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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
michael viebach, Reinhold, Ralf Wagner, Michael Viebach

Beleuchtung verbessern

Startbeitrag von Michael Viebach am 31.01.2001 22:10

Hi Leute,

Im EL ist zur 12V Versorgung ein DC/DC Converter eingebaut.
Dessen Ausgangsspannung beträgt leider wirklich genau 12.00V
(jedenfalls bei meinem alten mini-el Baujahr '91). Zudem haben Kabel, Schalter, Stecker, Sicherung... noch zusätzliche Verluste.
An der H4 Lampe habe ich 11.3V gemessen. Und entsprechend funzelt diese einsame Scheinwerferbirne auch :-(
Im normalen stinker-PKW wird während der Fahrt die 12V Batterie von der Lichtmaschine geladen. Unter normalen Bedingungen hat eine PKW Batterie dann ca 14.4V
Alle Stromverbraucher im PKW sind meines Wissens für 13.2V Nennspannung ausgelegt (wegen der genannten Spannungaabfälle)
Ich habe in meinem EL 2 starke 4mm2 Leitungen (Masse und +12V) direkt vom DC/DC Converter zum Scheinwerfer eingezogen, und je ein KFZ-Relais für Abblendlicht und Fernlicht dicht am Scheinwerfer angebracht. Gesteuert sind diese Relais mit den alten vorhandenen Fernlicht- und Abblendlichtleitungen.
Resultat 11.9V an der H4 Lampe und etwas besseres Licht.
2ter Schritt (der ist aber nur was für Leute mit Elektronikkenntnissen) Spannung des Converters auf 14.4V anheben.
z.B. durch parallelschalten eines 2ten Widerstandes zum Fusspunktwiderstand des Feedback Teilers....
Es ist lange her das ich das gemacht habe. Aber Fachleute kommen bestimmt selber zurecht. Wenn es jemand genau wissen will muss ich mal meinen Sitz ausbauen .....
Jedenfalls das Resultat: Die Birne vorne ist zwar immer noch einsam, aber sie funzelt jetzt wenigstens so wie sie soll, und alle übrigen Lämpchen werden auch besser gesehen :-) (Ich habe seitdem 1x eine neue H4 Birne und 2 Standlichtbirnen gebraucht)
Viele Grüsse Michael

Antworten:

Hallo Michael,
für die versierten Bastler, wäre dies doch mal ein interessaner Tip. Wenn Du das nächste mal zufällig Deinen DC/DC ausbaust.

Was mich noch viel mehr interessiert ist der schöne AC Motor desn Du drin haben sollst. Kannst Du mir/uns mal einen Bericht machen, vielleicht ein paar schöne Bilder?
Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 31.01.2001 22:58
Momentan sieht man auf den Strassen häufig Xenon Lichter.
Diese sind Bläulich und um einiges heller.
Ich habe funktionsfähige Teile für dieses interessante Konzept aber kann es momentan nicht umsetzen.
Der Knackpunkt: es handelt sich dabei immer um Systeme mit 2 Reflektoren; 1x Fernlich- Hallogen und 1x Xenon Abblendlicht.
Es ist interessant denn die Lichtmenge eine 55W Hallo ~1200Lx
das Xenon hat bei 35W Aufnahme ca 3400Lx.
Ausserdem hat das Steuergerät eine Eingangsspannung von 9-18V
Bei Nennspannung ist die Stromaufnahme ca 3,5A
Die Fassung ist anders als die einer Hallo und es wird mit Hochspannung zum Zünden gearbeitet.
Es ist leider absolut inkompatibel zu dem verbauten Scheinwerfer.
Auch die Einschaltverzögerung ist nicht zu unterschätzen bis ein gutes
Licht da ist dauert es einige Sekunden.(Zulassungsrelevant!)
Aber eine Lösung scheint in Sicht:
Bixenon- leider noch nicht käuflich aber bald...
Dabei wir nur ein Reflektor benötigt und wie in einem Diaprojektor eine Blende umgeschaltet (mit einem Magnetschalter).
Ich bin garantiert der Erste der diese System einsetzt...
Tschau
Reinhold

von Reinhold - am 01.02.2001 14:59
Hallo alle zusammen,
ich werde am Wochenende mal meinen Kopf unter den Sitz stecken und das mit dem Converter adjust auf 14.4V dann im Forum erklären.

