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Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Herbert Hämmerle, Peter Reutegger

Ladezyklus

Startbeitrag von Peter Reutegger am 07.04.2001 15:18

Hallo zusammen

Wer erklärt mir was ein Zyklus ist. Genauer gefragt, mich intetessiert folgendes: ist ein (1) Zyklus eine Einheit die sich jedesmal um 1 erhöht, wenn ich das Ladegerät anhänge ? Dies würde bedeuten, dass die Bat. immer möglichst weit herunter gefahren werden sollte,um den Zyklus möglicht gross zu gestalten. Ist das so ?

Grüsse Peter

Antworten:

Ein kompletter Zyklus ist eine Entladung vom Ladezustand "ganz voll" bis zum Ladezustand "Entladeschlußspannung erreicht".
Wenn unter die Entladeschlußspannung entladen wird(ca. 1,75V/Zelle beim Bleiakku - entspricht ca. 31,5V beim City-el), dann fängt der Bereich der Tiefentladung an.

Wenn die halbe Energiemenge entnommen wird, dann ist das ein halber Zyklus.

Trojan-Battery (von dort kommen die Banner 109Ah) hat den Begriff LEU = Lifetime Energy Units geprägt, das ist die Anzahl kWh, die eine Batterie während ihrer Lebensdauer speichern und abgeben kann, also der "Energieumsatz".

Das bedeutet, daß Du mit 1200 halben Zyklen gleich viel Energie umsetzen kannst wie mit 600 ganzen Zyklen.

Es ist beim Bleiakku besser, Zwischenladungen zu machen als ganze Zyklen zu fahren. Allerdings würde ich nach kurzen Fahrten und anschließenden Zwischenladungen nicht immer die ganze Gasungsphase durchlaufen lassen sondern früher abschalten, sonst ist der Prozentanteil an der energieverschwendenden Gasungsladung sehr groß.

Mit dem ZIVAN NG1 brauche ich bei vielen kurzen Fahrten (ca. 10km) und anschließenden vollen Ladungen ca. 8-8,5 kWh/100km, bei Teil-Zwischenladungen und voller Ladung erst nach ca. 60 km kann der Verbrauch auch auf 7 kWh/100km absinken.

Nickel-Cadmium-Akkus sollte man öfters ganz (bis zur Entladeschlußspannung) entladen, um dem Memory-Effekt vorzubeugen.

von Herbert Hämmerle - am 07.04.2001 17:07
Salü Herbert

Aus meiner beruflichen Erfahrung weiss ich: jede kompetente Antwort bringt zwei neue Fragen ! Hier sind sie.

Fakten.
Mein Freund hat mir ein V - Messgerät eingebaut.
Mein Händler hat des serienmässige Ladegerät auf vollen Schub geschraubt.
Es sind Megapulser installiert.
Bie Batterien haben 200 Km.

Fragen:
Wieviel V sollte das Gerät nach einer Vollladung von 10 Std. anzeigen ?
Wie tief ( V ) darf ich die Bats. fahren, dass sie keinen Schaden nehmen.

Dank und Gruss Peter

von Peter Reutegger - am 07.04.2001 18:19

> Wieviel V sollte das Gerät nach einer Vollladung von > 10 Std. anzeigen ?

Ladeschlußspannung ist ca. 48V
Aber: Nach Ende der Ladung schaltet das Ladegerät des el auf Erhaltungsladung um und diese Ladespannung dürfte bei ca. 40,5V liegen.
Als Ruhespannung nach Ausschalten des Ladegerätes stellt sich nach meinen Beobachtungen nach einiger Zeit ca. 37,5 bis 38V ein.

> Wie tief ( V ) darf ich die Bats. fahren, dass sie
> keinen Schaden nehmen.

Die Spannung unter Belastung sollte nicht unter 30,6V fallen.
Bei voller Batterie liegt die Entladespannung weit über diesem Wert, bei zunehmender Entladung wird bei hoher Stromentnahme (Anfahren, Steigung) die Spannung sich diesem Wert nähern --> die rote Batteriewarnlampe wird aufleuchten.

Deshalb wurde die dynamische Strombegrenzung entwickelt, um möglichst Spannungseinbrüche unter diesen "magischen" Wert zu vermeiden.

von Herbert Hämmerle - am 08.04.2001 02:39
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