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elweb
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15
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stüpfnick, Friedhelm Hahn, R.M, Ulrich Reeg, Manuel Raimann, Ralf Wagner, Konrad S., Bernhard Stroop

Ordentliches Ladegerät? (NiCd)

Startbeitrag von Stüpfnick am 22.12.2006 01:34

Hallo!

Kann mir jemand einen Tipp für ein ordentliches Ladegerät für den City-EL geben? Ich fahre mit den Saft STM 5-100 MRE, nun seit 2 Monaten. Leider spinnt der umgebaute Trafolader, d.h. er schaltet mal gar nicht ab (hatte schon 2-3x ordentlich warme Batterien, d.h. ca. 30°C oder etwas mehr jetzt im November), oder geht nur in die Nachladephase und bleibt dort ewig hängen, usw. Ich verwende nun mittlerweile eine Zeitschaltuhr für die Ladung und lass mir die Temperatur des Kühlkreislaufs per Funkthermometer im Zimmer anzeigen, um auf Nummer sicher zu gehen. Zumindest gibt es den Trick, wenn man während der Haupladephase absteckt und wieder ansteckt, wird nur noch mit reduziertem Strom geladen (Nachladephase), wenn das Ladegerät das mal wieder nicht selbst hinkriegt. Das chaotische Laden tut den Batterien aber wohl kaum gut. (Habe ja auch gemerkt, als sie so warm waren, waren wieder ein paar Zyklen notwendig für eine normale Kapazität - da auch etwas auseinandergelaufen, usw.) Ich habs zwar mittlwerweile halbwegs im Griff, aber ich will da wieder was ordentliches, voll-automatisches.

Allerdings möchte ich das Teil nun auch nicht unbedingt wieder einschicken, zur Reparatur, sondern möchte mir lieber gleich was moderneres (Schaltnetzteil) zulegen. Da ja nun auch 3 Batterien in der Heckablage untergebracht sind, wäre es auch nett den Trafo loszuwerden.
Daneben würde ich gerne eher frei konfigurieren können, d.h. zB. 1.55 Volt Ladeschlussspannung pro Zelle vor der Nachladephase einstellen können, anstatt den 1.63 Volt, die vorgegeben sind, was ja die Lebensdauer erhöhen soll. Bzw. dann eben längere oder kürzere Nachladephase (je nach dem, wie gleich die Batterien sind) und auch eine 80% Schnellladung in 1-2 Stunden wäre was feines!
Kann mir da jemand ein gutes Ladegerät empfehlen, welches auch nicht übermäßig teuer ist?

Danke schon mal im Voraus,

Antworten:

PS: Derweil ist es eigentlich kein richtiger Kühlkreislauf, sondern ein reiner Temperaturausgleich zwischen den Batterien, auf Basis eines Kühlmittels, für den Sommer muss dann aber schon auch ein Radiator zum runterkühlen der Flüssigkeit her.

von Stüpfnick - am 22.12.2006 01:35
Hallo Stefan,

ich habe zwar keine eigenen persönlichen Erfahrungen, aber von Piktronik gibt es frei programmierbare Ladegeräte. Die kann man sowohl für Blei- als auch für NiCad und sonstige Akku-Typen verwenden. Infos gibt es z.B. bei Georg Schumacher (www.solar-mobil.de).

Wenn ich in Sachen Ladetechnik aufrüste, werde ich mir diese Ladegeräte auf jeden Fall genauer anschauen.



von Konrad S. - am 22.12.2006 09:14

Welches Ladegerät verwendet ihr?

Das Piktronik KOP1001 klingt in meinen Augen ideal. Das kann man sicherlich optimal einstellen. Die große Frage ist jetzt der Kostenpunkt.

Außerdem frage ich mich, wo man das Gerät im City-EL ideal unterbringen kann, und wie es dann aussieht, mit Sachen die während dem Laden am Boardnetz hängen, wie zB. Pumpe, Kühler, usw.

Und die große Frage zuletzt: Welches Ladegerät verwendet ihr erfolgreich schon über längere Zeit in Verbindung mit Saft NiCd Batterien?

Danke im Voraus,



von Stüpfnick - am 22.12.2006 13:14

Was kostet HF-Lader?

Hallo!

Bei der Citycom lese ich, dass auch der HF-Lader entsprechend programmierbar ist. Was kostet dieser eigentlich?



von Stüpfnick - am 22.12.2006 13:24
Hallo,

Ich bekomme im Januar/Februar ein Ladegerät gebaut, mit dem ich jeweils zwei der 6V Accus in Reihe einzelladen kann. Es wird mit Temperaturüberwachung und vollständig programmierbarer Ladekurve sein und auch noch alle Vorgänge auf einem 2x16 Zeichen Monitor anzeigen. Ach so: 4 x 12v bei 20A (18V/5A zum nachladen)

Warte einfach mal ein bischen, dann kann ich dir mehr verraten.



von Bernhard Stroop - am 22.12.2006 13:29
Hallo Zusammen,
ich lade meine 7 Stück SAFT STM6-100 seit 2000 mit einem Zivan K02 (60V/40A). Der Lader selber ist schon über 10Jahre alt und tut mit absichtlich gedrosselter Leistung (32A) brav seinen Dienst.

Das Schaltnetzeil dass über CityCom "HF-Lader" kann auch auf NC voreingestellt werden.

