Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Herbert, Rüdiger K. Ueberschaer, Herbert Kaiser, Carlo

Aus der Traum

Startbeitrag von Herbert am 29.09.2003 14:33

Ab morgen liegt mein CityEl nach kaum einem Jahr erstmal still. Ich habe kein Geld mehr, nochmal in unzuverlässige Technik zu investieren :-(
Die Vorgeschichte: Nachdem ich am 1.5. diesen Jahres tolle teure von der CityCom gelieferte - und angeblich "ausgiebig getestete" - SSB-Batterien eingebaut habe, wich die anfängliche Begeisterung sehr schnell der Ernüchterung: Die Reichweite ging innerhalb weniger Wochen von anfänglich 40km (im etwas hügeligen Aachener Umland) auf unter 8km zurück, so dass ich kaum noch damit zur Arbeit kam. Diagnose: eine der drei Batterien war hinüber, die Spannung brach nach kürzester Zeit auf unter 9V ein. Fahrleistung bis dahin: unter 1500km, knapp 4 Monate Gebrauch, weniger als 100 Ladungen. Als "Notlösung" die defekte Batterie rausgebaut und durch eine ältere Varta 100Ah ersetzt, immerhin gings jetzt wieder zur Arbeit. Reaktion der CityCom auf Anfrage per Email: erstmal Null, dann nach Telefonat mit Herrn Nestmeier der berühmte Anruf von Herrn Eckel, mit allerlei netten "Tips und Tricks". Keine Rede von der Verantwortung als Händler oder einer Garantie-Leistung.
Mittlerweile wurde die Varta auch immer schwächer. Eine etwas barschere Email an die CityCom hinsichtlich Austausch auf Garantie wird mit der Aufforderung beantwortet, die defekte Batterie und das Ladegerät zwecks Überprüfung einzusenden. Die Stossrichtung ist klar: natürlich trifft weder den Hersteller noch den Lieferanten irgendwelche Schuld, sondern der Kunde ist zu blöd und verschuldet in seiner grenzenlosen Beschränktheit den Schaden an den Batterien. Den Teufel werde ich tun und mein Fahrzeug wochenlang stilllegen - ohne Ladegerät nix los - und auch nur die Spur eines Zugeständnisses machen, dass etwas anderes als mangelhafte Qualität die Ursache sein könnte.
Inzwischen ist die Varta auch tot. Die beiden anderen SSBs scheinen ok zu sein, aber nur mit zwei Batterien kann man nicht fahren. Punkt. Aus.
Ich verabschiede mich also aus der "Gemeinde" der Elektro-Fahrer. Mein Dank gilt den Batterie-Herstellern, die miese Quailtät liefern, und den Händlern, allen voran der CityCom, die diese miese Qualität mit unangepasster Technik würzen und den Kunden im Regen stehen lassen. Für mich ist nach dieser Erfahrung das Konzept des Elektrofahrzeuges gestorben. Ich rede hier nicht von Kinderkrankheiten oder kleinen Unzulänglichkeiten, sondern vom "Herz" des ganzen, dem Energie-Speicher. Scheiss-Qualität, beschissene Ladetechnik. Und komme mir bitte niemand mit Geschichten von jemandem, der seit 20 Jahren täglich 200 Kilometer mit demselben Batteriesatz fährt. Gut für ihn in diesem Fall. ICH komme keine 5km weit.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch meiner masslosen Enttäuschung über die Trägheit der Nutzer, die sich in diesen Foren austauschen, Ausdruck geben. Wie oft habe ich von dieser Erfahrung, wie ich sie hier beschreibe, gelesen? Aber statt sich mal zusammen zu tun, und den Hänldern Feuer unter'm Arsch zu machen, fragt man sich ja hier lieber, "Oje, was habe ICH falsch gemacht? Hätte ich vielleicht doch ein paar Millivöltchen weniger oder ein paar Minütchen länger laden sollen?" und dann werden wieder Zaubertricks ausgetauscht. Ich möchte mal darauf hinweisen, dass die CityCom mir gegenüber nicht so arrogant auftreten könnte, wenn sich all die Nutzer, die unter diesen Qualitätsmangeln leiden, bei der CityCom beschwert hätten, statt hier zu jammern. Dann könnte nämlich die CityCom nicht die Augen davor verschliessen, dass der Ausfall einer Batterie aus einem Satz von dreien ein typischer Schaden ist, der beim seriellen Laden durch zu grosse Exemplar-Streuung verursacht wird, und nicht durch die Blödheit der Kunden. Und dass die SSB längst nicht so toll sind, wie sie den Kunden weismachen wollen. Deshalb gilt mein Dank auch euch, die ihr lieber Stunden, Tage und Nächte mit fruchtlosen Basteleien verschwendet, statt eure Rechte geltend zu machen. Ihr werdet's auch noch merken, wenn eure Batterien hinüber sind und alles bohren, tropfenweise Wasser nachfüllen und Milliampere-Laden nichts mehr nutzt.
Sollte ich jemals nochmal das Geld zusammen bekommen, mir ein Fahrzeug zuzulegen, wird es eins mit einem ordentlichen Benzin- oder Dieselmotor sein, die laufen wenigstens, und da hat der Begriff "Garantie" zu eine Bedeutung.
Tschüss, macht's gut.

