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elweb
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10
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stefan Sigmund, Bernd M, Berlingo-98, EVTler, Herby, Bernhard, Michi, Stüpfnick

Reku und Effizienz bei Kürten-Kette?

Startbeitrag von Stüpfnick am 20.01.2006 14:57

Hallo!

Ich fahre die eigentl. 54 km/h Kette (bei vollem Compound), offiziell heisst sie aber 63 km/h, da man diese mit Feldschwächung auch erreichen kann.

Nun habe ich mich schon länger mal nach einer Rekuperation für den EL erkundigt und wurde darauf verwiesen, dass das nur mehr eine Lösung angeboten wird, die mit dem Kettensatz funktioniert.

Da dieser nun eingebaut ist: Wie komme ich an die Reku? Was gibt es da, was brauche ich alles, was kostet der Spaß?
Da ich viel in der Stadt unterwegs bin, wäre es sicherlich eine feine Sache.

Ich bin für jegliche Auskunft dankbar!

Weiters war bei den Einbauhinweisen des Kettenantriebs eine andere Verkabelung des Motors aufgeführt, welche angeblich die Effizienz verbessern sollte. Es steht, wie man verkabeln muss (irgendwas von dem und dem vertauschen und Compounder auf Batterie-Minus, etc.), aber nicht, was das eigentlich ändert und warum die Effizienz besser werden sollte. Hat da jemand eine Ahnung? Hat das ganze vielleicht sogar etwas mit der Reku zu tun? Es steht auch, dass dann ein Schalter dazu kommt, und die Geschwindigkeit von 54 auf 58 km/h steigt, was ich eigentlich nicht brauche. Jetzt schalte ich hin und wieder den Compunder auf Widerstand, für 63 km/h, aber das nur mehr selten. (bei 58 km/h brauche ich das nicht mehr) Sind die 58 km/h dann sparsamer, als jetzt die 54? Oder wie ist das ganze? Kennt sich jemand aus?

Danke schonmal im Voraus!
Beste Grüße,
Stefan aus dem Wienerwalde

PS: Nach fast 2 Wochen Betrieb mit Kettensatz ist der Geräuschpegel so stark zurückgegangen, dass es praktisch nicht mehr vom Motorgeräusch zu unterscheiden ist. Jetzt ist die Kette eingefahren, und dank dickem Teroson überall, ist praktisch nichts mehr zusätzlich zu hören! Da bin ich wirklich sehr zufrieden, hatte schon Angst, wegen mehr Lärm, wovon aber nichts (mehr) da ist. Lediglich die ersten Tage zwischen 30 und 40 km/h war es etwas lauter, aber auch erträglich. Muss man die Kette irgendwann nach spannen?

Antworten:

Das würde mich auch alles inter. mit dem Kettenantrieb, und der Vertauschung der Kabel vorallem wie bewirkt sich das dann auf die Reichweite und Beschleunigung aus? Also Profis ran an die Tastatur und macht Meldung

von Bernhard - am 20.01.2006 15:12
Habe auch vor so einen Kettensatz einzubauen.Aber welchen, ich möchte das CityEl so schnell wie möglich machen . Was ist das schnellste mit Riementrieb und 36V ? Wie bekomme ich das hin? Was bringt dann noch der Kettensatz? Gruß Michi

von Michi - am 20.01.2006 19:04
Du willst das EL schneller machen ??? Dann Schubi dran und 100 fahren HI HI !!! :D :D

von Herby - am 20.01.2006 19:10
Hallo Leute ....


Einfach mal eine Mail an die Firma Kürten.
Dort sind echte Profis zu finden .

