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elweb
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13
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
andreas, weiss, Bernhard Stroop, bastelwastel24, Florian Beer

Cockpit verstärken? und andere Baustellen

Startbeitrag von andreas am 15.03.2006 20:56

Hallo
Ich habe bei meinem Cityel das Problem, daß Lautsprecher in die Frontabdeckung eingebaut wurden. Dadurch ist diese so instabil, daß sie mehrere Zentimeter durchhängt und bei jeder Bodenwelle wippt. Ich finde die Geräusche sehr unangenehm und habe deshalb eine passende Holzlatte von unten quer eingebaut, um die Abdeckung zu verstärken. Dazu habe ich von oben ein paar Schrauben durch den Kunstoff ins Holz geschraubt. (Schwarze Schrauben würden definitiv besser aussehen).
Und was passiert heute? Ich schaue mir die Lüftung und Kabel ganz vorne an, da liegt links ein Pappstück rum. Wo kommt das schon wieder her? Hat sich doch die Haube vom Alurahmen des Cockpits gelöst, die obere Schraube ist vollkommen lose. Die Pappe lag als Dämpfung bei. Was nun? Sind die Kräfte durch die Verstärkung jetzt zu groß geworden? Riskiere ich einen Bruch der Kabinenhaube? Oder ist es normal, daß sich die Schrauben am Alurahmen lösen? Das hatte ich schon mal an anderer Stelle. Wie schaffe ich diese Baustellen in Zukunft ab? Loctit auf die Schrauben? Oder reicht regelmäßige Kontrolle und Nachziehen?

Scheibenwaschwasser. Schon immer undicht, erst leer, dann ab. Soll ich ihn wieder reinbauen? TÜV steht an. Ist das Pflicht? Wenn dann mit Heizung!

Lenkung: Bei Kälte (morgens) schwergängig mit Spiel, bei Wärme (am Abend) nur Spiel. Der Gummipuffer im Gelenk ist zwar nicht neu, zeigt aber nur wenig Verschleiss. Gibt es eine bessere Lösung?

Sichtbarkeit: Wo gabs nochmal die guten Reflex-Bänder? Baumarkt und Autohandel weitgehend erfolglos. Ebay: Nur Leucht und Reflexfolie gefunden.

Wenigstens waren die bisherigen Massnahmen erfolgreich:
die Stoßdämpfereierei
die Batts laufen mit den CTEK XS25000, bei korrigierter Spannungseinstellung mit den 3 Stück CTM 100, Speedwiderstandskurzschluss und Battheizung 17W/Block permanent an Steckdose, erheblich besser.
Die Schütze tun auch wieder, wie war das mit der Spulenspannung?

Gruß
andreas

Antworten:

Das Gelenk bei der Lenkung kann man nachziehen. Bei mir war das Spiel danach weg. Spulenspannung der Schützgruppe ist 36/48V.

von Florian Beer - am 16.03.2006 09:01
Hallo

Ich denke an dieser Stelle entsteht bei meinem El das meiste Spiel. Du meinst Anziehen der Schrauben, die den Gummiblock durchstoßen reicht? Ich werds versuchen.
Gruß
andreas

von andreas - am 16.03.2006 19:04
Hallo,

die Schrauben dürfen eigentlich gar nicht fest angezogen werden. Dort sitzen selbstsichernde Muttern. Die Schrauben müssen dem Gelenk Spiel lassen, damit es sich beim Öffnen und Schließen der Haube bewegen kann.
Ich hatte in diesem Gelenk auch Spiel und stellte dann fest, dass das Gummi darin zerbrochen war. Als ich dies erneuerte, war das Lenkspiel weg.



von Bernhard Stroop - am 16.03.2006 20:09
Bernhard Stroop schrieb:

Zitat

Hallo,

die Schrauben dürfen eigentlich gar nicht fest angezogen
werden. Dort sitzen selbstsichernde Muttern. Die Schrauben
müssen dem Gelenk Spiel lassen, damit es sich beim Öffnen und
Schließen der Haube bewegen kann.

hallo bernhard :-)
da gebe ich dir recht . allzu fest darf man die schrauben nicht anziehen, da sonst die haube schwer aufgeht...
Zitat

Ich hatte in diesem Gelenk auch Spiel und stellte dann fest,
dass das Gummi darin zerbrochen war. Als ich dies erneuerte,
war das Lenkspiel weg.

