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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lutz Wollin, Dieter Seeliger, Sven Salbach, Jürgen G., Bernd Schlueter

NiCad Einbau

Startbeitrag von Lutz Wollin am 25.08.2005 11:18

Hallo City el Schrauber,

ich habe gerade 70 offene NiCad Zellen 1.2 V 36 Ah (C1) und 40 Ah (C5) von General Electric erworben, die noch vor dem Winter in mein City el sollen. Der Preis war so günstig, ich konnte nicht widerstehen. Nur soviel, der letzte Bleibatteriesatz war deutlich teurer und ist jetzt nach zwei Jahren auch schon fast wieder am Ende. Jeweils 20 dieser Zellen (235 x 79 x 35 mm) passen immer genau in einen Batteriekorb und 10 werde ich in ein extra Gehäuse in den Kofferraum oder in den Sturzbügel integrieren. Ich möchte 2 Stränge a 35 Stk = 42 V einbauen und diese Stränge dann parallel anschließen. Bei 70 Zellen gibt das natürlich ein riesen Kabelsalat und viel Arbeit, wenn ich jedes Kabel einzeln ablängen und löten, oder quetschen muß (ist auch nicht gerade billig), deshalb hatte ich die Idee die Verbinder aus Alublech anzufertigen. Ist das eine gute Idee? Alu leitet doch gut, oder? Wie groß sollte denn die Querschnittsfläche für einen Verbinder sein? Gibt es Probleme wenn ich die Alustreifen mit Edelstahlschrauben verschraube (Kontaktkorrosion)? Ungeklärt ist auch noch mein Ladeproblem. Die Ladeschlußspannung ist 1.425V pro Zelle. Das heißt dann ziemlich genau 50V für die 35 Zellen. Gibt es da eine bekannte Ladelösung? Ich fahre vor allen Dingen im Winter und habe es satt immer mit der schwindenden Kapazität der Bleibatterien zu kämpfen. Mal sehen, ob mich die NiCads wirklich weiter bringen. Ich freue mich über alle Ratschläge, evtl. auch über eine Quelle für günstige Zellenverbinder (Kabel, Blechstreifen,....).

Grüße Vom Bodensee

Lutz

Antworten:

Hallo Lutz,
ich habe praktisch die gleiche Konfiguration in meinem EL Bj. 91.
Es sind 60 Zellen von SAFT a 37Ah, jeweils 20 pro Batteriekasten.
Verbunden sind die Einzelzellen mit Kupferschienen 20x3mm die ich gefräst
und dann habe vernickeln lassen.
Das mit dem Alu schlage Dir aus dem Kopf !!!
Die offenen Zellen haben an der Oberseite ein Ventil, dass, zumindest bei meinen Zellen, bei ca. 0,7 Bar öffnet und das bei der letzten Ladephase entstehende Knallgas nach aussen entweichen läßt.
Dabei wird immer etwas Kalilauge aus den Zellen mit ausgeschwitzt.
Dieser Laugennebel oxidiert Dir die Alustreifen so schnell, dass Du dabei stehenbleiben kannst.
Ausserdem sind die Anschlussklemmen Deiner Zellen auch aus vernickeltem Kupfer und in der elektrochemischen Spannungsreihe liegen Nickel und Aluminium
ca. 1,41 Volt auseinander.
Damit hast Du einen weiteren Ansatzpunkt für Korrosion in Deinem Batteriesatz.

Ich habe die Zellstränge nicht parallel geschaltet sondern kann sie über zwei
1000A Hochlastschalter einzeln zuschalten.
Von da wo ich mit einem Strang hingefahren bin, komme ich logischerweise auch wieder nach Hause......

Weiterhin habe ich alle Kabel im EL von der Batterie zum Curtis und dann zum Motor durch 25 mm² Kupferkabel getauscht. Original waren 16mm² verbaut.

Ich lade mit dem vorhandenen Trafolader und es geht ganz gut.
Die Batterie ist nicht temperaturempfindlich und ich habe eine Reichweite
von ca. 18-20 Km pro Strang.
Alle 8 Wochen ist allerdings der Batterieservice angesagt, dh. alle Batterien raus,
Wasser nachfüllen, einmal tiefentladen bis auf 0,6V pro Zelle und dann wieder rein ins EL.
Waaserauffüllen mit Ein- und Ausbau dauert immer so ca. 2 Stunden.

Ganz wichtig ist noch, dass Du die Zellen nicht einfach nur so in den Batteriekorb reinstellst.
Beim Ladevorgang blasen sich die Zellen durch den entstehenden Überdruck auf und das kann zur Zerstörung der Elektroden führen.
Je Pach (12V) vorne und hinten eine 4mm Aluminiumplatte und das ganze mit Umreifungsbändern aus der Verpackungsindustrie ist da ein probates Mittel.


So, genug erstmal, weitere Infos auch zum Laden findest Du im Projektbeitrag von Ulrich Reeg, auf der Projektseite hier im ELWEB.

Gruss Dieter


::::Auf die Dauer hilft nur Power, life`s too short for QRP::::

von Dieter Seeliger - am 25.08.2005 12:28
Dürfte man die Quelle der günstigen Teile erfahren?
Oder war das ein "Sonderangebot" eines weltweit bekannten Auktionshauses? :-(


.



von Jürgen G. - am 25.08.2005 17:37
Ja da hast Du richtig geraten. Unter dieser Nummer ist die Auktion zu finden 4569196649. Es müssten noch mindestens 50 Zellen zu haben sein. Die Historie des Verkäufers läßt vermuten, dass es da auch mal wieder welche gibt. Es sind jedenfalls nicht die ersten Zellen die er versteigert hat.

