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elweb
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 12 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
andreas Andreas, Karl W, bastelwastel24, Christian s, JB Elektronikdesign, weiss, Ralf Nebel, Friedhelm Hahn, Sven Salbach, SB

Verankerung des Haubenrahmens

Startbeitrag von andreas Andreas am 27.11.2006 21:28

Hallo
Das Thema steht für mich noch ganz am Anfang.
Die Situation:
Der Haubenrahmen ist mit dem Angelrahmen fest verbunden. Der Haubenrahmen wird durch das zierliche hintere Schloß nur schwach mit der Plastikwanne verbunden, bei einigen reißen die Schrauben aus oder der Bügel geht kaputt. Die Haubenkonstruktion ist recht weich und wackelt bei Schlaglöchern, durch die weit entfernten Lagerpunkte biegt sie sich gerne nach oben durch und gibt dabei über die gesamte Fahrzeuglänge seitliche Schlitze frei.
Weil die Gelenke des Angelrahmens sehr weit vorne sitzen, kann es bei einem Frontalcrash passieren, daß die gesamte Haube mit Angelrahmen, Armaturenbrett und Lenkrad nach hinten gedrückt wird, das Lenkrad kann den Fahrer im Gesicht treffen.

Aus diesen Gründen hatten schon einige darüber nachgedacht, den unten umlaufenden Haubenrahmen in der Nähe des Überrollbügels zusätzlich zu befestigen. Dieser Rahmen besteht aus Stahlblech und bildet ein nach außen geöffnetes U-Rohr, das durch den Kunststoff der Haube zu einem geschlossenen Rohr wird. Diesen Rahmen könnte man durch Bügel und Schloß mit der Plastikwanne oder dem Überrollbügel verbinden.

Offene Fragen:
Die Haube wird fester als üblich mit dem Fahrzeug verbunden, dadurch werden Schläge aus dem Fahrwerk viel härter als bisher übertragen. Dieser Nachteil lässt sich umgehen, wenn die Aufhängung (durch Gummis) bedämpft wird.

Die zusätzlichen Schlösser sollten sich wie üblich öffnen lassen, bzw. muß man eine andere Fernsteuerung (Bowdenzug) einbauen, um beide Schlösser gleichzeitig zu öffnen. Sonst ist man eingesperrt.

Die Schlösser müssen beide gleichzeitig und sicher einrasten.

Eine vereinfachte Idee (Dank Rainer)(1):
Man benutzt keine Schlösser, sondern lediglich Haken. Diese werden nicht verriegelt, sondern ragen in eine gummierte Öse. Wird die Haube nach hinten verschoben, so verhaken sie sich und halten die Haube außerdem unten.

Ein Beispiel: Schräg nach hinten unten weisende Bolzen im Haubenrahmen, die in Aussparungen im Kunststoff münden. Der Kunststoff wird mit einer Stahlplatte armiert und mit Gummi/Silikon ausgegossen. In das flüssige Material drückt man einen Styropordummy, der dem Bolzen entspricht. Nach dem Aushärten wird das Styropor entfernt. Dadurch sitzt der Bolzen normalerweise in Gummi, schlägt also nicht gegen harte Teile. Dadurch werden auch Schläge nur gedämpft übertragen.

Allerdings hat das Konzept einen großen Nachteil: Es kann sich nur Verankern, wenn die Haube genau nach hinten verschoben wird. Je größer die elastische Bewegungsfreiheit, desto unsicherer wird die Wirkung bei einem Unfall.

Eine andere Idee(2):
An den Platten des Überrollbügels werden Verlängerungsbleche nach unten angeschraubt. Die Verlängerung kann einen Knick haben, damit Winkel und Abstand stimmen. Darauf kommt jeweils ein KFZ-Türschloss. An den Haubenrahmen werden Bügel angeschraubt. Zum Öffnen braucht man Bowdenzüge, damit die Schlösser gleichzeitig freigeben. Da der Hebel nicht am Haubenrahmen sitzt, sondern an der Plastikwanne kann man die Haube leider nicht so leicht öffnen, es sei denn sie springt von alleine auf.

(3)
Am Haubenrahmen werden zwei KFZ-Türschlösser befestigt. Man kann sie über den normalen Schließmechanismus ansteuern, wenn zusätzliche Bowdenzüge verlegt werden.
Am Überrollbügel oder an der Plastikwanne werden waagrechte Bügel angebracht.

