Über die schlechte Qualität amerikanischer Lokomotiven aus dem Kriege und überhaupt

Startbeitrag von Ulrich Walluhn am 01.04.2015 16:35

Ich war leider bei Drehscheibe-Online nicht schnell genug und konnte mein gleichartiges Thema nicht mehr heraussichern, ehe auch dieses der Löschogrie zum Opfer fiel. Ich versuche daher, das Thema aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.

Ich bezog mich auf den Eisenbahn-Kurier Nummer 500 und seinen Artikel über die Lok Reihe USA TC S 160 (Seiten 64 bis 70) vom Verfasser Andreas Knipping. Meine Auffassung war und ist, dass Herr Knipping nicht genügend herausgearbeitet hat - und dies trifft vor allem und besonders auch auf für den Teil 1 der Artkelserie im EK Nummer 499 zu - dass die amerikanischen Lokomotiven aus dem 1. und 2. Weltkrieg, die für Europa gebaut wurden, hinsichtlich Konstruktion und Ausführungsqualität mangelhaft, ja teilweise sehr mangelhaft waren. Ich bezog mich vorrangig auf die späteren polnischen Tr 20. Von diesen Lokomotiven sind zahlreiche Betriebsbücher überliefert, die entsprechende Rückschlüsse zulassen, wenn man sie fachkundig auswertet.

Woran litten diese Lokomotiven?

Während der Barrenrahmen an sich solide gearbeitet und durchdacht konstruiert war, fingen die Probleme schon beim Fahrwerk an. Achslagergleitplatten nebst Zubehör bestanden aus Eisen und waren weitgehend nur geschruppt und nicht wie in Deutschland üblich geschlichtet. Es herrschte amerikanisches Gewinde vor, dass in Europa fremd war. Entsprechende Ersatzsücke fehlten und konnten durch heimische Teile nicht ersetzt werden. Die Kuppelstangen waren im Rechteckprofil geschmiedet und nicht gefräst, wie etwa bei deutschen Einheitslok. Auch ihre Oberfläche war nur mit der Schruppfeile bearbeitet. Diese Stangen neigten zu schnellem Rostansatz. Sie waren auch insgesamt nur ungenügend genau gearbeitet und verlangten große Spiele in den Stangenlagern. Dies zeigte sich durch starkes Klappern beim Fahren, daher auch der Name "Klapperschlangen". Die Stangenlager- und Achslagerschmiergefäße waren äußerst primitiv ausgebildet und neigten vor allem bei anstrengender Lastfahrt zu Schmierstoffmangel und damit zu Heißläufern. Ähnliches gilt für alle Teile der äußeren Steuerung.

Viel schlimmer wogen die Übelstände an den Kesseln und ihren Zurüstteilen. Sämliche Armaturen bestanden nur aus Guß- und Flußeisen, sie waren ebenso mangelhaft bearbeitet und nicht immer passgenau. Dies führte nach wenigen Betriebsjahren zu erheblichen Problemen. Hähne klemmten und fraßen fest oder waren nicht mehr dampfdicht oder luftdicht. Das allergrößte Problem dieser Lok war ihr Hinterkessel. Die Feuerbüchsen bestanden durchweg aus Flußeisen, die Stehbolzen, Decken- und Bügelanker ebenso. Alle Stehbolzen waren fest eingebaut. Es fehlen vor allem in den Umbügen bewegliche Stehbolzen wie an deutschen Lokomotiven. Die Folge war, dass die Stehbolzen in den Umbügen schon nach kurzer Betriebsdauer regelrecht massenweise abrissen und schwere Betriebsgefahren heraufbeschworen. Nicht grundlos sind einige dieser US-Kriegslok im Dienst explodiert. Ebenso mäßig bis saumäßig waren die Überhitzereinheiten gearbeitet. Schon nach wenigen Betriebsmonaten traten Undichtigkeiten auf. Die Dichtungen taugten schlicht nichts. Hinzu kam Rohrlaufen an der flußeisernen Feuerbüchsrohrwand. Nun gut, dies gab es auch massenweise bei deutschen Lok mit flußeisernen Kesselbauteilen im Zeitraum 1915 bis etwa 1924, aber nicht so rasch und so schlimm im fast fabrikneuen Zustand.

