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elweb
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16
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hausmeister2000, Konrad S., SB, ManfredM, JJ-OO, Bernhard aus Bayern

Fragen zum Einstieg, welches City el? Kosten Wartung?

Startbeitrag von Hausmeister2000 am 25.08.2006 07:18

Hallo,

ich lese seit einiger Zeit mit und überlege, ob ein City el evtl. statt eines Zweitwagens in Frage kommt. Anwendung wäre dann täglich 20km zu fahren. Eine Strecke 10km zum Bahnhof, dann den Rest mit dem Zug.
Die Jahreskilometerleistung würde wohl bei ca. 220*20 = 4400km... also etwa 5000-6000km liegen (andere Kurzstrecken sollen dann auch mit dem City el gefahren werden).

Welches City el käme in Frage? Etwas schneller als 50km/h sollte es schon sein, da auch über Land gefahren wird (ca. 8km, 2km in der Stadt). Lohnt sich das FactFour? Komme ich mit einem älteren Gebrauchten gut hin? Ab welchem Baujahr sind die Kinderkrankheiten raus?
Hat vielleicht jemand eine Art "History", was alles im Laufe der Jahre geändert wurde?

Mit welchen Wartungskosten muß man bei der o.g. Fahrleistung im Jahr ca. rechnen? Wie oft muß eine Kette/Riemen gewechselt werden? Was kostet das? Vielleicht hat mal jemand die groben Kosten mitgeschrieben und könnte diese mitteilen?!

Danke für die Hilfe!

Gruß, Heiko

P.S.: Handwerklich würde ich wohl zurecht kommen, habe Motorrad und Elektro-Modellflug zum Hobby. Teste derzeit die A123-Zelle ;-)

Antworten:

Hallo Heiko,

mein Fahrweg beträgt täglich ca. 22km, wobei da bestimmt 2/3 Überland dabei ist. Ich habe ein El BJ 2000 mit dem "alten" Thrige Motor, 36V Standardspannung. 3x Effekta 120S. Über Fahrleistungen wird in diesem Forum ständig gepostet. Ich empfehle Dir hier etwas in den alten Beiträgen zu "schmökern".

Zum Thema Geschwindigkeit: ich habe mein El als 45km/h Version angemeldet. Vorteil: kleines Kennzeichen, wenig Kosten, kein TÜV, keine Steuern, Geschwindigkeitseinbußen m.M. nach vertretbar (brauche halt 2 - 3 Minuten länger morgens und abends). Allerdings bin ich auf Überlandstrassen unterwegs, auf denen relativ wenig Verkehr ist. Willst Du viel Bundesstrasse fahren, dann wäre ein El mit höherer Geschwindigkeit schon zu überlegen.



von Konrad S. - am 25.08.2006 09:51
PS: ich habe nach der Anschaffung des El ebenfalls meinen Zweitwagen verkauft und es eigentlich bisher noch nicht bereut...



von Konrad S. - am 25.08.2006 09:52
Hallo Konrad,

seit wann hast Du Dein El? Welche Reparaturen sind bisher angefallen und wie teuer waren die? Hast Du das El neu gekauft?
Meine "Überlandstrecke" ist auch sehr ruhig: Etwa 2km Kreisstraße, dann 6km ruhige Nebenstrecke, Rest Stadt.

Gruß
Heiko

von Hausmeister2000 - am 25.08.2006 10:29
Hallo Heiko,

ich fahre mein El seit Dezember 2005. Ich hatte es als Vorführwagen von einem Händler gekauft. Es hatte zu dem Zeitpunkt ganze 1200 (!!) km auf dem Tacho.

Reparaturen hatte ich bisher genau genommen nur zwei:

Relativ schnell ist der Bremslichtschalter ausgefallen, ist ein bekanntes Problem und kann mit der üblichen Elektronik (glaube, so ca. 25 Euro) behoben werden.

Reparatur No. 2 war ein defekter Akku, den ich auf Garantie getauscht bekam (hatte nach ca. 4 Monaten ca. 2000km drauf).

Alles andere war "Bastelei", die für den eigentlichen Betrieb nicht wirklich notwendig sind, aber in meinen Augen Sinn machen:

- Zusatzbremsleuchte (LED-Balken) eingebaut
- Alle drei Reifen erneuert
- Powerchecks installiert
- Batterieheizung eingebaut
- Batteriethermometer eingebaut
- Radio eingebaut
- Kindersitz mit Gurt eingebaut
- Lederbezug für Sitz und Rückenlehne
- Schalter für Speedkit-Überbrückung eingebaut
- Cabrioverdeck grundgereinigt und imprägniert
- Einzelspannungsüberwachung und Fahrstromanzeige (in Arbeit)

Das Problem ist vielmehr, dass das El unendlich viele Möglichkeiten zum Basteln, Ändern und Verbessern bietet. Es ist wie eine Sucht.... So gesehen stecke ich deutlich mehr Zeit ins El als vorher in mein Zweitauto (Tanken, Luft, Ölstand). Es macht aber auch enorm Spass und aufgrund der "einfachen" Technik kann man vieles selber machen.

