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elweb
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Markus Herrmann, Roland Mösl, Max Mausser, Karl W, Herbert Hämmerle, R.M, Ralf Ihm, andreas Andreas, Preiselbeer, ManfredM, Fritz Reichmann

Auswärts Strom tanken

Startbeitrag von Markus Herrmann am 02.12.2006 17:53

Hallo zusammen,

wie sind Eure Erfahrungen mit EL aufladen außerhalb der eigenen Steckdose(n) ?
Tankt jemand sein Auto auf der Arbeitsstelle (zwischen) ?

Ich bin geneigt, mir einen beglaubigten Stromzähler mit Anschlußkabel zu bauen, damit ich auf der Arbeit tanken kann, ohne dass mir jemand nachsagen kann ich bekäme dort den Strom geschenkt.

Noch habe ich kein eigenes EL. Ich war heute bei KTV Börner probefahren und bin da sehr freundlich und kompetent beraten worden. Danke nochmal auch auf diesem Weg!

Hat jemand von Euch so eine eigene Strom Tankkstelle mit Zähler in Betrieb ?
Oder gibt es so etwas vielleicht schon fertig ?
Erzählt doch mal :-)

Gruss
Markus

Antworten:

Hallo Markus

Das mit dem Tanken auf Arbeit klappt bei manchen sehr gut, bei mir überhaupt nicht. Und das, obwohl ich unter einem Motorraddach stehe und die Sicherungen und Steckdosen am Dach gut erreichbar angebracht sind. Ich hätte nicht gedacht, daß ein Arbeitgeber so stur in der Sache sein könnte. Da wird mir dann vorgehalten, ich wollte einen Vorteil gegenüber meinen Kollegen (fest zugewiesener Parkplatz), müßte den Geldwerten Vorteil versteuern, die Versicherung, Ablesung des Zählers, Abrechnung und überhaupt. Also entweder Dein Arbeitgeber hat Lust auf so was oder ist einfach pragmatisch. Wenn er erst einmal das denken anfängt und der Werksschutz bei der Gebäudeverwaltung nachfragt und diese bei der Rechtsabteilung ist es auch schon vorbei. Da wird mehr dicke Luft produziert, als ich mit dem Cityel einsparen kann. Kafkaesk. Zum Glück gehts bei mir auch ohne Nachladen, obwohl das natürlich viel besser wäre.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 02.12.2006 20:29
Hallo Markus,

bin zwar noch nicht lange El-fahrer, aber schon ganz schön infiziert.
Ich kann Dir nicht von Langzeiterfahrungen berichten, ich tanke aber momentan nur fremd.
Ich habe für meine Mietgarage (sogar Schönaustrom) und am Arbeitsplatz einen Wechselstromzähler vom Globus Baumarkt für je knapp 11 ¤ gekauft
und mit einer Aufputzsteckdose auf eine Platte montiert. Bezahlt wird ein mal im Jahr.
Über die Genauigkeit kann ich leider nichts sagen, ich denke jedoch das die Teile schon mittelprächtig genau sind, zumindest genauer als ein
digitales das ich mal für 15 ¤ hatte.

Gruss Peter

von Preiselbeer - am 02.12.2006 20:43
Ich habe 3 Kunden innerhalb der Reichweite von meinem E-Max S, wo ich nur mit aufladen wieder nach Hause komme.

Einen davon habe ich schon elektrisch besucht.

Meinen Conrad Energy Monitor 3000 um so 40.-EUR habe ich seit Jahre hauptsächlich um den Verbrauch verschiedener Geräte zu ermitteln, dieses Messgerät wird jetzt für den Dauertest verwendet.

Aber grundsätlich, eine Pauschalierung Anhand von Strecke um Verbrauch wäre günstiger. Nur wenn das Messgerät einsetzt, um im ganzen Haushalt Strom zu sparen, ist die Investition sinnvoll.



von Roland Mösl - am 02.12.2006 20:53
Wichtig ist, daß Wirkleistung und nicht Scheinleistung gezählt wird.

Bei meinen Ladegerät zeigt zum Beispiel der Conrad Energy Monitor 3000

800 Watt
1400 VA Schienleistung an



von Roland Mösl - am 02.12.2006 21:44
Hallo Preiselbeer,

so etwas in der Art hat mir ja auch schon vorgeschwebt. Dann werde ich mir das wahrscheinlich einmal beglaubigt für den Hausmeister an meiner Arbeitsstelle bauen und noch einmal mit einem einfachen nicht beglaubigten Zähler für die eigene Garage. Zur eigenen Übersicht.

Danke auch an die anderen Antworter für die interessanten Hinweise!

P.S. Schönaustrom habe ich auch schon angeleiert :-)



von Markus Herrmann - am 02.12.2006 21:53
Hallo Markus Herrmann,
bei mir läuft es bisher so :
Hab ein El mit Standardantrieb, 36 Volt, seit 300 Km Kettenabntrieb. Batterieheizung Eigenbau.