Wie bekommt man die Verbindung elastisch (Schlagloch) und trotzdem fest (Unfall)? Wenn man einen Teil der Mechanik, z.B. den Bügel elastisch aufhängt.

Die Kralle ist aus Blech und Kunststoff. Sie greift um einen Stahlbolzen. Dieser hat 4 Kragen. Zwischen den Kragen liegt Gummi...Wahnsinn.

(4)
Ein anderer Ansatz muß her:
Nur Zugbelastung. Man nimmt ein Stahlseil und ein starkes Gummiseil und umwickelt sie. Dieses befestigt man im Haubenrahmen, z.B., indem man das Stahlseil durch (verstärkte) Löcher im Haubenrahmen einmal hinten durch den Haubenrahmen führt. Damit hat man zwei Peitschen, die runterhängen. Diese greift man zum Schließen der Haube und zieht sie seitlich, nach vorne unten in 2 Gurtschlösser, die wiederum mit Stahl im Boden verschraubt sind. Mit einem Wantenspanner kann man den Schließweg einstellen.

Noch besser wäre Sicherheitsgurt. Der ist doch im Fahrzeuginnenraum zugelassen, um alles mögliche zu Befestigen!
Also Zwei Gurtschlösser neben die Hüften, 2cm Loch in den Haubenrahmen, Rohr einharzen, Schlauch reinstecken. Einen sehr langen Sicherheitsgurt besorgen, durch den Haubenrahmen fädeln und an den Enden je eine Zunge mit Einstellmöglichkeit.
Das System läßt sich beliebig variieren, ohne große, harte Teile. Man kann die Angriffspunkte beliebig verschieben, alles bleibt demontierbar. Das Schliessen und Öffnen bleibt optional.
Sicherheitsgurt ist elastisch und leitet Kräfte gut ein ohne Schaden zu nehmen. Der Kraftangriff durch einen Gurt von außen wirkt stabilisierender als einzelne Schrauben im Blech. Es kommen keine scharfkantigen Teile zum Einsatz, alles irgendwie zugelassen. Aus der Idee läßt sich doch was machen, oder?

Gruß
andreas

Antworten:

Hallo Andreas,

Kompliment für die vielen Überlegungen!
Du hast Bedenken, die Haube all zu fest mit der Bodenwanne zu verbinden?
Vielleicht sind die dabei eingeleiteten Belastungen (Schlagloch) gar nicht so kritisch, wie bei der Serienlösung.
Theorie:
Das Schlagloch erzeugt einen Impuls, der die Haube in eine (gedämpfte) Schwingung anregt. Die Haube verformt sich dabei abwechselnd in vertikaler u. horizontaler Richtung. Im Scheitelpunkt dieser Sinusschwingung wirkt die größte Belastung auf die Haube.
Wenn die Haube nun auf ihrer halben Länge durch Schlösser in allen 3 Richtungen fixiert ist, kann zwar die Energie des Schlaglochs direkter auf die Mitte der Haube einwirken, die mögliche Schwingungsamplitude (und damit die Belastungsspitze) fällt aber durch die Fixierung geringer aus.
Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Bodenwanne nicht um den gleichen Betrag "verbiegt".

Gruß



von Friedhelm Hahn - am 27.11.2006 22:26

Einfach Sicherheitstuning billig

Das Kunststoff an dem das Lenkrad befestigt ist, ist ja recht schwabelig, sollte also im Falle eune Unfalls problemlos mit den Armen, Händen von einem zu haltens ein.
Als bräuchtet ihr doch nur, ein Stahlseil (Wie in der Formel ein :-)) am Obersten Teil der Lenkseule, also direkt unter dem Lenkrad zu befestigen.
Und dieses Seil dann fest am Boden verankern z.B: an meiner Befestigung für die 4te Batterie!!!
Und schon wird das Lenkrad bei einem Crasch unten gehalten.
Kostet nix und sollte sehr effektiv sein!!
Alles andere sollte auser Schnitten und leichten Prellungen nichts weiter an schäden verursachen, ausser einem wird das Aug rausgeschnitten :-(
Was haltet ihr davon??
Alles andere sind Eingriffe die effektiv nichts brignen oder aber neue Probleme (Haubenrisse etc. ) verursachen oder zu schwer sind



von Sven Salbach - am 28.11.2006 10:23

Re: Einfach Sicherheitstuning billig

Sven

Meints Du das ernst oder willst Du uns auf den Arm nehmen?

