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elweb
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlüter, Berlingo-98, Konrad S., Bernd M, wotan, bastelwastel24, MichaEL, Harald Schwieger, Bernhard Stroop, Manfred, Bee

Frage: Schalter für Speedwiderstand einbauen

Startbeitrag von Konrad S. am 22.01.2006 14:20

Hallo Forum,

ich möchte gerne den Speedwiderstand meines CityEl (BJ 2000) mit einem Schalter kurzschliessen, um am Berg etwas mehr Drehmoment zu bekommen.

Wie installiert man den Schalter am besten? Der Anschluss am Motor ist natürlich klar, aber ich habe keine Ahnung, wie ich die Abdeckung der Motorsteuerung abbekommen soll, um an den anderen Anschluss zu kommen. Das lange Kabel direkt am Widerstand würde ich ungern unterbrechen und mit einem Stecker versehen, da ich Bedenken wg. Feuchtigkeit habe.

Wie sehen denn Eure Lösungen aus?

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße!

- Konrad -

Antworten:

Hallo Konrad,
Du verblüffst mich mit Deinen Fragen. Was willst Du denn hinten am Motor anschließen?
Der Speedwiderstand sitzt normalerweise vorne in der Nähe der Relais. Durch die Compoundwicklung fliesst ein kleiner Strom von wenigen Ampere, mit Speedwiderstand noch weniger. Der Widerstand wird also einfach an passender Stelle mit eingearbeitet. Dann wird der Widerstand mit einem Schalter kurzgeschlossen, damit wieder der volle Strom fliessen kann.

Widerstand ca. 100 Ohm oder so: Turbostellung, CityEl wird schneller
Widerstand = 0, also kurzgeschlossen: Normalstellung



von Berlingo-98 - am 22.01.2006 17:39
Hallo Roland,

vielleicht habe ich jetzt was total falsch verstanden, aber ich war der Meinung, der Speedwiderstand, der das Compoundfeld schwächt, sitzt in der Motorkonsole. Dort ist bei meinem Cityel ein großer Hochlast-Widerstand montiert, der an der mittleren Anschlussschraube des Motors angeschlossen ist. Vom anderen Anschluss des Widerstands geht das längere Kabel in die Motor-Leistungssteuerung. Aus dem Studium der Unterlagen und der entsprechenden Forumbeiträge ging ich davon aus, dass dies der Speedwiderstand ist, der gebrückt werden muss. Oder ist das jetzt total verkehrt?

Gruß

- Konrad -

von Konrad S. - am 22.01.2006 18:29
Hallo Konrad
nein ,Du hast alles richtig verstanden.
Der Widerstand wird normalerweise auf die ALU-Motorkonsole geschraubt,so das eventuelle Wärme vom ALU abgeleitet wird.(SN 3xxxx Baujahr 1992)


bernd M

von Bernd M - am 22.01.2006 19:43
Hallo Konrad,
meine alter CityEl Baujahr 1990 sieht an der Stelle anders aus. Mach mal ein Foto.
Oder vielleicht meldet sich jemand, bei dem es auch so aussieht.

Wenn bei Dir die Compoundwicklung wirklich am Curtis Pulsweitensteller angeschlossen ist, so halte ich das für sehr verkehrt. Ich hattte es früher schon erwähnt: Die Compoundwicklung gehört an den Plus-Pol der Akkus, also an Plus 36 Volt. Natürlich über einen Schalter, denn im Stillstand soll da kein Strom fließen, nur beim Fahren. Dann aber immer (voller Strom für Normal und halber oder drittel Strom oder so für Turbo, d.h. bei Turbo fliessen dann so 0,5 A oder so ähnlich, bei Normalstellung schätze ich mal so bis 2 A - habs leider nie gemessen).

