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Ulrich Walluhn

Lok 52 8159 vormals 52 3166 mit russischen Achsstellkeilen

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 07.03.2015 12:20

Bei der Auswertung weiterer Betriebsbuchkopien ist mir vor Tagen die Reko-Lok 52 8159 aufgefallen. Sie entstand 1966 aus der einige Jahre früher aus der Sowjetunion zurückgekehrten 52 3166 (TE-3166). Normalerweise und der "reinen Lehre" folgend haben alle 52.80 der Deutschen Reichsbahn bei Rekonstruktion Achsstellkeile deutscher Bauart bekommen. Auch sollen alle Lok Blechrahmen besessen haben. Aus den Nachforschungen des Anfang 2014 tragisch uns Leben gekommenen Michael Ziegeler wissen wir, dass es dennoch einige wenige 52.80 ohne Achsstellkeile gab und daß 52 8068 einen russischen Neubaurahmen abweichender Bauart und ebenfalls russische Achsstellkeile besaß.

Das Betriebsbuch der 52 8159 liegt mir als gute Kopie und eigene Anschrift (Archiv des Ministeriums für Verkehrswesen Berlin vom 20.11.1989) vor.

Lok 52 3166 (TE-3166) ist in der Tat die Ursprungslok 52 3166, allerdings unter russischer Reige stark verändert. Einzelheiten lassen sich den Betriebsbuchauszug entnehmen.

52 8159 war lange Zeit beim Bw Brandenburg stationiert. Ich kann mich an diese Maschine auch noch sehr gut aus der Zeit der sommerlichen Besuche bei Verwandtschaft in Kirchmöser (Eisenbahnersiedlung Kirchmöser-West) zwischen 1970 und 1976 erinnern. Eine tpyische 52.80 halt. Von den russischen Stellkeilen und einer TE-3166 wusste ich damals als Schüler freilich noch gar nichts. Michael Ziegler berichtete mir im Jahre 2012, daß diese Lok eine der wenigen Rückkehrer aus der Sowjetunion ist, die keine deutsche Achsstellkeile bekam. Ob dies schließlich ausschlaggebend dafür war, diese Lok 1986 abzustellen und bald darauf auszumustern anstatt wie andere mit Tauschkessel zu versehen und weiter zu verwenden, lässt sich heute nicht mehr sagen.

Interessant auch, daß das russische Übergabeprotokoll von 1962 als letzte Zwischenuntersuchung jene von 1957 nennt, die Hauptuntersuchung von 1960 aber verschweigt. Die nach 1957 durchgeführten Ausbesserungen und Zwischenausbesserungen zeigen allerdings, daß die Angabe, die Lok habe seitdem nur 625 Kilometer zurückgelegt, so nicht stimmen kann. Vermutlich bezieht sich diese Aussage auf die letzte Hauptuntersuchung von 1960.



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive 52 3166/52 8159:
=======================================================
Arnold Jung Jungenthal 1943/11177
Raw Stendal Nummer 311

Anlieferung: 08.08.1943
Abnahme: 11.08.1943
Gen-Urkunde: 05.04.1963 Halle (Saale)

Rückführlok aus der SU. Übergabe am 21.01.1962 in Gerdauen. Lok hat umgebauten Tender
K 2’2’T 34 (32) mit russischen Bauartänderungen. Letzte Z.U. 20.09.1957 (seitdem nur 625
Km!). Lok hat Achslagerstellkeile Bauart SU, einteilge Bremssohlen, Trofimoff-Schieber Bauart SU,
Zylindersicherheitsventile Bauart SU, Dampfkolben mit 3 Dichtringen, Kessel konserviert,
Rauchkammer geändert, drei Verdampfungsrohre in der Feuerbüchse, Schüttelrost, sichtbare
Wasserstände, Dampfpfeife Bauart SU, zwei Kesselsicherheitsventile und Abschlammrohre
Bauart SU, Feuertür geändert, zwei Strahlpumpen Bauart Friedmann, Dampfentnahmestutzen am
vorderen Kesselschuß, Lichtmaschine Bauart SU 1 KW 50 Volt. Tender Nummer 52 7730,
beide Drehgestelle mit verstärkten Tragfedern, Kohlentasten vergrößert (16 t). Notkuppeleisen,
Heizleitung, Funkenfänger und Prallblech fehlen. Kessel Nummer 81445.
Ausnahmegenehmigung zur Durchführung einer zweiten Z.U. aufgrund der geringen Leistung von
nur 625 Km und des sehr guten Allgemeinzustandes erteilt am 08.07.1963 durch MfV Berlin.
Ausnahmegenehmigung gültig bis 28.02.1966, es dürften keine Abstelltage angerechnet
werden.

