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elweb
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andreas Andreas, ZINNEKE, bastelwastel24, Holger Keser, Helge Winkelmann, weiss, Ralf Wagner, L. Bentlage, Bernhard Leopold, Theo, A-B

Stoßdämpfer, Federweg

Startbeitrag von andreas Andreas am 20.04.2006 21:27

Hallo
Auf die Gefahr hin, daß es zu Wiederholungen kommt, möchte ich das Thema hier nochmals ansprechen.
Motivation ist der ungenügende Federungskomfort und die mangelhafte Abstimmung der Dämpfung. Wie hier schon früher festgestellt wurde, ist die Originalkonstruktion anders, als es im Fachbuch steht, die Dämpfung beim El beim Einfedern ist härter als beim Ausfedern. Das zweite Ärgernis ist, daß die Dämpfung insgesamt zu hoch erscheint. Das dritte Ärgernis ist, daß der Federweg zu klein ist.

Das gesamte Verhalten ist dadurch sehr merkwürdig: Man stelle sich mal eine gewellte Fahrbahn vor, auf der ein Hinterrad rollt. Durch Anregung der Fahrzeugmasse entsteht eine gedämpfte, phasenversetzte Wellenförmige Bewegung. Dazu kommt, daß die Auf- und Abwärtsbewegungen asymmetrisch verlaufen, wenn der Dämpfungswiderstand asymmetrisch ist. Im Fall der Originalfederung (etwa doppelte Dämpfung beim Einfedern gegenüber Ausfedern) wird die Fahrzeugmasse von Welle zu Welle angehoben. Dies passiert so lange, bis das Rad nicht mehr weiter ausfedern kann. Dann verliert es den Kontakt zur Fahrbahn. Deshalb muß dieser Ansatz falsch sein.
Da einige Leute berichteten, daß die Dämpfung weicher sei, wenn man den Dämpfer dreht, habe ich es ausprobiert. Dabei stellte ich fest, daß bis zum Gummidämpfer sowieso nur 1-2 cm Weg sind. Der drückt sich vielleicht auch nochmal um 2 cm zusammen. Der Reifen macht 2 cm. Macht zusammen 6 cm, vielleicht auch 10 cm. OK. Der Fahrtest verlief glänzend. Ich konnte keine erhöhte Kippneigung feststellen. Das Verhalten in welligen Kurven find ich Gefühlsmäßig besser, gutmütiger. Schlaglöcher und Schwellen sind nicht mehr so dramatisch.
Aber irgendwie fand ich es unlogisch, daß das Drehen des Dämpfers die Dämpfungscharakteristik völlig ändert. Ich habe leider nur das hier gefunden:

von [www.bmw-syndikat.de]
Der linke dürfte seine Charakteristik bei Umdrehen nicht ändern, der mittlere und der rechte sind im Prinzip gleich. Durch das Drehen wird das Gas nach oben steigen. Wenn viel Gas (oder wenig Öl) im Dämpfer ist, dann werden die Bohrungen/Ventile nicht mehr vom Öl bedeckt, und es würde Gas durchströmen statt Öl. Kann es das sein? Beim Ausfedern würde dann Gas wieder reingezogen, was ebenfalls die Dämpfung verringert. Ob das den Dämpfern schadet, kann ich nicht sagen, jedenfall wird mein Kreuz geschont. Ob durch das Drehen auch die Charakteristik Zug/Druckstufe verbessert wird, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls ist das alles sehr zufällig, auffällig.

Der 2. Punkt ist der Federweg, er erscheint mir um mindestens 2 cm zu gering. Hat jemand Erfahrungen mit Unterbauklötzen an der Blattfederverschraubung? Verändert man den Winkel oder den Abstand oder beides? Welches Material eignet sich dafür? Hat jemand Bilder von solchen Teilen?

Eine Alternative wäre, Einstellbare Federdämpfer zu benutzen. Die Blattfedern als Hauptfedern drinlassen und eine möglichst progressive Schraubenfeder zusätzlich einsetzen, verstellbar im Vorspannweg. Dazu eine einstellbare Zugstufe.
Wer hat Erfahrung? Vorschläge? Produkte?

Gruß
andreas

Antworten:

Hallo Andreas

weswegen die Druckstufe abnimmt ist ja eigenlich sekundär.
(Interessieren würde es mich aber auch.)
Entscheident ist doch, daß die Federung/Dämpfung jetzt auf die
Bodenwelle reagieren kann. Nach einigen tausend Kilometern
sind die Dämpfer auch noch dicht.

