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Eisenbahnforum Ulrich Walluhn
Beiträge im Thema:
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ulrich Walluhn

Mein zweiunddreißigstes neues Eisenbahnbild

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 08.10.2016 13:00

Nun ist auch das 32-te Eisenbahnbild vollendet. Es zeigt die Lokomotive Hagans Fabriknummer 186 (Kessel Nummer 185) vor dem kleinen Verwaltungsgebäude der Firma in der Erfurter Kartäuser Straße. Wir schreiben den 16-ten August 1885. An diesem Tag wird besagte Lok ausgeliefert und mit dem typischen Hagans'schen zweiachsigen Transportwagen zum Erfurter Bahnhof verbracht. Noch fehlen die Pferde als Bespannung. Die Straße selbst hat noch kein Pflaster und befindet sich gerade im Umbau. Die neuen Gehwege sind bereits teilweise fertig.

Links im Bild sehen wir hinten den sogenannten Wehrturm (Wallturm) Nummer 7 am Pförtchen. Er wurde 1888 abgerissen und ragte weit in den Dalbergsweg hinein. An seiner Stelle befindet sich in etwa heute die Kreuzung Pförtchenstraße-Straße des Friedens-Dalbersgweg-Kartäuser Straße. Der alte Wallgraben (links mittig) ist bereits abgetragen. Rechts im Bild wie bereits erwähnt das alte kleine Verwaltungsgebäude der Firma Hagans, wo sich unten das Konstruktionsbüro und oben das Firmenarchiv befand. Ganz rechts angedeutet das große Tor zur Kartäuser Straße. Aus diesem wurden nur selten Lokomotiven herausgefahren, meist geschah dies auf dem gegenüberliegenden Dalbergsweg. Die Kartäuser Straße ist linksseitig noch überhaupt nicht bebaut. Dies geschieht erst beginnend mit dem Bau des Umflut-Kanals (1888 bis 1894) und der Pförtchenbrücke (1897). In Höhe des Malers entstand um 1902 die heute noch vorhandene Villa der Unternehmerfamilie Hagans.



Die Lokomotive selbst ist als CÖLN rechtsrheinisch 1790 in Betrieb gekommen, wurde zum 01.04.1895 in CÖLN 1783 und schließlich 1906 in CÖLN 6123 umgezeichnet. Später trug sie die Reichsbahn-Nummer 89 7052. Als solche ging sie am 18.01.1927 vom Bw Gleiwitz (Rbd Oppeln) als Werklok zum Raw Gleiwitz Lokwerk über. Hier verliert sich ihre Spur. Unsere Lok gehört zur ersten Bauform der preußischen Normallok Gattung T3. Sie trägt hinter dem Schornstein einen Regleraufsatz, gut erkennbar am außen entlanglaufenden Dampfeinströmrohr zum Zylinder. Hinter dem Aufsatz sehen wir den Sandkasten und hinten auf dem Stehkessel die beiden Sicherheitsventile der Bauart Ramsbottom in querstehender Ausführung. Die Steuerung ist in altbewährter Manier nach Bauart Allan-Trick ausgeführt. Die Gegengewichte der drei Kuppelradsätze sind eingenietet. Als Bremseinrichtung ist lediglich eine einfach Handbremse einfach wirkend auf die letzte Kuppelachse vorhanden. Ansonsten entspricht diese Lok den damals üblichen preußischen Normalien.

Antworten:

Ein Hinweis in eigener Sache

Da in der Eisenbahnfan-Szene infolge der Schwatzhaftigkeit vieler Akteure nichts unter der Decke bleibt, möchte ich dem geneigten Leser mitteilen, dass ich natürlich in Zukunft nicht nur Bilder und gemalte Bilder einstellen werde, sondern ganz sicher auch wieder wie gehabt Betriebsbuchauszüge und Lokomotiv-"Lebensläufe". Das Fehlen solcher neuer Auszüge hat einen ganz einfachen Grund: Wir werden alle jeden Tag älter, und Familienangehörige werden auch richtig alt. Ich habe im Moment zwei Pflegefälle zu betreuen, was mir erheblich Zeit kostet. Diese Zeit fehlt auch für das Eisenbahnforum. Es ist also nicht so, dass ich mich gewissen Herrschaften gebeugt haben, die in anderen Foren des Internet mein(t)en, meine Ausarbeitungen würden nichts taugen, seien unglaubwürdig, wären zum Schaden der "serösen" Fachwelt usw. Diese Form von Unrat lasse ich mit großer Gelassenheit an mir vorbeischwimmen. Also liebe Leute, freut Euch. Spätestens 2017 werde ich mit neuen Veröffentlichungen zum Thema hier hervortreten, ebenso im Kritischen Eisenbahnforum.

Mit den besten Grüßen zum Sonnabend.
Ulrich Walluhn

von Ulrich Walluhn - am 08.10.2016 13:41
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