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Ulrich Walluhn

Lok 55 3406 und 55 5017

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 27.10.2014 13:22

Aus aktuellem Anlaß habe ich diesen Beitrag jetzt geändert.

Warum erscheinen die Herstellerdaten der Lok 55 5017 auf der Werkkarte der 55 3406? Ganz simpel: Weil die Werkkarte eine Zweitschrift ist, am Rahmen kein Fabrikschild erkennbar war und man das Fabrikschild des gerade aufgebauten Kessels - in diesem Falle Orenstein & Koppel 1917/8502 - abgelesen und dann diese Daten eingetragen hat. Hunderte Betriebsbuch-Zweitschriften bei beiden deutschen Bahnverwaltungen sehen nach dem Kriege nicht anders aus. Und wenn aus 3323 hier 3328 wurde, so liegt es wohl daran, dass man das Kesselschild nicht mehr richtig lesen konnte.

Ein Zusammenhang mit der in der Sowjetunion verbliebenen 55 5017 liegt nur insofern vor, als das 55 5017 fabrikneu den genannten Orenstein-Kessel trug. Dieser kann schon weit vor 1926/27 im Zuge eines Kesseltausches auf eine ganz andere (uns leider unbekannte) 55 aufgebaut worden sein.

Da war kein Rahmentausch. Warum erkläre ich später. Die große Ausmusterungswelle 1930 bis 1933 hat bei den G8.1 nur dazu geführt, dass man viele hundert, ja etwa 1000 überzählige Lok aus dem Bestand genommen hat. Freilich wurden nicht alle verschrottet, und so manche kam in den Jahren 1934 bis 1939 als 55 oder Umbau-56 wieder in Betrieb, aber Rahmentausche sind die absolute Ausnahme geblieben. Mir jedenfalls kam bei der Bearbeitung der (vielen) 55-Betriebsbücher in der Zeit 1927 bis 1944 kein einziger unter. Es gab also auch kein "gewisses Durcheinander", sondern wohl geordnete Ausmustervorgänge, die unter anderem in den Aktensätzen Fuvl und Babl des RVM Berlin peinlich genau dokumentiert sind. (Fuvl = Fahrzeuge Unterhaltung Verkauf Lokomotiven, Babl = Betrieb allgemeine Angelegenheiten besondere Angelegenheiten Lokomotiven)

Kommen wir nun zur 55 3406. Leider existiert von dieser Lok nur eine ganz schwache uralte Betriebsbuchabschrift (Sammlung-Nachlaß Dr.Arno Schröder, Herkunft der Abschrift unbekannt), die allerdings die aufgebauten Kessel wiedergibt. Das ist besser als gar nichts und in diesem Falle besonders wichtig. Um 1945 dürfte sich der genannte Kessel Orenstein 1917/8502 auf der Lok befunden haben! Mehr wissen wir nicht. Ein Rahmentausch kann ausgeschlossen werden. Ich möchte meine Erkenntnisse zur 55 3406 wiedergeben:



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive 55 3406:
===============================================
Vulcan Werke Stettin 1915/3026

Anlieferung: ..........
Abnahme: ..........

Auf Werkkarte (Zweitschrift) als Hersteller falsch Orenstein 1917/8502.

Nur Altabschrift des Betriebsbuches und Werkkarte vorhanden:

01.01.46 – 20.09.48 Bw Düsseldorf-Derendorf
13.01.49 – 18.02.50 Bw Würselen
19.02.50 – 30.06.50 Bw Herzogenrath
01.07.50 – 02.06.66 Bw Aachen-West

........ abgestellt
03.06.66 Z-Lok
19.08.66 ausgemustert

Kesselverzeichnis:
Hersteller F-Nummer Jahr Einbautag zuletzt eingebaut in

Vulcan 3026 1915 ......15 neu mit Lok
Henschel 14642 1917 08.08.22 55 ....
Henschel 14386 1917 11.02.25 55 4299
........ 1542 .... ........ 55 ....
Orenstein 8502 1917 ........ 55 .....
Vulcan 3028 1915 ........ 55 .....
Vulcan 3323 1917 12.06.57 56 501

