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Eisenbahnforum Ulrich Walluhn
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vor 3 Wochen, 2 Tagen
Letzter Beitrag:
vor 4 Tagen, 16 Stunden
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Karl Weigert, Ulrich Walluhn, PK*

Sutton Verlag - Die Straßenbahn in Erfurt

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 03.05.2018 09:55

Vor wenigen Wochen erschien im Erfurter Sutton-Verlag ein etwa 120-seitiges Buch im Format A5 über die Straßenbahn in der Stadt Erfurt. Die beiden Autoren Christian Meinelt und Peter Kalbe können gegensätzlicher nicht sein. Während Herr Kalbe als hervorragender Kenner mitteldeutscher Straßenbahngeschichte bekannt geworden ist, der immer wieder durch profundes und tiefgründiges Fachwissen besticht, sich im klaren und geschliffenem Deutsch verständlich machen kann und seine Kapitel logisch aufbaut, ist Herr Meinelt ein absoluter Neuling mit leider erheblichen Defiziten. Schon beim ersten flüchtigen Lesen fällt auf, dass die geschliffen wirkenden Texte des Peter Kalbe in misstönigem Gegensatz zu denen des Christian Meinelt stehen. Als Beispiel mögen die Seiten 46 und 47 stehen, auf denen Herr Meinelt gleich dreimal mit der Wortgruppe „in Größenordnungen“ herumjongliert und dabei die hohe Zahl der Tatra-Fahrzeuge der EVB bzw. EVAG meint. Gutes Deutsch schaut anders aus. Ich werde drauf zurückkommen.

Herr Kalbe übt sich in den Fan-Kreisen in allgemeiner und höflicher Zurückhaltung, wie mir aus guten Quellen bekannt ist. Herr Meinelt pflegt im Gegensatz dazu eine, na sagen wir, etwas nassforsche Art und wird in seinen Kreisen mittlerweile als „DER Erfurter Straßenbahn-Experte“ gehandelt. Ende 2017 hat er mich – ich habe seit vielen Jahren aus guten Gründen keinen Kontakt mehr zu Herrn Meinelt – in aller Öffentlichkeit mehrmals als so wörtlich „Möchtegerne-Historiker“ eingestuft. Dies will ich in keiner Weise kommentieren. Mir scheint die Erwähnung dieses „Sachverhaltes“ im Hinblick auf die Beurteilung des gesamten zu besprechenden Werkes und seiner Einordnung in den Gesamtkontext Erfurter Straßenbahngeschichte jedoch wichtig.

Beim Aufschlagen sticht sofort das vordere Einband-Bild ins Auge, offensichtlich ein Scan eines analogen Papier-Farbbildes mit völlig überzogener digitaler Schärfen-Nachbearbeitung (man beachte die vielen kleinen weißen Pixel, ich bezeichne sie als Pickel oder Pocken, deren Entstehung mir sehrwohl aus eigener Arbeit bekannt ist, digitales Lehrgeld dieser Art habe ich 2017 reichlich mit Papier-Scans gezahlt). Die Farben sind flach, vorn eine Lichtspiegelung, deren Herkunft Rätsel aufgibt, hinzu stürzende Linien, nichts ist korrigiert. Man hätte einen Scan vom Farbnegativ versuchen sollen, professionell mit 9000 Dpi. Gleiches gilt für das hintere Einband-Bild, das den Eindruck wie aus dem DDR-Secam-Farbfernsehen (Buntfernsehen) macht, böse angeschnitten und stark stürzend ist. Hier hätte ebenfalls ein professioneller Negativ-Scan mit kluger Nachbearbeitung durch einen Fachmann gut zu Gesicht gestanden. Das Foto auf Seite 5 erscheint völlig daneben und alles andere als geglückt, das gesamte Seitenlayout ist buchstäblich versaut.

Ab Seite 9 beginnt ein langer Abschnitt „Von den Anfängen zur Wiedervereinigung“. Eine solche plumpe Gliederung ist einfach neben der Spur und fachlich unsinnig. Wenn dann hätte es „....bis zur Wiedervereinigung“ heißen müssen. Schlechtes Deutsch schon in der Überschrift.... Ab Seite 55 lesen wir das zweite Kapitel „Von der Straßenbahn zur Stadtbahn“. Das mag akzeptabel sein. Seite 69 hat mich herzhaft lachen lassen: „Die letzten hochflurigen Jahre“. Darauf wäre ich nie gekommen. Hochwässrige Jahre ja, regenreiche Jahre ja auch, aber bitte was sind hochflurige Jahre? Jahre, in den die Flure (Felder oder Treppenhäuser) hochgelegt sind? Was für ein Deutsch! Die letzten Betriebsjahre mit hochflurigen (Tatra-)Fahrzeugen hätte es in gutem Deutsch heißen müssen. Hier hat Herr Kalbe auf seinen Schützling Meinelt offenbar nicht aufgepasst, wie auch im vierten Kapitel ab Seite 109 „Niederflurrein in die Zukunft“. Dort habe ich tief Luft holen müssen. Nein das hätte dem Verlag nicht durchrutschen dürfen. Vorwärts immer – rückwärts nimmer. Und porentief rein, so sagte Clemente immer in der alten Werbung.

