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elweb
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Andreas5037, Friedhelm Hahn, Roland Mösl, Fritz Reichmann, Ralf Wagner, Bernd_M, Bernhard Leopold

Standbyverbauch Cityel

Startbeitrag von Andreas5037 am 05.01.2007 21:02

Ich habe einen Cityel (siehe unten in meiner Signatur). Den Stromverbrauch, der teilweise herausgestellt wird, kann ich aber nicht nachvollziehen. Ich habe einen durchschnittlichen Verbrauch von 13kWh/100km. Dies ist sicherlich bedingt durch die relativ kurze Nutzungszeit (erst ca. 400 km innerhalb 6 Wochen) und den kurzen täglichen Fahrstrecken von z.Zt. nur 5km. Bei längeren Testfahrten über 30-40km mit anschliessendem 2-3kWh-Volladen habe ich aber durchaus auch die sparsammen Seiten kennengelernt.

D.h. der Standbyverbrauch ist sehr hoch. Wenn ich mein Cityel über Nacht an der Steckdose lasse, habe ich morgens immer noch einen Verbrauch von ca. 80-100 W (ohne Batterieheizung) bei der dritten Ladeerhaltungsstufe des IVT-3 stufen Laders. Ist das normal? Kann man den irgendwie gesteuert (d.h. nach beendeter Ladung) abschalten und dann kurz (z.B: einmal am Tag für 30min) wieder einschalten.

Oder ist der Standbyverbaruch des Cityel durch den ständig laufenden DC/DC-Wandler so hoch?

Was wird bei Betätigen des Notausschalters alles getrennt? Gehen dadurch irgendwelche gespeicherten Daten verloren (zB Tageskilometer)?.

Mfg
Andreas

Antworten:

Hallo Andreas,
Wenn der IVT am nächsten Morgen nicht die grüne LED aktiv ist muss der Anschluss der Ladeleitung überprüft werden (Originalkabel oder Vorwiederstand)

Natürlich kann man mit einer Entsprechender "Wochenschaltuhr" die Ladung steuern.
Du solltest aber auch nicht zu "wenig" Laden da die Batterien auch eine gewisse Ausgleichsladung brauchen.("Geladene" Bleibatterien sollen weniger "altern")

Ich habe ein EL SN 3xxxx Baujahr 1992.
Hier ist der "Original-Notaus" ,meiner Meinung nach ,nur eine Attrappe.Hat die gleiche Wirkung als wenn Du den Schlüssel abziehst.
Der DCDC Wandler soll der grösste "stille" Verbraucher sein.

Ich habe bei mir seit 1 1/2 Jahren ein NotAus Schalter vor den Batterien.
Mein EL hat
-noch einen mechanischen Kilometerzähler
-Spannungsanzeige statt Kappamesser
-IVT-Ladegeräte
also kein Problem wenn das gesamte EL Stromlos ist.

bernd m
SN3xxxx

von Bernd_M - am 05.01.2007 22:05
Der DC/DC braucht nicht so viel Leistung, aber eventuell sind die Batterien schon alt und haben eine starke Selbstentladung. Ich würde allerdings eher auf nicht-effiziente Ladung tippen => daher Schaltuhr vor die Lader schalten, die Ladung auf zB 8h am Tag (Nacht) beschränken (Ende dann, wenn du wegfahren willst!).

Der Not-Aus ändert gar nichts, er unterbricht nur den Motorstrom-Schutzkreis, genau gleich wie der Haubenschalter, der Bremslichtschalter, das Laderelais, das Gaspedal und was da noch für (sinnlose) 7-fache Sicherheitsmechanismen eingebaut sind.

Ich hab mir für längere Standzeiten (mehr als ein Tag) einen dicken Batteriehauptschalter eingebaut, damit könnte ich mit den Flies-Batterien einen ganzen Winter stehen ohne Nachladen.



von Bernhard Leopold - am 05.01.2007 22:05
Der Zivan(Korrektur ich meinte Curtis) und der DC/DC ziehen jeweils ca. 50 mA. Aus diesen zwei Werten ergibt sich ein Standverbrauch von 2,4Ah/24h. Bei längeren Standzeiten empiehlt sich deshalb ein Batterietrennschalter. Bei Wenigfahrern kommen noch die Ladeverluste dazu die dort vergleichsweise hoch sind.

Grüße
Ralf Wagner

von Ralf Wagner - am 05.01.2007 22:42
Womit misst Du den Stromverbrauch?

Ich habe 3 Schätzeisen.