Die Höherlegung besteht aus Aluklötzen.
Passende Federbeine mit einstellbarer Zug-/Druckstufe gibt es im
Rollerzubehör für dem Malagutti F10 Roller. ( ca. 100.- Euro )

Achtung! Eintragungspflicht!

Eingebaut habe ich sie aber nicht.
Ich baue ein El ja gerade auf Einzelradaufhängung um.
Dann fällt der Motor als mitfedernde bzw. bremsende Masse weg.

Bei der Starrachsenkonstruktion ist auch die stärkere Belastung
durch weicheres Ansprechen des Dämpfers zu bedenken.
Die Achse wird auf Biegung höher beansprucht als bei
harter Dämpfung.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 21.04.2006 03:52
Moin Ihr beiden,

schaut euch herbys projekt an. ich war bei ihm und wir haben ausgiebig geklöhnt. Er hat die blattfedern drinnen gelassen und federbeine eingebaut. Soll wie butter laufen. Das mit dem biegeanspruch stimmt so nicht. Die achsaufnahme ist in silentblöcken gelagert.
Trotzdem ist die hinterradfederung eine never ending baustelle.
Möge die sonne mit euch sein
Rainer
Twike 542



von ZINNEKE - am 21.04.2006 07:38
Moin zusammen,
habe eben das handbuch konsultiert. ich empfehle die silentblöcke regelmäßig zu tauschen. wenn die hart werden klappt es mit der federung nicht mehr.
Möge die sonne mit uns sein
Rainer
Twike542



von ZINNEKE - am 21.04.2006 07:47
Hallo Rainer

Eine Masse die beschleunigt wird hat eine Trägheit.
Die Motorkonsole wirkt als Masse auf die Achse ein.
Schnelle einseitige Beschleunigung = Biegemoment.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 21.04.2006 11:38
Hallo
Das mit der Biegebeanspruchung der Welle durch höhere Beschleunigung der Räder usw. muß man wohl in Kauf nehmen. 30 G ? Dafür werden aber die Batterien, das Cityel und ich nicht nach oben geworfen. Beim Original müssten eigentlich die Reifen größere Federwege bereitstellen. Können sie aber nicht, bei 3-4 bar. Mich würd halt mal interessieren, ob man noch mehr an Komfort rausholen kann, durch bessere Abstimmung und etwas vergrößerten Federweg. Wenn es gut ist, dann wird der Prüfer auch eine Eintragung machen.

Das mit der Malaguti F10 hat mir bisher nicht so richtig weitergeholfen. Dieser Dämpfer hat nämlich eine Gabel und ein Auge statt 2 Augen. Vielleicht gehts mit Distanzhülsen in der Gabel. Leider bekomm ich das Bild Artikel 0708030 von mopshop.de nicht rein.
Hier ist beschrieben, was zu ändern ist:
[forum.myphorum.de]
Ziel ist, ein zweites Auge zu schaffen und den minimalen Augenabstand zu verringern. Aber reicht das?

OK, das einfachere Experiment wird also höherlegen. Hat jemand noch die Aluminiumdistanzblöcke 41.021 von der Federumrüstung 6mm->8mm übrig? Die müßten genau passen. Die Reparaturanleitung 61 sagt, man solle sie "wegwerfen", das habt ihr doch hoffentlich nicht alle gemacht?!?

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 21.04.2006 20:23
Hallo Andreas

die Federbeine haben die richtige Länge. Halbe Miete!
Die Gabel würde ich mit einem 3/4' -Rohr verschweißen und
mit einer gummierten Buchse versehen. Ganze Miete!

VielSpaß beim basteln.

Peter J.

von bastelwastel24 - am 22.04.2006 04:43
Noch was vergessen.
Du kannst die Distanzblöcke auch aus Flacheisen
sehr einfach herstellen.
Ich habe in meinem Cabrio je Seite 3 St. 60 x 5 plus Federdoppelung.
Das macht gute 23 mm mehr Federweg. Die Räder gehen nur bei ganz
bösen Bodenwellen auf Anschlag.

