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elweb
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12
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Holger Keser, Bernd M, Konrad S., WolfgangK, Vera Kürten, Bernhard, Bee

Reichweite nimmt ab!! Hilfe!

Startbeitrag von Holger Keser am 25.01.2006 13:38

Hallo EL-Freunde

Mein Problem ist, dass die Reichweite meines Els plötzlich dramatish abgenommen hat und nun weiter sinkt.

Ich fahre 36V Effekta120s die ich im November neu gekauft habe. Seit zwei Tagen lade ich mit über 50A in der Hauptladephase und mache jedes mal eine Ausgleichsladung mit. Trotzdem wird die Reichweite schlechter. Waren vorher locker 40km drin, schaffe ich nur noch 15 mit mühen und muss das Strompedal sehr vorsichtig bedienen. Die Batterien sind irgendwie "Weich" geworden und vertragen kaum Steigungen.

Soweit ich das beurteilen kann, laufen die Batterien nicht sonderlich auseinander. Ich kann jedoch nur im Ruhezustand messen und nicht während der Fahrt, da ich kein geeignettes Messinstrument habe um alle Batterien gleichzeitig unter realen Bedingungen zu überprüfen.

Ich heize meine Batterien auf ca. 20 Grad Celsius und sie sind in Alukaschierter Luftpolsterfolie verpackt.

Ausserdem fahre ich sehr regelmäßig mit dem El (Täglich).

Was kann ich tun um die Batterien wieder fit zu bekommen?

Über eure Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

Grüße aus dem Ruhrgebiet

Holger

Antworten:

Hallo Holger,

in meinem El ist eine ähnliche Konfiguration: 36 V durch 3x Effekta 120S und 2 Powercheqs. Heizung mit original CityCom-Batterieheizung. Die Akkus sind mit Luftpolsterfolie zusätzlich isoliert. Ich habe die Batterien seit Anfang Dezember in Betrieb und fahre täglich ca. 25 km. Bei mir ist am Abend immer noch eine Steigung (ca. 500m, bis zu 12%) zu mir nach Hause zu erklimmen. Hier zeigt sich immer, wie fit die Akkus abends noch sind.

Ich hatte letztens auch das Gefühl, dass die Reichweite nachgelassen hat, denn ich bin Freitag abend gerade so nach Hause gekommen, bei der Batteriespannung waren unter Last am Berg nur noch 3 LEDs an. Habe dann mit Bernd Kürten telefoniert.

Er empfahl mir, die Batterien vollzuladen und dann mit definiertem Strom langsam zu entladen. Wenn man die Beleuchtung einschaltet, dann hat man ca. 110W el. Anschlussleistung, was bei den Batterien ca. 3 Ampere entspricht. So kann man ganz gut abschätzen, welche Ladung man noch aus den Akkus entnehmen kann. Ich habe auf diese Weise ca. 90 Ah entnommen. Danach habe ich sie über Nacht wieder vollgeladen. Weiterhin gab Bernd den Tipp, die Akkus nach dem Gebrauch nicht sofort an den Trafolader zu hängen, sondern sie immer etwas ruhen zu lassen.

Am Montag abend bin ich dann wieder besser den Berg hochgekommen, d.h. offensichtlich hat diese Kur etwas gebracht.

Ich habe meine Schaltuhren nun so programmiert, dass die Akkuheizung die Akkus von 17 Uhr bis 22 Uhr vorwärmt. In dieser Zeit lade ich nicht. Um 22 Uhr schaltet dann die Heizung aus und der Trafolader ein und lädt die Akkus bis morgens um 7 Uhr, wenn ich aus dem Haus gehe. Die Heizung wird morgens nochmal von 5 bis 7 Uhr eingeschaltet.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass wir momentan schon ziemlich niedrige Temperaturen haben. Mein El steht den ganzen Tag draussen auf dem Parkplatz, und abends ist die Spannung dann in der Regel schon sehr weich. Ich hoffe, dass es besser wird, wenn die Temperaturen wieder steigen.



von Konrad S. - am 25.01.2006 14:13
Sind die Effekta 120S eigentlich die beim o.g. Händler auf der
Webseite genannten "wartungsfreien Vliesbatterien"?

von Bee - am 25.01.2006 14:26
Hallo Konrad.
Das hört sich gut an. Weiviele Stunden hast du dann entladen?