Die Energie wächst mit dem Tempo im Quadrat. Da hälst Du gar nichts wenn Du ein paar kmh schnell bist. Zumal an dem Plastik einiges drandhängt, z.B. der halbe El, Du müsstest also das Plastik zum Brechen bringen... Lauf mal ungebremst mit 5 kmh gegen die Wand und veruch Dich abzustützen. (Bitte fang vorsichtshalber mit 2 kmh an!) Tip: Wenn Du mal in einen Unfall verwicklt bist, was ich Dir nicht wünsche versuch blos nicht Dich irgenswie fest zu halten, das verschlimmert die Verletzungen.

Seil?
Das Lenkrad kommt mit dem ganzen Vorderbau auf Dich zu, besser man verhindert das.

Alles andere? ALLES?

Grüsse Sebastian

von SB - am 28.11.2006 13:44

Re: Einfach Sicherheitstuning billig

Schau dir doch bitte nochmal die Bilder von Fronks unfall an und dann sag mir bitte wo du ein Seil befestigen willst , damit dich das lenkrad nicht trifft .
was bei dem Crash noch übrig war eignet sich nicht , also meines erachtens nach , um daran ein seil zu befestigen damit das lenkrad unten bleibt .
und selbst wenn du das lenkrad vorne am dom befestigst , da o ja die Vierte batterie normal sitzt , zum ersten ist auch der nichtmehr da wo er hingehört
und zweitens mach denn mal die haube auf ....

Ich für meinen teil denke das man die untere wanne mit metall ( u profil oder rohr ) ab werk verstärken sollte , um somit dem Fahrer überlebensraum zu
"garantieren" . Ein nachrüsten dieses umbaus ist aber warscheinlich fast unmöglich , aber ein ansatzpunkt für künfitge modelle .
Außerdem denke ich , das der unfall von Fronk so ziemlich einer der schwersten ist die man mit dem El ( in zulässigem zustand ) haben kann . er hatte
wohl viel glück , aber die Verletzungen , auch wenns um die zähne geht , sind doch vergleichsweise gering verglichen bei dem selben unfallhergang mit
fahrzeugen vergleichbarer gewichtsklassen . Alles in allem funktioniert das konzept des el wohl , sonst wäre wesentlich mehr passiert , es wurden ja
immerhin ca 400Kg die mit 60 km/h unterwegs waren mit dem zerbrechen von ca 1,5m Kunststoff "gestoppt" , auch wenns radikaler kaum geht . Aber
kein bein , keine Rippe und auch kein andersweitiger Bruch von Knochen .

Ich jedenfalls halte das El immernoch für durchaus gelungen , wenn auch verbesserungsfähig .

von Ralf Nebel - am 29.11.2006 03:25
Hallo Sven

Das ist ein guter Vorschlag. Er trifft den Kern. Leider ist der Anbringungspunkt nicht so optimal, da er nach dem Unfall zerbröselt war.
Ich habe jetzt nur ein Problem: Ich habe heute mit einem starken Magneten den Haubenrahmen geprüft und siehe da: Kein Effekt, kein Stahlblech, zumindest kein magnetisches. Wirbelstrom konnte ich auch nicht erzeugen. Weiß jemand was wirklich im Haubenrahmen verbaut ist?
Allerdings konnte ich am Wannenboden auch keinen Stahl feststellen und auch auf Fronks Bildern sieht man nichts davon? Ist aus dem Stahl Aluminium geworden? Lediglich in der Nähe der Blattfederbefestigung konnte ich den Stahl erahnen.
Unter diesen Vorraussetzungen bringen unsere Überlegungen kaum einen Sicherheitsgewinn mehr, GFK allein traue ich diese Belastungen nicht zu.
So müssen wir wohl auf Ralf Nebels Vorschläge setzen. Die sichere Befestigung der Haube ist dann auch kein so großes Problem mehr, wenn Stahlrohre vom Batteriekasten bis zu den Angelscharnieren laufen.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 29.11.2006 19:05
Hallo Andreas,

bei einer zerschnittenen 3000er Haube war ein Stahlrohr 20mm x 1mm in den
Haubenrahmen eingebaut. Ist aber dick umschäumt.