Wenn Du eine Blattfeder ausbaust, siehst Du den Abdruck der Auflage.
Flachstahl ablängen, bohren und gegeneinander verschrauben.
( Das Verschrauben vor dem Schweißen verhindert Verzug )
Alle vier Ecken 45° anschrägen.
Rundrum verschweißen. Längere Schrauben mit 8.8 Festigkeit nicht
vergessen. ( Ich weiß, daß die meisten dies wissen. Aber sicher ist sicher)

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 22.04.2006 05:15
Hallo
Habe gerade mit dem Fräser meines Vertrauens gesprochen. Hat der Malaguti-Stoßdämpfer Schlüsselflächen an der Kolbenstange? Dann könnte man nämlich ein Auge mit Federauflage aus Stahl herstellen mit Innengewinde für das Gewinde am Ende der Kolbenstange. Das bedeutet minimale Baulänge, also Augenabstand. Ohne Schweißen. Und genau angepasste Dicke des Auges. Genug gerätselt, ich hab die Dämpfer bestellt. In ein paar Tagen sehen wir weiter.
Danke und Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 22.04.2006 10:00
Hallo Federungsverbesserer

Habe vorgestern neue Federn eingabaut und da ich auf Grund des 48V Umbaus zusätzliches Gewicht mit mir rumfahre, einfach die alten Federn auf 2/3 Länge abgetrennt und spitz zugeschnitten und zusammen mit den neuen Federn (über die neuen) wieder eingebaut.

Damit die Gewinde der vorderen Schrauben noch passen, habe ich eine der zwei Aluplatten auf jeder Seite weggelassen. Zwischen die Federn habe ich Kettenspray gesprüht um Quitschgeräusche zu vermeiden.

Der Erfolg mit umgedrehten Stoßdämpfern:

Sehr guter Federkomfort, da 'progressiver' (oder wie das getz heisst...) Ferderweg (zunehmend beim Ein-federn).

In den Radkasten ging kaum ein Finger, jetzt kann ich die geballte Faust rein stecken.

Als Hinweis zum Nachmachen: Die ABE des Fahrzeugs und damit auch der Versicherungsschutz erlöschen.

Grüße aus dem Pott

Holger

von Holger Keser - am 22.04.2006 18:52
Hallo Andreas
Sende mir mal deine Mailadresse kann dir zum
umbau der Malaguti ein paar Bilder Senden .
Hab bei mir unten dort wo die Gabel ist von einem alten EL Dämpfer die
Augen abgetrennt mit einer Mutter versehn und das Gewinde des Malaguti Dämpfers etwas gekürtzt . Pass ohne zu schleifen und Federweg ist 2 - 3 cm
mehr .Mußte sein da ich auf 48 Volt mit Batterie hinten umgebaut hab und der Federweg fast weg war .Neue 8mm Federn hab ich auch gleich mit eingebaut .

Grüsse Theo



von Theo - am 22.04.2006 20:16
Hallo Theo
Super Idee! Rückbau ist leider nicht mehr möglich, es sei denn man besorgt sich neue El-Dämpfer. Hat denn der Malaguti Schlüsselflächen an der Kolbenstange, oder muß man die erst schleifen? Nächstes Problem: Wenn die neuen Schlüsselflächen in die Dichtung eintauchen, ist der Dämpfer womöglich hin. Probleme sehe ich noch beim Anschweißen der Mutter. Solche Schwingbelasteten Schweißstellen werden normalerweise konstruktiv vermieden oder müssen professionell ausgeführt werden. Welche Federhärte hast Du eingestellt?
Email findest Du, wenn Du auf "andreas Andreas" klickst. Bilder kannst Du auch an die Admins schicken oder auf einen Server legen und dann im Forumsbeitrag einbinden, sie FAQ.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 23.04.2006 08:17
Ich habe gerade meine Federn vermessen:

ca. 8 mm (incl. Rost), wo sie an der Karosserie angeschraubt sind
ca. 6 mm (incl. Rost) an der Achse

Sind das jetzt die alten oder die neuen?
Was ist besser: Distanzen einbauen oder neue Federn oder beides?

P.S.: Mein EL liegt ziemlich tief...

Danke für zweckdienliche Hinweise,

Bernhard aus Graz



von Bernhard Leopold - am 23.04.2006 17:18
Hallo Holger,

könntest Du mir ein paar Bilder von Deinem Umbau zusenden, damit ich eine bessere Vorstellung für den Nachbau bekommen kann?

Vielen Dank,



von Helge Winkelmann - am 24.04.2006 20:16
Hallo Theobald,

könntest Du mir auch die Bilder vom Federbeinumbau zusenden?