Vielleicht mal kontaktieren.

Viel Glück

Lutz vom Bodensee

von Lutz Wollin - am 25.08.2005 18:06
Hallo Dieter,

vielen Dank für die guten Ideen. Das mit den zwei umschaltbaren Strängen ist sicher ideal. Dann kann man immer die Zellen wirklich leer fahren, so wie das für NiCads gut ist. Wo bekomme ich denn einen 1000A Schalter oder Relais? Ich möchte meine Zellen in passende Edelstahlbehälter packen, damit sie nicht beim Laden zerstört werden.

Viele Grüße

Lutz vom Bodensee

von Lutz Wollin - am 25.08.2005 18:31
Hallo Dieter,

ich habe gerade beim Stöbern im Forum entdeckt, dass Du Erfahrungen mit Pitronik Ladegeräten hast. Ist das richtig? Just so ein Ladegerät (KOP600) habe ich mir letztes Jahr für mein City el gekauft. Leider ist aber die Firma, bei der ich das Ladegerät gekauft habe, in der damaligen Form nicht mehr aktiv. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die Programmierung für meine NiCads zu ändern. Laut Beschreibung auf der Internetseite von Piktronik sollte es bis auf 49,5 Volt einstellbar sein. Das wäre genau richtig für meine 35 Zellen pro Starng. Weißt Du wie das Gerät umprogrammiert werden kann, oder wer das macht?

Viele Grüße

Lutz vom Bodensee

von Lutz Wollin - am 25.08.2005 18:50
Moin Lutz,
die Hochlastschalter bekommst Du bei Pieper in Gladbeck.
Pro Stueck ca. 18 Teuro.

[www.pieper-gladbeck.de]

Gruss Dieter

von Dieter Seeliger - am 26.08.2005 04:01
Nochmal Moin,
Ich selber habe noch keine praktischen Erfahrungen mit den Piktronik Ladern.
Ich habe nur mit der Technik von Piktronik telefoniert, weil ich mir so einen Lader
kaufen will.
Der Techniker war sehr freundlich und schickte mir alle Unterlagen zu den Ladegeraeten.
Aus diesen Unterlagen geht hervor dass mit der entsprechenden Software und einem Programmierkabel die Lader komplett programmierbar sind.
Wenn ich das Geld dafuer ueberhabe, werde ich mir so einen Lader zulegen und testen.
Meiner Meinung nach, zZt. nur nach Lektuere der Beschreibung, sind die Piktronik
die flexibelsten Lader fuer uns Elektrofahrer.

Gruss Dieter

von Dieter Seeliger - am 26.08.2005 04:08
Ich habe mal angerufen: ca 10 Euro für einen Drehschalter erheblicher Dimension mit 100 Ampere Dauerbelastung, 500 Watt Spitzenlast, könnte doch passen. Den gibts auf der Sandstarße. Für 50 Euro gibt es im Bootsladen einen Batteriewahlschalter: 0,1.Batterie, 2. , 1und2. Ich habe auch gefragt wegen Relais, da setzt Du Dich besser vorher auf den Teppich (vetus.de). Da weidet man wohl besser eine alte Straßenbahn aus.
Ein weitaus besserer Ersatz für eine relaisgesteuerte Motorsteurerung, wie ich sie suchte, ist der Egret von 4QD für 20 Euro, wenn man den noch mit ein paar passenden Mosfets für weniger als 10 Euro versieht. Übrigens, gar nicht so dumm, zwei von den Dingern für das Elektroauto zu verwenden. Dann kann man regeln, aus welchem Strang man wieviel aus den Batterien beziehen will. Dann ist nur eine relativ kleine Trenndrossel erforderlich. Es ist ein Witz, dass eine komplette Regelung billiger ist, als ein Relais. Gut, ein Relais verzeiht Fehler, wie bei den Staßenbahnen der Duewag. Die beherrschen ihre Technik noch nicht.

von Bernd Schlueter - am 27.08.2005 05:18
Moin Bernd,
die Schalter mit 100A Dauer sind nicfht die die ich meine,
auch nicht die Umschalter.
Der Mitarbeiter in der Abteilung ist da viel besser informiert!
Die Schalter die ich verbaut habe haben 1000A Spitzenstrom
und sind einfache Schliesser.
Dauerstrom glaube ich 250A.
Kleiner dimensionierte Schalter wuerde ich nicht einbauen.
Die Batterieumschalter sind uebrigens nicht brauchbar, da sie die Stellung
fuer BAT1+BAT2 meistens in der Mittelstellung haben.
Da fliesst beim Umschalten kurzzeitig der volle Ausgleichsstrom wenn
der eine Strang leer ist und man auf den vollen Strang umschalten will !!!
Das machen die Kontakte nicht lange mit !

Am besten ist es, mal vorbeizufahren und dort im Sortiment zu stoebern.


Gruss Dieter

von Dieter Seeliger - am 27.08.2005 06:21
warum baust Du zum Wasser anchfüllen die Akkus aus??
In de rAnleitung steht ein Gerät beschrieben 8Piepette mit loch in der Seite) mit der man das einfach im eingebauten Zustand machen kann.
Oder verstehe ich da was falsch?



von Sven Salbach - am 28.01.2007 20:54
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