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elweb
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren
Beteiligte Autoren:
Karl W, SB, Konrad S., Bernhard Leopold, JB Elektronikdesign, andreas Andreas, Pielenhofer

Meine Problem mit der Reihenschaltung

Startbeitrag von Pielenhofer am 18.10.2006 18:13

Hallo
Wer kennt das nicht !
Die Akkus werden älter und der Innenwiderstand verändert sich
verschiedene Innenwiderstände = verschiedene Einzelspannungen
was nach einiger Zeit den Tot für den /die Akkus bedeutet.
Meine neue Schaltung soll das verhindern was PowerCheq usw
nicht geschafft haben.
Mit einem C- Control messe ich die Einzelspannungen
d.h ich lese über 3 A/D Wandler die Spannung ein.
Vergleiche sie mit der max. zul. Spannung
und wenn diese überschritten wird schalte ich dem Akku,
der zu hohe Spannung hat, einen Lastwiderstand mit 5 Ohm parallel.

Mal sehn ob die Schaltung das bringt was ich mir vorstelle.

Schöne Grüße aus Bamberg
Josef

Antworten:

Hallo Josef,
der Ansatz ist wohl richtig.
Jetzt kommt aber das Problem der einzelnen Zellen im Block !
Es könnte helfen einen baugleichen Akku zu zerlegen, ein Schema zum Anbohren der Zellverbinder zu zeichnen und dann in geeigneter Weise ( wie ist mir auch noch nicht klar -jedenfalls sollten keine Bleispäne in die Zellen fallen!) die Einzelzellen mit Edelstahlschrauben anzuzapfen.
Wer hat so etwas hier schon gemacht?
Hast Du Pläne oder einen link zu Deiner Schaltung ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl W - am 18.10.2006 18:35

Cool: Alle Einzelzellen anzapfen! ;-)

Da sollte man zusammenlegen.
Ich wäre bereit was beizutragen.
Ich hab EB90.
Sind die Akkus nicht vermutlich alle ähnlich genug?

Ev gehts auch ohne bohren mit 'ner ganz spitzen Schraube - Blei ist weich und in's das Plastik lässt sich das Loch schmelzen.

Grüsse Sebastian

von SB - am 18.10.2006 20:48
Hallo Josef,

ich habe momentan mit dem gleichen Problem zu tun: meine Akkus sind unterschiedlich alt. Das kommt daher, dass mir bei einem neuen Akkusatz nach ca. 2000km einer ausgefallen ist. Ich bekam diesen Akku auf Kulanz gewechselt. Nun habe ich nach ca. 4200km den zweiten Akku getauscht, da er bei meinem täglichen Hausberg auf bis zu 9,5V eingebrochen ist. Nun habe ich also drei Akkus mit drei unterschiedlichen Laufleistungen (4200km, 2200km, 0km). Beim Laden mit dem Trafolader unter Beobachtung der Einzelspannungsanzeigen (sehr zu empfehlen!!!) habe ich festgestellt, dass die Ladespannung sich nicht gleichmässig auf alle drei Akkus verteilt, sondern sehr ungleich. Die Powercheqs, die ich installiert habe, sind entsprechend ständig am pumpen.

Dieser Tage habe ich nun den ersten Versuch mit Einzelladern gemacht. Zum Einsatz kamen die wohlbekannten IVT-Einzellader. Das Argument, dass diese nicht temperaturkompensiert arbeiten, ist wohl richtig, allerdings war der Fehler bei der Ladespannung beim Serienladen aufgrund der auseinanderlaufenden Innenwiderstände der Akkus teilweise deutlich höher. Nun hoffe ich auf eine bessere individuelle Ladung der einzelnen Akkus. Die Powercheqs habe ich für diese Zeit erst mal abgeschaltet.

Kleiner positiver Nebeneffekt: wenn ich beide Ladesysteme parallel benutze (IVT pro Akku + Trafolader), dann lade ich mit ca. 20A (-> "Starkladen..."). Über den Effekt dieser Änderung kann ich noch nichts berichten, werde dies aber bei Gelegenheit nachholen.



von Konrad S. - am 19.10.2006 06:03

Re: Cool: Alle Einzelzellen anzapfen! ;-) Röntgen!