28.01.63 – 28.02.63 Raw Stendal L 3 m.W.
01.03.63 – 15.05.63 Bw Wittenberg
16.05.63 – 28.05.63 Raw Stendal L 0 (21.831 Km)
29.05.63 – 18.04.64 Bw Wittenberg
20.04.64 – 19.11.64 Raw Stendal L 2 (61.509 Km)
20.11.64 – 01.02.66 Bw Wittenberg
02.02.66 – 02.03.66 Raw Stendal L 4 Rekonstruktion (177.825 Km)
03.03.66 – 04.10.67 Bw Brandenburg
05.10.67 – 25.10.67 Raw Stendal L 2 (308.247 Km)
26.10.67 – 10.11.67 Raw Stendal Nacharbeit L2
11.11.67 – 13.02.69 Bw Brandenburg
14.02.69 – 20.03.69 Raw Stendal L 3 (421.857 Km)
21.03.69 – 29.09.70 Bw Brandenburg
30.09.70 – 19.10.70 Raw Stendal L 2 (546.302 Km)
20.10.70 – 16.03.72 Bw Brandenburg
17.03.72 – 10.04.72 Raw Stendal L 5 (656.661 Km)
11.04.72 – 20.12.72 Bw Brandenburg
21.12.72 – 24.01.73 Raw Stendal L 7 (719.682 Km)
25.01.73 – 18.12.73 Bw Brandenburg
19.12.73 – 22.12.73 Bw Halberstadt L 0 (799.591 Km)
23.12.73 – 08.08.74 Bw Brandenburg
09.08.74 – 27.08.64 Raw Stendal L 5 (836.367 Km)
28.08.74 – 26.08.75 Bw Brandenburg
27.08.75 – 24.09.75 Raw Stendal L 6 (924.071 Km)
25.09.75 – 23.01.77 Bw Brandenburg
24.01.77 – 18.02.77 Raw Stendal L 5 (1.022.109 Km)
19.02.77 – 06.12.78 Bw Brandenburg
07.12.78 – 31.01.79 Raw Stendal L 7 (1.137.936 Km)
01.02.79 – 08.10.80 Bw Brandenburg
09.10.80 – 10.11.80 Raw Meiningen L 5 (1.230.467 Km)
11.11.80 – 01.04.81 Bw Brandenburg
02.04.81 – 16.04.81 Raw Meiningen L 0 (1.253.730 Km)
17.04.81 – 26.07.81 Bw Brandenburg
27.07.81 – 12.08.81 Raw Meiningen L 0 (1.257.278 Km)
13.08.81 – 18.11.81 Bw Brandenburg
19.11.81 – 23.12.81 Raw Meiningen L6 K7 (1.272.707 Km)
24.12.81 – 03.05.82 Bw Brandenburg
03.05.82 – 18.05.82 Raw Meiningen Nacharbeit L6
19.05.82 – 16.05.83 Bw Brandenburg
17.05.83 – 27.06.83 Raw Meiningen L 5
28.06.83 – 16.07.85 Bw Brandenburg
17.07.85 – 13.12.85 Bw Brandenburg L 0
14.12.85 – 15.09.88 Bw Brandenburg

17.05.86 abgestellt
22.12.86 Z-Lok
15.08.88 ausgemustert
...09.88 zerlegt im Stahl- und Walzwerk Brandenburg

Lok ausgemustert wegen Kesselschäden. Rauch- und Heizrohre sind verbraucht. Überhitzer
weitgehend verschlissen. Feuerbüchsdecke im Bereich der Schmelzpfropfen gerissen.
Rauchkammertür und Aschkasten verbraucht. Steuerung und Lauf- und Triebwerk weitgehend
verschlissen. Kessel ist auf Verwendung als Heizkessel zu untersuchen.