Emaill-Adresse: Feuerber@lycos.de

Danke.



von Helge Winkelmann - am 24.04.2006 20:18
Hallo Helge

Ich muss noch Bilder machen. Sobald ich sie habe, schicke ich sie dir und schreibe noch ein Paar Zeilen dazu.

Für den gesamten Feder-Umbau habe ich unter 2 Stunden gebraucht.


Wer noch Bilder haben will, soll die Hand heben!! :)




Bis die Tage

Grüße aus dem Ruhrgebiet

Holger

von Holger Keser - am 25.04.2006 07:55
Moin,
Einspruch. Auch der Hersteller hatte mein El so umgebaut. Also nix mit erlöschen der ABE.
Möge die Sonne mit uns sein
ZINNEKE
Twike542



von ZINNEKE - am 25.04.2006 08:15
Moin Andreas,
schraubst du am nächsten WE? würde gerne dazustößen.
Möge die sonne mit uns sein
ZINNEKE
Twike542



von ZINNEKE - am 25.04.2006 08:25
Moin Peter,

habt nachsehen mit einem unwissenden. Wieso wird sich denn die Achse verbiegen wenn sie doch am anderen ende so gelagert ist das dort die blattfeder die bewegung der achse durch verdrehen aufnimmt????

ZINNEKE
Twiek542



von ZINNEKE - am 25.04.2006 09:15
Moin,

*handheb*
Würde auch gerne Bilder bekommen. Wäre super. Danke.
Gruß André

von A-B - am 25.04.2006 11:23
Hallo Zinneke

Masseträgheit des Motorträgers.
Wenn das El schneller das Bein heben kann wird die Beschleunigung
der Achse größer. Der Motorträger muß die Bewegung mitmachen.
Will er aber nicht aus freien Stücken.
Also was folgt? Erhöhtes Biegemoment an der Achse.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 25.04.2006 11:59
Moin,
kein wunder wenn das EL so durchgerüttelt wird. Die verbesserung der federung ist also oberstes gebot.
Möge die sonne mit euch sein
ZINNEKE
Twike 542



von ZINNEKE - am 25.04.2006 12:08
Hallo
Ja genau Rainer, schlimmer kann es eigentlich nimmer werden. Das mit der Zunahme der Beschleunigung durch Verringerung der Dämpfung und damit Zunahme der Biegekräfte der Welle würde ich nicht überbewerten. Schließlich entstehen auch statisch hohe Biegebelastungen. Hätten wir gar keine Federung, würde die Welle vielleicht am Radlager brechen. Warten wirs ab.
Schrauben kann ich wahrscheinlich erst in 2-3 Wochen. Rainer, woher bekommst Du Silentbuchsen? Würde so was gern in das noch zu fertigende Stahlauge für den Malaguti-Dämpfer einbringen.

Ich habe mal nachgemessen, an der Radkastenunterkante, mittig zum Boden mit Heidenau-Reifen, 3-4 bar: 55cm, bei 78kg Fahrergewicht, 100kg
Batts und 8kg Lader. 2-4 cm mehr fänd ich gut.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 25.04.2006 21:01
Hallo Andreas

War auch nur als Hinweis gedacht.
Wird nicht kritisch werden. Bei angeknackter Welle kann es ihr aber
den Rest geben.

www.maedler.de

Für Bastelwütige !
Aber keine Silentgummis.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 26.04.2006 03:56

Nachtrag Stoßdämpfer, Federweg

Bei meinem Ubau habe ich nicht das Rad neu erfunden. Habe einen Eintrag von Reindi vom 4.6.05 gefunden, der einen ähnlichen Umbau mit den Blattfedern gemacht hat. Die Lorbeeren gehen also an Ihn.

Zu meinem Umbau möchte ich noch hinzufügen, dass es bei der 36V Variante durch das geringere Gewicht probleme mit den Stoßdämpfern geben könnte, wenn diese beim Ausfedern bis zum Anschlag ganz ausgefahren werden.

Reindi schreibt dazu, dass er die Alu-Distanz-Platten schräg geschliffen hat um das Ausfedern zu begrenzen.

Ich weiss nur, dass bei Autos der Federweg beim Ausfedern in den meisten Fällen nur durch den Stoßdämpfer begrenzt ist (d.h. am Ende des Federweges verhindert der Stoßdämpfer weiteres Ausfedern mit seinem Anschlag), wie das allerdings die niedlichen über Kopf eingebauten El-Dämpferchen mitmachen, kann ich noch nicht sagen. Sobald was kaputt geht, werde ich hier berichten.