Und wer hat - wenn überhaupt - einen Speedwiderstand bei Dir eingebaut? Serie ist das normalerweise nicht.



von Berlingo-98 - am 22.01.2006 19:45
Hallo Konrad
Du liegst völlig richtig.Der Widerstand müsste aus meiner schwächer werdenden Erinnerung 22 Ohm/50W (gekühlt) haben und irgendwie in oder an der Motorkonsole untergebracht sein.
wotan

von wotan - am 22.01.2006 19:45
Das war bei jeder 50km/h (Roland du liest richtig,Km pro H)-Version Usus.
wotan

von wotan - am 22.01.2006 19:52
Hallo Konrad

Es gibt 2 Möglichkeiten der Conpoundfeldansteuerung.
Deswegen haben wir mal wieder Verwirrung.
Bei Dir wird der Widerstand über den Curtis mit geregelt.
Du kannst die Schaltung leicht über ein 12V Wechslerrelais steuern.
Ich lege Dir eine Skitze auf Deine Mailadr. .

Roland hat insoweit recht, daß es besser ist, die Wicklung mit der
Batterie zu verbinden. Das soll laut Elweb zu einer besseren Beschleunigung
führen. Der Anschluß ist im Elweb von Ralf gut beschrieben.
Das will ich bei mir auch umklemmen.

Wenn Du gleich den Anschluß ändern willst kann ich es Dir auch noch mal
komplett aufzeichnen.

Mail bitte was Du willst.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 22.01.2006 20:12
Hallo Peter,

mir bitte auch. Die 63-er Version die Roland erwähnt hat.

Meins ist ein 91-er, auf 50 zugelassen, und der ist jetzt durch die Winterreifen ein bisschen lahm (maxi 45). Ich habe zwar über einen Schalter den Speedwiderstand überbrückt um möglichst im unteren Tourenbereich ein bisschen mehr Anfahrgeschwindigkeit zu haben aber das Ergebniss ist zero.

Ich habe auch keinen blassen Schimmer wie ich das Kabelgewirr anders anschließen kann. Da wir hier ein kleiner isolierter Haufen von 5 Neulingen sind, kann ich auch nirgens abgucken.

Ich weiß nicht einmal wo ich das "A1 mit D1 und A2 mit D2 zu tauschen und
E2 an B-" finden soll.


Bei mir ist es wie bei Konrad angeschlossen und so sieht es bei mir aus. Das kupferfarbene Kabel geht zum Überbrückungsschalter






von Bernhard Stroop - am 22.01.2006 21:45
Hallo Peter,
muss es wirklich ein Relais sein?
Ich bin vor 3 Jahren beim Örtlichen Bauteilehändler gewesen (damal wusste ich noch wieviel Ampere fliessen) der hat mich ausgelach und zwei Schalter (mit und ohne Kompound,ohne alles) in der Hand gedrückt die jetzt im Bereich der Handbremse zu finden sind.

@ Bernhard
das ist halt der Nachteil der langen Übersetzung.(Anfahrmoment)
(Wenn ich mich in den fliessenden Verkehr einordnen will ,brauch ich auch eine vernünftige Lücke) .

Die Anschlussbezeichung des Motors ist mit Schlagbuchstaben eingeschlagen.
Bevor Du anfängst zu Schrauben musst Du min. 2 neue Kabelschuhe haben.
Und schau dir die Kabellängen an.

Bernd M

von Bernd M - am 22.01.2006 22:12
Hallo Bernd

Als gelernter KFZ-Mech. ist mir ein Relais lieber.
Man hört, daß es "klack" macht und bei einem Defekt gibt es
in jedem Zubehörladen ein neues und ist in einer Minute ausgetauscht.
( 12V Wechsler. 5 Anschlüsse-nicht 4 ! )

Im Elweb gibt es alternativ eine automatische Umschaltung.
Bis 35 km/h ohne Speedkit. Dann wird umgeschaltet.
Unterhalb von 30 km/h wird wieder zurück geschaltet.
Elegante Lösung von Dieter Werner. ( Private Projekte )
Als Nichtelektroniker ist mir die " Handschaltlösung " aber lieber.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 23.01.2006 06:43

Warnung: Schalter für Speedwiderstand einbauen

Beim Relais die Rückschlagdiode über der Compoundwicklung nicht vergessen. Von Manuel lernen! Es wird sonst sehr teuer. Schnelle Diode .

