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Eisenbahnforum Ulrich Walluhn
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vor 11 Monaten
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Ulrich Walluhn

170 Jahre Eisenbahnhauptwerkstatt Erfurt - unsere Feierstunde am 19. September 2016 (Teil1)

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 20.09.2016 16:54

Nun endlich, nach mehrfachem Verschieben wegen Terminproblemen und ungünstigem Wetter, hat unsere Feierstunde zu 170 Jahre Hauptwerkstatt Erfurt am Ort des Geschehens am Montag, dem 19. September 2016 stattgefunden. Ich möchte mich ganz herzlich bei Karl Weigert für seine Unterstützung bei den Fotos bedanken. Dank geht auch an den kleinen Kreis des interessierten Publikums, die fast 2 Stunden ausgeharrt haben, um meinen Ausführungen zum Werden und Vergehen der Hauptwerkstatt Erfurt zu folgen.

Ich möchte zunächst - bitte nicht als unhöflich betrachten - meine eigene Präsentation vorstellen. Normalerweise lasse ich mich gar nicht fotografieren. Hier möchte ich im Interesse der Sache eine Ausnahme machen. Ich präsentiere meine gemalten Bilder an den Original-Schauplätzen. Dies war leider am Wasserhaus von 1846 nicht möglich, da der Zugang zum Innenhof nicht mehr gestattet wird.




Das erste Foto zeigt die Bilder Nummer 26 und 23 vor der östlichen Richthalle von 1876. Links im Bild meine aufgebrachte Anschrift. Darunter die Innenansicht der Richthalle (links) und die Außenansicht mit Lok ERFURT 1077 (rechts). Noch ist die Halle vorhanden, aber stark in Mitleidenschaft gezogen. Für eine dauerhafte Erhaltung ist es noch nicht zu spät.




Das zweite Foto zeigt einen Ausschnitt aus der letzten erhaltenen Seitenwand des Hufeisenbaues von 1846, also der ältesten Werkstätte in Erfurt und in Thüringen überhaupt. Links wiederum meine aufgebrachte Anschrift. Darunter die Bilder Nummer 3 und 18, also Lok ERFURT 4668 (links) mit einem Ausschnitt aus dem Hufeisenbau im linken Bildteil und Lok ERFURT 202 (rechts) auf der inneren Schiebebühne des Hufeisenbaues. Auch dieses Reststück ist stark dem Verfall preisgegeben. Es sollte in jedem Falle erhalten bleiben.




Das dritte Foto zeigt mich mit Bild 3, also nochmals der Lok ERFURT 4668, und zwar genau dort, wo in meinem gemalten Bild die doppelte Kreuzungsweiche erkennbar ist. Die Reste dieser Weiche sind im Foto unten gut zu erkennen. Der Gleisrest ist uralt und hat bis heute überdauert. Auch er sollte an dieser Stelle erhalten werden.




Das vierte Foto zeigt meine Anschrift an der westlichen Richthalle von 1908 zusammen mit den Bildern 5 und 25. Wir sehen Lok ERFURT 3824 (links) vor der Richthalle und das Innere der Richthalle (rechts) mit losen in Arbeit befindlichen Kesseln. Abgesehen vom teilweise eingestürzten Dach ist die Richthalle von 1908 samt Anbau von 1912 noch sehr gut erhalten. Auch sie darf nicht dem Abrissbagger zum Opfer fallen.




Das fünfte Foto schließlich zeigt Bild 27 vor der letzen erhaltenen Seitenwand des Hufeisenbaues von 1846. Wir sehen im Gemälde den alten Ringlokschuppen, der einst anstelle der westlichen Richthalle von 1908 stand, mit Lok ERFURT 546. Im Hintergrund des Bildes ist eben diese Wand mit eingezeichnet.




Das sechste Foto zeigt die Bilder 29 und 5. Also Lok ERFURT 154 auf der westlichen äußeren Schiebebühne des Hufeisenbaues (links) und wie bereits im vierten Foto Lok ERFURT 3824 (rechts) mit der gleichen Schiebebühne. Während Bild 29 die Bühne aus Richtung Thomasstraße (Neue Gasse) zeigt, schauen wir in Bild 5 direkt auf meinen Standort.




Das siebente Foto zeigt die Bilder 20 und 3 und ist abermals vor der letzten erhaltenen Wand des Hufeisenbaues erstellt. Wir sehen also Lok ERFURT 1709 (links) und erneut Lok ERFURT 4668 (rechts). Auf beiden Bildern sind Teile des Hufeisenbaues gezeichnet, die heute leider nicht mehr vorhanden sind. Sie wirken auf den Bildern recht klein und bescheiden. Schauen wir allerdings das Foto an, so erkennen wir, welche erheblichen Abmessungen die Halle insgesamt doch hatte.




Das achte Foto zeigt mich mit Bild 18, also Lok ERFURT 202 auf der inneren Schiebebühne des Hufeisenbaues, die sich in etwa dort befand, wo ich stehe. Das hinter mit zu sehende Gebäude ist erst hinzugekommen, als die Hauptwerkstatt bereits geschlossen war, also nach 1925, vermutlich gar erst nach 1945.




Das neunte Foto zeigt mich an der Thomasstraße (vormals Neue Gasse), also auf der "Rückseite" der Hauptwerkstatt. Ich stehe etwa da, wo sich einst das Kohlenlager befand. Bild 21 zeigt Lok ERFURT 1700 am Kohlenlager. Ich würde mich rechts im Hintergrund des Bildes befinden.




Das zehnte und letzte Bild dieser Serie zeigt genau den Ort, wo mich die Bundespolizei im Sommer 2016 festgenommen hat. Hierzu gibt es im Forum einen gesonderten Beitrag. Torzdem kann ich mir das Lachen einfach nicht verkneifen. Man hat aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Meine Anschrift prangt gut lesbar für alle Passanten an dem Nachrkriegs-Anbau, der direkt am Durchgang zwischen Thomasstraße und Direktionsgebäude liegt. Das war mir der ganze Ärger einfach wert.


Die hier genannten Bild-Nummern stimmen mit den Nummern "Mein .....tes neues Eisenbahnbild" in den Beträgen des Forums überein. Der Leser kann also die Beiträge einzeln aufrufen und die gemalten Bilder im Großformat ansehen, sowie die Erläuterungen und Fachinformationen zu den Lokomotiven entnehmen.

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