Die Tatsache, dass nicht wenige dieser US-Kriegslok dennoch 40 und mehr Jahre im Betriebe waren, ist umfangreichen Umbaumaßnahmen und Bauartänderungen in den Werkstätten geschuldet. Wir können eine Reihe polnischer Tr 20 nachweisen, die ab 1940 unter deutschem Betrieb vollständige Ersatzkessel der Firma Fitzner & Gamper in Sosnowitz (Oberschlesien) erhalten haben. Die betreibenden Bahnen hatten alle ihr "Kreuz" mit diesen Maschinen, deren Unterhaltung erhebliche Kosten und erheblichen Aufwand bedeutete.

Konstantin Smironow aus Lemberg - ein excellenter Kenner sowjetischer Dampflokomotiven - hat mir inzwischen mitgeteilt, dass auch die sowjetischen SchA-Lok amerikanischer Herkunft unter den geschilderten Gebrechen litten. Schon bald nach Kriegsende schob man viele von ihnen an die Stalin-Eisenbahn (Krim) ab, wo sich die Werkstat Sewastpol mit ihnen herumplagen und infolge Arbeitsüberlastung die Werkstatt Nikolajew (Südukraine) Ausbesserungshilfe leisten musste. 1955 war keine dieser Lok mehr im Zugdienst, man setzte sie als Heizkesselanlagen mit vermindertem Kesseldruck ein.


Dies war es, was ich im EK-Beitrag von Herrn Knipping vermisste. Er hätte es wissen können, wäre er vor Veröffentlichung an entsprechende Fachleute herangetreten. Das tat er leider aus verschiedenen Gründen nicht.

Ich persönlich kann den amerikanischen Lokomotivbau insgesamt nicht einschätzen, da mir das komplexe Fachwissen dazu fehlt. Mein Thema sind deutsche Lokomotiven, allenfalls noch ausländische auf deutschen Bahnen. Dennoch möchte ich behaupten, dass die Fertigungsqualität amerikanischer Lok nicht an das heranricht, was deutsche und österreichische Werke produziert haben.

Worauf stütze ich meine Aussage? Auf drei Punkte:

1. Die 4 an die Bayerischen Staatsbahnen um 1900 gelieferten amerikanischen Lok werden in Pirmärquellen als in Ausfühung und Güte mangelhaft beschrieben. Außer ihrem Barrenrahmen war nichts an ihnen, was wirklich taugte und bayerischen Länderbahnmaßstäben standhielt.

2. Die maschinentechnischen Fachmänner Lochner und Leitzmann der Königlichen Eisenbahndirektion Erfurt reisten kurz vor 1890 in die USA und betrieben dort Studien zu den 2'B-gekuppelten, 1'C- und 1'D-gekuppelten Lok. Aus diesen Studien gingen später die preußsche S2 und P4 Erfurter Bauart (Leitzmann, Lochner) sowie die G 5.1, G5.2 und G7.3 hervor. Beide Fachmänner bemängeln ebenfalls die überwiegend schlechte Fertigungsqualiät der in den USA begutachteten Lok.

3. Ein mir persönlich bekannter alter Eisenbahner aus Chemnitz, ein alter Hase und Fachmann für Lokomotivkonstruktion, viele Jahrzehnte im Raw Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) tätig, begutachtete auf einer USA-Reise in den 1990-er Jahren einen als Denkmal aufgestellten Big-Boy. Er meinte, die Lok sei von außen mit Abstand betrachtet eine respektable Erscheinung, aber man darf nicht genau hinsehen. Viele Bauteile, vor allem am Triebwerk und am Kessel, aber auch die Armaturen wirken im Vergleich zu deutschen Dampflok regelrecht primitiv, und vor allem sind sie schlecht verarbeitet.

Also nur ein Vorurteil? Oder waren US-Lok durchweg nicht von der Güte einer 41, 01 oder P8?

