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elweb
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Herbert Hämmerle, John, Zeiter Bernhard, Ulrich Reeg, Reinhold, Rüdiger Hussy, Georg Schumacher

Radlager Hinterachse

Startbeitrag von Herbert Hämmerle am 17.02.2002 14:42

Frage an die erfahrenen EListi:

Nachdem jetzt endlich höchste Zeit ist, mich um die Radlager zu kümmern eine Frage:
Ich nehme an, meistens sind nur die Lager in den Bremsankerplatten auszutauschen und nicht die Lager in der Motorkonsole ?

Und falls wirklich auch die Lager in der Motorkonsole hinüber sind: gibt es da wirklich nur Austausch des Teils "A" der Motorkonsole (lt. Rep.-Anltg.) samt Hinterachse ?

Mahlende Grüße von der Hinterachse :-)
Herbert

Antworten:

bei mir waren nur die äußeren Lager defekt...
also keine Panik, ich denke nicht das das mitlere Lager kaput geht , denn es wird ja fast nicht belastet.

von Rüdiger Hussy - am 18.02.2002 15:03
Hallo,

unserer Erfahrung nach gehen eigentlich öfters die Lager an der Motorkonsole kaputt. Die Radlager sind relativ selten defekt.

Der einfachheithalber würde ich erst die äußeren Radlager überprüfen.

Wenn man eine Presse hat und weiß wie es geht kann man die Motorkonsolenlager auch wechseln. Wichtig ist die richtige Reihenfolge beim Einpressen, damit die Lager nicht schon hier einen Schaden bekommen.

Gruß

Schorsch

solar und mobil GmbH

von Georg Schumacher - am 18.02.2002 19:31

Was ist Kaputt?

Hallo
Wenn sich die Frage stellt ob was kaputt ist, kann mann die 'Frage auch anders stellen: welche Eigenschaft ändert sich?
Wenn was schwerer geht, muss die Energie irgendwo hin...
Also würde ich die Sache so angehen- 10 Km Fahren und dann die Hinterachslager anfassen- da wo es warm wird, ist Energie hineingeflossen.
Im Zweifelsfall kann man auch "Generalwartung" machen.
4 neue Lager kosten halt mal 20Euro aber auch ca 4 Std Tauschaufwand.
Dabei muss auch der Lagersitz genau betrachtet werden- der könnte nämlich eingelaufen sein- aufschweissen und abdrehen...
Mein Lager habe ich bei ca 25000 Km getauscht.
Tschau
Reinhold

von Reinhold - am 18.02.2002 19:36
Hallo,

da ich seinerzeit ein Wrack gekauft habe, mußte ich schon fast alles
auseinanderbauen. Beruflich und privat mußte ich schon sehr viele
Wälzlagern wechseln.

meine Vorschläge:
Alle äußeren Lager kann man prüfen indem man die Bremsankerplatten
runterschraubt.
Für die Lager der Motorkonsole muß man zusätzlich den Riemen abwerfen,
damit die Achswelle frei läuft und man die eventuell n-eckigen Kugeln
überhaupt spüren kann. Erfahrungsgemäß hört man einen Lagerschaden schon
wenn noch nicht viel zu fühlen ist!

Beim Wechsel von Kugellagern ist grundsätzlich zu beachten:
Beim Einbau darf keine Kraft über die Kugeln gehen. Das heißt: Man darf
immer nur auf den Lagerring (innen oder außen) drücken der gerade eingebaut
werden soll. Hammerschläge über die Kugeln sind tödlich!!
Lager sollten eigentlich nicht "aus- oder eingewackelt", das heißt durch
abwechselndes Schlagen auf gegenüberliegende Seiten auf- oder eingetrieben
werden.
Lagersitze in Alu-Teilen neigen nämlich sowieso schon (vor allem bei
"umlaufender Last" ) dazu sich aufzuweiten (Beim El in Vorder- und rechtem
Hinterrad).
Um die Sitze zu schonen wärmt man deshalb die Alu-Teile an. Die meisten
Lager fallen bei ca. 200°C (Öl oder Fett raucht) von selbst raus. Das
funktioniert am Besten im Backofen (stinkt), mit einer Heißluftpistole
(Aldi) oder auf einer Herdplatte. Keinen Schweißbrenner verwenden !!!!!
(Gas-Lötbrenner vorsichtig handhaben, hin und herbewegen damit sich das
Teil gleichmäßig erwärmt)
Eine Presse ist meist absolut unnötig! (die Passungen dürfen garnicht so
eng sein) Man kann Lager z.B. mit etwas Geduld ganz hervorragend mit
Gewindestangen und gerade abgeschnittenen Rohrstücken montieren. das dauert
nur etwas länger.