Hallo Reinhold, übertreiben brauch man es aber auch nicht.
Die Xenon sind für Otto-normal-el-fahrer derzeit eh (noch) unbezahlbar. Ich selber hasse die Dinger auch noch wie die Pest.
Ihr wisst ja selber wie die blenden (besonders wenn die Strasse nass ist). Und die 20W Einsparung machen so gut wie nichts aus.
Nochwas zum Thema Licht: Wenn Ihr schon an der Beleuchtung werkelt, dann stellt doch gleich den Scheinwerfer vernünftig (nicht zu hoch) ein. Der Gegenverkehr wirds euch danken.

Hi Ralf, zuerst herzlichen Glückwunsch zu deinen neuen Seiten!
Super informativ! Schon deine alten Internetseiten haben bei mir wieder einen neuen e-mobil-virus Schub bewirkt - es juckt mich wieder zu schrauben.
Ich denke für einen genauen Bericht über den Drehstromantrieb warte ich erst mal den TÜV (im Frühjahr) ab, wenn der Motor dann offiziell zugelassen ist. Sollte die Zulassung Probleme machen ist ein Nachbau doch eh sinnlos.
Aber vorweg:
Bei 36V sind Leistung und Wirkungsgrad des AC-Motors sind geringfügig höher als beim Original EL-Motor. Bei gleichem Stromverbrauch könnte das EL theoretisch etwas schneller laufen (50kmh Zulassung), bei gleichem Tempo komme ich ca 10% weiter. Das Anfahrmoment ist etwa gleich, es wird aber beim plötzlichen Strompedaltreten langsamer aufgebaut. Die Endgeschwindigkeit ist elektronisch zu begrenzen von 6 bis max. 62kmh bei meinem Getriebe und 36V. Damit habe ich bei 50kmh noch schöne Drehmomentreserven für Steigungen. Rekuperation bis fast 0kmh möglich, bei einem bis 100% einstellbarem Bremsmoment (d.h. Bremsmoment = Anfahrmoment)
Tech. Daten: 36V, 5kW; max 48V, 7kW; n-max=12.000; maxMoment bis n~2000; maxP bis n~4500; Hersteller: Josef Kasbauer, Schardenberg Österreich
Eigenbau Zahnriemen-Getriebe 2-Stufig. Gesamtuntersetzung ~13:1
Zwischenwelle unter dem Motor, an dem Gummilager der Original-Motor-Aufhängung abgestützt, dieser Befestigungspunkt am Batteriekasten ist aber ca 40 mm tiefer. Der Motor ist über der Zwischenwelle höher als der Originalmotor eingebaut und hat nochmal eine eigene Drehmomentabstützung. Nur diese ist im Moment sehr ungünstig über den Batterien angebracht und behindert das Wassernachfüllen. Zum TÜV will ich das noch ändern.
Das Besondere an diesem Getriebe ist, dass die Zwischenwelle nochmals ein Gelenk darstellt welches die Federbewegungen der Hinterachse fast vollständig vom Motor fernhält.
Batteriekasten aus Edelstahl ca 40mm abgesenkt - für das Gummilager und hohe Batterien (140Ah C20 Mittermeier, oder evtl 139Ah Banner)
Das Ganze ist aber insgesamt sehr aufwendig und unterm Strich ca DM 4.000,-- teuer! Die vielen Arbeitsstunden noch gar nicht gezählt.
Zu dem Projekt hatten mich der Reiz der Sache an sich, und der Ärger über die vielen Pannen mit dem Originalantrieb, motiviert.
Vor 2 Jahren habe ich dann aber doch noch wegen der Pannen am Rest des EL's eine lange Pause eingelegt. (Ich hatte einfach die Schnauze voll vom vielen Flicken)

Jetzt habe ich doch einen halben Roman geschrieben.

Drehstromgrüsse

Michael

von michael viebach - am 01.02.2001 19:54
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