Antworten:

Hallo Herbert,
schön daß Du Dich wie eine beleidigte Leberwurst in Deinem Schneckenhaus versteckst,:sneg:
alle anderen ehrbaren elweb-Nutzer beleidigst :angry: und dann schmollend verschwindest. :(
Zum Abschluß Deiner El-Phase biete ich Dir eine kostenlose Entsorgung Deines "Problems" an:

Ich hole ihn gerne bei Dir ab. :cool:

Rudi - der rote Flitzer :hot:

von Rüdiger K. Ueberschaer - am 30.09.2003 19:46
Guck mal in's Batterie-Forum, gleicher Thread

von Herbert - am 01.10.2003 03:51
Ich verkneife mir fast jeden Kommentar...weil mir und auch anderen hier klar ist,was ein Akkuleben verkürzt oder verlängert.Dabei kommt es wirklich auf winzige Spannungen und Ströme/Temperaturüberwachung an.Möglicherweise ist es sogar machbar die "toten" Akkus wiederzubeleben;das hat schon öfters geklappt.Wenn man sich aber noch nicht einmal beim ortansässigen Verein helfen lässt,dann soll das EL ruhig in der Presse verschwinden!

OfG Carlo

von Carlo - am 01.10.2003 20:02
Lieber Carlo,

dahingegen kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen.
Das was du sagst hinsichtlich dessen, dass winzige Spannungen ausschlaggebend sind, bestätigt mich nur in meiner Auffassung, dass das im CityEl eingesetzte Konzept nicht alltagstauglich ist.

Wenn du dieses Forum so intensiv verfolgst wie ich, wirst du wissen, dass ich hier oft um Rat gefragt habe - und nach Kräften auch Rat gegeben habe - , und für die Vorschläge und Tips, die ich bekommen habe, bin ich auch sehr dankbar. Wenn du allerdings die ultimativen Informationen hast, musst du dir die Frage von mir gefallen lassen, wieso du mir die auf meine Anfragen nicht gegeben oder wenigstens angeboten hast. Ich kann mich nicht erinnern, auf meine Anfragen zu Ladespannungen und Problemen mit SSB-Akkus von dir jemals irgendetwas gelesen zu haben.

Was den V.E.R.A. angeht und den aktuellen Schadensfall an meinen Batterien, bitte ich dich, mir zu erklären, was der Verein denn da für mich hätte tun können. Kann der V.E.R.A. mir eine neue Batterie besorgen? Oder mir das Geld dafür geben? Oder hat der V.E.R.A. Kontakt zu einem guten Anwalt mit Kenntnissen im Garantie-Recht und Verbraucherschutz?
Ich weiss, Harald hat mir leihweise eine Batterie angeboten, was ich sehr erfreulich finde, aber das Grundproblem habe ich damit nicht gelöst.