Vielfach wird auf die El-Ersatzteilpreise geschimpft. Aber wenn Du mal vergleichst, was Du für Ersatzteile bei einem Kfz-Vertragshändler bezahlst, dann finde ich die El-Preise noch halbwegs vertretbar. Und die Montage erledige ich nach Möglichkeit selber, was beim Auto definitiv nicht der Fall war.



von Konrad S. - am 25.08.2006 10:53
Denke, für Deine Anwendung reicht ein gutes Standartgebrauchtes.
Ab 1500, vom Händler mit Garantie ab 3500...
Mein EL ist Bj 91 und hat bisher wenig Ärger gemacht.
Einmal Blinkerrelais, einmal Bremsschalter, einmal Gleichrichter
im Ladegerät und einmal allte Schrottakkus gegen neue Schrottakkus
getauscht.

von JJ-OO - am 25.08.2006 11:34
hallo,
ich fahre auch ein gebrauchtes modell cabrio, fahre so ca 100-150km die woche, selbst im winter soweit kein schnee oder eis liegt, nütze das auto auch für kuzstrecken in der stadt und nebenorte geschäftlich. habe keine probleme damit!
def. war bisher nur ein angeschmortes kabel durch einen heißgelaufenen schütz.
sonnst ist es wie bei allen anderen auch nur basteln, oder verbesserungen wie batterienheizung, radio, spannungsanzeige speedkitt.........
also voll tauglich. habe sonnst einen volvo 740 kombi als geschäftsauto das natürlich so wie es beladen ist in der stadt ca 14 ltr super schluckt! ich merke sehr wie oft ich noch zur tankstelle fahre!
natürlich ist es für mich auch noch die beste werbung als electronic-betrieb und meine kinder (6j und 2J) lieben es mitzufahren!
ich kann es dir nur empfehlen
mfg
bernhard :-)



von Bernhard aus Bayern - am 25.08.2006 13:36
Hallo Heiko

Schau auch mal im Elwiki nach:
[elweb.info]

Es kommt vor allem sehr auf die Akkus an. Das sind abgesehen vom Anschaffungspreis der Neufahrzeuge die grössten Kosten:
Die wesendlichen Faktoren sind vor allem Anzahl der Zyklen (Km/Jahr) und die Pflege der Akkus. RR berichtet ja von Akkulaufleistungen weit jenseits der häufigen ca. 3-8000 km. Voraussetzung: Keine Tiefentladungen, So oft voll wie möglich, Gasen vor dem Fahren für gleichmässige Säureschichtung, möglichst wenig Hochlastbetrieb, Akkuheizung im Winter, Säure/Wasserkontrolle...

Eine Vermutung würde ich gerne noch verifiziert haben: Bei vorsichtiger Fahrweise sind 20km auch im Winter eine Leistung im oberen Bereich, wenn man nicht ständig neue Akkus kaufen will? WENN man dann aber auf 48V geht, bei gleicher Strombeschränkung sollte das mehr als 33% mehr km bzw Haltbarkeit bringen. Meine Vermutung: Ev. käme man dann in den Bereich, in dem gebrauchte oder billige Akkus Sinn machen. Bitte um Rückmeldung von Fahrern, die da wirklich Erfahrung haben.

Grüsse Sebastian

P.S. Ich habe noch kein Tabelle oder ähnliches gesehen, die die Gesamtkilometerleistung von Akkus mit den max. benötigten Strecken in Zusammanhang bringt. Wer hat sowas?

von SB - am 25.08.2006 16:58
Hallo Heiko,
bin erst seit kurzem mit meinem EL ( Baujahr 08/2000 ) unterwegs.
Habe seitdem 1700 Km gefahren. Bisher läuft es bezüglich der Reichweite ( bei mir 13,5 Km Strecke also gut 27 Km hervorragend) Selbst wenn ich morgens einen kleinen Schlenker am Kindergarten mit meinem Sohnemann 5 Jahre vorbeifahre gibt es keine Probleme.
Basteln oder Wartungsarbeiten sind bishe nicht notwendig geworden. Da ich auch längere Zeit Modellflieger war, traue ich mir aber leinere Reperaturen zu.
Was den Winter angeht, kann ich aber bisher keine Erfahrungswerte zum Besten geben. Eine Batterieheizung ist aber in Planung. Der EL steht in der Garage.
Hast Du die möglichkeit ein EL zur Probefahrt auszuleihen ??

von ManfredM - am 26.08.2006 18:11

Probefahrt

Hallo Manfred!
Gerne würde ich ein El zur Probe fahren. Leider sieht es hier in meinem Umkreis Bremen/Verden eher schlecht aus. Ich werde Montag nochmal bei der Aukos GmbH anrufen. Laut City El Hersteller der nächste Händler für mich (knapp 60km). Am Freitag hatte ich dort bereits angerufen, aber es klang nicht so, als würden die noch City Els verkaufen/führen.