Ich bin übrigens mit den ganzen Compoundbasteleien nicht zufrieden. Das Gelbe vom Ei wäre:

1.Volles Feld beim Gasgeben bei niedriger Geschwindigkeit (also wirkliche 36,48 oder 60 Volt Spannung)
2. Automatische Rückregelung mit sinkender Belastung und steigender Geschwindigkeit
3. Voll in Aktion bei Riemenriss
4. Rekuperationsmöglichkeit bei Bergabfahrt

Alles zusammen ist schwierig zu verwirklichen, aber möglich.
Ich habe eine eigentlich patente Schaltung aus Diode, Kondensator und passend abgestimmter Drossel. Dabei müsste aber die Compoundwicklung voll von der anderen getrennt werden. Punkt 3 funktioniert dabei nicht. Wäre eine Schaltungsdiskussion für Wiki. Am besten mit Einstellmöglichkeit, die jeder verändern kann (gif-Graphik vom Fax-Gerät wäre mir am liebsten, kann auch acdsee).
Vielleicht baue ich mal eine entsprechende Webseite?

Woran erkennt man, dass der Motor durchdreht?
Mit OP und Mosfet wüßte ich, wie. Dann muss auch nicht die Compoundwicklung getrennt werden und alle vier Punkte ließen sich gleichzeitig erfüllen. Aber das wäre was für Bastler. Wollen wir nicht. Schade. bernd

von Bernd Schlüter - am 23.01.2006 11:23
Tut mir leid wegen der Verunsicherung, aber mittlerweile ist es vielfach erwähnt worden:

Es gibt zwei Arten der Ansteuerung der Compoundwicklung.

Mein ELSO2129 hat noch die alte herkömmliche und nach meiner Einschätzung einzig vernünftige Art der Verschaltung. Die Compoundwicklung wird über das Relais K2 angesteuert, und zwar folgendermaßen (und anders, als ich es bisher beschrieben haben):
Der Plus geht von den Batterien über die F11 Hauptsicherung an den D1E1 Anschluss am Motor. D1 bezieht sich auf die Feldwicklung, E1 auf die Compoundwicklung. Dieser Anschluss ist permanent drin und dran und angeschlossen.

Der Minus geht über die Sicherung F10 (3A) an den Relaiskontakt des K2. Die andere Seite des Kontakts geht dann direkt an die Compoundwicklung Anschluss E2 am Motor.

Das Relais K2 wird über den ganzen Sicherheitskreis eingeschaltet, also vom PLUS über den Kontakt K1 (Zündschlüssel-Relais), den Not-Aus, den Kappa-On-Kontakt, den S10 Tür-Microschalter, den 220V-Off-Kontakt und den S12 Gashebel-Microschalter dann über GE-RT an eine Seite der Spule des K2 Relais.

Somit fließt ein Strom durch die Compoundwicklung nur, wenn a) der Zündschlüssel eingeschaltet ist und b) das Fahrpedal (Gashebel) niedergetreten ist (und natürlich wenn all die anderen Bedingungen und Sicherheitsschalter funktionieren). Im Stillstand und bei abgeschaltetem El (Zündschlüssel und so) fließt also durch die Compoundwicklung kein Strom.