Das ganze Buch macht nach einem ersten Querlesen den Eindruck, schnell und lieblos zusammengeschustert zu sein und wird nur durch Passagen und Abschnitte aus der Feder des Peter Kalbe einigermaßen hoch gehalten. Keine Fahrzeuglisten, die Verleibe der Erfurter Tatra KT 4 D sind nur oberflächlich angerissen. Die Bildunterschriften (zum Beispiel Seite 117 oben) sind schlecht formuliert, unüberlegt und durch Außenstehende teilweise nicht zu verstehen. Schlechte Bild- und Seitenaufteilung tut ein übriges, wie auf den Seiten 18/19, 20/21, 22/23, 42/43 oder 44/45. Haufenweise „Handtuchbilder“ anstatt besserer 9x12 Formate tragen weiter zu einem unglücklichen Gesamteindruck bei. Der Druckqualität an sich kann ich die Note 2 (gut) geben.

Ich möchte zu Einzelbeispielen kommen, die ich so nicht durchgehen lassen kann. In einigen Fällen haut „DER Große Straßenbahn-Experte“ Meinelt völlig daneben. Also:

Schon Seite 9 stellt die Gretchenfrage: Pferdebahnbetrieb und elektrischer Betrieb. Was ist Umbau und was nicht. Wagen 22 soll ein umgebauter Pfedebahn-Beiwagen sein. Mitnichten, Herr Meinelt. Aus den mir vorliegenden umfangreichen Akten geht hervor, dass Wagen 22 zwar buchmäßig aus dem Pfedebahnwagen 10 (in Worten zehn, nicht aber 22!) hervorging, aber eben nur buchmäßig. Möglicherweise sind einzelne Elemente dieses alten Wagens 10 aber auch anderer Pferdebahn-Beiwagen eingeflossen, etwa Teile der Inneneinrichtung, die Grundsubstanz aber ist ein Neubau. Als Umbauzeitraum wird der 12.09.1894 bis 24.09.1894 in der Werkstatt Erfurt Magdeburger Straße genannt, ein Zeitraum, der für einen wirklichen Umbau viel zu kurz ist. Pferdebahnwagen 10 wurde am 05.05.1883 in der Werkstatt Erfurt Magdeburger Straße abgenommen und besitzt den Rahmen Scania zu Randers auf Jütland Fabriknummer 5333 und wurde mitnichten bei der Waggonfabrik Falkenried erbaut. Alles Unsinn, Herr Meinelt. Der neue Wagen 22 hat einen Beschaffungspreis vom 11.315,- Reichsmark, auch dies deutet auf einen echten Neubau. Für einen Umbau ist dieser Preis viel zu hoch. Die Abnahme erfolgte am 13.10.1894 in der Werkstatt Erfurt, die Lieferung auf Vertrag vom 14.07./06.09.1893 mit der Union Electricitäts Gesellschaft Berlin Holtmannstraße 32. Das Fahrgestell ist ein Neubau der Bauform Mc Guire General Electrics mit verlängerten Endplattformen und besitzt zu Anfang nur einen Fahrmotor mit 13,2 KW Leistung. Wagen 22 ist am 20.04.1925 abgestellt und am 22.09.1925 ausgemustert worden. Ich will es hierbei zum Wagen 22 bewenden lassen, könnte jedoch zu ihm viele weitere Ausführungen – etwa bezüglich der Umbauten - machen. Sei es drum. Nochmals in einem Satz: Wagen 22 nicht ex. Pferdebahnwagen 22 und kein Umbau, sondern ein Neubau unter Verwendung von Teilen des Pferdebahnwagens 10 und vermutlich weiteren.

Auf Seite 10 geht es munter weiter. Wagen 57, erbaut AG für Eisenbahnbedarf Waggonfabrik Weimar 1912 Fabriknummer 56 (mechanischer Teil) und AEG Berlin 1912 Fabriknummer 1221 (elektrischer Teil). Abnahme am 15.02.1912 in Werkstatt Erfurt Magdeburger Straße. Der Wagen war im Zeitraum 1912 bis 1914 Versuchswagen mit Achslagern und Motorlagern aus Speziallegierung. Meinelt schreibt, der Wagen sei nach 1945 nach Mühlhausen gegangen. Völlig falsch! Der Wagen 57 brannte am 09.01.1934 im Erfurter Stadtgebiet aus und wurde am 10.04.1935 mit der Begründung „Nicht wieder aufbaufähig“ ausgemustert. Restteile des Fahrgestells waren bis 1947 im Depot Magdeburger Straße eingelagert. Die Waggonfabrik Adolf Krüger in Erfurt baute 1934 (ohne Fabriknummer) einen neuen Wagen Nummer 57 II. (vermutlich unter Zulieferung von Teilen anderer Waggonfabrikanten), die elektrische Ausrüstung lieferte AEG Berlin Werk Tegel (ohne Fabriknummer). Der Wagen ist am 10.01.1935 in der Werkstatt Erfurt Magdeburger Straße abgenommen und hatte nichts mehr mit dem alten Wagen 57 I. gemein, außer die Wiederverwendung von Teilen des alten Rahmens unter Einbau von 2 neuen Fahrmotoren je 46 KW Leistung. Dieser Wagen 57 II ist am 21.03.1961 HU-fällig abgestellt und später nach Mühlhausen abgegeben worden. Nochmals in einem Satz: Es gab zwei völlig unterschiedliche Wagen mit der Nummer 57, der erste brannte 1934 aus, der zweite ging 1961 nach Mühlhausen.

