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elweb
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Herbert Hämmerle, Helmut Juchems, Reinhold, Rüdiger Hussy, Werner Weiß

Ströme Nebenschlußwicklung/Feldschwächung

Startbeitrag von Herbert Hämmerle am 21.05.2001 13:39

Hat jemand schon mal den Strom in der Nebenschlußwicklung gemessen ?

a) Bei Direktanschluß (40km/h)

b) Bei 22 Ohm in Serie (50km/h)

Würde folgendes was bringen:

Statt dem starren 22 Ohm-Widerstand noch eine weitere Stufe der Feldschwächung, um mit etwas besserem Wirkungsgrad z.B. ca. 55 km/h bei 36Volt fahren zu können.
Wie groß müßte dann der Gesamtwiderstand sein ?

Antworten:

Also der Strom dürfte knapp unter 1A betragen, da der 22Ohm-Widerstand ja den halben Spannungsabfall verursachen soll.
Eine weitere Stufe zwischen 22Ohm und Compoundwicklung offen lassen sehe ich nicht als sinnvoll an. Wenn Du etwas schneller fahren willst, dreh das Poti für die Engeschwindigkeit auf der Strombegrenzungsplatine ganz auf. Das hat bei mir ca. 6km/h gebracht.

Interessant wäre da eine geschwindigkeitsabhängige Steuerung der Compoundspannung.
Bis Tempo 30 max. Spannung und darüber langsam bis auf 0V.

Oder noch besser abhängig von der Pedalbetätigung die Spannung einstellen.
Vollgas: ab 30km/h -> 0V
sonst: je weniger durchgetreten wird, desto höher die Spannung einstellen.

Möglich wäre auch die Spannung zu invertieren, dann hast Du ein SpeedyEl!

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.05.2001 03:55
Das City-EL soll es demnächst auch als 70km/h Version geben. Der Motor und die Übersetzung müssen dafür nicht geändert werden. Die geplanten Änderungen sind angeblich nicht sehr gross,
die Leitungen A1 mit A2 und D1 mit D2 vertauschen und den Widerstand
an E2 überbrücken. Das ist , bis auf die größeren Räder alles was gemacht wird.
Zur Technik, ...... bei dieser Schaltung wird die Ständer Wicklung D1 -D2 umgepolt, damit wirkt die Compoundwicklung Feldmäßig gegen die Ständerwicklung. Das bedeutet das man dabei das Ständerfeld schwächt und damit die Induktionsspannung im Anker verringert, dadurch erhöht sich der Stromfluß im Anker - Ständer und es gibt mehr Speed. Weil das Ständerfeld gewendet wurde, muß auch das Ankerfeld (A1+ A2) gewendet werden, sonst fährt das el in die falsche Richtung.

Wenn man die Compoundwicklung (E2) abschaltet fällt die Gegencompoundierung weg, damit wird der Speed etwas geringer (ca. 60 km/h) und das Drehmoment etwas größer, jedoch nicht so groß wie in der Normalschaltung. Hier macht eine schaltbare Compoundwicklung ebenfalls Sinn.



Die Folgen:

Grundsätzlich kann eine Drehzahl durch Feldschwächung erreicht werden.
Der Stator im Original Motor ist 4-polig (4x90grad versetzte Wicklungen). Dabei ist jede 2te (gegenüberliegende) Wicklung eine aus sehr dickem Flachdraht und wenigen Windungen bestehende Hauptschlusswicklung (Serienschaltung mit dem Anker) und die dazwichenliegenden 2 Stück 'Compound' oder 'Nebenschluss- wicklungen' bestehen aus dünnem Draht und haben viele Windungen. Die Compoundwicklungen sind elektrisch parallel zum Anker(haupt)strompfad geschaltet.
Magnetisch betrachtet liegen Hauptschluss und Compoundwicklungen in Serie, und Wirkungsgradoptimale Verhältnisse bestehen wenn beide Magnetfeldanteile vor allem gleiche Richtung und gleiche Feldstärke haben. (Originalmotor in 40kmh-Originalschaltung Wirkungsgrad ca 75%)
In der 50kmh Schaltung mit Compoundwiderstand wird der Compound Magnetfeldanteil leicht geschwächt, der Wirkungsgrad sinkt. (geschätzt 70%)
Bei Compoundabschaltung (60kmh Lösung) sinkt der Wirkungsgrad weiter. (geschätzt 65%)