Gruß
Bernhard

das ist die eine lösung für das problem und die andere möglichkeit ist darüber versteckt. da ist eine 4-kantrohrverbindung die bei jedem öffnen der haube strapaziert wird, macht mit den jahren auch ihre sorgen breit.
innen läuft ein simples formrohr (15x15mm) aus eisen und aussen ist die ALU-führung. was da nachgibt dürfte jedem klar sein.

für die behebung muss man die ALU-führung erneuern. wer daran rumbastelt gefährdet die algemeinheit und sich selbst!
euer weiss aus dornbirn

von weiss - am 17.03.2006 07:10
Hallo
Ich hab noch nix gemacht, erst nur angeschaut denn das ist mir noch nicht ganz klar: Wieso muß ein Kardangelenk Spiel aufweisen, damit es sich verwinden läßt? Wobei es noch nicht mal ein typisches Kardangelenk ist, denn bei diesem sitzen die Drehpunkte in einer Ebene.
(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Universal_joint.png)
[de.wikipedia.org]
Letztendlich überträgt bei den verbauten Gelenken der Gummi das Moment. Es sei denn, er ist verschlissen oder gebrochen. Dann übernimmt die Stahlhülse die Momentenübertragung. Da der Gummi keine Vorspannung hat, wird es immer eine gewisse Weichheit in der Lenkung geben. Außerdem reibt er in der Stahlhülse. Wahrscheinlich ist eine harte Konstruktion direkter und besser, aber die Lager schlagen zu schnell aus.
Das Teleskop macht jedenfalls noch keinen Ärger.
Dafür quietschen die Gelenke der Vorderradaufhängung. Also eine weitere Baustelle.
Und dann wäre da noch der Kederprofilgummi für die Kabinenhaube. Entweder hängt der Rumpf durch, oder beim Bau wurde einfach gepfuscht.

Und dann hatte ich noch das tolle Erlebnis, ein Batteriekabel einfach aus seinem Kabelschuh ziehen zu können, nachdem ich den Schrumpfschlauch entfernt hatte. 16mm^2 Kabel in 25 mm^2 Kabelschuh. Ich wüßte allmählich gerne, wer da schon alles dran geschraubt hat? So viele Defekte nach 8500km? Wenigstens läuft die Kiste und das Fahren macht Spass!
Gruß
andreas

von andreas - am 17.03.2006 17:55
andreas schrieb:
Zitat

Hallo
Letztendlich überträgt bei den verbauten Gelenken der Gummi
das Moment. Es sei denn, er ist verschlissen oder gebrochen.
Dann übernimmt die Stahlhülse die Momentenübertragung. Da der
Gummi keine Vorspannung hat, wird es immer eine gewisse
Weichheit in der Lenkung geben. Außerdem reibt er in der
Stahlhülse.

hallo andreas :-)
die stahlhülse überträgt immer das moment nur der dämpfer(kunststoffteil in der stahlhülse) dämpft ein wenig die schläge des vorderrades zum lenkrad.
ist nun das spiel zu gross, so hat man beim lenken viel arbeit da die lenkung nicht mehr exakt geführt werden kann.
ist das spiel zu klein (zufest angezogene schrauben) so kann der dämpfer seine arbeit nicht verrichten da die stahlhülse die ganze arbeit übernimmt. das heisst im klartext: die schläge kommen ungefiltert und direkt beim lenkrad an. was ja auch nicht gerade angenehm ist wegen jedem steinchen die lenkbewegung neu zu justieren (gerade aus lenken usw.)...