Schließlich Seite 12, die nächste Gretchenfrage, betreffend den ursprünglichen Wagen 64. Ihn gab es nur bis 1938. Erbaut wie Wagen 57 in Weimar 1912 unter Fabriknummer 63 (mechanischer Teil) und AEG Berlin 1912 unter Fabriknummer 1228 (elektrischer Teil), Abnahme am 29.06.19212, ging er Anfang 1938 außer Betrieb. Sein Rahmen fand später unter Wagen Nummer 50 II. neue Verwendung. Bis zum 18.05.1938 baute die Werkstatt Erfurt unter eigener Fabriknummer 38 den Wagen 68 II. mit fabrikneuem Rahmen mit dreiachsigem Fahrgestell von Firma Westwaggon Köln Bauart Buchli mit mittlerer Vereinslenkachse (sogenanntes Buchli-Dreiachs-Lenkgestell) und zwei neuen Fahrmotoren Bauart US 253 je 34 (später USL 513 je 56) KW Leistung. Das untere Bild auf Seite 12 zeigt diesen neuen Wagen, nebenher bemerkt ohne Angabe des Urhebers. Dieser ist Georg Hey in Weimar (heute 93 Jahre alt), dessen Negative ich in den 1990-er Jahren alle zum Schwarzweißabzug bei mir hatte und deren Abzüge ich an drei Straßenbahnfreunde gab, von denen (mindestens) einer wohl nichts eiligeres zu tun hatte, sie schnell unter den Fans breit zu verstreuen. Und wieder lese ich im Text „Perron-Verglasung“, das ist technischer Unsinn. Die Endplattformen wurden fest mit Rahmen und Blechen umbaut und an der Front und den Seiten mit klassischen Glasscheiben versehen. Das hat nichts mit simpler Verglasung zu tun. Wagen 64 baute die Firma Adolf Krüger in Erfurt gemeinsam mit der Werkstatt Erfurt vom 15.03.1927 bis 13.06.1927 um, also nicht bereits 1926, sondern ein Jahr später. Ich möchte beispielgebend die zahlreichen Umbauarbeiten am Wagen darlegen: Umbau auf geschlossene Endplattformen bei Firma Waggonfabrik Krüger Erfurt, Außenanstrich weiß mit schwarzen Zierstreifen, Fahrgestell mittelgrau. Einbau elektrischer Widerstandsbremse. Einbau Vierklotzbremse (Spindelhandbremse geändert). Abänderung aller Trittstufen zur leichteren Begehbarkeit der Endplattformen. Versuchsweise Brems-Fahrschalter Bauart Secheron S. A. Genf mit Kammerkontakten und zwangsläufiger Nockenscheibenbetätigung mit Funkenfängerplatten und Fächer-Isolatoren und Abschaltapparat für Kurzschlussbremse (Vermeidung der Motorüberlastung) von Firma Albert Thode & Co,. Hamburg-Billbrook Liebigstraße 33, Spezialfabrik für Straßen-, Grubenbahnen, Krananlagen und Eisenbahnbedarf sowie Fabrikbahnen und Waggonbau angebaut, 2 neue Fahrmotore US 253 je 34 KW Leistung eingebaut, einheitliche Heizungen mit Heizleistung 750 Watt mit Rippenheizkörper Nr. 727/28 von Firma Albert Thode & Co., Hamburg-Billbrook Liebigstraße 33, Spezialfabrik für Straßen-, Grubenbahnen, Krananlagen und Eisenbahnbedarf sowie Fabrikbahnen und Waggonbau eingebaut, Heizkupplung für Beiwagen angebaut.

Ja, hier erhebt sich für den Leser ganz sicher (nochmals) die Frage, wie das mit dem Möchtegerne-Historiker ist....

Machen wir auf Seite 21 mit dem bekannt-berühmten Wagen 50 II. (der sogenannten Puppenstube) weiter. Auch hier bohrt der Autor Meinelt ein verdammt dünnes Brett. Wagen 50 II. ist ebenfalls von Firma Adolf Krüger Erfurt 1938 (ohne Fabriknummer) erbaut, der elektrische Teil stammt abermals von AEG Berlin Werk Tegel 1938 (ohne Fabriknummer). Abnahme 28.04.1938 in Werkstatt Erfurt Nordhäuser Straße, Beschaffungspreis 22.636,84 Reichsmark. Es wurde das alte Fahrgestell des Wagens 64 (64 I.) verwendet. Die Firma Krüger war kein Metallbaubetrieb und konnte daher keine eigenen Fahrgestelle produzieren. Eine Einzelstück-Beschaffung verkürzte Bauart Gotha für die Strecke Lange-Brücke-Kettenstraße mit ihren äußerst engen Gleisradien. Die erhalten gebliebene Vorkriegs-Werkkarte vermerkt: Neuaufbau auf Fahrgestell Triebwagen Nr. 64 mit vollständig neuen Aufbauten. Verkürzte Bauart Gotha mit nur 3 Seitenfenstern. Außenanstrich weiß mit schwarzen Zierstreifen, Fahrgestell mittelgrau. Elektrische Ausrüstung Bauart AEG Berlin 1938 sofort auf 640 V eingerichtet. Geliefert mit Alberkupplungen anstelle Trichterkupplungen. Heizung mit Temperaturregler. Fahrgestell bei Gothaer Waggonfabrik umgebaut. Abfederung mit Schraubenfedern anstelle Blattfedern.