Holger

von Holger Keser - am 26.04.2006 06:43
Moin Andreas,

in Sossenheim findest du die Firma Desch Antreibstechnik. Da bekommst du alles was sich gewegt aber keine Beine hat. Höchstens die Sekretärin????
Möge die Sonne mit dir sein
ZINNEKE



von ZINNEKE - am 26.04.2006 07:48
Moin Andreas,

habe mal gegoogelt. Hier das Ergebnis: [www.desch.de]
Möge die Sonne mit dir sein
Rainer



von ZINNEKE - am 26.04.2006 08:12
Moin Andreas,

noch ein Gedanke. Ich schlage vor, das du ein Gabelkopfgelenk mit Innengewinde nimmst und dieses auf den Federbeinstößel aufklebst. Wenn Jumbus geklebt werden kann das El auch geklebt werden. Mein Liegerad habe ich an einigen Stellen auch geklebt. HÄLT.
Möge die Sonne mit dir sein.
Rainer



von ZINNEKE - am 26.04.2006 08:48
Hallo,
ich erhebe meine Hand mit der Bitte um Bilder auf lbent@freenet.de .

Danke im Voraus!



von L. Bentlage - am 26.04.2006 10:54
Holger war so nett und hat ein paar Bilder geschossen:
[www.elweb.info]
Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 26.04.2006 21:19
Hallo
Malaguti Stoßdämpferchen hab ich jetzt. Man kann sie sehr einfach zerlegen und montieren: Einen Bohrständer für Haushaltsbohrmaschinen nehmen. Den Stoßdämpfer mit seinem Auge in die Vertiefung des Fußes stellen. Den Arm absenken, bis die 40mm-Aufnahme die Feder berührt und an der Säule feststellen. Dann mit 13mm Steckschlüssel die Mutter auf der Gabel lösen. Beim Montieren sollte man zu zweit sein. Einfach mit dem Hebel die Feder Vorspannen, die Gabel, Ring und Mutter einsetzen und festziehen, fertig. Am besten noch was festes textiles zwischen Feder und 40mm-Aufnahme sowie Auge und Fußvertiefung legen, damit es keine Abdrücke gibt.
Das Teil hat wenig Dämpfung in der Druckstufe. Die wesentlich kräftigere Zugstufe dämpft nur, wenn die Kolbenseite nach unten zeigt. Der Federweg des Dämpfers beträgt 5,? cm. Mit Gummi 4,? cm.
Die Feder habe ich auf die Waage gestellt, in den Bohrständer. 115 kg, dann habe ich aufgehört. Man merkt dann die Progression stark. Als alleinige Feder macht das also keinen Sinn. Die Verstellmöglichkeit beträgt zwei mal 6 mm, also 3 Stufen.

Silentbuchse hab ich bisher online keine passende gefunden. Es gibt zig Modelle, aber keine Masse. Bräuchte glaub ich 10 mm innnen, 20 außen, 20 lang, alles so ungefähr. Alternative wäre Kugelkopf, danke für die vielen Tips,
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 27.04.2006 19:33
Moin Andreas,

ja da hätte ich schon noch eine Idee. Um die Belastung der hinteren Achse zu vermindern könntest du eine der drei Batterien in den Fußraum platzieren!?!?!?!?
Beste Grüße Zinneke
Twike 542



von ZINNEKE - am 28.04.2006 07:43
Hallo
Nachdem ich passende Gummi-Metall-Lager auf die Schnelle nicht finden konnte, habe ich aus einer Reste-Kiste zwei M8 Kugelköpfe gefischt. (Gibt es als Standard in verschiedenen Ausführungen) Leider passt M8 nur zum Stoßdämpfer, aber nicht zur 10mm-Bohrung der Tragplatte (Reparaturanleitung 61). Deshalb braucht man noch ein Drehteil: Eine gestufte Buchse aus Automatenstahl, die die 8mm auf 10mm adaptiert und gleichzeitig die Drehmomente überträgt. Eine 3mm dicke U-Scheibe für die Gegenmutter sollte man aus nicht zu weichem Material verwenden.

Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet: Ich kann beim montieren der Stoßdämpfer nicht genug Drehmoment aufbringen, die Federstützscheibe dreht durch. Nachdem ich gemerkt hatte, daß Schlüsselflächen nichts bringen, weil man bei montierter Feder auch mit einem gekröpftem Blechmaulschlüssel nicht drankommen würde, hatte ich mich auf die Reibungspaarungen verlassen. Das war ein Fehler. Man muß irgendwie einen Drehmomentformschluss zwischen Federstützscheibe und Dämpferkolbenstange herstellen, um die Federstützscheibe als Konter zu missbrauchen. Wie fang ich das an? Oder gibt es bessere Tricks?

Ich bin mir noch sehr unsicher, welche Lösung die beste ist. Zumindest kann ich den Effekt ausprobieren.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 29.04.2006 20:58
Hallo
Da keine Tips kamen, hab ich den Kugelkopf mit Sekundenkleber verklebt, mir fiel nichts besseres ein, soll auch keine Dauerlösung sein.
Ich habs ausprobiert, war eine elendige Schrauberei, weil ich die Tragplatte von den Federn lösen mußte, um die M10-Schraube an der Tragplatte herauszubekommen. Aber es funktioniert, ich habe 2 cm mehr Federweg. Allerdings bei höherer Grundhärte der Federung, was mir nicht so gut gefällt. Die Schraubenfeder steht schon auf minimaler Vorspannung. Irgendwie müßte ich jetzt noch einen Kompromiss finden, sprich die Blattfeder oder die Schraubenfeder ein wenig entspannen. Die Blattfeder stärker vorzuspannen und die Schraubenfeder wegzulassen halte ich inzwischen für den falschen Ansatz. Ich habe nämlich das Gefühl, daß die Blattfedern (auch die neuen 8mm, bei "nur" 100kg Battgewicht) auf Dauer zu schwach sind und sich immer wieder so verformen, daß der Dämpfungsgummi des Stoßdämpfers bei jeder Bodenwelle die Hauptlast übernimmt.
Fazit: Die brutalen Schlaglöcher werden besser absorbiert, die Federung ist vom Ansprechverhalten her einen Tick härter geworden. Krängung in glatten Kurven ist besser, die Haftung ist in unebenen Kurven deutlich besser. Komfortgewinn: Keiner.

Noch was: Der "Krängungsstabilisator" hinter der Achse: Wozu ist der eigentlich gut? Meiner Meinung kann das Teil die Krängung nur unwesentlich mindern, denn es kann kaum Momente übertragen. Schraubt man es auf einer Seite ab, so fällt es mehrere Zentimeter runter, nur durch sein Eigengewicht! Ich glaube, es hat eher den Zweck, die Blattfedern auf korrektem Abstand zu halten und den Gerade- und Parallellauf sicherzustellen. Durch seine nach hinten Ausladende Form schafft er das auch ganz gut. Schade nur, daß dadurch auch die Massenträgheit steigt.
Ein "Krängungsstabilisator" oder "Wankstabilisator" beim KFZ, wie ich es kenne, funktioniert auch ganz anders: Entweder bei Fronttrieblern als Verbundhinterachse oder mit einem Torsionsstab, der extra gelagert und angesteuert wird. Hier ist das besser erklärt: [de.wikipedia.org]

Die Lösung mit Silentbuchse werde ich demnächst nachholen, dann kann ich gleich noch die Schraubenfedervorspannung verringern. Keep on rolling...

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 30.04.2006 18:57
Hallo
Die Schraubenfedervorspannung konnte ich verringern. Der Trick besteht in einem Hut-förmigen Drehteit, welches die Scheibe zur Schraubenfederauflage ersetzt. Außerdem habe ich an der Kolbenstange Schlüsselflächen für 10mm SW mit dem Dremel angeschliffen. Mit einem Blechmaulschlüssel kann man jetzt gegenhalten. Die Winkelgelenke habe ich immer noch drin, bis jetzt halten sie gut, kein Verschleiss feststellbar. Suche aber noch nach Alternativen.
Wie das so ist, kamen jetzt mehrere Änderungen auf einmal zusammen: Neue Reifen von Conti, vorher hatte ich hinten 80/80 von Heidenau drauf (das letzte unter der Sonne), bis auf den nicht ganz perfekten Rundlauf bin ich damit sehr zufrieden. Der Geräuschpegel ist drastisch gesunken. Eine weitere Massnahme war, die Riemenabdeckung abzunehmen, da diese seit dem letzten Riemenriß beschädigt war. Außerdem habe ich die Rutschkupplung am rechten Hinterrad stillgelegt.