Kesselverzeichnis:
Hersteller F-Nummer Jahr Einbautag zuletzt eingebaut in

Skoda Pilsen 1465 1943 28.02.63 52 072
SMB Magdeburg 32894 1966 02.03.66 Neubaukessel
Raw Halberst. 147 1960 24.01.73 52 8003
SMB Magdeburg 31064 1962 24.09.75 52 8140
SMB Magdeburg 31091 1962 31.01.79 52 8008

Kesselstammbuch: VEB Schwermaschinenbau Magdeburg 1962/31091
Druckprobe: 25.08.1962 Magdeburg
28.11.1962 Stendal

04.12.62 - ........ 52 8069 (Raw Stendal/Raw Stendal)
27.11.74 - ........ 52 8008 (Raw Stendal/Raw Stendal)
31.01.79 - ........ 52 8159 (Raw Stendal)

14.10.68 Raw Stendal Langkessel vordere und hintere Pendelblechhalter
angenietet

Tenderstammbuch: VEB Schwermaschinenbau Magdeburg 1966/57
Bauart 2’2’T 30 Neubauwanne
Druckluftbremse Bauart Knorr, Dampfheizleitung, elektrische Beleuchtung.

12.10.66 - ........ 52 3216 (Raw Stendal)
07.11.75 - ........ 52 8060 (Raw Stendal)
18.02.77 - ........ 52 8159 (Raw Stendal)

Bauartänderungen:

28.02.63 Raw Stendal Achsstellkeile unverändert, Kuppelstangen rechts
und links mit Rechteckprofil unverändert, Achsla-
gerschalen haben radialen Sitz, Trofimoff-Schieber
angebaut
28.05.63 Raw Stendal Trofimoff-Schieber auf Schieber Regelbauart umge-
baut
02.03.66 Raw Stendal Mischvorwärmeranlage und Verbundmischpumpe Bauart
Berliner Bremsenwerk 250 Liter angebaut, Rußbläser
Bauart IfS angebaut, luftgesteuerte Abschlammven-
tile angebaut, Ölgefäße für Achslagerschmierung
komplett angebaut
20.03.69 Raw Stendal Läutewerk angebaut, Sicherheits-Fangbügel für
Bremszugstangen angebaut, Radsätze mit Heumann-
Lotter-Profil versehen
24.01.73 Raw Stendal Saugzuganlage Bauart Giesl eingebaut infolge Kes-
seltausch
24.09.75 Raw Stendal Saugzuganlage Bauart Giesl ausgebaut infolge Kes-
seltausch
31.01.79 Raw Meiningen Radprofil nach A-TGL 6080 hergestellt, Laufachse,
1.,4.und 5.Kuppelachse Spurkranzhärtung, Vollan-
strich ausgeführt

Betriebsbögen und Anlagenteil und Aktenstücke:

21.06.63 – 15.07.63 abgestellt warten Raw
10.12.63 – 18.04.64 abgestellt warten Raw
01.02.72 – 16.03.72 abgestellt warten Raw
20.07.74 – 08.08.74 abgestellt warten Raw
24.05.78 – 06.12.78 abgestellt in Reserve
10.05.81 – 26.07.81 abgestellt warten Raw
01.04.84 – 05.03.85 Heizlok
06.03.85 – 16.07.85 abgestellt warten auf Ersatzteile
14.12.85 – 31.12.85 Heizlok
01.01.86 – 31.01.86 Ausbesserung im Bw
20.02.86 – 16.05.86 Heizlok
17.05.86 – 30.06.86 Ausbesserung im Bw
01.06.86 – 31.12.87 abgestellt warten Raw



Hinzufügen möchte ich auch das Betriebsbuch der TE-3166. Diese Lok ist weit herumgekommen. Nach Zwischenuntersuchung 1946 in der Werkstatt Stanislau (später Iwano-Frankowsk) gelangte sie zunächst zum Depot Derbent der Orshonikidse-Eisenbahn nördlich von Baku, von dort 1948 nach Kischinjow (Kischinjower Eisenbahn) und weiter in den Bereich der Odessaer Eisenbahn in die Depots Beresowka, Odessa Towarnaja (Gbf.) und Christinowka, schließlich 1960 zur Litauischen (Kaliningrader) Eisenbahn und schlussendlich 1962 zur Deutschen Reichsbahn. Das Betriebsbuch konnte am 04.November 2006 in der Werkstatt Kaliningrad (Königsberg) ausgewertet werden.

Leider ist ein deutsches Erstbuch ab 1943 bisher nicht bekannt geworden.



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive TE-3166:
===============================================
Rahmen: Jung Germanii 19443 god Nomer 11177
Kessel: Jung Germanii 19443 god Nomer 11177 geändert in Nomer 81445

Anlieferung: ..........
Abnahme: 11.08.1943

Lok ist Ursprungslok 52 3166. Lok hat Blechrahmen.
Auf Buchdeckel: Ordschonikidse Eisenbahn, Kischinjower Eisenbahn, Odessaer Eisenbahn,
Odessa-Kischinjower Eisenbahn, Litauische Eisenbahn und unleserliche Radierungen.