Auf der Seite 44 findet sich ein weiterer Fehler. Der heute noch im Betrieb stehende Arbeitswagen 15 ist nicht aus Wagen 87 sondern aus Wagen 86 der Straßenbahn Gotha umgebaut. Seine Abnahme erfolgte am 07.11.1969 in der Werkstatt Erfurt. Seine alten Unterlagen aus DDR-Zeiten sind komplett erhalten und haben unbestechliche Beweiskraft.

Und auch Seite 45 fällt mit einem Fehler auf. Das gezeigte Bild kann nicht 1980 aufgenommen sein, denn auch zum Arbeitswagen 12 sind die alten Unterlagen aus DDR-Zeiten vorhanden. Er wurde 1978 bis 31.03.1979 aus Beiwagen 233 III. zum Fahrleitungsrevisionswagen mit hydraulischer Hubbühne umgebaut und am 30.03.1987 HU-fällig abgestellt. 1980 war er somit längst fertiggestellt.

Schließlich noch ein Beispiel auf Seite 61. Tatra-Wagen 426, abgestellt am 06.04.2000 und ausgemustert am 30.04.2000. Sein Betriebsbuch ist leider nicht auffindbar und vermutlich vernichtet. Der Wagen wurde vom 18.04. 2000 bis 25.04.2000 in der Hauptwerkstatt II Nordhäuser Straße durch Firma Elli Fialkowski Autoverwertung, Abriss, Betriebsräumung in 99428 Niederzimmern Am Stausee 1 zerlegt.

Absatz.

Lassen Sie mich, hochverehrter Leser, nun auf einige Textstellen eingehen, die einer Erwähnung wert sind. Auffallend ist zunächst die Häufung der sogenannten „wurde-Sätze“: Es wurde gebaut, es wurde eröffnet, es wurde.... Was für ein liebloses, einfallsloses Beamtendeutsch.

Seite 6 oben: Was für ein Lapsus, wie hochnotpeinlich. Eine einzelne zusammenhangslose Wortgruppe. „Seite gegenüber dem Schmutztitel.“ Wie bitte, dem Schmutztitel? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Vor 25 Jahren gab es ein Buch, in dem an ähnlicher Stelle ein Text platziert war in dem es „Wiesenburg in Saxxen“ hieß. Absicht oder Versehen?

Seite 32 aber auch andere: Falsche Verwendung des Plusquamperfekts, der vollendeten Vergangenheit „...worden war“. Überall wäre einfache Vergangenheitsform (Perfekt) richtig gewesen, oder so: „... die der VEB Waggonbau Gotha entwickelt hat.“ Auf Seite 33 finden wir gleich dreimal „worden war“. Der Autor Meinelt scheint in seiner Kindheit und Jugend im Deutschunterricht ein wenig geschlafen zu haben.

Seite 33 oben: „..... als Reserve zurückgehalten.“ Nein, Herr Meinelt, als Reserve vorgehalten muss es heißen. Vorgehalten, nicht zurückgehalten. Ein scharfer Bullterrier wird zurückgehalten, ein Fahrzeug jedoch vorgehalten. Und schließlich der letzte Satz dieser Seite: „Er war ursprünglich für historische Zwecke vorgesehen gewesen.“ Das Wort gewesen ist überflüssig, denn er war nicht gewesen, sondern ursprünglich vorgesehen.

Deutscher Sprach – schwerer Sprach.

Seite 46 und 47: „in Größenordnungen“ gleich dreimal, und gleich dreimal falsch. Es hätte heißen müssen in großer Zahl oder in großer Anzahl. Die Tatra-Wagen wurden auch nicht in Größenordnungen verkauft, sondern in mehreren Einzelstücken. Schließlich heißt es nicht „.... waren entbehrlich geworden“ sondern waren entbehrlich. Und falsch ausgedrückt auch „Besonders in den Erfurter Plattenbausiedlungen kamen diese Einheiten zum Einsatz“. Es hätte richtig heißen müssen „.....auf den Linien von und zu den Plattenbaugebieten....“, denn die Wagen kreiselten nicht wie auf einer Spielzeugeisenbahn im Plattenbaugebiet herum.

Seite 55: Der Wagen 403 wurde aus technischen Gründen abgestellt. Wie bitte? Abstelltag ist der 29.10.1990 bedingt durch einen Unfall. Zudem wäre eine Hauptuntersuchung nach Fristverlängerung in Bälde fällig gewesen (letzte HU am 27.03.1984, Stelltag nach 12-monatiger Verlängerung wäre der 27.03.1991 gewesen, da die Zeitfrist von HU zu HU damals noch 6 und nicht 8 Jahre betrug). Man war sich lange nicht klar, was mit dem Fahrzeug werden solle. Ausmusterung erst zum 01.04.1996. Und dann nach Prora. Was heute ist mit Wagen, ich auch nicht wissen, guckst du..., vielleicht geklaut von Clever-Bande und heute in Kümmeltürkei.

Seite 79 sinngemäß: „... vom Hauptsitz der EVAG Magdeburger Allee ist heute noch eine Abstellfläche vorhanden...“. Nein, nicht vom Hauptsitz, sondern vom Straßenbahndepot an sich. Ausdruck Note 5, Herr Meinelt. Und wo bitte war der Nebensitz, wenn es einen Hauptsitz gab? Der Autor meint den Sitz der Verwaltung der EVB, später EVAG.