Zitat

Und dann wäre da noch der Kederprofilgummi für die
Kabinenhaube. Entweder hängt der Rumpf durch, oder beim Bau
wurde einfach gepfuscht.

na dann miss doch mal den haubenabstand im unbesetzten zustand und dann mal imbesetzten zustand. :-)

euer weiss aus dornbirn

von weiss - am 17.03.2006 18:21
Hallo
Um eins mal klarzustellen: Mein Cityel hats in Frankfurt nicht leicht. Ich fahre normale Hauptverkehrsstraßen, aber es sind eher Feldwege. Das Pflaster wird momentan mit Teer angepinselt und die gröbsten Schlaglöcher werden notdürftig ausgebessert. Aber ich kann euch sagen, woher der Drang zu schweren Autos kommt. Der Bus/LKW läßt einfach seine Achsen drüberschwingen, wie es gerade kommt und gibt dem ganzen seine eigenwillige Prägung. Ein 1,5t schweres Auto hoppelt gemütlich drüber. Ein Cityel wird durchgeschüttelt oder bricht sich womöglich die Achse, so tief sind die Schlaglöcher inzwischen. Ich bin drauf und dran eine Gefahrenzonenmarkierung auf 10km Frankfurter Straßen für 1000 Schlaglöcher vorzunehmen. Ein Skandal! Eine echte Herausforderung, bei einem 3-Spur-Gefährt.

Das mit der Funktion des Gummis kapiere ich anscheinend immer noch nicht.
Wenn ich das Lenkrad ein wenig hin und her bewege, und die Schraube in der Mitte des Langlochs steht, dann bewege ich doch bei einem Lenkausschlag erst einmal nur den Bolzen im Gummi. Der Gummi wird mitgenommen und übt Moment auf den nächsten Bolzen aus. Wenn das zu übertragende Moment größer wird, dann schlägt die Schraube im Langloch an, ab jetzt überträgt die Stahlhülse ungefedert das Moment. Ich glaube, ich weiß jetzt, was schief läuft: Bei meinem ist der Anpressdruck des Lenkritzels zu groß-> Lenkung schwergängig->Gummi ständig überlastet und kein Feingefühl-> beim Richtungswechsel "vorhalten".
Was meint Ihr?
Gruß
andreas

von andreas - am 17.03.2006 22:34
hallo andreas :-)
schwergängige lenkung kann von vielen dingen herkommen.
1. möglichkeit: die blinkereinheit wurde zu fest angezogen. lösung: die von unten sichtbare schraube ein wenig lösen.
2. möglichkeit: der lenkungsdämpfer ist zu fest angezogen. das merkt man meist beim schliessen der haube und die lenkung ist direkt d.h. kein spiel in der lenkung. die haube geht dann schwerer zu bzw. sie blockiert manchmal das schliessen der haube. lösung: die 2 stück schrauben einwenig lösen.
3. möglichkeit: das kegelradgetriebe wurde nachgestellt bzw. verändert: da gibt es 2 varianten! A. die lenkunng geht gegen ende des einschlages wesendlich härter als bei geradeauslauf. lösung: bei alten fahrzeugen - erneuern. bei jüngeren -neu einstellen lassen. B. die lenkung geht sehr leicht und man hat probleme beim geradeausfahren (nachlenken). beim trennen der lenkung beim dämpfer spührt man am stummel in den dohm das da spiel ist. der stummel lässt sich drehen ohne merklichen wiederstand. lösung: einstellen lassen! es besteht die möglichkeit einer gefährdung anderer oder sich selbst!!!
euer weiss aus dornbirn

von weiss - am 18.03.2006 07:24
Hallo Andreas

ich habe mir auch schon überlegt den Verantwortichen
für die Straßensanierung einen El zur Verfügung zu stellen.
Das könnte helfen.