Hier der Schaltplan, den ich nicht im ELWEB Nutzerbereich gefunden habe, dafür aber in meinen Unterlagen (und schnell per Handy-Kamera abfotografiert und ins Netz gestellt habe):


Wer noch höhere Auflösung braucht, kann sich den Plan "downloaden", hat auch nur moderate 191 kB:
[www.solarmobil.net]

Der Speedwiderstand liegt dann bei meinem El in der Leitung zwischen dem Relaiskontakt K2 und dem Anschluss E2 der Compoundwicklung. Mechanisch-räumlich kann in diesem Fall der Speedwiderstand vorne hinter dem Armaturenbrett angeordnet sein, also dicht am Relais K2, oder aber hinten am Motor, also dicht am Kontakt E2. Bei mir ist der Widerstand vorne hinter dem Armaturenbrett und dicht am Relais K2.
Damit der Speedwiderstand ein- und ausgeschaltet werden kann, liegt parallel zum Widerstand ein Schalter. Ist der Schalter offen, fließt der Strom über den Speedwiderstand und das El ist schneller (Turbostellung). Ist der Schalter geschlossen, fließt voller Strom über den Schalter, das Compoundfeld ist stärker, das Drehmoment höher und die Drehzahl geringer (Normalstellung). Dies ist hier nicht eingezeichnet.

Alle Klarheiten beseitigt?
Die neueren CityEl haben leider die Compoundwicklung auch über den Curtis-Steller angeschlossen, der Unsinn begann wohl schon in Dänemark. Ich (und andere) halten die Ansteuerung der Compoundwicklung mit Impulsen für groben Unsinn. Sorry, mußte mal gesagt werden. CityCom Deutschland hat das dann leider mit übernommen, kam ja schon aus Dänemark...



von Berlingo-98 - am 23.01.2006 11:31

Roland: TIF-Graphik / Schalter für Speedwiderstand einbauen

Roland, eine tolle Möglichkeit, Schaltpläne ins Web zu stellen, ohne jeden Verlust an Information, ist, das JPEG Farbbild in höchster Auflösung in Schwarz/weiß zu verwandeln. Anschließend eine TIF-Graphik aus dem JPEG machen, mit der Auflösung, die ausreicht. Über 20 kByte kommst Du dann bei vollem Kontrast und voller Auflösung nicht hinaus

Ein weiterer Vorteil: Jeder kann solch ein Bild auch mit einem Faxgerät scannen und in Wiki einstellen, der nächste bearbeitet es dann, fügt Teile ein oder ändert. Ich finde, wir sollten uns auf das TIF-Format einigen. So können wir in Elwiki jeder an den Schätzchen herumbasteln, bis Wotan einen großen Donner bei der Falschpolung erschallen lässt und alles zusammenbricht.

Super, da habe ich wieder einen Schaltplan. Bei dieser Version ersetzen die Richtungsschütze auch das Hauptschütz.
Das Ganze funktioniert aber auch mit Hauptschütz.

In dieser Schaltung ist eine Rekuperation bergab besonders einfach einzubauen.
Der Controller ist ja hier permanent unter Strom?

Sehr schön, die eingezeichnete Diode über der Compoundwicklung. Klar, Relais K2, da sieht und hört man schließlich, was los ist.

Nein, die Curtisimpulse stören die Compoundspule überhaupt nicht. Du wirst Dich wundern, welche Spannungen Du an der Compoundwicklung missst (3's' nach neuem Duden?), wenn sie nicht angeschlossen ist. Da machen die 36 Volt vom Curtis auch nichts aus. bernd

von Bernd Schlüter - am 23.01.2006 13:45

TIF-Graphik im Elweb

Hallo Bernd Schlüter


Nur eine Homepage brauchst auch noch dazu,
sonst ist nicht weit her mit Tif und Jpeg und was es sonst noch alles gibt.



von Manfred - am 23.01.2006 14:26
Bei dieser Schaltung wäre ein kurzgeschlossener Fahrpedalschalter also von Nachteil: die Compoundwicklung würde ständig von Strom durchflossen.