Seite 81: Die russische Stadt heißt nicht Pyartigorsk sondern Pjatigorsk, übersetzt Pjatch = Fünf und Gora = Berg, also Fünfbergen. Hier musste ich lachen und an einen ähnlichen Lapsus denken: Schaitschnorin statt Shitomir.

Seite 91: „...Linieneinsätze von 20-Meter-Combinos sind recht selten....“ Unsinn. Abermals Ausdruck Note 5, Herr Meinelt. 20-Meter-Combino fahren täglich im Linieneinsatz. Es hätte richtig heißen müssen „Linieneinsätze von Solo-Combino 20 Meter...“ Solo. Solo heißt einzeln, Herr Meinelt. Oder auch Mono. Duo heißt doppelt, Trio heißt dreifach. Und noch ein Scherz hinterher. Der Plural von Combino heißt Combini, denn das Wort ist lateinisch wie etwa Bambino – Bambini, Fiasko – Fiaski oder Caruso – Carusi oder Domino – Domini.

Seite 101: Das Wort Ersatzreaktivierungen gibt es nicht, wie es auch keinen „Weißen Schimmel“ gibt. Es heißt Ersatz oder Reaktivierung. Oder und nicht und, Herr Meinelt. Und weiter lesen wir unten zum Wagen 21„ ....als Teil der Erprobung der erhöhten Betriebsspannung zum Roten Berg, wo er hier zu sehen ist.“ Wie bitte? Was will der Autor uns hier sagen? Der Wagen 21 ist Teil der Erprobung der erhöhten Betriebsspannung zum Roten Berg? Steht jetzt der Rote Berg unter Strom oder wie? Es tut mir leid, dieser Satz erschließt sich mir auch nach zehnmaligem Lesen einfach nicht. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu dumm, den Sinn zu begreifen.

Seite 102: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Schienenschmieranlagen der Wagen 628 und 650 bis 656 und der geklebten Werbung. Keiner dieser Wagen hatte je einen Vorrang als Werbeträger.

Seite 109: „Abseits des planmäßigen Verkehrs....“. Nein, Herr Meinelt, es muß heißen außerhalb und nicht abseits. Abseits des planmäßigen Verkehrs in Erfurt liegt zum Beispiel die Müllhalde oder das Tierhheim.

Seite 113: Was bitte ist ein GELENBKBUS? Das hätte wohl GehlenBKBus heißen müssen. Also ein Gehlen-Bundesnachrichtendienst-Kontroll-Bus.

Seite 115: „Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge erfüllt noch heute ihren Dienst.“ Oh weh, die armen durchgesägten Fahrzeuge. Die Hälfte des Fahrzeugparks aus Erfurt, so hätte es heißen müssen.

Soweit ein kurzer fachlicher Streifzug durch das neue Straßenbahn-Buch. Für den normalen Bürger, der sich einen Überblick über die Erfurter Straßen- und Stadtbahn verschaffen will, genügt es freilich. Oder doch nicht? Im ganzen Werk keine einzige Fahrzeugliste. Wie soll ein Außenstehender da verstehen....? Es ist immer wieder erstaunlich, was selbsternannte Fachmänner ohne jede technische Ausbildung alles schriftlich von sich geben. Immer wieder erstaunlich.

Sehr nachdenkliche Grüße. Ulrich Walluhn.

Antworten:

Man hatte doch von Anfang an gehoft nach dem es lange kein neues Buch über die Erfurter Strasssenbahn gab, das es doch sehr informativ ist, was aber leider nicht der Fall ist. Sondern doch nur mit Bildern belegt ist, was zum Teil keine neuen Ergebnis bringt. Selbst nur wen man sich mit den Bildbeschriftungen etwas mehr Mühe gegeben hätte und genauere Info's bzw. Angaben gemacht worden wäre.


Hier habe ich einige Link`s zu Beiträgen mit Bildern hier im Forum


Abschied von der Tatra-Straßenbahn in Erfurt

Ehemalige Erfurter Tatra`s

Ehemalige Erfurter Tatra`s Teil 2

Erfurter Straßenbahnen

Erfurter Straßenbahnen Teil II

#

Erfurter Busse bei der EVAG

Erfurter Busse bei der EVAG II



Karl Weigert

von Karl Weigert - am 04.05.2018 16:02

Nochmals: Sutton Verlag - Die Straßenbahn in Erfurt

Es kranken heute leider sehr viele Druckwerke daran, oberflächlich zu sein. Die Verlage haben große Scheu, tief ins Fachwissen zu gehen und kontern oftmals mit dem Argument "Sowas liest dann keiner." Der allgemeine Rückgang der Verkaufszahlen bei Eisenbahn- und Straßenbahn-Literatur hat meines Erachtens mehrere Ursachen:

1. Die Präsenz des (schnellen) Internets und seiner abermillionen Webseiten,
2. das langsame "Aussterben" der Interessenten, die oft schon weit über 60, 70 oder 80 Jahre alt sind,
3. das Fehlen von genügend Nachwuchs für diese Themen,
4. der allgemeine Trend in dieser Gesellschaft, immer oberflächlicher und hektischer zu werden (da hat Lesen einfach keinen Platz mehr).