Elektrische Grüße

von EVTler - am 20.01.2006 21:16
Link zum Thema
[forum.myphorum.de]

"Dies bewirkt, dass die Compoundwicklung nicht mehr am Steller hängt und somit beim Anfahren bereits volle Stärke hat, statt nur die schmalen Impulse vom Steller zu sehen.
Bisher hat uns beim Beschleunigungsrennen bei der Solarparade in München noch kein anderes CityEl geschlagen, vom Fact 4 ganz zuschweigen. Die sind letztes Jahr gar nicht erst angetreten "

Bernd M

von Bernd M - am 20.01.2006 21:42
Bernd M schrieb:

Zitat

Link zum Thema
[forum.myphorum.de]

"Dies bewirkt, dass die Compoundwicklung nicht mehr am
Steller hängt und somit beim Anfahren bereits volle Stärke
hat, statt nur die schmalen Impulse vom Steller zu sehen.
Bisher hat uns beim Beschleunigungsrennen bei der Solarparade
in München noch kein anderes CityEl geschlagen, vom Fact 4
ganz zuschweigen. Die sind letztes Jahr gar nicht erst
angetreten "

Bernd M


Danke, das klingt ganz gut, aber wie sieht es dann mit der Höchstgeschwindigkeit und der Reichweite aus? Ändert sich dabei etwas? Kann man immer noch den Speed-Widerstand schaltbar machen, oder verliert das dann den Sinn?

von Stefan Sigmund - am 20.01.2006 22:54
Michi schrieb:

Zitat

Habe auch vor so einen Kettensatz einzubauen.Aber welchen,
ich möchte das CityEl so schnell wie möglich machen . Was ist
das schnellste mit Riementrieb und 36V ? Wie bekomme ich das
hin? Was bringt dann noch der Kettensatz? Gruß Michi


Hallo!

Ich würde dir absolut empfehlen, es so zu machen, wie ich es habe, d.h. den Kettenantrieb mit der längeren Übersetzung. (Kettensatz 70/14)

Dazu einen Schalter, der den Compounder entweder voll einschaltet (normalerweise 40 km/h), oder eben auf Widerstand. (Speed-Widerstand, normalerweise 50 km/h).

Damit kommst du dann mit vollem Compounder auf schöne 55 km/h, teils auch 60 km/h. Also es geht damit schon schneller, als vorher mit Speed-Widerstand, vor allem auch wenn es leicht bergauf geht. Der Motor hat bei 50 km/h noch Kraft, das ist das schöne an der Sache!
Und wenn du es dann ganz schnell brauchst, kannst du ab ca. 50 km/h auf den Speed-Widerstand umschalten und kommst dann auf deine 65 km/h, evt. auch 70 km/h, wenn zB. leicht bergab.
Auch wenn es leicht bergauf geht, nutzt der Schalter noch etwas, aber wenig, was er jedoch immer tut: Es gibt noch einen kleinen Beschleunigungsschub über 50 km/h. Ich mache es dann meist so: Bis 50 fahre ich mit vollem Compound, dann gebe ich kurz den Widerstand dazwischen, um schnell auf 60 km/h zu kommen und schalte dann wieder zurück, um sparsamer so weiter zu fahren.

Theoretisch könnte man den Compounder dann auch ganz abhängen und wohl noch etwas mehr Speed rausholen, aber das wird dann nur mehr auf einer ganz ebenen Straße oder bergab funktionieren, der Unterschied beim Schalter ist nicht mehr so gravierend, wie bei der Standard-Riemen-Übersetzung. Da ohne Compounder der Stromverbrauch stark ansteigt, der Wirkungsgrad sinkt, und der Motor nicht mehr nach oben in der Drehzahl begrenzt ist, würde ich auf diese Schalter-Stellung gleich ganz verzichten. Zahlt sich eh kaum mehr aus, habe es aber auch nicht probiert. Mir reicht die Geschwindigkeit mit Speed-Widerstand LOCKER aus, vorher war ich aber ziemlich unzufrieden.

Wenn man nicht übertrieben fährt, kommt man mit dem Kettensatz bei mehr Speed ca. gleich weit, wie mit dem Riemen. Wenn man dauernd mit Speed-Schaltung Vollgas fährt, ist der Verbrauch schon deutlich mehr, auch wenn nur mehr ein paar km/h mehr, als bei "vernünftig" fahren drin sind.