Sonnige Grüße
Ralf Wagner

von Ralf Wagner - am 22.12.2006 14:14

Re: Preise?

Und wie sieht es mit den Preisen aus?



von Stüpfnick - am 22.12.2006 14:29
Ich hab mal auf die Homepage von Zivan geschaut, das Zivan NG1 dürfte gerade richtig sein... die große Frage ist halt wie bei allen anderen auch wieder der Preis... :-/



von Stüpfnick - am 22.12.2006 14:36
Hallo Stefan,

wenn Du ein Festspannungs-Netzteil ins Auge fasst, solltest Du mal regelmäßig bei Ebay reinschauen.
Mitunter werden aus diversen Versorgungsanlagen hochwertige Schaltnetzteile ausgemustert, die sich bis 60V einstellen lassen.
Ich selbst habe auch noch welche liegen, aber max. bis 54V, das ist wohl zu wenig...
Es ist nicht die schlechteste Methode, die NiCads per Zeitschaltung zu laden.
Den Entladezustand kennt man in der Regel, also ist die Ladezeit entsprechend.
Auf diese Weise lade ich sogar 400 Monozellen, obwohl die viel empfindlicher sind, als die SAFT´s.

Gruß



von Friedhelm Hahn - am 23.12.2006 11:23

Gebrauchtes Ladegerät?

Ja, das mit der Zeitschaltuhr geht schon so halbwegs. Aber ich möchte lieber ein modernes Ladegerät.

Da ich aber knapp bei Kassa bin würde ich ein gebrauchtes Ladegerät am ehesten suchen. Und zwar am besten das Piktronik KOP 1001 bzw. die deutsche Version: EBL 60. Wenn der Preis stimmt, nehme ich aber auch andere Geräte.

Wo suche ich denn am besten nach solchen Angeboten?



von Stüpfnick - am 23.12.2006 11:48

Re: Gebrauchtes Ladegerät?

...das dürfte schwierig werden...
Eine Automatische Ladungsregelung hatte ich auch vorgehabt (halt Hausfrauen-freundlich).
Der Aufwand in meinem speziellen Fall (mehr als 10 Stränge parallel laden) war mir dann aber doch zu hoch.
Die Zeitschaltmethode klappt so gut, dass die Rundzellen nicht erwärmt werden, und trotzdem zu mindestens 90% geladen sind. Und das innerhalb einer Stunde!
Was will man mehr? Als Option bietet sich noch eine Temperatur-Überwachung an.
Für Dein Relais-Problem würde ich sekundärseitig ein Batterie-Trennrelais einsetzen (70A), niemals im 230V-Kreis, der Abschalt-Lichtbogen wird nicht sicher gelöscht!

Gruß



von Friedhelm Hahn - am 23.12.2006 12:23
Hallo STefan,

ich lade meine SAFT 23Ah Einzelzellen auch mit einem Zivan (NG3) - das geht - obwohl Blei-Säure Kennlinie drin ist (halt einfach die Ladeschlussspannugn n bissl höher und dann passt das schon).
Ich war vor kurzem mal bei Citycom und konnte mit einem Techniker über das HF-Ladegerät sprechen. Das ist auch frei programmierbar (steckt ein Atmel Chip drin - also nix wirklich kompliziertes) - darauf kann man über jede Serielle SChnittstelle und Konsole zugreifen und Ladeparameter ändern. Eigentlich nicht schlecht. Angeblich (so hat es gehießen) kommt im Frühjahr auch ein billigerer HF-Lader raus...

Grüße

Manuel



von Manuel Raimann - am 23.12.2006 16:56
Hallo

Versuchs doch mal mit einem Ladegerät für den Modellbau,die laden bis zu 36 Zellen mit 10 bis 20A und sind frei programmierbar und und funktionieren mit 12 oder 24 V Versorgungsspannung z.B. Orbit- Lader, die Leute sind sehr kompetent und programmieren eigentlich jede gewünschte Kennlinie, Kosten ca 400-500 ¤

Gruß

Roman

von R.M - am 24.12.2006 09:50
Hallo Stefan,

nach meinen Erfahrungen vertragen NiCd-Zellen auch sehr primitive Lademethoden.
Ich verwende für meine 36 Schrott-Zellen "Saft VHP 430 KH-3" einen "kastrierten" 80V Zivan NG3 den ein Kumpel ebenfalls im Schrott gefunden hat. Dazu habe ich einen einstellbaren Abschalter (modifizierter Bausatz von Conrad, genaueres: [www.nadanet.de] und [www.nadanet.de]).
Das Ganze funktioniert völlig problemlos.
Es geht (getestet!) noch billiger, wenn man den Zivan durch einen Schweißtrafo und einen Brückengleichrichter ersetzt. Der ist allerdings leider zu schwer zum Mitnehmen.

Was richtig Gutes kostet halt auch richtig Geld. Die Experimente mit dem originalen Trafolader habe ich aufgegeben weil kein Schaltplan aufzutreiben war. Nicht mal City Com hat einen! Allerdings kann man den Trafolader bei der Fa. Kürten reparieren und für spezielle Batterien anpassen lassen.

Grüsse aus Rüsselsheim am Main
Ulrich

von Ulrich Reeg - am 04.01.2007 16:58
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