meine Reparatur-Erfahrungen:
Bei den Motorkonsolenlagern hatte ich vor allem Schwierigkeiten die
angerostete Welle aus der Konsole zu kriegen. (Die alte Blech-
Riemenscheibe ging nur mit brutaler Gewalt runter, aber die war sowieso
hin) Hier muß man eventuell vor dem Wiedereinbau mit Schmirgel (ich hab
dazu die Welle in meiner 100 Jahre alten Drehbank laufen lassen) dafür
sorgen daß die Welle relativ leicht (maximal mit Gummihammer, s.o.) wieder
in die Lager reingeht. Sie darf sich ruhig "von Hand" reinschieben lassen.
Man braucht mindestens einen neuen "Krallenring" (bekam ich von CityCom
dürfte aber ein Normteil sein) für die seitliche Sicherung.

Bei mir hatten sich Die Lageraussenringe im rechten Hinterrad losgewalzt.
Es knackte laut bei Kurvenfahrt. (Das passiert laut Ralf Wagner wohl auch
im Vorderrad.) Wenn sich die Lager nur hin- und herschieben lassen, aber
noch kein fühlbares radiales Spiel haben, kann man alles gut entfetten
("Bremsenreiniger") und die Lager mit "Loctite Lager- und
Buchsenbefestigung" einkleben.
Bei mir war so nix mehr zu machen. Die "korrekte" Methode wäe ein neues
Hinterrad oder ausdrehen & ausbuchsen gewesen. Ich habe "Fühlerlehrenband"
in der passenden Stärke dazwischenklebt. Funktioniert!

Viel Erfolg
Ulrich Reeg

von Ulrich Reeg - am 21.02.2002 11:51
Hallo

Bei losen Lagersitzen gibt es auch noch die möglichkeit
Das Teil auszudrehen (ca.0,1mm) und dann "aufspritzen"
Bei dem Verfahren wir so zu sagen neues Metall auf die Lagerstelle
gebracht. Ist recht aufwendig und von dem Privatmann nicht zu machen.
Ich habe aber die Möglichkeit das bei uns in der Firma zu machen.
Wenn also Interesse besteht einfach melden.

MFG John

von John - am 24.02.2002 09:44
Salü Herbert

Mein MiniEl läuft nun wieder einwandfrei. Die Probleme mit dem Antriebsriemen sind behoben. Es war eine grössere Reparatur notwendig.
Nachem ich die Batt. ausgebaut hatte, stellte ich fest, dass ich den Motorträger samt Motor auf der Hinterachse ca. 6 mm seitlich verschieben konnte. Die Verschiebung trat natürlich auch auf, sobald ein grosses Drehmoment übertragen wurd. Dies bewirkte, dass der Antriebsriemen vom grossen Antriebsrad lief. Der Grund der Verschiebung war, dass gegen die linke Fz-Seite keine seitliche Fixierung (Anschlag) vorhanden war. Bei der Demontage der Achse, diese hat keinen Anschlagbund, genügte ein leichter Schlag mit dem Bleihammer seitlich auf die Achse und diese konnte von Hand demontiert werden. Die Lagerinnenringe hatten auf der Achse Spiel. Die Seitliche Verschiebung mit diesem doch geringen Spiel genügte, dass die Spannrolle ohne Hilfmittel auf den Riemen montiert werden konnte.
Abhilfe: Die Konsolenlager waren noch i. O. Damit ich das seitliche Spiel aufheben konnte habe ich eine 6 mm dicke Scheibe zwischen das linke Supportlager und Antriebsradnabe montiert. Vor der Montage habe ich die Achse und die Lagerinnenringe mit Aceton gereinigt, dann die Achse im Bereich der Lagersitze mit dem entsprechenden Loctite eingestrichen und alles zusammenmontiert. Achtung das Loctite muss 24 h trocknen können.
Der Anbtrieb ist nun steif, der Antriebsriemen kann jetzt nur noch mit Schraubzwinge montiert werden. Die Probleme sind behoben, danke für die Infos aller Elisti.

Bernhard

von Zeiter Bernhard - am 27.03.2002 13:10
Ulrich Reeg schrieb:

Zitat

...
Hier muß man eventuell vor dem Wiedereinbau mit
Schmirgel (ich hab dazu die Welle in meiner 100 Jahre alten Drehbank laufen
lassen) dafür sorgen daß die Welle relativ leicht (maximal mit Gummihammer,
s.o.) wieder in die Lager reingeht. Sie darf sich ruhig "von Hand"
reinschieben lassen.


Bei meiner neue Welle, die ich einbauen soll sind dort, wo die Lager hinkommen, Rillen eingewalzt. Da geht nix mehr mit "von Hand" verschieben. Soll ich die Rillen etwas runterschleifen oder muß doch dieser stramme Sitz sein ?



von Herbert Hämmerle - am 20.07.2002 20:06
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