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Eisenbahnforum Ulrich Walluhn
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ulrich Walluhn

Mein fünfundzwanzigstes neues Eisenbahnbild

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 27.02.2016 12:47

Nach all den Wirren um die verrückt gewordene AFD in den letzten Tagen habe ich beharrlich mein nun fünfundzwanzigstes Eisenbahnbild vollendet. Es zeigt die 1908 erbaute westliche Richthalle der Eisenbahn-Hauptwerkstatt Erfurt ein Jahr später, also 1909. Wir sehen in Bildmitte den Rahmen einer preußischen T3 Tenderlok und schräg links darüber den dazugehörigen noch vollkommen unverkleideten Kessel. Die Rauchkammertür vorn fehlt, man kann auf die sogenannte Rohrwand sehen. Am großen Dampfdom in Kesselmitte fehlt der Deckel. Hinten am Kessel sind zwei Manometer, die Wasserstandsanzeige und der Regler noch nicht abgebaut. Hinter dem Fahrgestell stehen drei aus den Kesseln ausgebaute Feuerbüchsen aus Kupfer. Ganz vorn links ein Arbeit befindlicher Kessel mit teilweise angebauter Armatur und grün lackierter Verkleidung. Wir sehen an der Stehkesselrückwand den Wasserstandsanzeiger, die drei Probierhähne und das Reglergestänge und unten das Feuerloch ohne Feuertür. Zwischen diesem Kessel und dem Fahrwerk sehen wir von links nach rechts: Einen kleinen Luftbehälter, ein kleines Läutewerk, einen sogenannten Überhitzerklappenregler (Automaten), einen Satz Überhitzerrohre mit Dampfsammelkasten, eine Luftpumpe der damals neuesten Bauart Knorr mit Kühlripppen. Vorn rechts stehen zwei Hilfsfahrgestelle zum Transport der Kessel, ein kleines und ein großes. Oben im Bild sehen wir schließlich den (kleinen) Portalkran zum Abheben und Aufsetzen der Kessel. Das gesamte Gebäude dient als Kesselschmiede. Die hinteren großen Fenster zeigen zur Thomasstraße. Hinter der Wand links wurde im Jahre 1912 noch ein Anbau errichtet, der bis zur Rosengasse reicht. Das dargestellte Gebäude samt Anbau ist noch heute als Ruine vorhanden und sollte vor dem Abriss geschützt werden, denn es erinnert an die lange Epoche der Lokomotivausbesserung in Erfurt. Hier war nach dem Zweiten Weltkrieg das Kraftwagen-Ausbesserungswerk Erfurt (KBw) untergebracht. Seit über 20 Jahren liegt es nun still.

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