...08.45 - ........ Janow-Poleksi (SWAT)
13.01.46 – 04.03.46 Werkstatt Stanislawow Z.U.
15.03.46 - ........ Depot Derbent
08.06.46 – 14.06.46 Depot Derbent Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
23.10.46 – 30.10.46 Depot Derbent Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
12.02.47 – 12.03.47 Depot Derbent Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
10.07.47 – 15.07.47 Depot Derbent Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
03.11.47 – 11.11.47 Depot Derbent Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
22.02.48 – 20.03.48 Depot Derbent Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Derbent
25.08.48 – 04.10.48 Werkstatt Kischinjow H.U.
04.10.48 - ........ Depot Kischinjow
13.02.49 – 23.02.49 Depot Kischinjow Ausbesserung
........ - ........ Depot Kischinjow
04.04.49 – 11.04.49 Depot Kischinjow Ausbesserung
........ - ........ Depot Kischinjow
...05.49 - ........ Depot Beresowka
08.07.49 – 15.07.49 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
02.10.49 – 22.10.49 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
05.01.50 – 11.01.50 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
01.04.50 – 08.04.50 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
23.06.50 – 30.06.50 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
30.09.50 – 07.10.50 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
12.12.50 – 23.12.50 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
08.02.51 – 14.02.51 Depot Beresowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Beresowka
18.04.51 – 06.07.51 Werkstatt Iwano-Frankowsk Generalreparatur
09.07.51 - ........ Depot Odessa Towarnaja
13.10.51 – 23.10.51 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
24.11.51 – 02.12.51 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
17.01.52 – 28.01.52 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
20.03.52 – 21.04.52 Depot Odessa Towarnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
06.06.52 – 11.06.52 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
23.08.52 – 02.09.52 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
30.11.52 – 08.12.52 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
23.02.53 – 16.03.53 Depot Odessa Towarnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
05.05.53 – 11.05.53 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
10.08.53 – 21.08.53 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
05.11.53 – 14.11.53 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
08.01.54 – 13.01.54 Depot Odessa Towarnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Odessa Towarnaja
16.03.54 – 01.05.54 Werkstatt Odessa H.U.!
04.05.54 - ........ Depot Christinowka
22.07.54 – 30.07.54 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
02.10.54 – 11.10.54 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
27.12.54 – 03.01.55 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
15.03.55 – 15.04.55 Depot Christinowka Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
07.07.55 – 19.07.55 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
24.09.55 – 03.10.55 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
08.12.55 – 14.12.55 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
25.02.56 – 03.03.56 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
23.05.56 – 16.06.56 Depot Christinowka Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
02.09.56 – 11.09.56 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
23.11.56 – 02.12.56 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
17.02.57 – 22.02.57 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
08.05.57 – 14.05.57 Depot Christinowka Ausbesserung
......... - ....... Depot Christinowka
08.08.57 – 20.09.57 Werkstatt Odessa Z.U.
23.09.57 - ........ Depot Christinowka
13.11.57 – 20.11.57 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
14.01.58 – 24.01.58 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
07.04.58 – 16.04.58 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
23.06.58 – 22.07.58 Depot Christinowka Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
04.10.58 – 11.10.58 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
16.01.59 – 25.01.59 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
31.03.59 – 09.04.59 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
02.07.59 – 23.07.59 Depot Christinowka Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
02.10.59 – 08.10.59 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
31.12.59 – 10.01.60 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
04.04.60 – 12.04.60 Depot Christinowka Ausbesserung
........ - ........ Depot Christinowka
15.08.60 – 30.09.60 Werkstatt Kaliningrad H.U.
02.10.60 - ........ Depot Tschernjachowsk
14.05.61 – 24.05.61 Depot Tschernjachowsk Ausbesserung
........ - ........ Depot Tschernjachowsk
08.08.61 – 13.08.61 Depot Tschernjachowsk Ausbesserung
........ - ........ Depot Tschernjachowsk
28.12.61 – 14.01.62 Werkstatt Kaliningrad Z.Ausbesserung

28.01.62 an Deutsche Reichsbahn Berlin über Station Gerdauen

Bauartänderungen:

04.03.46 W.Stanislawow Umbau auf 1524 mm Spurweite durch Radsatzwechsel,
halbautomatische Mittelpufferkupplung angebaut,
Matrossow-Bremse angebaut, 2 vertikale Strahlpum-
pen Bauart RS 11 angebaut, versuchsweise Überhit-
zer vergrößert und Rohrteilung geändert
04.10.48 W.Kischinjow automatische Mittelpufferkupplung angebaut, Ma-
torssow-Bremse umgebaut, Luftpumpe mit Peters-
Steuerung auf Zusammenarbeit mit Matrossow-Bremse
umgebaut, Rauchkammer geändert, Blasrohranlage ge-
ändert
06.07.51 W.Iwano-Frank. Sandanlage geändert, Wasserstände am Stehkessel
geändert, Schmiervorrichtung an Schieberkästen
geändert, 2 Dampfstrahlpumpen Bauart Friedmann F
250 angebaut, Trofimoff-Schieber angebaut, 3 Ver-
dampfungsrohre in Feuerbüchse eingebaut, Schüttel-
rost Bauart Lugansk angebaut, Lichtmaschine 1,0 KW
zusätzlich angebaut
20.09.54 W.Odessa 2 vertikale Dampfstrahlpumpen Bauart RS 23 ange-
baut
20.09.57 W.Odessa Dachfenster angebaut, Luftleitungen der Bremsan-
lage geändert
30.09.60 W.Kaliningrad Rußblaseanlage am Stehkessel angebaut, 2 Dampf-
strahlpumpen Bauart Friedmann F 250 angebaut,
Tauschkessel Nomer 81445 aufgebaut
14.01.62 W.Kaliningrad Umbau auf 1435 mm Spurweite

Antworten:

Ergänzung: Umspurung der 52 auf 1524 mm

Ich möchte bezüglich der Umsprung der Reihe 52 auf sowjetische Spurweite von 1524 mm eine Ergänzung beistellen. Bei Drehscheibe-Online finden wir hier
Russische TE Detailfotos
zwei interessante Fotos einer nummernmäßig leider unbekannten 52 (TE) vom User bengt. Er irrt leider, wenn er schreibt, die Radkörper seien von der Achswelle abgepresst und dann "verkehrt herum" wieder aufgepresst worden. Der obere Bild zeigt eindeutig, daß die Innenseite des Radkörpers weiterhin die Innenseite blieb. Zwischen Radnabe und Achslager befindet sich eine Bundscheibe (Distanzscheibe). Sie ist fest mit dem Achslager verbunden. Diese Bundscheibe war geteilt (auf dem Bild leider nicht erkennbar), um nach Demontage des Achslagers die Achse nach unten herausbauen zu können. Es war also bei der Umspurung nicht nötig, den Radkörper vollständig von der Achswelle abzupressen, sondern er wurde nach außen gedrückt. Und zwar bei dieser Lok weniger als die erforderlichen 45 mm, sondern offenbar nur um den halben Wert. Das unter Bild zeigt warum. Man versetzte den Radreifen ebenfalls nach außen. Hierzu musste dessen Befestigung auf dem Radkörper abgeändert werden.

Was erkennen wir noch auf den beiden sehr interessanten Fotos:

Das obere Bild zeigt die Achslagerschmierung, eindeutig eine Oberlagerschmierung. Dies ermöglichte die leichte Abschmierung ohne Untersuchungsgrube. An der im Bild fast nicht sichtbaren (hinteren) Flanke des Achslagers befindet sich der Achsstellkeil russischer Bauart. An der vordere Flanke erkennen wir einen Hilfskeil. Ganz ähnlich muss die Achslagerführung an 52 8159 ausgesehen haben.

Im unteren Bild erkennen wir zunächst die abgeänderte Aufhängung der Bremsklötze mit geknicktem Hängeeisen. Oben rechts sehen wir einen Teil des Schüttelrostes mit dessen Antriebsmechanismus. In der Mitte schließlich sehen wir die beiden Kuppelstangen zwischen Treibachse und vierter bzw. fünfter Kuppelachse. Die Stangen haben das typische Rechteckprofil und ein einfaches russisches Schmiergefäß sowie große und kleine (russische) Bundscheiben sowie Muttern mit Splintsicherung. Achswellenstumpf und Radreifen sind typisch weiß gestrichen. Dies war kein Selbstzweck, sondern diente der Erkennung von Rissen und Brüchen. Nebenbei ist ganz unten auch eine Schiene erkennbar, die stark abgefahren ist und 180 Grad gedreht in einem Nebengleis neue Verwendung fand.

von Ulrich Walluhn - am 07.03.2015 12:49
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