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elweb
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Helmut Juchems, Dirk H., Michael Scholze, Johannes Henkens, Ralf Albert, Carlo Markulis, Claus

Entwickelung eines Boardcomputers

Startbeitrag von Michael Scholze am 19.04.2002 17:17

Hallo alle zusammen.
Ich bin gerade bei der Entwicklung einen El-Bordcomputers.
Er besteht aus mehreren Platinen, die über ein Bussystem (i2c) verbunden werden.
Es wird so sein, dass sich jeder die Module, die er benötigt, mit der Basis-
CPU Platine verbindet, und schon sind die neuen Funktionen im Display
und der Menüstruktur verfügbar.

Hier ein Paar features:

1. CPU Platine
-Datenaustausch über eine serielle Schnittstelle (RS232, Sub-D) -10Mbit Netzwerkanschluss zum Firmwareupdate und Datenzugriff
Unterstützte Protokolle: TCP/IP: HTTP,FTP,Telnet
- Akustischer Signalgeber

2. LCD-Platine
- 4x40 Zeilen Display, Hintergrundbeleuchtet
- Die Displaybeleuchtung kann über die Software gesteuert werden (z.B. blinken für Warnungen etc)

3. Batterieplatine
- Misst Spannungen aller Akkus einzeln
- Misst den Gesamtstrom
- Misst den Ladestrom
- Es wird möglich sein, Lade und Entlade Kurven über die Zeit zu erstellen
- Kann die Akkukapazitäten errechnen (hoffe ich)

4. Boardkommunikationsplatine
- Meldet wenn man das Licht angelassen hat
- Meldet zustände der Geräte (Heizung An, Licht an, etc)

Zurzeit bastel ich an der CPU-Platine. Wird krass....

Wie stehts mit euch, habt ihr auch interesse ???
Ich suche für dieses Projekt noch Bastler, die Lust haben, mich zu unterstützen.
(Dann gehts mit der Entwicklung schneller)

meine Fortschritte werden auf www.atomauto.de zu verfolgen sein.
(Jetzt aber noch nicht, die Website kommt noch !)

Habt ihr noch ideen, die verwirklicht werden können????

Antworten:

hallo!

hätte interesse dran-aber müsste dann mit meinen 14 x 6v batterien(oder auch 2 batts=12v=7 x 12v) zurechtkommen...

Gruss,Carlo



von Carlo Markulis - am 19.04.2002 18:39
Hallo Michael!

Wir bei VERA (http://www.elektromobilfahrer.de) haben schon seit einiger Zeit einen Boardcomputer drin! Das Teil wurde von Dennis "ElMan" getauft und verrichtet gute Dienste. Ich bin dabei, den Prototyp zu verbessern und das Ganze auf einer SMD-Platine zu bringen.

Als Prozessor setze ich den PIC16F877 ein, man kann natürlich auch andere nehmen. Der Hauptgrund ist, daß ich schon einige Projekte in meiner Firma damit realisiert habe. Die Hauptplatine wird den Kapamesser ersetzen und beinhaltet auch deine Batterieplatine und Boardkommunikationsplatine.

Ich setzte übrigens ein grafisches Display ein, da kann man mehr mit darstellen. In der Firma hab ich schon so etwas für 128x32 Pixel mit I2C-Ansteuerung gemacht. Beim ElMan will ich aber alternativ auf 128x64 Pixel gehen.

Das Bussystem wird bei mir ein RS485-Bus sein. Der ist wesentlich störsicherer als I2C (differenziell statt open collector) !
Netzwerkanschluß hab ich eigentlich nicht vor. Über RS232 sollte man auch die Updates einspielen können.

Schreib mal etwas über Deinen Prozessortyp, bzw. wann Du fertig sein willst!
Ich hatte ursprünglich mal vor, bis zum Herbst letzten Jahres fertig zu sein. Leider sind mir ein paar Dinge dazwischen gekommen!

Wenn Du Interesse hast, können wir gerne ein paar Gedanken austauschen.
Komm doch mal nach Aachen! Wir plannen im Sommer eine sehr schöne Tour durch die Region!