Hallo Sebastian,
noch einfacher wäre die Teile bei einem befreundeten Radiologen einfach in zwei Ebenen zu durchleuchten ! Dann ein wenig Geometrie - die Strahlen laufen nicht parallel - und schon hat man die Position und die Schraubenlänge !
Ich werde das nächste Woche mit einem klitzekleinen 1,5 Ah Akku testen, der passt in die Jackentasche.

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl W - am 19.10.2006 15:09
Hallo Konrad
Das mit der Kulanz kann sich meiner Meinung nach immer nur auf den gesamten Akkusatz beziehen, ansonsten ist es ein Bärendienst, wie man sieht. Schließlich hast Du ja auch einen gesamten Akkusatz gekauft und nur als solcher ist er auch Funktionsfähig. Das Austauschen einzelner Zellen oder auch Blöcke kann nicht gutgehen! Bald darfst Du den dritten tauschen, weil dieser aus derselben fehlerhaften Charge stammt. Inzwischen hast Du Stillstandszeiten, Kosten für die neue Ladetechnik und viel Zeit investiert. Das Tauschen des zweiten Akkus ist eigentlich der Punkt, wo Wandlung angesagt wäre, denn der erste "Reperaturversuch" hat ja nicht zum Erfolg geführt! Welche Akkumarke ist es denn?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 19.10.2006 18:01

Akkutausch einzeln ist Quatsch ganz meine Meinung

Hallo Konrad

Akkutausch einzeln ist Quatsch ganz meine Meinung. Da gebe ich Andreas recht. Das ist so wie einen Reifen am PKW wechseln, der schon abgefahen ist...

Grüsse
Sebastian

von SB - am 19.10.2006 18:16

Einspruch, Euer Ehren

Hallo Sebastian, hallo Andreas,

ich fahre Effekta-Akkus. Über diese Akkus wurde schon viel geschrieben und die Geister teilen sich offensichtlich hier....

Wir diskutieren hier über zwei Dinge, die jedoch im Gesamtzusammenhang betrachtet werden müssen. Zum einen Serienladung / Einzelladung und zum anderen das Tauschen einzelner Akkus.

Bisher war ich auch immer der Meinung, die Akkus müssen möglichst gleich sein in ihrer Performance und ihren elektrischen Werten. Das ist bei einer Serienladung auch sicherlich richtig. Ich sehe mich noch "panisch" auf meine Einzelspannungsanzeigen starren, wenn die Spannungen auseinanderlaufen, die Powercheqs wie wild pumpen und dann abends / nachts die Ladespannungen bei der Serienladung um einige 100mV auseinanderlaufen, weil die Innenwiderstände unterschiedlich sind. Hey, wir diskutieren in der Ladetheorie über einen Temperaturgradienten von 3 -6mV pro °C Temperaturänderung und meine Ladeschluss-Spannung differiert bei den Akkus um bis zu 0,4V!! Bei diesem Ansatz bleibt nur eins: wenn ein Akku schwächelt, dann alle raus und den kompletten Satz erneuern. Kostenpunkt bei Effekta: ca. 350 - 400 Euro incl. Versand, bei Champion eher 650 Euro aufwärts.

ODER:

Ich versuche es mit Variante 2: Powercheqs raus, Einzellader rein. Vorteil: jeder Akku wird nachts optimal geladen, bekommt seine Ladeschluss-Spannung und seine korrekte Erhaltungsladespannung. So ist er im Rahmen seines individuellen Leistungsniveaus immer optimal geladen. Wenn die Kapazität des schwächsten Akkus unter die für jeden individuelle Schwelle sinkt, dann wird er getauscht.