Kesselstammbuch: Vulcan-Werke Stettin 1917/3323

21.11.25 – 12.12.28 55 4155
30.04.28 – 03.03.36 55 4853
26.06.36 – 22.09.41 56 477
25.11.41 – 03.12.51 56 445
05.04.52 – 10.04.57 56 501
12.06.57 - ........ 55 3406

Tenderstammbuch: Humboldt Köln-Kalk 1918/1401
Bauart pr.3 T 16,5

........ - ........ 55 3406



Auch 55 5017 hatte keinen Rahmentausch. Es fehlt zwar das deutsche Betriebsbuch, aber wir haben das sowjetrussische. Es befindet sich im Archiv des ehemaligen Ministeriums für Hüttenindustrie in Moskau und wurde dortselbst am 15. Februar 2012 von Konstantin Smironow eingesehen und ausgewertet. Das 1945 in Stanislawow (Stanislau) ausgestellte Buch nennt für den Rahmen ohne jeden Zweifel Orenstein 1917/8502 und leider wie fast alle diese Bücher für den Kessel nur eine 1945 festgelegte Inventar-Nummer. Diese Nummern wurden zentral in Moskau ab 1943 in aufsteigender Reihenfolge vergeben. Die Lok 55 5017 (später bezeichnet als TP 55-5017 oder TP-5017) gelange 1945 aus Rumänien in russische Hände und nach 3 Jahren Dienst im Depot Reni der Kischinjower Eisenbahn als Werklok an das große Hüttenwerk Konstantinowka. Hier war sie bis etwa 1967 in Betrieb. Interessant ist der Einbau einer neuen kupfernen Feuerbüchse mit kupferner Rohrwand und neuer Stehbolzen sowie zusätzlicher Decken- und Gelenkstehbolzen, alles elektrisch eingeschweißt. Ein solches Verfahren wäre in den 1950-er Jahren bei der Deutschen Reichsbahn undenkbar gewesen, allein wegen des knappen Kupfers und seiner schlechten Eignung bei Braunkohlenfeuerung. Elektrisches und autogenes Kupferschweißen war auf russischen Eisenbahnen an Lokomotivkesseln weit verbreitet.

Wir sehen, weder 55 3406 noch 55 5017 sind eine mysterische Mogelpackung, sondern ganz normale preußische G8.1 die es in die unterschiedlichsten Regionen verschlagen hat. Dabei standen beide bis Mitte der 1960-er Jahre im Dienst.



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive TP-5017:
===============================================
Rahmen: Sawod Orenstein Berlin Germanii 1917 god Nomer 8502
Kessel: Inventar-Nomer 28580

Anlieferung: ..........
Abnahme: ..........

Lok ist Ursprungslok 55 5017.
Auf Buchdeckel: Kischinjower Eisenbahn und unleserliche Radierungen.

18.06.45 – 02.08.45 Werkstatt Stanislawow H.U.
08.08.45 - ........ Depot Reni
22.04.46 – 30.04.46 Depot Reni Ausbesserung
........ - ........ Depot Reni
13.08.46 – 31.08.46 Depot Reni Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Reni
12.02.47 – 20.02.47 Depot Reni Ausbesserung
........ - ........ Depot Reni
04.08.47 – 02.09.47 Depot Reni Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Reni
23.01.48 – 30.01.48 Depot Reni Ausbesserung
........ - ........ Depot Reni
13.04.48 – 06.06.48 Werkstatt Kischinjow Z.U.
08.06.48 - ........ Depot Reni

05.12.48 umgesetzt als Werklok an Hüttenwerk Konstantinowka

23.03.51 – 05.05.51 Werkstatt Konstantinowka H.U.

23.11.53 – 05.01.54 Werkstatt Konstantinowka Z.U.

23.08.56 – 25.10.56 Werkstatt Konstantinowka H.U.

30.05.59 – 07.07.59 Werkstatt Konstantinowka Z.U.

14.01.62 – 28.02.62 Werkstatt Konstantinowka H.U.