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 19.04.2002 18:56
Hallo Carlo,

Du wirst doch nicht Deinem Verein untreu werden und etwas anderes als den ElMan einsetzen? ;-)

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 19.04.2002 18:58

Re: Entwicklung eines Boardcomputers

Die Sache entstand so:

Vor einiger Zeit habe ich bei Beck (www.bcl.de) den IPC@Chip entdeckt.
Dies ist ein Prozessor im 40 Pin-DIL Gehäuse. Im Inneren ist eine AMD 186 CPU, 512Kb Flashspeicher, 512Kb Ram, eine Ethernet Schnittstelle, 2 UARTs, Watchdog, etc.
Damit ist es leicht, Projekte mit Netzwerkschnittstelle zu realisieren. Sofort schwebte mir der Gedanke: Ein EL mit eigener IP-Adresse !! - Sofort bauen !
Und da ich sowieso ein Volt und Ampere Meter einbauen wollte, so dachte ich, das kann ja auch der IPC@Chip machen.

So war das...

Einzieger Nachteil bis jetzt: Der IPC@Chip verbraucht viel Strom. Deshalb muss er so ot es geht in den Sleep-Modus geschaltet werden und über Interrupts wieder geweckt werden. (400mA max, is nich gerade wenig !)

von Michael Scholze - am 19.04.2002 22:37

Re: Entwicklung eines Boardcomputers

Hallo Michael,
ich glaube der Beck IPC ist etwas übers Ziel hinausgeschossen. Nicht nur vom Stromverbrauch, sondern auch von den Kosten. Wenn Du dann noch ständig alle Spannungen und Ströme überwachen möchtest, musst Du den Prozessor eigentlich ständig laufen lassen.
Das sind die PICs schon besser (einige mA), oder der MSP430 von TexasInstruments. Bei TI gibt's auch verschiedene Evaluation Tools, bei denen ein IAR C-Compiler gleich mitgeliefert ist. Allerdings nur bis zur Grenze von 2kB Code, und das ist bei TI nicht gerade viel. Verglichen mit Michrochip PIC entspricht das ca. 1kB (unterschiedliche Prozessorarchitektur).

Gruß Ralf
D"EL"ORIAN

von Ralf Albert - am 22.04.2002 05:38

Re: Entwicklung eines Boardcomputers

Ich arbeite übrigens mit dem CCS C-Compiler. Der ist schon für $99,- zu haben und hat eine Lib mit Support für diverse externe Chips schon eingebaut.
Der PIC16F877 hat 8kByte Rom und kostet nur ca. 6,-EUR. Die gesamten Hardware-Kosten sollten unter 100,-EUR liegen.

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.04.2002 06:53

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Kann man dafür nicht auch das C-Control Modul von Conrad verwenden ?

Ich habe da auch schon mal angefangen zu basteln, bin aber nie fertig geworden.
Mit der Software komme ich nicht klar, bin kein großer Programmierer.

Grüße
Claus

von Claus - am 22.04.2002 10:45

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Der ursprüngliche ElMan basiert auf C-Control. Leider ist der Befehlsdurchsatz nicht sehr hoch, da intern ein Basic-Interpreter läuft. Aber für die eingesetzte Aufgabe reicht es.
Für das Redesign habe ich den PIC ausgewählt. Der läuft ca. 500x schneller und bietet dadurch mehr Möglichkeiten!

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.04.2002 11:02

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Hallo Helmut,

wann wird denn der neue ElMan "serienreif" sein und was wird er etwa kosten?
Ich denke, daß er bestimmt nicht unter 200 Euro liegen kann, falls das Gerät professionell gefertigt wird (Leiterplatte und Gehäuse in Industriequalität).
Planst Du einen Bausatz oder ein Fertiggerät?

Ich überlege nämlich auch, ob ich was selber bauen soll oder auf eine fertige Lösung zurückgreife. Allerdings finde ich die C-Control gar nicht so schlecht, nur das Basic ist nichts. Es gab oder gibt aber auch einen C-Compiler dafür, der zwar ein etwas abgespecktes C bietet (z.B. keine Pointer) aber doch eine wesentlich strukturiertere Programmierung erlaubt. Ich glaube das Ding hieß C3C Compiler.
Das eigentliche Problem der C-Control liegt noch im kleinen RAM (24 Byte), so daß man doch recht viele Programmtricks anwenden muß, um alle häufig beschreibbaren Variablen aus dem EEProm fernzuhalten, der bekanntlich nach 100T bis 1 Mio Schreibzugriffen den Geist aufgibt. Mit dem C3C Compiler konnte man allerdings festlegen, wo eine Variable abgespeichert wird.