Grüße
Bee

von Bee - am 23.01.2006 14:31

Re: Roland: TIF-Graphik / Schalter für Speedwiderstand einbauen

Hallo Bernd,

Roland, eine tolle Möglichkeit, Schaltpläne ins Web zu stellen, ohne jeden Verlust an Information, ist, das JPEG Farbbild in höchster Auflösung in Schwarz/weiß zu verwandeln. Anschließend eine TIF-Graphik aus dem JPEG machen, mit der Auflösung, die ausreicht. Über 20 kByte kommst Du dann bei vollem Kontrast und voller Auflösung nicht hinaus

?????? Nach allen meinen Erfahrungen hat ein TIF Bild viel mehr bits und bytes als ein jpg. Ich habe Dein Verfahren spasseshalber mal auf diesen Plan angewandt. Die Orginalauflösung hat als jpg rund 190 kB und als TIF rund 1,5 MByte.

Hast Du Da vielleicht irgendwas verwechselt? Zur Probe meine Bitte: Was Du da vorgeschlagen hast, mach bitte mal selbst und schicke mir das Ergebnis per e-mail Anhang zu.



von Berlingo-98 - am 23.01.2006 20:44

Re: Roland: TIF-Graphik

Noch läuft mein windows nicht und ich konnte noch nicht testen, welches Kompressionsverfahren optimal ist. Normalerweise JPEG, wenn es um viele Einzelheiten auf dem Bild geht. bei wenigen Details ist TIF gut, eben bei Strichzeichnungen, obwohl es nur ein zeilenorientiertes Verfahren ist, das normalerweise weit weniger Kompressionsvermögen hat, als das Faxformat. Auch gibt es nicht die für JPEG typischen Artefakte, die sich mit zunehmender Bearbeitung verstärken. Diese kann man aber schonmal stark einschränken, indem man auf Einbitgrafik, also Schwarz-Weiß übergeht. Dein Schaltplan, bei dem der Hintergrund farbig sichtbar wurde, ist ein gutes Testobjekt. Jpeg arbeitet ja wohl normalerweise mit 24-bit Grafik. Also, ich werde mich klug machen, welches Kompressionsverfahren für vielfache Nachbearbeitung geeignet ist. JPEG ja bekanntlich nicht. Hattest Du die Gradationskurve so eingestellt, dass in der Schwarz/Weißgrafik keine Zwischentöne mehr sichtbar wurden und der Hintergrund nicht mehr dargestellt wird?
Mein knoppix hat leider keinen Formatwandler. Ich werde es einfach ausprobieren. 190kByte wären natürlich viel zu viel.

Mein Bekannter hat gerade für mich ausprobiert: Ein farbiges Schaltbild von der Größe eines Fernsehempfängers mit 1248 mal 1024 Auflösung un d 870 kByte Jpeg. Umwandlung in sehr gut lesbares TIF, wohlgemerkt, nach Umwandlung in Einbitgrafik, sprich richtiger Einstellung des Schwarzweißschwellwertes : 22 kByte.

Testweise andere Verfahren: Halbton-TIF schwarzweiß, ohne Anpassung des Schwellwertes:
1,3 Megabyte, also, wie Du es wohl gemacht hast.

Gif, reduzierte Farbauflösung: 84 kbyte.
Ein weiteres Vefanhren, Namen schon vergessen, ähnlich.

Also, das beste Verfahren ist demnach das TIF: und zwar die Faxgruppe 4-Komprimierung mit LZW-Kompression und richtiger Einstellung des Schwellwertes, sodaß vom Hintergrund kein Punkt mehr erscheint. Sichtbar sind als Artefakte nur die Sägezahnförmigen schrägen Linien, was der Lesbarkeit des Plans und der Beschriftung keinen Abbruch tut.
TIF hat zudem den unschätzbaren Vorteil , dass man es beliebig oft nachbearbeiten kann.

Stellst Du jedoch den Schwarzweißschwellwert so ein, dass die Artefakte von JPEG mit berechnet werden, braucht der Rechner einmal unendlich lange und gibt vor allem ein viel zu großes TIF aus, wie es bei Dir sicherlich passiert ist.