Wie ich im Batterie-Forum schon erläutert habe - und auch eurem Vorsitzenden Harald erklärt habe, vielleicht solltet ihr mal miteinander reden, bevor ihr auf andere Leute schiesst - hat der Schaden an meiner Batterie nichts mit falsch eingestelltem Ladegerät oder sonstiger falschen Behandlung der Batterien zu tun. Eine Batterie aus dem Satz von dreien hat sich nach kaum vier Monaten normalen Betriebs und nach Laden gemäss Datenblatt des Herstellers verabschiedet. Die Frage habe ich schon jemand anderes gestellt: Wenn du mir technisch fundiert - und das bin ich in der Lage zu verstehen, ich bin Elektroingenieur mit 15 Jahren Berufserfahrung - erläutern kannst, wie dieser Schaden zustande kommt, wenn nicht dadurch, dass diese eine Batterie einen Fertigungsfehler aufweist, lasse ich mich gerne belehren und höre mir das mit grossem Interesse an.
Die einzige technische Information, die zur Vermeidung dieses Schadens wertvoll gewesen wäre, ist dass man Batterien nicht dauerhaft seriell laden soll. Das weiss ich mittlerweile auch und habe deswegen auch ein Projekt für Einzellader auf meiner Liste stehen. Da aber dieses Ladeverfahren seit eh und je von der CityCom selbst angewendet wird, und auch der hochgepriesene HF-Lader nichts anderes tut, hatte ich bisher keinen Grund, daran grundsätzlich zu zweifeln, und kann es auch nicht auf meine Kappe nehmen, dass dieses Lade-Verfahren Akkus tötet.

Aber lass mich mal ein Beispiel geben. Ich besitze eine Waschmaschine. Ich weiss, dass ich damit keinen Beton mischen kann, und dass ich sie nicht überladen darf (was für eine nette Parallele). Wenn ich solche Stunts veranstalte, muss ich mich nicht wundern, wenn das Ding kaputt geht. Solange ich mich allerdings an die Vorgaben des Herstellers halte, kann ich erwarten, dass das Gerät jahrelang ordentlich funktioniert.
So. Wenn ich jetzt darin mal ein schweres Segel waschen will, kann ich mich an den V.M.W.B (Verein der Miele Waschmaschinen Benutzer) wenden und mir von denen Tips geben lassen, welches Lager ich verstärken muss und fragen, ob der Riemen das aushält.
Wenn ich aber immer nur brav meine 4kg Wäsche reinstecke, und das Ding geht nach zwei Monaten kaputt, erwarte ich vom Hersteller/Lieferanten, dass der den Schaden behebt oder das Gerät austauscht. Ein Händler mit minimalem Ehrgefühl wird das auch tun, und vielleicht sogar sagen "Ja, dieser Schaden tritt leider bei diesem Modell öfter auf. Keine Frage, tausche ich aus. Ich bitte um Entschuldigung". Was ich in einem solchen Fall NICHT tun werde, ist selbst daran herum basteln, denn dann verliere ich meinen Garantie-Anspruch. Und ich sähe dann auch keinen Grund, mich an den V.M.W.B zu wenden und mir von denen dann vielleicht hämisch sagen zu lassen "Jaa, wenn du dich mal früher an uns gewendet hättest, hätten wir dir sagen können, dass du bei diesem Modell alle zwei Wochen jene zwei Schauben nachziehen musst."
Ich denke, ich muss die Parallelität nicht erklären, das ist offensichtlich.