10.11.64 – 28.12.64 Werkstatt Konstantinowka Z.U.

Bauartänderungen:

02.08.45 W.Stanislawow Umbau auf 1524 mm Spurweite durch Radsatzwechsel,
halbautomatische Mittelpufferkupplung angebaut,
Matrossow-Bremse angebaut, 2 vertikale Strahlpum-
pen Bauart RS 11 angebaut
06.06.48 W.Kischinjow Umbau auf 1524 mm Spurweite (vollständiger Umbau),
automatische Mittelpufferkupplung angebaut, Ma-
torssow-Bremse umgebaut, Luftpumpe mit Peters-
Steuerung auf Zusammenarbeit mit Matrossow-Bremse
umgebaut, Rauchkammer geändert, Blasrohranlage ge-
ändert
25.10.56 W.Konstantin. neue Feuerbüchse aus Kupfer und neuer Feuerbüchs-
rohrwand aus Kupfer eingebaut, Feuerbüchse und
Feuerbüchsrohrwand elektrisch eingeschweißt, alle
Stehbolzen erneuert und elektrisch eingeschweißt,
zusätzliche Deckenstehbolzen und zusätzliche Ge-
lenkstehbolzen eingebaut, Feuertür geändert,
Blasrohr und Schornsteinanlage geändert
07.07.59 W.Konstantin. Rußblaseanlage am Stehkessel angebaut

Antworten:

Lok 55 3406 eine fiktive Lebensgeschichte

Ich möchte eine fiktive, also frei erfundene Lebensgeschichte zur 55 3406 zu schreiben. Warum tue ich das? Erstens weil zur Lok außer der Zweit-Werkkarte keine Betriebsunterlagen vorhanden sind und zweitens weil ich aufzeigen möchte, dass Hochmut schnell vor dem Fall kommt. Und drittens möchte ich aufzeigen, wie Eisenbahn nach 1945 funktionierte.

Die Eisenbahn nach 1945, geprägt von der Dampftraktion, war keine Modell- oder Spielzeugeisenbahn, sondern eine richtige große Eisenbahn mit richtigen Menschen, die tagtäglich in Ost und West unglaubliche Leistungen vollbracht haben. Weite Teile der Bahnanlagen waren kriegszerstört, die Bw und Raw sowie die Lokomotiven nicht selten auch. Zudem herrschten über weite Strecken Hunger und Not, waren Abgehörige verschollen, die Wohnung ausgebombt usw. usf. Dinge, die wir uns heute in unserer wohlgefälligen Überflussgesellschaft überhaupt nicht mehr vorstellen können.

Man sinnierte 1945/46 nicht wie 2014 pseudokulturell und pseudointellektuell über Fabriknummern und Umzeichnungspläne, sondern man leistete sein Tagwerk. Dabei scherte es einen Werkmeister, einen Raw-Werkdirektor oder einen maschinentechnischen Dezernenten nicht, ob eine Fabriknummer an der Lok dran oder ab, richtig oder falsch war. Die Lok musste zum Laufen gebracht werden und nichts anderes zählte. Als es die BZA-Ersatzfabriknummern noch nicht gab, schrieb man halt irgend etwas in die Unterlagen, nur damit die Zeilen ausgefüllt waren. Ab und an wurden nämlich Unterlagen von der Besatzungsmacht kontrolliert. Und dann musste auf dem Papier alles korrekt sein. Sonst gab es mächtig Ärger und manchmal sogar Verhaftungen.

Und genau an dieser Stelle soll meine frei erfundene Geschichte zu 55 3406 beginnnen. Vielleicht macht sie deutlich, dass man Ereignisse, Entscheidungen und Sachverhalte aus der Zeit ihres Entstehens betrachten und werten muss und nicht rückwirkend von heute aus.