Das Problem mit der Lenkung hat unser weiss ja schon erläutert.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 18.03.2006 08:26
Hallo
Heute habe ich die Kegelradeinheit zerlegt. Schon vor kurzem gab es einen Beitrag, bei dem aus der Einheit eine Zweiheit geworden war. Folgende Fehler konnte ich finden:
1. Die kleine M5 8.8 Schraube am Lenkritzel war lose. Anziehen ging nicht, Gewinde verschlissen. Dadurch saß die Keilwelle zum Ritzel nicht Spielfrei. Also neue, etwas längere 8.8 Schraube besorgt, Gewinde nachgeschnitten und wieder zusammengesetzt. Kein Spiel mehr.
2. Die Buchse des Kardangelenks im Kunststoffhalter ging sehr schwer. Das Fett darin hatte eine Konsistenz von Kaugummi. Gesäubert und neu gefettet.
3. Das Ritzel weist Verschleiß auf, einige Zahnspitzen waren nicht 100% in Ordnung, die Funktion ist aber einwandfrei. Alles gesäubert, auch den Zahnkranz im Dom, neu gefettet.
4. Das Kardangelenk war vollkommen in Ordnung. Ein Anziehen der Schrauben bringt nichts, da der Gummi, wie schon oben beschrieben, das Moment überträgt, nicht die Hülse. Die Hülse dient nur als Stabilisierung für den Gummi und als Nothilfe, wenn der Gummi überlastet oder gebrochen ist. Die Schrauben stützen sich eigentlich auf Rohren im Gummi ab. Die Schrauben in den Rohren haben ein kleines Spiel. Zieht man sie fest an, dann drückt man die Hülse zusammen. Der Kardan läßt sich dann nur noch schwer knicken, das kleine Spiel aber bleibt. Eigentlich sollte man an dieser Stelle Passbolzen anstelle der einfachen Schrauben einsetzen, ein Konstruktionsmangel. Ich habe das Gefühl, ein paar Beilagscheiben, zwischen Schraubenkopf/Mutter und Rohr würden helfen.
5. Dann habe ich noch versucht, durch Überspringen eines Zahns des Ritzels, das Lenkrad auf Geradeauslauf zu bringen. Erfolglos. Bisher habe ich leicht links lenken müssen, jetzt leicht rechts. Dummerweise habe ich das Ritzel nicht fotografiert, so daß ich nicht weiß, ob die Zähnezahl gerade oder ungerade ist. Bei ungerader Zähnezahl könnte ich es um 180° drehen. Kennt jemand eine bessere Möglichkeit, das Lenkrad auf Geradeauslauf zu trimmen?
6. Die Teleskopwelle hat ein ganz kleines Spiel.
7. Das Lenkrad hat auch ein bischen Reibung, aber nicht unangenehm.

Fazit: Die Lenkung geht wesentlich leichter, nämlich wie geschmiert, das Spiel ist einen Tick kleiner geworden. Landwirtschaft braucht Luft!
Gruß
andreas

von andreas - am 18.03.2006 16:22

Lenkrad auf Geradeauslauf trimmen

Hallo Andreas,

das geht ganz einfach:
Hupe abheben, die Zentralschraube des Lenkrades lösen und das Lenkrad mit einem Abzieher abziehen. Dann neu aufstecken und auf einer kleinen Bauernstraße einmal hin und wieder zurück fahren (wegen zur Seite abfallender Straße)Darausdie mitte ermitteln und Lenkrad so neu aufstecken und wieder festziehen.
Ich hatte auch zuviel Lenkspiel und das Lenkrad war schwergängig.
Bei mir war das Gummi in der Hülse gebrochen (ausgetauscht) die Lenkstange und das Rohr in der Schaltereinheit verharzt (gesäubert und neu gefettet.)
Jetzt kann ich wieder ohne Spiel lenken.



von Bernhard Stroop - am 18.03.2006 16:57
Hallo Bernhard
Habe heute das Lenkrad neu justiert- Eine Wonne. Das hilft auch bei der Orientierung. An was man sich so alles gewöhnt...
Gruß
andreas

von andreas - am 19.03.2006 20:24
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