Binnen weniger Tage fiel man bei DSO auch zu diesem Thema über mich her. Man verzerrte meine Aussagen und diskutierte über weite Strecken völlig themenfremd. Schließlich entsponn sich eine politisch gefärbte Debatte, die mir amerikanfeindliches Verhalten, Deutschtümelei, Ewiggestrigkeit und gar politische Ansichten "rechtsaußen" attestierte. Man würzte dies mit Links, die mich mit politisch rechten Gruppen in Verbindung bringen sollten.

Ich frage mich - was soll das? Wollen wir eine sachliche Diskussion oder wollen wir den Autor des Ausgangsbeitrages verunglimpfen und bloßstellen?

Es bleibt jedem selbst überlassen, sich zu amerikanischen Lokomotiven ein Urteil zu bilden. Ein Urteil bilden bedeutet jedoch zunächst Fachwissen zu besitzen. Ohne Fachwissen kein Urteil oder ein Fehlurteil. Fachwissen habe ich bei den Mit-Diskutanten im DSO in diesem Thema vergeblich gesucht.

P.S.: Ich muss mich korrigiren, das Thema ist überraschenderweise noch da (zumindest am Abend des 22.April 2014). Sie hier: [http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,6923824]

Antworten:

Nochmals - mangelnde Güte amerikanischer Kriegslok am Beispiel der russischen SchA

Inwzischen hat mir Konstantin Smironow (Lemberg) zwei der russischen SchA übermittelt, die ich in gleiche Form gebracht habe, wie alle russischen TE (Baureihe 52). Sie - SchA 44 und SchA 56 - stammen aus dem Lieferlos Baldwin Philadelphia von 1943 und gelangten zunächst nach Abnahme in der Werkstatt Saratow Ende 1943 zur Wolga Eisenbahn (Depot Stalingrad Sortorowotschnaja = Rangierbahnhof). Sie kommen 1946 zur Stalingrader Eisenbahn (Depot Stalingrad Kawkasskaja = Kaukasus Bahnhof) und 1948 weiter zur Stalin-Eisenbahn (Depot Sewastopol und später Melitopol).

Bereits 3 (in Worten drei!) Jahre nach Inbetriebnahme führte die Werkstatt Saratow eine Hauptuntersuchung aus, die auch nach russischen Vorschriften bei Neubaulok planmäßig erst nach 8 Jahren fällig wäre. Aber nicht nur das. Bereits 1946 erhielten beide Lok neue Feuerbüchsen und neue Stehkessel! Das lässt aufhorchen. Die ursprünglichen Bauteile scheinen eine wahrhaft "saumäßige" Qualität besessen zu haben. Auch baute man bereits jetzt den gesamten Langkessel auf verringerte Anzahl der Heiz- und Rauchrohre um, um den Dampf- und Wasserraum zu vergrößern. Zu kleinen Dampfraum an diesen Lok beschreibt auch der berühmte Rakow in seinem Standardwerk über russische und sowjetische Dampflokomotiven. Neue Feuerbüchsen werden meist erst nach 20 bis 25 Jahren, neue Stehkessel noch später fällig. Meist bessert man lange Zeit mit Flicken aus. Dies scheint man 1946 gar nicht erst versucht zu haben.

Die Liste aller Bauartänderungen an beiden Lok ist fast endlos und an beiden Exemplaren identisch. Ich gehe davon aus, dass alle Lok derart umgebaut wurden, zumindest die der Wolga-Eisenbahn, Stalingrader Eisenbahn und Stalin Eisenbahn. Etliche Exemplare liefen auch auf der Oktober-Eisenbahn und später der Balitischen Eisenbahn (1953 aus Estnischer, Lettischer und Litauischer Eisenbahn zusammengeschlossen aber 1956 wieder getrennt).