Vielen Dank für den Tip, das werde ich mal probieren.


Gruß

Holger

von Holger Keser - am 25.01.2006 15:45
Hallo Holger,

der Entladevorgang dauerte von Samstag 15 Uhr bis Sonntag 22 Uhr, also 31 Stunden. Bei einem Entladestrom von 3 Ampere macht das 93 Ah. Bei 120 Ah nominaler Kapazität der Akkus entspach das ca. 75% der Gesamt-Kapazität. Und es wäre immer noch "Luft" gewesen. Ich musste allerdings dann den Entladevorgang abbrechen, da ich Montags ja wieder fahren wollte und vorher wieder laden musste.

Ich habe mir einen kleinen Leistungsmesser für die Steckdose gekauft. Hier kann ich jeden Morgen sehen, wieviel Wattstunden der Trafolader an der Steckdose abgeholt hat. Dann hat man zumindest ein Gefühl dafür, ob der Ladevorgang korrekt abgelaufen ist. (Dies geht natürlich nur, weil ich mit dem El immer ziemlich die gleiche Strecke fahre, ergo sollte er auch nachts annähernd die gleiche Ladung nachladen).



von Konrad S. - am 25.01.2006 16:06
Hallo Holger ,
bitte bei solchen Versuchen immer zwischendurch bei jeder Batterien die Batteriespannung messen.
Die Spannungen sollten immer gleichmässig sinken.

Ein Ladegerät ,das richtig für deine Batterien eingestellt ist ,hast Du ja ?


Bernd Meyer

von Bernd M - am 25.01.2006 21:25
Schau mal nach deinem Reifendruck! das hat bei mir sehr viel geholfen.
Bernhard

von Bernhard - am 25.01.2006 21:48
Rollt das Fahrzeug noch leicht?
Wenn nicht: Bremsen und Lager überprüfen!

Gruß,
Vera Kürten

von Vera Kürten - am 25.01.2006 22:05
Hallo Bernd

Einen guten Lader habe ich seit Sonntag. Vorher habe ich mit einem für Fliesbatterien tauglichen und eingestellten 13A HF-Lader geladen, der allerdings keine Ausgleichsladung durchführen konnte.

Der "Neue" kann nun alles und hat auch eine Temperatursonde.

Heute Abend habe ich die Batterien mit Licht und Gebläsestufe 2 wegen Schnee und schlechten Straßenverhältnissen leer gemacht und bin dabei immer oberhalb von 31,5Volt geblieben. Nun lade ich sie bis morgen früh und schalte dann für die nächsten 20 Stunden auf Erhaltungsladung bei 1A mit konstantem Strom.

Es könnte auch ein Memory-Effekt sein.

Das ganze werde ich dann alle zwei Tage wiederholen.

Was meint ihr? Ist das eine Methode die funktionieren könnte?

Danke für den Tip mit den Einzelspannungen beim Entladen!!!

von Holger Keser - am 25.01.2006 22:08
Hallo Holger,
soweit ich weiss gibt es den Memory-Effekt so nicht bei Blei-Säurebatterien.
Nach längere Standzeit sind die Batterien "müde",lassen sich aber wieder "trainieren".

Bernd M

von Bernd M - am 25.01.2006 22:17
50 A im Hauptladen, wenn da nur irgendwas nicht 100% stimmt, dann hast du wahrscheinlich etliches an Elektrolyt vernichtet, das wäre schlecht.
Außerdem 20 Stunden lang Erhaltungsladen mit 1A konstant ist wohl ein wenig zu viel. Das wäre nicht Erhaltungsladung sondern eher Ausgleichsladung, ob sie das aber zu 100% rekonbinieren kann, da wäre ich vorsichtig...

Gruß Wolfgang

von WolfgangK - am 26.01.2006 16:49

Vielen Dank, es läuft jetzt besser!

Hallo

Habe mit Heizung, licht und Sitzkissen die Batterien mehrmals bis auf ca 11V runter gezogen und dann mit 50 A wieder schnell geladen und anschließend Ausgleichsladung durchgeführt. Nach dem zweiten mal waren die Batterien wesentlich 'härter' und ich habe das Gefühl, dass ich es so in den Griff bekommen werde.

Danke für eure Hilfe und die nützlichen Tips

Grüße aus dem Ruhrgebiet

Holger

von Holger Keser - am 28.01.2006 20:37
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