Ergebnis: Ich bin sehr zufrieden mit dem Geräusch. Der Federungskomfort ist durch die verringerte Schraubenfedervorspannung sehr viel besser, es gibt keine harten Schläge mehr und das El liegt gut in Kurven. Extremversuche habe ich mir bisher erspart.

Eine Sache fand ich gar nicht witzig: Der neue Vorderreifen schleift gelegentlich an einer Schraube der Abschleppöse. Ich habe sie jetzt entfernt, die Schrauben aber wieder eingesetzt, damit kein Wasser in die Karosse reinkommt. Da stimmt doch was am Design nicht! Spiel an der Vorderradaufhängung konnte ich nicht feststellen. Wer kennt das Problem?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 21.05.2006 19:25
Hallo
Hier sieht man die Winkelgelenke , d2=8mm
[www.still-gelenke.de]

Oder hier:
[www.genoma.de] , oder ergoogeln
WINKELGELENK DIN 71802

In Zukunft vielleicht:
GELENKKOPF MIT INNENGEWINDE DIN 648-K
Das Teil ist belastbarer.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 21.05.2006 21:34
andreas Andreas schrieb:
Zitat


Eine Sache fand ich gar nicht witzig: Der neue Vorderreifen
schleift gelegentlich an einer Schraube der Abschleppöse. Ich
habe sie jetzt entfernt, die Schrauben aber wieder
eingesetzt, damit kein Wasser in die Karosse reinkommt. Da
stimmt doch was am Design nicht! Spiel an der
Vorderradaufhängung konnte ich nicht feststellen. Wer kennt
das Problem?
Gruß
andreas

hallo andreas :-)
in dem fall ist es nicht die radaufhängung sondern der dom der auf der innenseite zuviele risse hat.
richten kann man das durch polyestern. löcher am ende der risse werden von vielen empfohlen.
zugleich würde ich mal die federung vorne in ordnung bringen. ich vermute sehr stark, dass der federweg durch das verrosten der gelenke stark eingeengt ist.



von weiss - am 22.05.2006 06:06
Hallo
Wo am Dom soll ich nach Rissen suchen? Ich habe bisher keine bemerkt. Was bringt denn "Polyestern"? Bekomme ich dadurch die "alte" Position wieder?
Welche Gelenke sollten denn da verrosten? Nee nee, das scheint alles leichtgängig und praktisch Spielfrei. Wird ja auch kräftig durchgeschüttelt auf meinen Strecken, da rostet nichts fest.
Ich habe vorne einen Nagelneuen Reifen drin, 3,5Bar. Der ist einfach ein bischen größer als der alte. Und schon stimmt die Toleranz nicht mehr. Es ist einfach ein Designfehler, denn nach hinten hat der Reifen ja auch nicht gerade viel Platz, vielleicht 3 cm? Der Designfehler liegt darin, die Abschleppöse in der Mitte zu befestigen. 10cm außermittig, und der Reifen hätte nach vorn 1cm mehr Platz und das Problem würde niemals auftreten.
Sorry, wenn ich gerade etwas gereizt bin, aber ich habe außerdem noch Reichweitenprobleme, heute nur 15km weit gekommen, dann war absehbar, daß ich es nicht schaffe, habe noch rechtzeitig einen Glotzenladen angesteuert, dessen Besitzer mir freundlicherweise auch noch eine Kabeltrommel auslieh.
Die Akkus haben erst 2500km gesehen, bei 125 Ladezyklen. Trotz Powercheq, Einzelladern, Ausgleichsladung, die Batts werden schlaffer und schlaffer. Möchte mir jemand 3 Megapulser vermieten? Wenigstens 1000km möchte ich noch rausholen. Irgendwas muß ich noch probieren. Habe jetzt die Akkus zusätzlich langsam weiterentladen, Zeitschaltuhr eingebaut, dann wird erst ab Mitternacht geladen und die Ladung ist kurz vor der Abfahrt fertig. Vielleicht ist das die Rettung. Aber so macht es keinen Spass.
Ein gefrusteter
andreas

von andreas Andreas - am 22.05.2006 19:12
andreas Andreas schrieb:

Zitat

Hallo
Wo am Dom soll ich nach Rissen suchen? Ich habe bisher keine
bemerkt. Was bringt denn "Polyestern"? Bekomme ich dadurch
die "alte" Position wieder?