Im Vergleich zu den Lok der deutschen Reihe 52 (russische TE) fallen die kurzen Abstände zwischen Haupt- und Zwischenuntersuchungen auf. Sie liegen bei knapp über 2 Jahren anstelle der üblichen 3 Jahre. Auffällig auch die vielen Zwischenausbesserungen, die sogenannten Hebestandsausbesserungen, bei denen die Lok gehoben und ausgeachst wurden (vergleichbar mit der deutschen Schadgruppe L2). Überhaupt weisen die beiden Lok fast überdurchschnittlich viele Ausbesserungen auf. Schon 1955, also noch vor dem Elektrifizierungsbeschluß der KPdSU (1956) werden beide zu Heizlokomotiven mit auf 10 atü vermindertem Kesseldruck umgebaut. Das ist im Vergleich zu anderen Gattungen gleicher Baujahre mehr als zeitig. Offenbar wollte der Betriebsmaschinendienst die "Amerikaner" rasch loswerden.

Man lese die endlos vielen Bauartänderungen an Fahrwerk und Kessel. Nein, mit diesem Lokomotiven konnte man keinen Staat machen, und ich wage zu bezweifeln dass alle anderen in den USA für Europa erbauten Kriegslok je besser waren. Wenn, dann wurden sie unter größtem Aufwand bei den späteren Betreiberbahnen einigermaßen betriebstauglich gemacht.

Die Lektüre ausgewerterer Dokumente erster Ordnung (Primärquellen) straft die ganze vor einiger Zeit bei Drehscheibe-Online (DSO) geführte "schräge" Diskussion zu diesem Thema wie zu erwarten war ab. Und so verstehe ich auch meine scharfe Satire von damals bei DSO - Thema verfehlt meine Herren, Note 5.

Die Betriebsbücher beider Lok befinden sich im Archiv der Donezk-Eisenbahn in Donezk (wie brisant in der Ukraine-Krise....) und wurden von Konstantin Smironow am 18.10.1997 dort ausgewertet.



Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive SchA-44:
===============================================
Rahmen: Sawod Filadelfija Baldwin 1943 god Nomer 69952
Kessel: Sawod Filadelfija Baldwin 1943 god Nomer 69952 geändert in
Nomer 32410 (god 1946)

Anlieferung: 18.11.1943
Abnahme: 04.12.1943

Auf Buchdeckel: Nomer 2689 geändert in SchA-44 Wolga-Eisenbahn, Stalingrader Eisenbahn,
Stalin-Eisenbahn und unleserliche Radierungen.

18.11.43 – 04.12.43 Werkstatt Saratow Abnahme-Untersuchung
06.12.43 - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
13.03.44 – 23.03.44 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
08.07.44 – 24.08.44 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
13.11.44 – 19.11.44 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
02.02.45 – 01.03.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
25.07.45 – 28.08.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
02.11.45 – 08.11.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
23.02.46 – 27.02.46 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
15.04.46 – 02.07.46 Werkstatt Saratow H.U.!
05.07.46 - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
22.09.46 – 01.10.46 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
24.12.46 – 03.01.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
15.04.47 – 28.06.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja große Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
07.08.47 – 13.08.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
09.01.48 – 29.01.48 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
28.07.48 – 02.10.48 Werkstatt Sewastopol H.U.!
03.10.48 - ........ Depot Sewastopol
08.02.49 – 17.02.49 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
05.05.49 – 25.05.49 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
07.08.49 – 16.08.49 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
02.11.49 – 11.11.49 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
23.02.50 – 18.03.50 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
10.05.50 – 20.05.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
03.08.50 – 16.08.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
05.11.50 – 11.11.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
25.02.51 – 05.04.51 Werkstatt Sewastopol Z.U.
06.04.51 - ........ Depot Sewastopol
23.07.51 – 28.07.51 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
02.10.51 – 13.10.51 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
24.01.52 – 24.02.52 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
06.05.52 – 30.05.52 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
08.08.52 – 15.08.52 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
03.12.52 – 02.01.53 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
08.04.53 – 14.04.53 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
22.07.53 – 29.07.53 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
18.10.53 – 06.12.53 Werkstatt Nikolajew H.U.
08.12.53 - ........ Depot Melitopol
08.03.54 – 17.03.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
06.06.54 – 12.06.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
08.09.54 – 12.09.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
15.01.55 – 16.02.55 Depot Melitopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
25.06.55 – 08.08.55 Werkstatt Nikolajew H.U. und Umbau