von bastelwastel24 - am 29.11.2006 19:58
Hallo Peter
Wo hast Du diese Haube gesehen? Bis zu welcher Seriennummer war das so? Wo endeten die Rohre?
10^2-9^2=19
19*pi=60
60*1000*7,8=468g/m
Die Rohre wiegen also etwa 2-3kg. Der Schaum vielleicht noch einmal die Hälfte, macht maximal 5kg.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 29.11.2006 20:59
Hallo Andreas,
meine Oberteile ( Baujahr 1991) haben auch noch ein Stahlrohr drin.
Ich hätte aber einen anderen Vorschlag:
In modernen PKWs ist viel Sprengstoff verbaut ( Airbag, Gurtstraffer). Es wäre also relativ einfach mit dem gleichen Verzögerungsschalter die Haube im Unfallfall nach vorne zu sprengen- am besten mit Octanitrocuban?:hot:
Die Dosis bedarf aber noch genauerer Betrachtung! Allzuviel würde die Kanzel in die Umlaufbahn bringen ( mir ist kein anderer Stoff bekannt der dies theoretisch schaffen könnte).

Sonnenelektrische Grüße ;-)

Karl

von Karl W - am 29.11.2006 21:27
Hallo Andreas,

Die Rohre enden im Bereich des Armaturenbrettes an der Verschraubung des
Angelrahmens. Zerschnitten habe ich sie selbst.

Gruß



von bastelwastel24 - am 30.11.2006 04:51
Peter Jürgens schrieb:
Zitat

Die Rohre enden im Bereich des Armaturenbrettes an der
Verschraubung des
Angelrahmens. Zerschnitten habe ich sie selbst.

hallo ihr bastler ;-)
genauer gesagt ganz vorne, dorekt über dem haubenscharnier.
für die das ganze anschauen wollen:
dort wo der haubenrahmen aufhört, hört das stahlrohr auf. bei meinem (bj. 92) konnte man bei offener haube von unten zwischen dem bilnker und der haube da ranschauen.
verschlossen sind meine mit gelben kunststoffpropfen



von weiss - am 30.11.2006 07:31

Re: Einfach Sicherheitstuning billig

ich kann mir vorstellen , daß fronk in seinem schreck doch gebremst hat u es dann vergessen hat und die Aufprallgeschwindigkeit geringer war . sonst wäre es ein wunder an aufprallschutz für so ein winziges Fahrzeug und man müsste kaum noch etwas verbessern.

von Christian s - am 02.12.2006 16:38
@ Karl:

Ich weiß nicht, ob das so erlaubt ist, in Flugzeugen als Schleudersitz vielleicht, aber im Straßenverkehr eher undenkbar, die abgesprengte Haube könnte aufgrund der beim Afprall fre werdende Energie zu einem "Geschoss" werden und ich denke, das dies in der Stvzo irgendwo drin stehen wird.......

Sonst gute Idee, die warscheinlich für den El Piloten gar nicht schlecht wäre.



von JB Elektronikdesign - am 06.12.2006 23:58

Re: Verankerung des Haubenrahmen - Waffenschein?

Hallo Jens,
endlich jemand der mich versteht! :-)
In der StVO ist sicher nichts gegen Sprengstoffe gesagt- sonst wäre ein heutiger PKW nicht zulassungsfähig.
Ebenso ist über Geschosse nichts zu finden, sonst dürften sich Viele nicht mehr auf öffentlichen Straßen tummeln (vom Heer abwärts bis zum Sportschützen)

Ich würde die Behauptung aufstellen, daß sich in ca. 10 % aller Fahrzeuge in Deutschland Schusswaffen befinden! Militär, Polizei, Geheimdienste, private "Sicherheitsdienste",Taxifahrer, Jäger, sonstige Privatpersonen ( mit guten oder schlechten Absichten).
Da käme es dann auf ein paar Els nicht mehr an! - Evtl. bräuchte man dann eben einen Waffenschein :hot: für das El ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl W - am 07.12.2006 10:34
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