Energie
besessen haben, die komplexen Bestände der Rep.93E des Staatsarchives Merseburg
durchzuarbeiten. Daher können Sie überhaupt nicht einschätzen, was sich in den weit über
2000 Bänden dort befand und welche Fachinformationen man aus diesen Aktenbeständen
gewinnen konnte. Die Praxis hat gezeigt, dass sich fast niemand auch nur ansatzweise gründlich
mit diesem Material beschäftigt hat, und auch ich konnte längst nicht alle Unterlagen sichten und
bearbeiten. Beachten Sie bitte auch, dass damals Kopien der heutigen Form gar nicht möglich
und Fotoablichtungen auch für DDR-Verhältnisse sehr teuer waren und nur in Einzelfällen
bestellt werden konnten. Man musste einfach alles abschreiben. Heute, wo nicht einmal
vollständig bekannt ist, ja nicht einmal ansatzweise bekannt ist, wo diese Akten abgeblieben
sind, ist es natürlich ein leichtes, über die Menschen herzufallen, die damals ihre ganze Kraft
und Freizeit (meist als Schicharbeiter und mit Freifahrkarte der DR ausgerüstet) in das
Aktenstudium gesteckt haben, aber logischerweise heute die immer wieder eingeforderten
Kopien gar nicht besitzen können.
Mit freundlichem Gruß
Ulrich Walluhn"

Antworten:

Ja, dies hier ist UNS ein Dorn im Auge. Ein Stachel im Fleisch. Eine schwärende Wunde an einem ohnehin maroden Leib. Wir müssen den Stachel ziehen, das Wundmal ausschneiden, das Übel an der Wurzel packen. Die Fanfare ertönt, die Kohorten setzen sich in Gang. Gemächlich, aber strebsam - dum legibus obsequimur.

von Peter König - am 10.10.2014 13:52

Jaja die spinnen die Römer...

Man lese bitte hier (weiter):
Drehscheibe-online (DSO) - Wenn Arroganz auf Überheblichkeit trifft....
Omnibus, Autobus, Datenbus, Legibus. Asterix, Obelix, Mingulix und der Zaubertrunk (nee Zaubertrank) lassen grüßen. Und die Erde ist eine Scheibe und der Mond ist sechseckig und die Sterne hängen an seidenen Fäden vom Himmelzelt herunter. Und wie einst im alten Rom wird der Mond (er ist bewohnt, denn jeden Abend brennt dort oben Licht) mit der Stange weitergeschoben. Von den Kohorten natürlich.

Ulrich Walluhn - tüchig amüsiert über den Königlichen Peter.

von Ulrich Walluhn - am 12.10.2014 13:26
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