hallo andreas
wenn man im el sitzt, die haube offen hat, sieht man vor dem lenkgestänge die innenseite des domes. der hat einen schwarzen hut oben drauf und rundum werden bei deinem el risse zu sehen sein. die geben bei belastung nach und schon streift das vorderrad.
mit dem polyestern bekommt der dom einen neuen halt und das vorderrad kann, bei richtigem polyestern nicht mehr streifen...
Zitat

Welche Gelenke sollten denn da verrosten? Nee nee, das
scheint alles leichtgängig und praktisch Spielfrei. Wird ja
auch kräftig durchgeschüttelt auf meinen Strecken, da rostet
nichts fest.

die vordere dämpfereinheit neigt einfach zum festrosten. auch bei ständigem fahren wird der federweg mit der zeit kürzer. da nützt es einfach nichts, entweder man drückt den vorbau gelegendlich mit dem eingen körpergewicht ein paar mal runter oder man macht einen kleinen service an der dämpfereinheit.
Zitat

Ich habe vorne einen Nagelneuen Reifen drin, 3,5Bar. Der ist
einfach ein bischen größer als der alte. Und schon stimmt die
Toleranz nicht mehr. Es ist einfach ein Designfehler, denn
nach hinten hat der Reifen ja auch nicht gerade viel Platz,
vielleicht 3 cm? Der Designfehler liegt darin, die
Abschleppöse in der Mitte zu befestigen. 10cm außermittig,
und der Reifen hätte nach vorn 1cm mehr Platz und das Problem
würde niemals auftreten.

ok andreas, alle bisher aufgetretenen fälle hatten folgende:
1. dom hatte risse
2. dämpfereinheit war defekt (ausgeschlagene silentgummi oder ähnliches)
wobei zu bemerken ist , dass die domrisse irgendwann um die baujahre 1995 rapid zugenommen haben. bei meinem hab ich bis jetzt "nur" 2 risschen von 2cm länge feststellen können und das wurde 1992 gefertigt
da es mehrere el-besitzer gibt die die neuen reifen auf 3,5 bar aufblasen und von denen keiner ne meldung machte nehme ich an, dass es bei denen auch funktionierte. wobei -ich persönlich- bei einem neuen nicht soviel druck reinlassen würde...



von weiss - am 23.05.2006 07:13
Hallo Weiss
Danke für die ausführliche Antworten. Mein El hat definitiv keine Risse am Dom, nicht einen einzigen. Aber Kunststoff kann sich ja auch längen, ohne zu reißen. Falls es schlimmer wird, könnte man ja versuchen, den Dom mit passenden Unterlagblechen neu einzurichten. Die hinteren Reifen habe ich heute auf 4,5Bar aufgeblasen.
Die vordere Dämpfereinheit werde ich bei Gelegenheit nochmal genauer untersuchen.
Wenigstens kam ich heute ohne Nachladen nach Hause. War aber immer noch Grenzwertig. Habe die Akkus wiederum ein Stück mit der Heizung weiterentladen und werde wiederum Zeitschaltuhrgesteurt von 0h-8h laden und die Battheizung durchlaufen lassen. Die Akkus waren zumindest heute morgen wesentlich steifer. Kann man irgendwo Megapulser mieten? Ich möchte nicht schon wieder 150¤ ins Ungewisse investieren. Die Powercheqs haben nämlich bisher keine Veränderung der Reichweite gebracht, was auch daran liegen könnte, daß ich meine Einzellader CTEK XS25000 (14,75V@18°C, 25A) ganz genau eingestellt habe und die Powercheqs zumindest beim Laden nichts zu tun haben.
Mein Nachbar hat seit heute einen nagelneuen chinesischen Motorroller, 45km/h, 600Euro. So viel wie ein chinesischer Batteriesatz. Irgendwie komm ich mir da verarscht vor.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 23.05.2006 18:16
Hallo Andreas,

ein Arbeitskollege hat seine drei Megapulser rausgeschmissen.
Ich frage ihn nachher, ob er sie Dir leihweise zur Verfühgung stellt.
Ruf mich ab 8.00 Uhr unter 0170-4802497 an bezüglich deiner Adr.

Gruß Peter J.

von bastelwastel24 - am 24.05.2006 02:15
Hallo Peter und Bernd M
Vielen Dank für die schnelle Hilfe!
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 25.05.2006 12:03
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