Viele Grüße

Dirk

von Dirk H. - am 22.04.2002 19:13

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Hallo Dirk,

das mit dem Termin ist so eine Sache...
Da sich das Interesse in Grenzen hielt und die Leute in meinem Verein den Prototyp auf Lochraster nachgebaut haben, waren mir andere Sachen wichtiger.

Wenn das Interesse größer wird, hab ich mir überlegt zumindest eine "ElMan light" Version zu bauen, die aber alle Funktionen des Prototyps beinhaltet.
Wahrscheinlich wollen sowieso nur die meisten einfache Funktionen wie Spannung aller Batterien, Fahrstrom, Ah-Anzeige, Geschwindigkeit.

Wenn ich ein Feedback bekommen würde, was nötig wäre, werde ich mal sehen ob es etwas bis zum Sommer wird!

Die Kosten halten sich übrigens in Grenzen. Die Platinen für Haupteinheit und Display liegen so bei 30,-EUR/10 Stück, der PIC kostet nur 7,-EUR, das Display kostet 20,-EUR (128x32) bzw. 30,-EUR (128x64), da hätte ich noch 33,-EUR für den Rest, also 100,-EUR gesamt ohne Gehäuse.

Für die Hauptplatine brauch man kein Gehäuse, da diese den Kapamesser komplett ersetzt. Nur für das Display muß man sich etwas überlegen. Sollte aber nicht über 15,-EUR liegen, wenn man es selber beschriftet.

Die "light"-Version käme mit einer Platine aus und wäre ca. 15,-EUR billiger.

Das sind natürlich Netto-Kosten bei Selbstbestückung! Realistisch würde die "light"-Version ca 140,-EUR kosten und die "profi"-Version ca 180,-EUR. Wer würde denn dafür Geld ausgeben? Es sollten schon mindestens 10 Leute sein, damit ich die Zeit investiere!

Gruß
Helmut

von Helmut Juchems - am 22.04.2002 19:47

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Na da lag ich doch mit einer Schätzung von 200 Euro inkl. Gehäuse gar nicht schlecht. Das wäre etwa der Preis, zu dem ich das Gerät über eine Firma fertigen lassen könnte. Allerdings ist das gleiche Problem wie bei Dir, unter 10 Stück lohnt sich der ganze Aufwand nicht.
Mein El (habe es vorige Woche gekauft und heute abgeholt) ist Baujahr 2000 und hat gar keinen Kapazitätsmesser mehr, sondern ein LED-Voltmeter, das ich nicht ersetzen muß.
Da werde ich wohl mal etwas für mich basteln, so eine Art Prototyp mit kleinem Gehäuse und mit 4x16Z oder 2x16Z beleuchtetem Display und es bei guter Funktion der EL-Gemeinde vorstellen. Dann kann man immer noch entscheiden, ob es Sinn macht, eine Kleinserie aufzulegen.
Ich brauche auf jedem Fall noch eine Strommessung und eine Amperestundenzählung und da bietet sich eine Microcontrollerlösung geradezu an.
Die Geräte einzeln zu kaufen ist mir zu teuer, ganz besonders ein Amperestundenzähler.

Viele Grüße

Dirk

von Dirk H. - am 23.04.2002 21:17

Re: C-Control Modul - Entwickelung eines Boardcomputers

Hallo Ihr Bordcomputerentwickler
Ich kann nur sagen ich habe den Elman von Dennis und bin sehr zufrieden.
Vor allen ist der Elman zuverlässig klein und sparsam mit Strom.
Falls man wirklich Intersse an einem Bordcomputer hat würde ich mich direkt mit Dennis Doerffel in Verbindung setzen,denn dort kann mit seinen Erfahrungen im E-Mobilbereich eine Menge Zeit sparen.
Gruß Johannes

von Johannes Henkens - am 25.04.2002 14:52
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