Bitte, um es zum wiederholten Male zu betonen: Ich erkenne den Wert des V.E.R.A und anderer Vereine und auch dieses Forums, sowie engagierter Einzelpersonen vorbehaltlos an und bin dankbar für deren Existenz. Nur dieser mein spezieller Fall, wo der Schaden, den ich erleide, offensichtlich von einem schadhaften Produkt herrührt, und die Firma CityCom sich mir gegenüber eben nicht ehrenhaft verhält, hat nichts mit Vereinen zu tun.

Lieber Carlo, um es abzuschliessen: Ich nehme mir die Freiheit, selbst zu entscheiden, welchen Vereinen ich beitrete und mit wem ich gegebenefalls meine Donnerstag Abende verbringe. Ich danke dir, dass du diese meine Freiheit respektierst. Auch darüber habe ich mir eurem Vorsitzenden gesprochen. Frag' ihn mal heute abend. Was ich nicht erwartet habe, ist nun derartig angefeindet zu werden. Wenn du lieber die arme Firma CityCom (die nicht meine Freunde und auch kein gemeinnütziger Verein, sondern eine ganz normales Wirtschafts-Unternehmen sind) in Schutz nehmen und dafür auf mir herumhacken willst, der ich einen unverschuldeten Schaden erleide und vom Lieferanten, der gerne mein Geld genommen hat, im Regen stehen gelassen werde - nicht nur meine Erfahrung! - , bestätigt mich das auch ein wenig in meiner früheren Entscheidung, dem Verein nicht beizutreten.
Ok, ich versuche es nicht persönlich zu nehmen und vielleicht auf Missverständisse zurück zu führen. Bitte macht eure tolle Arbeit in Aachen und Umgebung weiter, und viel Spass mit euren CityEls.

Gruss aus Aachen nach Aachen
Herbert

von Herbert Kaiser - am 02.10.2003 08:54
Hallo Herbert,
sorry wenn ich mal einen Schuß ins Blaue wage - Technisch TOP kaufmännisch ein FLOP - aber nicht die City Com, sondern Du und Deine Ausführungen!

z.B. Deine Aussage:
Zitat

"Ja, dieser Schaden tritt leider bei diesem Modell öfter auf. Keine Frage, tausche ich aus. Ich bitte um Entschuldigung"


Wäre der Beweis eines Serienfehlers der nach BGB § 437 den "Geschädigten" berechtigt, seine gesamten Kosten für den Ersatz / Austausch dem Werk in Rechnung zu stellen.

Die Aussage aus Deinem ersten Bericht:
Zitat

Eine etwas barschere Email an die CityCom hinsichtlich Austausch auf Garantie wird mit der Aufforderung beantwortet, die defekte Batterie und das Ladegerät zwecks Überprüfung einzusenden. Die Stossrichtung ist klar: natürlich trifft weder den Hersteller noch den Lieferanten irgendwelche Schuld, sondern der Kunde ist zu blöd und verschuldet in seiner grenzenlosen Beschränktheit den Schaden an den Batterien.


Ist das typische Verhalten von Kunden. Ein wirtschaftlich einwandfrei arbeitendes Unternehmen wird eben nicht jede Reklamation ohne Kontrolle hinnehmen.
grundsätzlich besteht das Recht auf 2 - 3 malige Reparatur / Wandlung. Um den eventuellen Fehler zu beheben, wird bei Reklamationen an Akkus grundsätzlich auch das Ladegerät zur Prüfung benötigt.
Das Du in der Zeit nicht laden / fahren kannst ist richtig - läßt sich aber nicht ändern.

Bedenke bitte, daß die City Com ein kleines Unternehmen ist, daß nicht den Servicetechniker aus der Portokasse zahlen kann.

Mit etwas Verständnis sind viele Probleme deutlich kleiner und leichter zu lösen.

Und nur zur Info - ich bin weder persönlich noch finanziell an der City Com beteiligt, aber eben in einem Industirunternehmen tätig, daß auch mit Kunden - Reklamationen und Akkus was zu tun hat.

Rappel - der rote Flitzer

von Rüdiger K. Ueberschaer - am 02.10.2003 18:43
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.