Mit Gegencompound-Speedlösung kämpfen im Stator die (mit Strom aus der Batterie teuer erzeugten) Magnetfelder gegeneinander. Daraus resultiert zwar eine weitere Feldschwächung, aber der Wirkungsgrad sinkt weiter (geschätzt ca 50-55%). Den Kohlen dürften dabei nicht mehr als 10.000km halten.
Denkbar wäre noch eine Zwischenlösung: Gegencompound mit Widerstand (schätze das ergibt ca 65kmh und 60% Wirkungsgrad)....... oder doch lieber 48V???

von Rüdiger Hussy - am 22.05.2001 05:40
hallo ihr da!
herbert meinte mit der nebenschlußwicklung eine art "gangschaltung" auf 2-3gänge zu kommen :D
euer el- flitzer weiss :D

von Werner Weiß - am 22.05.2001 06:00
Wenn man aber die Feldschwächung nur gezielt im oberen Drehzahlbereich und bei voll betätigtem Pedal einsetzt, hält sich der Verschleiß in Grenzen!

Wie gesagt, wenn man die Spannung der Compoundwicklung invertiert ist dies das Gleiche, als wenn man die Pole von Compound- und Ständerwicklung vertauscht.

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.05.2001 07:24
Helmut Juchems schrieb:
>
> Wenn Du etwas schneller fahren willst, dreh das Poti > für die Endgeschwindigkeit auf der > Strombegrenzungsplatine ganz auf. Das hat bei mir ca. > 6km/h gebracht.

Danke, das war´s. Jetzt komme ich halbwegs auf 45km/h, bzw. die 40km/h sind viel schneller erreicht, bei voll angeschlossener Nebenschlußwicklung.
Vorher habe ich diese Werte nur nach "Durchheizen" der Batterie erreicht (Fahren, Zwischenladen mit 32A).

Hat das Aufdrehen dieser Begrenzung auch Einfluss auf die Geschwindigkeitswerte bei Feldschwächung mit dem Speedwiderstand ?

von Herbert Hämmerle - am 22.05.2001 12:29
Natürlich! Ich fahre ca. 56km/h mit Speedwiderstand.

Das Poti des Strombegrenzers bregrenzt sozusagen, wie stark Du das Pedal durchtreten kannst.
(Technisch ist dies das maximale Tastverhältniss des Stellers)

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.05.2001 12:45
Helmut Juchems schrieb:
>
> Also der Strom dürfte knapp unter 1A betragen, da der
> 22Ohm-Widerstand ja den halben Spannungsabfall verursachen soll.
>
>
Das wäre eine Verlustleistung von ca. 22W. Lt. Ralfs Technikseiten sollte der Widerstand für 50W ausgelegt sein. Das wären rund 1,5A (I=Quadratwurzel aus (P/R))
...wahrscheinlich sind bei diesen 50W ein wenig Reserve eingerechnet.

von Herbert Hämmerle - am 22.05.2001 13:04
Helmut Juchems schrieb:
>
> Natürlich! Ich fahre ca. 56km/h mit Speedwiderstand.
>
>
Kann ich bei mir nicht ganz nachvollziehen. 51km/h sind mit Speedwiderstand drin, bei überbrücktem Widerstand ca. 42-45km/h.
Kann auch an der etwas tieferen Spannungslage der Banner 109Ah-Batterien liegen.
Irgendwann werde ich doch noch auf 42V umbauen...

Beste Grüße aus dem Ländle-vor-dem-Arlberg
herbhaem

von Herbert Hämmerle - am 23.05.2001 06:02

schneller machen...

Hallo Speed- Freaks
Ich habe da meine eigenen Ideen verwirklicht:
Der Orginalmotor umgebaut zum reinen Reihenschlussmotor
jeder El Motor hat mit zunehmender Abgabeleistung und Feldschwächung einen abnehmenden Wirkungsgrad.60Km/h Tschau-Reinhold

von Reinhold - am 23.05.2001 14:25
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