18.09.55 umgesetzt als Heizkesselanlage Nomer 044 an Nickel-
kombinat Nikopol

Bauartänderungen:

02.07.46 W.Saratow neue Feuerbüchse und neue Feuerbüchsrohrwand ein-
gebaut, neuer Stehkessel angebaut, Bodenring ge-
ändert, 4 zusätzliche Waschluken an Stehkessel-
rückwand und 8 zusätzliche Waschluken am Bodenring
angebaut, neue abgeänderte Überhitzereinheiten
eingebaut und Überhitzerrohre auf 830 mm vor die
hintere Rohrwand verlängert, Dampfsammelkasten ge-
ändert, Führerhaus innen mit Holz verkleidet und
winterfest gemacht, Schutzwand am Tender winter-
fest umgebaut, Wetterschutz am Führerhaus verbes-
sert, Langkessel und Rohrwände geändert von 128
auf 110 Heizrohre und 32 auf 28 Rauchrohre zur
Vergrößerung des Dampf- und Wasserraumes, 3 Zir-
kulationsrohre im Feuerraum unterhalb des Feuer-
schirmes geändert, Zylindersicherheitsventile der
Bauart L angebaut, Feuertür geändert, Kesselsi-
cherheitsventile geändert, Überhitzer mit Dicht-
ringen Bauart Saratow ausgerüstet, Umbau auf
Matrossow-Bremse (zuvor nur tauglich in Zusammen-
arbeit mit Matrossow-Zugbremse), automatische
Mittelpufferkupplung angebaut, 2 Warmwasser-Aus-
waschhähne angebaut, Gelenkstehbolzen eingebaut,
zusätzliche Deckenstehbolzen eingebaut, Queranker
geändert, 2 zusätzliche Deckenanker eingebaut
02.10.48 W.Sewastopol Entlastungsventil am Ventilregler geändert, Füh-
rerbremsventil geändert und Zusatzbremsventil an-
gebaut, Trofimoff-Schieber Bauart Ulan-Ude einge-
baut, Kolbenringe und Kolbenringsicherungen geän-
dert, Lichtanlage und Turbogenerator neu angebaut
und umgebaut auf 50 Volt 2,5 KW, 2 Dampfstrahl-
pumpen RS 11 angebaut, Steuerung geändert,
Schwingen und Schwingenlager geändert, Steuerhe-
bel in Steuerspindel umgeändert, Achslagergleit-
platten geändert, Achslager mit radialem Sitz an-
gebaut, Stangenlager geändert, Stangenlagerschmie-
rung Bauart Murom angebaut, zweite Kuppelstangen
an beiden Enden verstärkt, Schmierung für Kreuz-
kopf und vordere Treibstangenlager geändert, hin-
tere Treibstangenlager geändert und Schmierung
verbessert, Dampfheizeinrichtung und Dampfheizlei-
tung angebaut, Zylinderbekleidung geändert und
Wärmeisolation der Zylinder verbessert, Schmierung
der Kolben (Zylinder) und Kolbenschieber verbes-
sert, 2 Schmierpumpen Bauart L angebaut
05.04.51 W.Sewastopol Luftpumpe Bauart Rudenko angebaut, Doppelton-Sig-
nalpfeife angebaut, Schutzfenster an den Führer-
hausseitenwänden angebaut, Aufstieg zum Führerhaus
geändert, Schaufelblech am Tender und Tenderbühne
geändert, Rauchkammer geändert, Schüttelrost in
Bauart Taganrog geändert, vordere Pufferbohle
verstärkt, Bremsanlage und Luftleitungen geändert,
Sandstreuanlage geändert, Wasserstandsanzeigen ge-
ändert, Beleuchtungsanlage Lok und Tender geändert
und großen Scheinwerfer angebaut
06.12.53 W.Nikolajew Kohlenkasten-Aufsatz am Tender angebaut zur Ver-
größerung des Kohlenraumes, Schwallbleche im Ten-
der geändert und 3 zusätzliche Schwallbleche ein-
gebaut, 2 Dampfstrahlpumpen RS 23 angebaut, Füh-
rerhausdachfenster angebaut, Führerhausseitenfen-
ster geändert, Speisevorrichtung zum Kessel geän-
dert
08.08.55 W.Nikolajew Umbau zu Heizkesselanlage, 2 Dampfentnahmestutzen
angebaut, Rostanlage geändert, Blasrohranlage ge-
ändert, Kesseldruck auf 10 atü herabgesetzt