Gruß
Heiko

von Hausmeister2000 - am 27.08.2006 15:22
Eine Vermutung würde ich gerne noch verifiziert haben: Bei vorsichtiger Fahrweise sind 20km auch im Winter eine Leistung im oberen Bereich, wenn man nicht ständig neue Akkus kaufen will?

Verstehe ich Dich richtig, dass nach Deiner Erfahrung im Winter schon bei 20km Schluß sein kann?
Das wäre ja übel...
Welche Erfahrungen haben die anderen im Winter gemacht?

Danke
Heiko

von Hausmeister2000 - am 27.08.2006 15:24
Hallo ?,

so eine "Günstiglösung" wäre natürlich klasse. Welche Einschränkungen muß man denn evtl. in Kauf nehmen, wenn man ein älteres El kauft? Gibt es das technisch irgendwas zu beachten? Wo liegen die Unterschiede?

Gruß
Heiko

von Hausmeister2000 - am 27.08.2006 15:27

Re: Probefahrt

Hallo Heiko,
wie weit ist denn Cloppenburg von Dir aus ? Dort hat sich ein Arbeitskollege letztlich ein EL kostenlos ausgeliehen.
In Wehrbleck soll es auch noch einen Händler geben.

Gruß
Manfred

von ManfredM - am 28.08.2006 11:30

Re: Probefahrt

Hallo Heiko

Wg Günstiglösung bzw. Reichweiten von unter 20km:
Ich habe leider keine Erfahrung im Winter, dieser kommt erst noch ;-). Da ich aber das Forum vor und rückwärtz studiert habe und diese Erfahrungen teilweise im Elwiki (s. unten) zusammengefasst habe, denke ich als Ergebnis der geposteten Erfahrung anderer sagen zu können:

WENN Du einen Weg von unter 10 km hast, sollten die Akkus sehr viel länger halten bzw. es sollten gebrauchte (kostenlos - billig die z.B. nur noch 15km bringen, was für die meisten zuwenig ist) reichen.

Winter: Ich habe noch nicht gelesen (aber auch noch nicht gesucht) wie weit man problemlos mit einer Akkuheizung im Winter kommt. Also ob die Temperaturprobleme so dann weg sind. Ich vermute das aber. Denn nach dem Start werden die Akkus beim und durchs Entladen warm.

Alt oder Neu?
Meiner (3044) hat 800 CHF also 500 Euro gekostet. Incl. Akkus die eine Reichweiter von min. 30 km haben ;-)
Alles was bisher nicht funktioniert hat, war auf meine Bastelei zurückzuführen...
Was man unbedingt beachten muss: KEINE Serie 1 (bis Seriennr. 1000)! Wenn man NICHT basteln will. Sollte alles i.O. sein. Sonst sind ein paar kleine Schäden (alte Reifen, alter Riemen, Bremsklötze usw.) nicht so teuer wie die Diff. zum Neufahrzeug. Ich bin eh der Meinung ein neues Fahrzeug ist meist reine Geldvernichtung, solange man gute und günstige Gebrauchte erhält. Beispiel: Ich musste gerade ein neues Auto kaufen. Wir fahren dank MiniEl nur noch ein paar wenige tausen km/J.: Golf 2, Bj. 91, 130'000km, 400 Euro, Tüv wird kein Problem, nur Zündverteiler und Finger gewechselt und läuft. Das Fahrzeug fährt noch locker 100'000 km. Warum also 20'000 Euro ausgeben?? (Falls die nächste Rep. zu teuer ist, wird er für 200 verkauft und für etwas mehr wieder ein anderes Auto...)

von SB - am 28.08.2006 13:10
Hallo Konrad

Was sind das für "Zusatzbremsleuchte (LED-Balken)"?
Kosten, Quelle, Eintragungspflichtig?
Kann man mit denen die Originalen ersetzten?

Grüsse Sebastian

P.S. Bin nicht nur für mich sondern auch fürs Elwiki auf der Suche nach Teilen incl. der Angaben über Quelle, Preis usw.:

[elweb.info]

von SB - am 29.08.2006 08:16
Hallo Sebastian,

die Bremsleuchte ist von Conrad Electronic:

LED-Zusatzbremsleuchte 12 V
Artikel-Nr.: 841200 - 62
19,95 EUR
Ausstattung:

* Stromaufnahme: max. 270 mA
* Mit E-Zulassung
* Länge 350 mm.

Die Montage war recht einfach. Habe das Teil in die Heckscheibe über dem Überrollbügel geklebt. Hält bisher problemlos. Ansteuerung erfolgt über den Bremslichtverstärker. Die Stromaufnahme ist recht gering, und ein riesen Vorteil ist die relativ hohe Montageposition, d.h. wenn ein Auto direkt hinter mir an der Ampel steht, werden die normalen Bremslichter schnell mal übersehen...



von Konrad S. - am 29.08.2006 11:11
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