Soll farbig dargestellt werden, ist TIF ungeeignet, da gibt es eine Reihe besserer Verfahren.

Tif ist ein rein zeilenorientiertes Bildbearbeitungsverfahren, dass zwar nur innerhalb der einzelnen Zeilen komprimiert und auf die gleichen Informationsgehalten zwischen den Zeilen verzichtet, arbeitet hier aber mit vollständiger Huffmannkompression ohne irgendwelche Abstriche. Bei Jpeg wird das Bild mit jeder weiteren Bearbeitung des Bildes unleserlicher, da es jedesmal Informationen weglässt und zusätzliche Fehler erzeugt.

Nein, wir müssen uns schon alle auf ein kompatibles Bearbeitungsverfahren einigen.
Wer nur über ein normales, analoges Faxgruppe 3 einscannt, kann auch dieses senden, es läßt sich auf einem Rechner in Faxgruppe 4 umwandeln.

Soweit, zum Test per Telefon. Ich werde Deinen Schaltplan in den nächsten Tagen mal entsprechend zu behandeln versuchen. Ich denke inzwischen nicht, dass wir uns auf ein CADprogramm , wie eagle oder target 2000 einigen müssen. Dann haben wir auch keine Lizenzprobleme.
Bei den Einstellungen ist eine ganze Menge zu beachten. Wer ein kleines, gut geeignetes Komprimierungsprogramm kennt, das möglichst nicht lizensiert ist, sollte das bitte kundtun. Wir könnten es dann voreingestellt für uns ins Netz stellen, zum Herunterladen für alle von uns. Manche unerfreuliche Bastelei an unseren Lieblingen können wir uns ersparen, wenn der große Kurzschluss erst einmal auf Papier fabriziert wird. bernd

Nimms nicht tragisch, Roland, ich hätte eine deutlichere Anleitung schreiben müssen.
Ein anderer Bekannter rief mich gerade an, weil sein Mac nach einer vollen Nacht Rechenzeit nicht einmal eine grobe Voransicht seiner Bildvorlage fabriziert hat:
Aufgenommen mit Profikamera in Bitmap mit 270 Megabyte!
Huffmann dreht sich im Grabe um.
Glaube mir, auch das Faxgerät Gruppe 3 ist in 30 Sekunden mit einer Bildübertragung einer vollbeschriebenen DIN A4-Seite fertig, bei 9600 baud! Ohne Overhead natürlich.

von Bernd Schlüter - am 24.01.2006 11:10

Re: Roland: TIF-Graphik

Hallo Bernd,
darf ich Dich fragen was für einen Beruf Du hast ?
Hoffentlich nicht Lehrer :-(

Gruß Harald

von Harald Schwieger - am 24.01.2006 20:26

Re: Roland: TIF-Graphik

Hallo Bernd,
Beim JPG Format musst Du nicht jedesmal eine Verschlechterung der Qualität in kauf nehmen. In der Regel kannst Du den "Verkleinerungsfaktor " angeben.
z.B. IrvanView:
Wenn man beim speichern unter JPG angibt,kommt ein Auswahlfenster.In den Schiebst du den "Regler" auf 100Prozent ,und siehe da kein Pixelverlust mehr zu finden.
Als test habe ich mal Roland seine Grafik umgewandelt in tiff.
Ich habe zuerst alles in Graustufen umgewandelt.(Schwarzweiss ,macht bei dieser Vorlage kein sinn)
IrfanView bietet unter ander die Modi LZH,ZIP und JPG an .
Als Ergebnis habe ich nur grösser Dateien erhalten .Am Besten Schnitt noch Tiff mit JPG verschlüsselung ab.

Also Bernd, Du kannst nur Dateigrössen vergleichen wenn Du das Original kennst.