Betriebsbuchauszug der Dampflokomotive SchA-56:
===============================================
Rahmen: Sawod Filadelfija Baldwin 1943 god Nomer 69964
Kessel: Sawod Filadelfija Baldwin 1943 god Nomer 69964 geändert in
Nomer 32513 (god 1946)

Anlieferung: 25.12.1943
Abnahme: 07.01.1944

Auf Buchdeckel: Nomer 2701 geändert in SchA-56 Wolga-Eisenbahn, Stalingrader Eisenbahn,
Stalin-Eisenbahn und unleserliche Radierungen.

25.12.43 – 07.01.44 Werkstatt Saratow Abnahme-Untersuchung
13.01.44 - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
05.05.44 – 17.05.44 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
08.08.44 – 06.09.44 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
22.12.44 – 03.01.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
13.04.45 – 18.04.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
09.07.45 – 02.08.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
12.11.45 – 18.11.45 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
13.03.46 – 31.03.46 Depot Stalingrad Sortirowotschnaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Sortirowotschnaja
07.08.46 – 22.10.46 Werkstatt Saratow H.U.!
24.10.46 - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
04.01.47 – 12.01.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
04.04.47 – 15.04.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
08.08.47 – 04.09.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
30.11.47 – 07.12.47 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
14.02.48 – 15.03.48 Depot Stalingrad Kawkasskaja Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
06.06.48 – 11.06.48 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
22.09.48 – 30.09.48 Depot Stalingrad Kawkasskaja Ausbesserung
........ - ........ Depot Stalingrad Kawkasskaja
08.02.49 – 04.04.49 Werkstatt Sewastopol H.U.!
05.04.49 - ........ Depot Sewastopol
13.08.49 – 24.09.49 Depot Sewastopol große Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
02.01.50 – 11.01.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
04.04.50 – 01.05.50 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
27.05.50 – 01.06.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
09.09.50 – 14.09.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
02.12.50 – 08.12.50 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
17.01.51 – 14.02.51 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
08.04.51 – 14.04.51 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
06.08.51 – 15.08.51 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
31.10.51 – 17.12.51 Werkstatt Sewastopol Z.U.
18.12.51 - ........ Depot Sewastopol
03.03.52 – 12.03.52 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
08.06.52 – 01.07.52 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
22.08.52 – 30.08.52 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
02.12.52 – 03.01.53 Depot Sewastopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
07.04.53 – 17.04.53 Depot Sewastopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Sewastopol
12.08.53 – 20.10.53 Werkstatt Nikolajew H.U.
23.10.53 - ........ Depot Melitopol
13.01.54 – 23.01.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
03.04.54 – 14.04.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
12.08.54 – 22.08.54 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
06.11.54 – 02.12.54 Depot Melitopol Z.Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
07.02.55 – 15.02.55 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
06.04.55 – 17.04.55 Depot Melitopol Ausbesserung
........ - ........ Depot Melitopol
18.09.55 – 23.10.55 Werkstatt Nikolajew H.U. und Umbau

04.11.55 umgesetzt als Heizkesselanlage Nomer 056 an Nickel-
kombinat Nikopol

Bauartänderungen:

22.10.46 W.Saratow neue Feuerbüchse und neue Feuerbüchsrohrwand ein-
gebaut, neuer Stehkessel angebaut, Bodenring ge-
ändert, 4 zusätzliche Waschluken an Stehkessel-
rückwand und 8 zusätzliche Waschluken am Bodenring
angebaut, neue abgeänderte Überhitzereinheiten
eingebaut und Überhitzerrohre auf 830 mm vor die
hintere Rohrwand verlängert, Dampfsammelkasten ge-
ändert, Führerhaus innen mit Holz verkleidet und
winterfest gemacht, Schutzwand am Tender winter-
fest umgebaut, Wetterschutz am Führerhaus verbes-
sert, Langkessel und Rohrwände geändert von 128
auf 110 Heizrohre und 32 auf 28 Rauchrohre zur
Vergrößerung des Dampf- und Wasserraumes, 3 Zir-
kulationsrohre im Feuerraum unterhalb des Feuer-
schirmes geändert, Zylindersicherheitsventile der
Bauart L angebaut, Feuertür geändert, Kesselsi-
cherheitsventile geändert, Überhitzer mit Dicht-
ringen Bauart Saratow ausgerüstet, Umbau auf
Matrossow-Bremse (zuvor nur tauglich in Zusammen-
arbeit mit Matrossow-Zugbremse), automatische
Mittelpufferkupplung angebaut, 2 Warmwasser-Aus-
waschhähne angebaut, Gelenkstehbolzen eingebaut,
zusätzliche Deckenstehbolzen eingebaut, Queranker
geändert, 2 zusätzliche Deckenanker eingebaut
04.04.49 W.Sewastopol Entlastungsventil am Ventilregler geändert, Füh-
rerbremsventil geändert und Zusatzbremsventil an-
gebaut, Trofimoff-Schieber Bauart Ulan-Ude einge-
baut, Kolbenringe und Kolbenringsicherungen geän-
dert, Lichtanlage und Turbogenerator neu angebaut
und umgebaut auf 50 Volt 2,5 KW, 2 Dampfstrahl-
pumpen RS 11 angebaut, Steuerung geändert,
Schwingen und Schwingenlager geändert, Steuerhe-
bel in Steuerspindel umgeändert, Achslagergleit-
platten geändert, Achslager mit radialem Sitz an-
gebaut, Stangenlager geändert, Stangenlagerschmie-
rung Bauart Murom angebaut, zweite Kuppelstangen
an beiden Enden verstärkt, Schmierung für Kreuz-
kopf und vordere Treibstangenlager geändert, hin-
tere Treibstangenlager geändert und Schmierung
verbessert, Dampfheizeinrichtung und Dampfheizlei-
tung angebaut, Zylinderbekleidung geändert und
Wärmeisolation der Zylinder verbessert, Schmierung
der Kolben (Zylinder) und Kolbenschieber verbes-
sert, 2 Schmierpumpen Bauart L angebaut
17.12.51 W.Sewastopol Luftpumpe Bauart Rudenko angebaut, Doppelton-Sig-
nalpfeife angebaut, Schutzfenster an den Führer-
hausseitenwänden angebaut, Aufstieg zum Führerhaus
geändert, Schaufelblech am Tender und Tenderbühne
geändert, Rauchkammer geändert, Schüttelrost in
Bauart Taganrog geändert, vordere Pufferbohle
verstärkt, Bremsanlage und Luftleitungen geändert,
Sandstreuanlage geändert, Wasserstandsanzeigen ge-
ändert, Beleuchtungsanlage Lok und Tender geändert
und großen Scheinwerfer angebaut
20.10.53 W.Nikolajew Kohlenkasten-Aufsatz am Tender angebaut zur Ver-
größerung des Kohlenraumes, Schwallbleche im Ten-
der geändert und 3 zusätzliche Schwallbleche ein-
gebaut, 2 Dampfstrahlpumpen RS 23 angebaut, Füh-
rerhausdachfenster angebaut, Führerhausseitenfen-
ster geändert, Speisevorrichtung zum Kessel geän-
dert
23.10.55 W.Nikolajew Umbau zu Heizkesselanlage, 2 Dampfentnahmestutzen
angebaut, Rostanlage geändert, Blasrohranlage ge-
ändert, Kesseldruck auf 10 atü herabgesetzt






von Ulrich Walluhn - am 01.04.2015 16:37
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