55 3406 rollt vor Kriegsende 1945 als Ostrückführlok in den Bezirk der Rbd Wuppertal. Vielleicht kan sie gar schon 1944. Man stellte sie wie tausende andere Lok auch auf einem Unterwegsbahnhof mit freien Gleisen ab. Ende 1945 erfasste sie die amerikanische Besatzungsmacht mit der Kessel-Nummer 1542. Ab 01.01.1946 wurde die Lok buchmäßig dem Bw Düsseldorf-Derendorf zugewiesen. Schon wenig später holte man sie ins Raw Mülheim-Speldorf. Ihre Fristen waren abgelaufen, die Lok war L4-fällig. In Speldorf baute man 1946 den Kessel ab und inspizierte die Lok. Das Fahrwerk war ausgezeichnet. Zwar besaßen die Achs- und Stangenlager wie bei fast allen Lok WM 10, aber glücklicherweise als Dickguß. Die Lager waren noch gut und brauchbar. Auch Zylinder und Schieber waren in passablem Zustand. Aber der Kessel! Die kupferne Feuerbüchse samt Rohrwand dünnwandig und erneuerungsbedüftig. Kein Material, keine Arbeitskräfte, keine Werkstattkapazität. Die Amerikaner drängten. Sie brauchten die Lok für den Rangierdienst in Düsseldorf. Auf dem Lager hatte man den hauptuntersuchten und ausbesserten Kessel Orenstein 8502 liegen. Den baute man auf den Rahmen der 55 3406 auf. 3 Wochen später stand die Lok zur Probefahrt. Ein Betriebsbuch fehlte. Man legte ein Ersatzblatt oder auch ein Ersatz-Buch und einen Ersatz-Betriebsbogen an. Eine Werkkarte fehlte auch. Die stellte man zunächst gar nicht aus. Die Lok rollte im März 1946 mit frischer L4 zum Bw Düsseldorf-Derendorf ab. Allerdings hielt die Maschine nicht bis zur nächsten L3 im März 1949 durch. Die kupferne Feuerbüchse war schadhaft und abgezehrt. Schlechte Kohle (unter Umständen sogar Braunkohle) tat ihr übriges. Abgerissene Stehbolzen, undichte Rohre, eine durchgebogene hintere Rohrwand, ausgeschlagene Lager und mehere Aufstoßschäden vom Rangierdienst zwangen am 20.08.1948 zur Abstellung. Die Lok rückte erneut beim Raw Speldorf ein. Nach der Zerlegung wurde die L3 in eine L4 hochgestuft. Abermals gelangte ein Tauschkessel auf die Lok, diesmal Vulcan 3028. Am 12.01.1949 verließ die Lok das Raw Speldorf wieder und wurde nun dem Bw Würselen zugeteilt. Anfang 1952 war die nächste L3 fällig, die Lok rückte darum Ende 1951 erneut im EAW Speldorf ein. Hier stellte man nun fest, dass eine Werkkarte gar nicht vorhanden war. Man stellte mit Kugelschreiber (man beachte, vor 1950 gab es kaum oder gar keine Kugelschreiber!) eine Ersatz-Werkkarte aus. Noch immer hatte die Lok nur ein Hilfs-Betriebsbuch. Hier fand man einen Zettel von 1946. Kessel Orenstein 8502. Andere Daten waren nicht verfügbar. Also schrieb der Bürosachbearbeiter als Hersteller Orenstein 8502 auf die Werkkarte. Wann der Kessel Vulcan 3082 aufgebaut wurde, wusste er auch nicht. Also setzte er ein Fragezeichen. Vermutlich war er auch einfach zu faul, weitere Nachforschungen über die Lok anzustellen. Man hätte das BZA Minden anschreiben müssen: Lok 55 3406 ohne Fabriknummer, erbitten Nachforschungen oder Zuteilung einer BZA-Ersatznummer. Das sparte man sich. Es kontrolliert doch 1951 keiner die Unterlagen mehr. Das fällt doch alles gar nicht auf. Fabriknummer 8502 und fertig ist die Laube. 1957 rückte die Lok erneut zur L4 ins AW ein. Jetzt bekam sie den Kessel Vulcan 3323. Da die alten Werkkarten mit Öl verschmiert und unleserlich geworden waren, stellte man neue aus. Ein Kugelschreiber, eine Handschrift! Beide Karten sind in "einem Ritt" geschrieben. Und beide Karten blitzsauber. Dabei machte der Büroschreiber versehentlich aus 3323 eine 3328. Er wir wohl in Gedanken schon beim Wochenende. Die alten Werkkarten gingen ins Altpapier. Das Betriebsbuch änderte auch niemand mehr ab. Auf dem Titelblatt blieb der Hersteller einfach leer. Wer solche Ersatzbücher kennt, weiß was ich meine.