Inwieweit das Argument "Sowas liest dann keiner." stimmt, ich weiß es nicht. Tatsache ist allerdings, dass wirklich tiefgründige Fachliteratur - etwa auf dem Nievau des Niederstrasser-Leitfadens für Dampflokkunde - von nur einem kleinen Leserkreis gekauft und gelesen wird. Daraus resultieren Kleinstauflagen, die sich für Verlage einfach nicht lohnen.

Trotzdem: Auch ich denke, der SuttonVerlag hat eine Chance auf ein wirklich gutes Buch vertan. Leider. Schade. Ein geplanter Nachfolgeband wird unter dem Autor Christian Meinelt vermutlich nicht besser ausfallen.

von Ulrich Walluhn - am 09.05.2018 14:20
Dies ist selten das man glück hat das meine eine Überführung zu sehen bekommt, wie hier gerade eine fahrt vom Depot-Betriebshof Urbicher Kreuz zum Depot-Betriebshof Nordhäuser Straße-Donaustraße. Hier kann sehen das ein Fahrwerk eines Combinos überführt wird. Zu welchen es gehört lässt sich natürlich schlecht sagen.





Tw 530, Rieth-(ehem. Völkerfreundschaft9-Mainzer Straße 09.05.2018, ČKD Praha Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, ehem. Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow KT4D-C 177068 / 1987


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 09.05.2018 18:54
An einen ruhigen Tag am Erfurter Fischmarkt gesehen und auch zugleich im Bild festgehalten.



Atw 2 III u. Abw 15, Fischmarkt 01.03.2009, ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156981 / 1968, ex Tw 140 Erfurt, ex Tw 827 Halle (Saale),
Fahrwerk ex Bw 86 Gotha / Waggonfabrik Gotha AG 1928 (gekürzt)


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 11.05.2018 15:26
Der Atw 3 V, Bw 274 III und die Lore Abw 15 sind immer noch heute zum Teil unterwegs in der Stadt. Man kann sie immer wieder antreffen wen sie im Einsatz sind.



Atw 3 V Bw 274 III, Betriebshof-Depot Erfurt-Südost Urbicher-Kreuz-Am Urbicher Kreuz 26.09.2015,
ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156.912 / 1967, ex Tw 37 Gotha, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62765 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Atw 3 V u. Abw 15, Domplatz 04.02.2007, ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156.912 / 1967, Fahrwerk ex Bw 86 Gotha / Waggonfabrik Gotha AG 1928 (gekürzt)


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 13.05.2018 08:20
Es gibt einige historische Fahrzeuge im Fuhrpark bei der EVAG Erfurt, die immer wieder unterwegs sind wenn sie von privat angemietet wurden oder auch im Einsatz sind bei Veranstaltungen in der Stadt Erfurt. Sie wurden aus andren Städten übernommen und versehen ihren Dienst nun in Erfurt.



Bw 275 II, Wendeschleife Stunzengasse-An den Graden 22.04.2006, VEB Luft- und Kältetechnik Gotha 001 252 / 1969, ex Bw 76 Gotha





Bw 275 II, Betriebshof-Depot-Straßenbahnabstellhof Magdeburger Allee 06.06.2009, VEB Luft- und Kältetechnik Gotha 001 252 / 1969, ex Bw 76 Gotha



Bw 275 III u. Atw 3 V, Betriebshof-Depot-Straßenbahnabstellhof Magdeburger Allee 06.06.2009, VEB Luft- und Kältetechnik Gotha 001 252 / 1969, ex Bw 76 Gotha, ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156.912 / 1967, ex Tw 37 Gotha



Bw 275 III u. Atw 2 III, Betriebshof-Depot-Straßenbahnabstellhof Magdeburger Allee 06.06.2009, VEB Luft- und Kältetechnik Gotha 001 252 / 1969, ex Bw 76 Gotha, ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156981 / 1968, ex Tw 140 Erfurt, ex Tw 827 Halle (Saale)


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 14.05.2018 18:23
Ich bin nun einer der beiden Autoren des Erfurter Buches des Sutton.
Für mich sind nun einige Hinweise besonders über die älteren Fahrzeuge interessant und teilweise neu. Die Bildunterschriften sind hier aus angebenen Quellen zusammengestellt. Die Fahrzeugbeschreibungen sind hier nachempfunden.
Ich möchte aber nochmals auf den Sinn dieses Buches hinweisen. Es ist ein Erfurter Buch für die Allgemeinheit und nicht für eine ganz bestimmte kleine Gruppe von Strassenbahnfans gedacht.Darauf wurde auch eindeutig in der Einleitung hingewiesen
Deshalb auch keinerlei Statistiken und Ähnliches. Es soll auch für den Interssenten der Erfurter Straßenbahn erfassbar bleiben.
Mit und über Statistken kann man auf anderen Wege disskutieren und ausstauschen.
Persönlich ist der Herr Meinelt und auch meine Person nicht gut weggekommen. Ihre Hinweise hätten Sie auch im persönlichen Gespräch erörten mit können. Hier wäre Einiges schon abklärbar. Diese gewählte Form Ihrerseits finde ich nicht gut und ich bin sie auch nicht gewohnt.
Peter Kalbe Zwickau

von PK* - am 15.05.2018 06:25

Eine Anmerkung zum zweiten Autor

Sehr geehrter Herr Kalbe,

ich schätze Sie und Ihre Arbeiten - auch aus anderen Büchern - sehr. Mich verwundert allerdings, dass Sie ausgerechnet mit Herrn Meinelt eine Verbindung eingegangen sind. Das Ergebnis sehen wir. Leider. Ich weiß nicht, warum Sie sich angegriffen fühlen. Es sind doch nicht Ihre Texte, die "daneben" geraten sind. Nicht unerheblich ist - leider - das Versagen des Verlages. Hier sind Stilblüten durchgerutscht, Mann oh Mann, das darf einem Verlag einfach nicht passieren.