Seit Mai diesen Jahres fahre ich mit dem El täglich 27 Km ( 13,5 hin und 13,5 turück) zur Dienststelle. Auf dem Hinweg bringe ich noch meinen Junior zum Kindergarten.Dies funktioniert nach nunmehr 3000 Km problemlos. Auch kann ich auf dem Rückweg ab und an die Heizung zuschalten. Ich komme noch mit 3 grünen LED hier an. Das Fahrzeug steht zuhause in der Garage. Dort werden die Batterien auch geheizt. Der Thermostat schaltet bei 23°C ab. Der Strom für die Batterieheizung kommt aus einem eingebauten und schaltbar an den Trafolader angeschlossenen elektronischen Halogentrafo ( 100W) mit Thermostat.

Obwohl es bisher so gut läuft habe ich mir aber trotzdem gedacht, dass es besser für die Akkus ist, wenn diese auch an der Dienststelle geheizt und geladen werden.
Problematisch ist bei mir, dass es sich um eine Justizvollzugseinrichtung handelt. Da gibtś natürlich auch immer Sicherheitsbedenken wegen dem Strom außerhalb der Umwehrung. Den könnte ja jemand anzapfen und mittels elektrischem Pressllufthammer ein Loch in die Mauer brechen um Gefangene zu befreien.
:-)
Naja, obwohl ich anfangs wenig hoffnung gesehen habe, hab ichś erstmal offiziell beantragt. Natürlich habe ich mich auch bereit erklärt für die Installationskosten und den eventuellen Rückbau aufzukommen.
Natürlich habe ich auch selbst konkrete Vorschläge für die Ausführung gemacht.

Und siehe da !!!
Genehmigt und bereits installiert.

Ein Zähler ist für den Verbrauch installiert Ich zahle nur den wirklichen Verbrauch.
Die Steckdose ist mit einem abschließbaren Metallkasten versehen, so dass ein Mißbrauch durch andere Personen weitestgehend ausgeschlossen ist.
Innerhalb des Gebäudes sorgt eine Zeitschaltuhr dafür ,dass die Steckdose zusätzlich nachts stromlos ist.
Anlage ist mit einem FI Schutzschalter versehen.
Natürlich wurde die Anlage nicht direkt an der Anstaltsmauer sondern an einem Nebengebäude installiert.

Da es sich um eine bauliche Veränderung handelt, durfte ich leider die Kosten für die Aktion nicht übernehmen :-)

Natürlich wurden auch stimmen laut die da sagten, da könne ja jeder kommen, wo kommen wir denn da hin !
Antwort der Anstaltsleitung betreffend Nachahmung : "Na und dann bauen wir da noch weitere Steckdosen an. Ist doch ökologisch sinnvoll "

Bin begeistert !!! Kann nun auch in der Mittagspause Besorgungen mit dem EL machen. Und wenn die Akkus in einigen tausend Kilometern Kapazität verlieren, hoffe ich dass ich die noch wesendlich länger nutzen kann.

Gruß
Manfred

von ManfredM - am 03.12.2006 11:11
Hallo Manfred,

herzlichen Glückwunsch! Du hast unter allen die bisher geantwortet haben das grosse Los gezogen, wie mir scheint ;-)
Das klingt ja richtig gut. Kannst Du mal ein oder zwei Bilder von Deiner Stromtankstelle machen und hier zur Verfügung stellen ?
Für den Nachbau würde mich auch interessieren: Was wurde da verbaut, was hat es gekostet und wenn möglich wie ist es verschaltet.
Fragen über Fragen :-)

Möge der Ökostrom stets mit Dir und Deiner Aussentankstelle sein!

Gruss
Markus



von Markus Herrmann - am 03.12.2006 11:57
Hallo,
seit 3 Monaten habe ich eine neue Arbeitsstelle auf der ich
auch Nachtanken kann....Radio-und TV-Geschäfte sind da wohl
aufgeschlossener als üblich....
Ich verwende noch ein Provisorium mit einem Stromzähler. Eingebaut in einer alten
Blech-Abdeckung von einem Netzteil, ner Tupperdose als Regendach
und reichlich Heißkleber. In der Garage der Firma gehts an eine normale Steckdose über Schaltuhr, Fehlerstromschutz als Steckergerät und einer
thermisch gesteuerten 10Amp-Sicherung in einer Steckdosenleiste.

Zu den Messgenauigkeiten der Energiezähler und aufbereiteten Stromzähler:
Alles genauer als +-0,5 % !!!!
Ausnahme ein Brennenstuhl Energiemonitor...der Zeigte alles exakt an,
also Spannung, Strom, Leistung...aber die kWh-Anzeige nur Mist..immer drastisch
zuwenig ...Teilweise über 60%.
Wobei noch auffiel das bei sehr geringen Leistungen die Strommessung
beim Brennenstuhl und bei einem anderen Billig-Monitor
(Hersteller fällt mir jetzt nicht ein) sehr ungenau bzw in grossen Schritten sprang ....offensichtlich zu geringe Quantisierung.
Das Conrad-Teil kann ich daher empfehlen, der hat das besser gemacht,
und bei den aufbereiten Zwischenstromzählern brauchte ich etwas Übung
um die 2 Stellen nach dem Komma fehlerfrei abzulesen :-)

Ach ja....nachdem ich meinen ersten Batteriesatz mit Starterbatts nach 4000km
entsorgt habe, läuft mein Colenta seit 2 Monaten mit 8 Effekta's 120s,
Batterieheizung, Dampfrad nachgerüstet, noch 16 alte AGM's aus einer Notstromanlage auf der Ladefläche, diese allerdings noch ungeheizt.