Sehr nachdenkliche Grüße
Ulrich Walluhn

von Ulrich Walluhn - am 29.10.2014 12:27

Nochmals Lok 55 3406 und hinzu Lok 55 5078

Für beide Lok liegen mir Altabschriften ohne jeden Quellennachweis vor, die vermutlich älter als 40 aber keinesfalls jünger als 30 bis 35 Jahre sind. Ich weiß nicht, woher die alte Abschrift kommt, wer also der Urheber ist. 55 3406 als auch 55 5078 scheinen wohl aus der Sammlung Peter Scheffler in Wiesbaden zu stammen. Herrn Scheffler können wir nicht mehr fragen, weil er viel zu früh verstarb.



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive 55 3406:
===============================================
Vulcan Werke Stettin 1915/3026

Anlieferung: ..........
Abnahme: ..........

Auf Werkkarte (Zweitschrift) als Hersteller falsch Orenstein 1917/8502.

Nur Altabschrift des Betriebsbuches und Werkkarte vorhanden:

01.01.46 – 20.09.48 Bw Düsseldorf-Derendorf
........ – 03.01.49 Firma Krupp Essen L 4
13.01.49 – 18.02.50 Bw Würselen
19.02.50 – 30.06.50 Bw Herzogenrath
01.07.50 – 02.06.66 Bw Aachen-West

........ – 03.01.49 Firma Krupp Essen L 4
........ – 20.02.53 EAW Mülheim-Speldorf L 3
........ - 12.06.57 AW Mülheim-Speldorf L 4
........ - 22.10.58 AW Mülheim-Speldorf L 2
........ – 03.02.63 AW Göttingen L 2

........ abgestellt
03.06.66 Z-Lok
19.08.66 ausgemustert

Lok hat seit 23.10.1958 Speisewasser-Innenaufbereitung.

Kesselverzeichnis:
Hersteller F-Nummer Jahr Einbautag zuletzt eingebaut in

Vulcan 3026 1915 ......15 neu mit Lok
Henschel 14642 1917 08.08.22 55 ....
Henschel 14386 1917 11.02.25 55 4299
........ 1542 .... ........ 55 ....
Orenstein 8502 1917 ........ 55 ....
Vulcan 3028 1915 ........ 55 ....
Vulcan 3323 1917 12.06.57 56 501

Kesselstammbuch: Vulcan-Werke Stettin 1917/3323

21.11.25 – 12.12.28 55 4155
30.04.28 – 03.03.36 55 4853
26.06.36 – 22.09.41 56 477
25.11.41 – 03.12.51 56 445
05.04.52 – 10.04.57 56 501
12.06.57 - ........ 55 3406

31.01.29 Raw Darmstadt L Kessel genormt, Kipprost eingebaut, Einheitsrost-
stäbe eingebaut, Aschkastenbodenklappen angebaut,
Normwaschluken angebaut, verzinktes Reglerrohr
eingebaut
29.04.36 Raw Darmstadt L Kessel umgebaut für Baureihe 56.2-7, 5 große
Waschluken mit Treppendichtungen versehen
27.03.50 EAW Kaisersltn. Kegelsitzbuchsen am Dampfsammelkasten angebaut,
lose Flansche an Überhitzerelementen angebaut
09.01.52 EAW M-Speldorf Schmelzpfropfen ausgebaut
22.10.58 AW M-Speldorf SA 222 Schrägstreifen-Kontrastschilder angebaut