Herrn M. fehlt leider jeder Anstand. Ich schreibe dies hier ganz deutlich. Er äußert sich wieder und wieder in der Öffentlichkeit alles andere als positiv über mich, und das in meiner Abwesenheit, sodaß es mir nicht möglich ist, irgendwelche Argumente ins Feld zu führen oder mich zu verteidigen. Dies ist ohne jeden Zweifel unanständig und kündet von keiner guten Kinderstube. Ich möchte zu diesem Herren daher auch keinerlei Kontakt.

Die Erfurter Straßenbahnfans sind ein Volk für sich, das schon in den späten DDR-Jahren manche "Eigenart" an sich hatte. Das Verhältnis etwa zur ZAG des DMV in Erfurt war alles andere als gut und konstruktiv. Ich mache aus mehreren Gründen einen großen Bogen um diese Herren.

Es darf Sie also nicht wundern, wenn ich mit einer deftigen Satire reagiere. Früher, als ich jung war, habe ich mich über solcherlei mächtig geärgert, heute tue ich dies nicht mehr. Eine Satire ist viel wirkungsvoller. Beachten Sie bitte auch, daß Herrn M. offensichtlich die Grundlagen der Deutschen Schriftsprache fehlen und er nicht nur fachlich erhebliche Defizite aufweist, die ein Buch buchstäblich in den Abgrund reißen können. Das ist natürlich nicht Ihre Schuld. Sie hätten - und dies sage ich auch deutlich und offen - allerdings weit mehr Einfluß ausüben müssen.

Also, lieber Herr Kalbe, sehen Sie es locker und ziehen Sie sich bitte keine Schuhe an, die nicht für Sie gedacht sind und Ihnen gar nicht passen. Das haben Sie mit Ihrem Wissen doch überhaupt nicht nötig.

Friede auf Erden.
Ulrich Walluhn


ZAG des DMV = Zentrale Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Modelleisenbahner Verbandes der DDR mit Nummer 4/1. Hier waren auch Straßenbahn-Fans Mitglied. Nach 1980 gab es ein Zerwürfnis, einige Straßenbahnfreunde wurden sogar aus der ZAG ausgeschlossen. Sie gründeten dann eine neue Arbeitsgemeinschaft.

von Ulrich Walluhn - am 15.05.2018 09:21

Schlussbetrachtungen zu meiner Kritik und Satire

Offenbar ist es in Deutschland in Mode gekommen, aus einem an sich relativ bedeutungslosen Thema wie diesem, einen „Aufstand“ zu machen und alles zu einem großen Elefanten aufzublasen.

Ich möchte heute einen Appell an Herrn C.M. richten, von dem ich weiß, daß er hier mitliest.

Herr C.M.: Ich befasse mich schon ein halbes Jahrhundert mit der Thematik Lokomotiven, Triebwagen und auch ein wenig mit Straßenbahnfahrzeugen und unterhalte deshalb auch eine Menge Kontakte. Ich erfahre auch meist das, was nicht erfahren soll, und auch das, was sich hinter den Kulissen abspielt.

Herr C.M., ich möchte Ihnen drei Dinge mitteilen, die auch alle meine Leser sehen sollen, um sich ein Bild machen zu können.

1. Ich erwarte von Ihnen, daß Sie in aller Zukunft in der Öffentlichkeit Sätze nicht mehr bilden, die die Worte Walluhn, Möchtegerne-Historiker und Kujau der Eisenbahngeschichte oder auch Spinner und Vollidiot bzw. andere Schimpfworte gemeinsam und verbunden mit Verben und Hilfswörtern enthalten. Mein Langmut ist sehr groß, aber er hat auch Grenzen. Sollte Sie hartnäckig so weiter agieren, dann ist mein Langmut am Ende und Sie machen Bekanntschaft mit einer Anwaltskanzlei und über diese mit einer Unterlassungsklage. Das kann nicht in Ihrem Interesse sein und würde für Sie äußerst teuer, aber auch nervenaufreibend.

2. Lassen Sie sich von einem Anwalt oder einer Rechtsberatung den Unterschied zwischen den Straftatbeständen Verleumdung und Beleidigung einerseits und Sachkritik und Satire andererseits erklären, ehe Sie in der Öffentlichkeit verbreiten, ich würde gegen Sie Straftaten begehen. Auch hierzu könnte ich im Bedarfsfall auf Unterlassung klagen.

3. Wenn Sie als Autor auftreten wollen, was Ihr gutes Recht ist, dann sollten Sie im Vorfeld einen Deutschkurs belegen. Eine korrekte deutsche Schriftsprache ist Grundlage aller Publikationen in diesem Land. Völlig ungenügende Deutschkenntnisse führen dazu, dass Ihnen - wie Sie soeben gesehen und gelesen haben - der kritische Wind hart ins Gesicht bläst und eine große Blamage erwächst.