...es gibs noch viel zu Basteln für mich.....

MfG Ralf

von Ralf Ihm - am 03.12.2006 14:37

Gemischt

Bei meinem Arbeitgeber bin ich abgewiesen worden wegen offener rechtlicher und versicherungsmässiger Fragen, wenn sie mir Strom verkaufen würden. Außerdem würde das dann ja jeder haben wollen (Anm. von mir: Und wir hätten eine spitze gratis umweltfreundlich-Image Werbung für uns in den Medien, die als Werbekampagne viel mehr kosten würde). Die "offenen Fragen" wurden mir nie genannt, und so parke ich weiter stromlos direkt unter einer 380V Steckdose auf einem überdachten Motorradstellplatz, der im Winter aber auch wirklich nie belegt ist. :-(

Ich habe daraufhin bei der Tankstelle gegenüber angefragt. Der Pächter hatte damit kein Problem, da ich auch mit dem Diesel bei ihm tanke und durch die Waschstrasse fahre, und lobte den umweltschonenden Aspekt. Kein Thema, ich darf an die Steckdose :-) hinter dem Gebäude, wenn ich nach dem Laden gleich wieder verschwinde. Eine Bezahlung hat er sich bei den Centbeträgen verbeten.

Für mich ist das Zwischenladen sehr wichtig, denn ich bekomme bei den kalten Temperaturen auf dem Rückweg Probleme, wenn ich abends noch zur VHS und zum Einkaufen fahre (Batterieheizung wird in Kürze eingebaut, und die schwache linke baue ich in die Mitte, weil sie dann von zwei Powerchecks mit insgesamt 4A unterstützt werden kann).

Fritz

von Fritz Reichmann - am 04.12.2006 09:12
Hallo

Habe gerade mal bei meinem Arbeitgeber angefragt: bis jetzt schauts recht gut aus: Installation in Eigenregie, Abnahme durch Elektriker und selbstverständlich geeichter Zähler. Vieleicht liegts daran daß der Stromverbrauch bei uns
> 1MWh /Tag ist und die 1 bis 2 kwh nicht ins Gewicht fallen. Da ich mit dem EL auch auf einem Motoradparkplatz stehen kann brauche ich keinen reservierten Parkplatz sondern nur ein langes Kabel.

Gruß

Roman

von R.M - am 14.01.2007 21:05

Re: Gemischt

Hallo

Bei mir sieht die Situation anscheinend massiv besser aus.

Vor ca. 10 Jahren montierte meine Firma bei unserer Tankstelle für einen Twike-Fahrer und mich (Mini-El) eine gratis Steckdose ohne Zähler.
D.h. Montage der Steckdose sowie Strom gratis.


Vor 5 Jahren wurde dann der Auto-Pool und somit die Tankstelle aufgelöst.
Von da an bezahle ich ca. 13 Euro pro Monat für einen Parkplatz in der Tiefgarage (sonst stehen dort nur Mercedes / BMW X5 etc.). Der Strom ist in diesem Preis inklusiv.


Gruss aus der Schweiz

Max

P.S. Die paar Kilowatt gehen bei meiner Firma sowieso im Rauschen unter.

von Max Mausser - am 15.01.2007 18:13

Re: Gemischt

Hallo Max,
das ist wohl der Traum aller Elektromobilisten!

jetzt wird mir auch klar warum der Schweizer Franken ständig steigt, der Dollar wird wohl bald eingeholt ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl

von Karl W - am 15.01.2007 18:20
Hallo "Stromsuchgemeinde" !

Lt. Chef darf ich in "Notfällen" gratis nachladen. Normal reicht die Ladung für einen Tageszyklus von 18km gut aus. Ab und zu nütze ich diese Möglichkeit.
Unsere Tiefgarage war in den ersten Jahren nach Gebäudebezug als Lager und dann als Produktionraum verwendet worden, darum sind relativ viele Steckdosen vorhanden.
Im Winter wird die Abwärme des großen Serverraumes in die Tiefgarage geblasen, deshalb beträgt die Temperatur immer mindestens 15 Grad C - ein Vorteil für Bleiakkufahrer.

Die Park & Charge-Stromtankstellen in Vorarlberg (VKW-Eigentum) werden nun definitiv mit Ende Jänner geschlossen. Heute Mittag werde ich wohl meine letzte Ladepause in Hard am Bodensee machen.



von Herbert Hämmerle - am 16.01.2007 08:36
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