Generell vielleicht ein Wort zu Chargenqualität: ich bin mir nicht sicher, ob die Qualität der Akkus von Charge zu Charge schwankt, oder ob die Qualitätssicherung der Akkuhersteller generell so "schwach" ist, d.h. dass einfach über das Fertigungsvolumen eine "natürliche" Steuung herrscht.

Ein Händler hat mir mal (sinngemäß) gesagt: "Wenn ich eine Palette Bleiakkus auf den Hof gestellt bekomme, dann sind immer ein paar schwächere dabei". Das Problem ist folgendes: wenn ich als Enduser den Akku oder gleich alle Akkus bei einem Großhändler kaufe, dann weiss dieser Händler nicht zwingenderweise über meine Applikation bescheid. Bsp. Effekta: diese Akkus sind ursprüngich für USV-Anwendungen entwickelt und nicht für Traktion. Also wird dieser Händler die Akkus auch nicht für mich auf Traktionstauglichkeit testen. Kaufe ich die Akkus bei einem Emobil-Händler, dann wird er diese Akkus für mich einzyklieren und darauf achten, dass ich keine "Niete" bekomme. Allerdings muss ich dann ev. auch mit einem etwas höheren Preis rechnen (-> Qualität kostet leider auch in "Geiz-ist-geil-Land"...).

Mein Standpunkt ist folgender:

- als Cityel-Fahrer mit ca. 1 Jahr Erfahrung muss ich noch sehr viel von selbiger sammeln.
- ich glaube nicht, dass das Wechseln einzelner Akkus "Quatsch" ist.
- ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, drei gleich gute Bleiakkus zu kriegen, ist relativ gering und strapaziert sowohl meine Nerven als auch die Nerven meines Händlers oder Lieferanten ungebührlich.
- aus meiner bisherigen Erfahrung mit dem Cityel heraus ist die Serienladung für mich ungeeignet.
- die Summer der Überlegungen ("= Theorie") lässt mich auf bessere Ergebnisse mit Einzelladung hoffen.
- der Vorteil: nicht immer gleich drei Akkus kaufen, sondern jeweils nur einen.
- NiCd sind mir momentan einfach zu teuer.

Vielleicht komme ich ja in einiger Zeit reumütig zur Fraktion der Serienlader zurück... ;)



von Konrad S. - am 20.10.2006 06:18
Ich denke nicht, daß das viel bringt, Du nimmst Dir nur selber noch mehr Leistung weg. Dann eher Ausgleichsmodule mit 10A nutzen.


Gruß


Jens



von JB Elektronikdesign - am 22.10.2006 16:42
Die 2 A vom Powercheq sind einfach zu wenig, wenn das Ladegerät selbst 25 A liefert und der Fahrstrom 40 bis 120 A beträgt.

Wir brauchen einfach was besseres als die Powercheqs, eben einen Equalizer, der bis zu 25 A verschieben kann UND dabei die Spannungsdifferenz zwischen den Akkus auf wenige Zehntel-Volt begrenzen kann. Das entspricht einer Steilheit von etwa 10 mOhm (25 A vs. 250 mV), was technisch machbar wäre, allerdings nicht mit billigen Bauelementen und nicht ganz verlustfrei.

So ein Power-Equalizer könnte tatsächlich die Ladespannung gleichhalten und er kann auch beim Fahren einen schwächeren Akku stützen.



von Bernhard Leopold - am 22.10.2006 18:01

Re: Cool: Alle Einzelzellen anzapfen! ;-) Röntgen!

Hallo Freunde,

die Röntgen Bilder des 12V 1,2 Ah Flies Akkus sind sehr schön geworden.
Ich werde sie die nächsten Tage ins Netz stellen. Als Grundlage zum Anbohren der Zellverbinder absolut ausreichend !

Stahlende Grüße :hot:

Karl

von Karl W - am 30.10.2006 19:08

Einzelzellen anzapfen! ;-) Röntgen! Bild ist da!

Hallo Freunde,



12v 1,2Ah wobei, wie zu erkennen 2x 3 Zellen nebeneinander verbaut sind.

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl W - am 30.10.2006 21:12
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