Ich hoffe, ich war deutlich genug. Herr C.M., für Ihr unakzeptables Verhalten gibt es inzwischen mehrere Zeugen. Sie sollten also schleunigst auf die Bremse treten.

Einerseits ist dies ärgerlich, andererseits aber auch lächerlich. Es wirkt wie aus der Zeit gefallen. Hier spielt sich jemand auf wie ein hochrangiger SED-Bonze in der DDR. Kritik nicht nur unerwünscht, sondern nicht erlaubt. Wer kritisiert, der wird kriminalisiert, etwa durch die Paragrafen 220 folgende folgende des Strafgesetzbuches der DDR. Wer kritisiert, soll einen Maulkorb bekommen. Hier tritt jemand auf wie ein politischer Dinosaurier, der die letzten 30 Jahre im Winterschlaf war. Er hat nur noch nicht erkannt, dass die Stasi nicht mehr da ist.

Herr C.M.: Wir leben in einem Rechtsstaat, dessen Grundgesetz die freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit garantiert. Wenn man wie Sie in die Öffentlichkeit geht, muss man Kritik auch aushalten und einstecken können. Das ist so in der Bundesrepublik, auch wenn es Ihnen persönlich absolut nicht in den Kram passt. Ich erkenne, Sie haben erhebliche Defizite und erheblichen Lernbedarf.

von Ulrich Walluhn - am 16.05.2018 08:58
Der Bw 274 III im bestand bei der Erfurter Straßenbahn





Bw 274 III, Stunzengasse-An den Geraden-Wendeschleife 13.12.2012, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Bw 274 III, Endhst. Urbicher Kreuz-Am Urbicher Kreuz-Wendeschleife 13.10.2008, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Bw 274 III, Stunzengasse-An den Geraden-Wendeschleife 22.04.2006, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Tw 135 (Atw 3 V) u. Bw 274 III, Pappelstieg-Wendeschleife-Marie-Elise Kayser Straße 24.08.2008, ČKD Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik Kolben-Danek, Waggonfabrik Ringhoffer-Tatra, Prag-Lieben und Prag-Smichow T2D 156.912 / 1867, ex Tw 37 Gotha, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967,
ex Bw 73 Gotha


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 18.05.2018 19:28
Bw 274 III Teil 2





"natürlich heute mit neuer HU"





Bw 274 III, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 19.05.2018 19:18
Bw 274 III Teil 3



















Bw 274 III, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 19.05.2018 19:39
Bw 274 III Teil 4

Bw 274 III, VEB Gothaer Waggonfabrik Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Betriebshof-Depot-Nordhäuser Straße-Donaustraße 21.07.2013



Betriebshof-Depot-Nordhäuser Straße-Donaustraße 20.07.2008


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 20.05.2018 17:51
Tw 178 II, VEB Waggonnau Gotha G4-65 163 / 1965, ex Tw 206
Bw 274 III, VEB Waggonnau Gotha B2-62/65 200 1239 / 1967, ex Bw 73 Gotha



Regierungsstraße-Staatskanzlei 02.03.2013



Melanchthonstraße 02.03.2013


Karl Weigert

von Karl Weigert - am 20.05.2018 19:21

Sutton Verlag - Nahverkehr in Zwickau

Sutton Verlag – Nahverkehr in Zwickau

Im Zusammenhang mit dem Besuch meines alten Freundes in Treuen im Vogtland habe ich mir ein weiteres Buch des Autors Peter Kalbe aus Zwickau ausgeliehen, nämlich den Titel „Nahverkehr in Zwickau“ von 2017. Dieses Buch unterscheidet sich wohltuend vom oben genannten Erfurt-Werk. Es ist logisch gegliedert und zeichnet sich durch gutes und verständliches Deutsch aus. Nur an ganz wenigen Stellen hätte ich anders formuliert. Insgesamt ist dieses Buch stilistisch eine Freude für jeden Deutschlehrer. Fachlich bin zur Kommentierung des Zwickau-Werkes außerstande, da ich vom Nahverkehr dieser Stadt keine Fachkenntnisse habe. Aus verlässlichen Quellen weiß ich aber, dass Herr Kalbe zum Thema Zwickau ausgezeichnete Quellenstudien betrieben hat. Wie gut die Quellenlage an sich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. In diesem Buch befindet sich ebenfalls keine Fahrzeug-Statistik. Dies kann man als Makel betrachten, man muss es aber nicht. Auch ist das Seitenlayout besser getroffen, als im Erfurt-Buch. Wir finden auch keine „Seite mit dem Schmutztitel.“ Die Druckqualität der Schwarzweißbilder ist nicht schlecht, aber auch nicht ausgezeichnet ausgefallen. Duplex-Druck hätte vermutlich den Preis des Buches nach oben getrieben. Die wenigen über beide Seiten geruckten Bilder sind zu verschmerzen, wenn auch aus meiner Sicht ärgerlich und vermeidbar.

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass zwischen den beiden Druckwerken buchstäblich Welten liegen. Ich kann nur hoffen, dass der Verlag aus den vielen Peinlichkeiten des Erfurt-Buches die richtigen Lehren zieht.

von Ulrich Walluhn - am 22.05.2018 10:59
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