........ – 31.01.29 Raw Darmstadt Lokwerk L 3
........ – 29.01.34 Raw Darmstadt Lokwerk L 3
........ – 29.04.36 Raw Darmstadt Lokwerk L 4
........ – 05.06.39 Raw Darmstadt Lokwerk L 3
........ – 11.11.41 Raw Darmstadt Lokwerk L 4
........ – 16.07.48 Firma Kühnle, Kopp & Kaussch Frankenthal L 4
........ - 05.04.52 EAW Mülheim-Speldorf L 4
........ – 22.12.55 AW Mülheim-Speldorf L 3
........ - 12.06.57 AW Mülheim-Speldorf L 4

Tenderstammbuch: Humboldt Köln-Kalk 1918/1401
Bauart pr.3 T 16,5

........ - ........ 55 3406

22.10.58 AW M-Speldorf SA 196 Speisewasser-Innenaufbereitung angebaut
03.02.63 AW Göttingen SA 270 Halter für Verbandskasten angebaut

........ – 12.01.49 Firma Krupp Essen L 4
........ – 20.02.53 EAW Mülheim-Speldorf L 3
........ - 12.06.57 AW Mülheim-Speldorf L 4

Bauartänderungen:

03.01.49 PAW Krupp elektrische Beleuchtung angebaut
20.02.53 EAW M-Speldorf Steuerugsbuchsen auf Rotguß umgestellt, Vorwärmer-
anlage neu angebaut, Anwärmeleitung zur Speisewas-
serrohrleitung neu angebaut, Holzkasten für Lei-
stungsbuch und Lokdienstzettelblock angebaut, Rad-
reifennäßvorrichtung angebaut
12.06.57 AW M-Speldorf Dreilichtspitzensignal angebaut
03.02.63 AW Göttingen SA 270 Halter für Verbandskasten angebaut

Betriebsbögen und Anlagenteil und Aktenstücke:

Keine Betriebsbögen vorhanden.




Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive 55 5078:
===============================================
Wolff-Hagans Erfurt 1919/942

Anlieferung: ..........
Abnahme: 17.01.1919

Nur Altabschrift des Betriebsbuches und Werkkarte vorhanden:

19.07.45 - ........ Bw Herne
25.03.48 – 30.06.59 Bw Gelsenkirchen-Bismarck

........ – 02.11.45 Raw ........ L 4
........ – 17.12.49 EAW Schwerte L 4
........ – 23.11.51 EAW Darmstadt Lokwerk L 3
........ – 30.06.54 AW Mülheim-Speldorf L 4
........ - ...05.57 AW Mülheim-Speldorf L 3
........ – 02.10.58 AW Mülheim-Speldorf L 2

........ abgestellt
01.07.59 Z-Lok
30.09.60 ausgemustert

Kesselverzeichnis:
Hersteller F-Nummer Jahr Einbautag zuletzt eingebaut in

Wolff-Hagans 942 1918 17.01.19 neu mit Lok
Schwartzkopff 6125 .... 01.05.25 55 ....
Orenstein 8502 .... 02.01.28 55 ....
Borsig 9813 .... 27.03.30 55 ....
Henschel 5264 .... 02.11.45 55 ....
Linke-Hofmann 1555 1917 18.12.48 55 3088
Hanomag 7260 1914 30.06.54 55 3888

Kesselstammbuch fehlt.

Tenderstammbuch: Maschinenbauanstalt Humboldt Nummer 1092

........ - ........ 55 5078 ( ? )

Bauartänderungen:

30.06.54 AW M-Speldorf rechte und linke Schwingenlager vermessen und be-
richtigt, Geschwindigkeitsmesser angebaut
...05.57 AW M-Speldorf Kontrollkörner für Schieberstichmaß geändert

Betriebsbögen und Anlagenteil und Aktenstücke:

Keine Betriebsbögen vorhanden.






von Ulrich Walluhn - am 31.10.2014 13:00

Letzte Betrachtung

Entfällt aus Gründen, die später anderweitig erläutert werden. Dies wird im Thema "Lokstatistiker, Kommerz und Kopienbeweise - Nachdenkliches" geschehen, da die zu machenden Ausführungen nicht in dieses Fachthema zur Baureihe 55 gehören.

von Ulrich Walluhn - am 03.11.2014 13:34
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