Bernd M

von Bernd M - am 24.01.2006 20:43
Guten Morgen Forum,

vielen Dank für die vielen Infos, die in den letzten Tagen zu meiner Frage zusammengetragen wurden. Ich werde nun am Wochenende mal experimentieren. Interessant ist, dass doch unterschiedliche Schaltungsvarianten existieren. (Z.B. was den Anschluss der Compoundwicklung betrifft). Bei mir ist der Speedwiderstand serienmäßig eingebaut, befindet sich direkt auf der Motorhalterung und wird offensichtlich über der Curtis gesteuert. Ich werde mal die Fahrströme (an der Diagnosebuchse) mit und ohne Speedwiderstand in der Ebene und an meinem "Hausberg" vergleichen.



von Konrad S. - am 25.01.2006 06:47

Re: Roland: TIF-Graphik

Doch, du musst. Jedesmal, wenn Du nur einen Buchstaben, oder einen Widerstand in einer Schaltung verändesrt, wird das gesamte Bild neu berechnet und die Fehler verstärken sich gewaltig. Merke: Nie zweimal JPEG, außer am Original hintereinander! Das gilt insbesondere für Digitalkameras oder auch für MPEG-Filme. Gif tut das viel weniger,
TIF und BMP überhaupt nicht.
Tif komprimiert nur zeilenweise, damit viel weniger, als JPEG. Nur bei dieser Ausnahme: Schwarzweißbild ohne den geringsten Anteil des Untergrunds gilt meine Aussage. 'Sieht' der TIF-Encoder jedoch das Störungsmuster im Untergrund, 'explodiert' TIF.
Es genügt übrigens, beim Umcodieren von JPEG auf TIF die Schwarzweißschwelle so weit herunterzusetzen, dass wirklich nur noch die schwarzen Striche erscheinen. Also, manuelle Einstellung, sonst stellt der TIF-Encoder automatisch auf Halbton und Darstellung des Untergrunds um. Dann braucht das eigentliche Schlatbild nur 10 kbyte, der störende Untergrund jedoch Megabytes!

Harald, jemand Bescheuertes, wie ich, kann doch nur Lehrer sein! Mehr Leerer, als Lehrer. Obwohl ich nur einmal in Ostfriesland war. Da kann ich nur sagen: nie wieder! Die sind in Leer nämlich genauso doof, wie ich.

von Bernd Schlüter - am 25.01.2006 13:01

TIFF oder JPEG? Rat vom Informatiker

Der wesentliche Unterschied zwischen TIFF und JPEG:

TIFF benutzt verlustfreie Kompressionsverfahren,
JPEG benutzt verlustbehaftete Kompression.

Noch was:

TIFF eignet sich hervorragend für Grafiken, Zeichnungen, Diagramme etc., d.h. für Bilder, in denen nur wenige Farbwerte vorkommen (z.B. Schwarz-Weiß).
JPEG eignet sich bestens für Fotos oder fotoähnliche Bilder, d.h. Bilder mit vielen Farben und Farbverläufen.
Möglicherweise sind TIFF-Viewer nicht so verbreitet, daher bietet sich für Grafiken auch das offene Format PNG an.

Andersherum gesagt:

TIFF ist ungeeignet, um Fotos zu komprimieren und JPEG ist ungeeignet für Grafik.

Alles klar? ;-)

Gruß,
MichaEL

von MichaEL - am 25.01.2006 22:49

Danke, Michael

Ich schrieb TIFF mit nur einem F. Vielleicht ist das der Grund, dass ich missverstanden wurde.

Interessant der Wikipedia-Artikel über Portable Network Graphics.
Dort ist eigentlich alles Wichtige noch einmal erklärt. Wir benötigen ja für das PNG nur die Kompression in ihrer einfachsten Form, nur 1-bit-Grafik, keine Schatten, kein Hintergrund, untransparent. Entsprechend klein wird der Speicherbedarf sein. PNG kannte ich noch nicht.
Läuft leider fehlerhaft auf den bisherigen windows-internet-explorern. (siehe Wiki)

[de.wikipedia.org]

von Bernd Schlüter - am 26.01.2006 09:37
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