Der Umbau ist nicht all zu stressig, ich würde auf jeden Fall auch alles ordentlich mit Teroson auskleiden! Es ist nach ein wenig Einfahrzeit nun kaum mehr ein Unterschied zum Riemen zu hören, subjektiv klingt es praktisch wie vorher, aber ich vermute, wenn ich mit einem Riemen-EL fahren könnte, würde ich es wohl merken, oder?
Beim Teroson muss man nur aufpassen, da dass für das große Zahnrad zu dick sein kann (war zumind. bei mir so), und es dann an der Abdeckung streift. Da am besten alles störende weg schneiden und die Reste den EL selbst machen lassen. Natürlich dann erst nach dem "Abfahren" der Teroson-Fitzel die Riemenabdeckung schließen.

Das einzige, was ich noch nicht probiert habe, ist eben diese verbesserte Schaltung, für mehr Effizienz. Dazu müssten aber wohl erst meine restlichen Fragen beantwortet werden.

Ich den Kettensatz jedoch jedem absolut uneingeschränkt empfehlen! Vor allem denen, die etwas mehr km/h haben wollen. Natürlich sinkt die Anfahrbeschleunigung vom Stand weg, aber das ist nicht so tragisch, dafür kann man auch bis 50+ km/h recht flott beschleunigen, wo vorher ja praktisch bei 30 km/h Schluss war.

Als nächstes kommen bei mir sicherlich PowerCheqs in den EL und eine Rekuperation, auch eine Batterieheizung wäre wichtig! Werde aber wohl bei den PowerCheqs anfangen, um mehr Batterielebensdauer zu erhalten!

Viel Glück und
Beste Grüße,
Stefan aus dem Wienerwalde

von Stefan Sigmund - am 20.01.2006 23:13
EVTler schrieb:

Zitat

Einfach mal eine Mail an die Firma Kürten.
Dort sind echte Profis zu finden .


Naja, leider antworten die kaum mehr auf eMails, wo es um technische Fragen geht... :-(

von Stefan Sigmund - am 20.01.2006 23:16
Hallo Stefan,
bei meinem El Baujahr 1990 ist die Compoundwicklung voll an die 36 Volt angeschlossen. Später habe ich dann schaltbar einen Widerstand hinzugefügt von 100 Ohm oder so. Mit anderen Worten: serienmäßig ist, dass die Compoundwicklung voll an 36 Volt liegt und der Compoundstrom fliesst. Der Speedwiderstand reduziert diesen Strom und damit das Compoundmagnetfeld rund auf die Hälfte, dann kann der Motor höher drehen und das El fährt schneller.

So sollte es eigentlich immer sein, nach eigener Überzeugung und auch nach einigen Diskussionen mit Bernd Kürten und Andreas Eichner (der jetzt voll bei Kürten arbeitet).

Leider ist wohl viele Jahre lang die Compoundwicklung ab Werk anders verschaltet worden, nämlich so, dass sie auch die getackteten Pulse über den Curtis bekommt. Diese Änderung soll sich wohl schon in Dänemark eingeschlichen haben und wurde später in Deutschland auch gebaut.
Diese Verschaltung ist meiner Meinung nach verkehrt und gehört sofort geändert. Die Compoundwicklung darf nicht - wie praktisch in allen neueren CityEls - den getackteten Strom über den Curtis Motorsteller erhalten. An die Compoundwicklung gehört Gleichstrom, also der Anschluss an den 36 Volt Pol der Akkus.

Wie das im Orginal aussieht, kann man den Schaltplänen entnehmen, die Ralf ins Elweb gestellt hat. Nur zugänglich für angemeldete Elweb Nutzer.



von Berlingo-98 - am 21.01.2006 12:50
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