Eumig zeigt nur VA
Brennenstuhl 230 behauptet Watt zu messen
Conrad Energy Monitor 3000 zeigt Watt und VA

Am Anfang 380, 360, 420

Nach einiger Zeit 38,36,18

Ich plane mal in den nächsten Tagen in der Wohnung alle Sicherungen raus, sodaß nur der E-Max S Strom bekommt und dann mit der Stopuhr vor dem Drehstromzeller zu sitzen, welches der 3 Schätzeisen den Drehstromzähler am nächsten kommt. Ich hoffe doch sehr der Conrad 3000, weil dem habe ich bisher alle meine Testberichte anvertraut.

Im übrigen, nachdem die Akkus voll sind, hat mein Ladegerät so 12 Watt Erhaltungsladung. Meiner Meinung nach viel zu viel.

Nehmen wir mal an ich fahre 50km, tanke 2 kWh rein und nachdem die Akkus voll sind bleiben noch 5 Stunden 12 Watt Erhaltungsladung. Macht 2060 oder 4,12 kWh/100km

Mache ich das aber nach 5km, 200 Wh aufladen, 5 Stunden 12 Watt Erhaltungsladung, werden es 260 Wh oder 5,2 kWh/100km.

So kommt auch bei Elektrofahrzeugen ein höherer Verbrauch bei Kurzstreckenfahrten zustande, bloß aus ganz anderen Gründen.



von Roland Mösl - am 05.01.2007 22:55
Ich habe mir einen digitalen Leistungsmesser (12,95 EUR) bei Reichelt gekauft

[www.reichelt.de]

und auch einen Wechselstrommesser [www.reichelt.de]

Beide messen ungefähr den gleichen kWh, deshalb nehme ich mal an das die Leistungsanzeige bei dem digitale Leistungsmesser auch nicht ganz verkehrt ist.

Ich habe mir aber jetzt noch ein Ozcilloskop mit Strommesszange aus der Firma mitgebracht und werde noch mal ein wenig weitermessen.

Wenn 230V nicht angeschlossen sind, kann ich nun sehen dass der Batterie ca. 100mA entnommen werden, dh. 36V x 0,1A = 3,6W. das müsste dann der Cityel stanby verbrauch sein.

Die Eingangs-und Ausgangsleistung der Ladegeräte werde mir jetzt mal vornehmen.

Bei den früher erwähnten 100W Leistungsentnahme bei angeschlossenen 230V waren alle Ladelampen auf grün, d.h. die Ladegeräte waren in der Erhaltungsphase.


MfG Andreas



von Andreas5037 - am 06.01.2007 17:07
Hallo Andreas,

ich habe mit einem Düwi Energiekostenmessgerät über Wochen meinen Verbrauch gemessen, und zweifle die Ergebnisse im Nachhinein stark an: Immer wenn das El mehr als 800W zog, zeigte es ein cos phi von 0,5 an, und so nurnoch die halbierte Leistung. Vergleiche mit dem Stromzähler für den Haushalt und einem neu angeschafften Wechselstromzähler zeigen, dass die entnommene Leistung höher liegt, und auch der Verbrauch. Ich nehme an, daß ein systematischer Meßfehler durch das gepulste Verhalten vom HF Lader in Verbindung mit einer digitalen Abtastfrequenz des Energiekostenmeßgerätes entsteht. Den Ladevorgang vom CityEl mit so einem einfachen Energiekostenmeßgerät zu messen scheint schwieriger zu sein als es aussieht.

Für neue Rechnungen ist die Meßreihe mit dem Wechselstromzähler noch zu kurz. Außerdem habe ich zeitgleich mit dem Wechselstromzähler eine Batterieheizung eingebaut, so daß sich das Verbrauchsmuster geändert hat.

Ein erstes Zwischenergebnis: Würde die Batterieheizung plus Standverbrauch so wie jetzt im Winter im Stand an der Steckdose etwa 70W das ganze Jahr über ziehen, käme ich mit meinem Nutzungsverhalten auf etwa 700kWh im Jahr. Bei etwa 5000km pro Jahr mit Batterieheizung, wobei werktags tagsüber das El leider nicht an der Steckdose hängt und die Batterieheizung dann aus ist.

Fritz

von Fritz Reichmann - am 08.01.2007 09:22
Hallo Fritz,
der verhältnismäßig hohe Verbrauch ist offenbar auf den StandBy-Betrieb zurückzuführen.
Ich lade meine 50Ah NC-Runfzellen jeden 2. Tag auf.
Mit einer Ladung werden ca. 30km überbrückt (48V, Thrige, Riemenantrieb, Sitzheizung, EL-Heizung 1. Stufe ca. 800W, Fahrlicht).
StandBy gibt es keinen, da die Akkus komplett vom Bordnetz getrennt werden.
Eine Batterie-Heizung ist ebenso überflüssig.
Mit einem Energie-Tester von ELV (altes Modell) werden ca. 2,5 kWh pro Ladung angezeigt.
Da ich ebenfalls einen (externen) HF-Lader benutze (60V 30A), kann natürlich auch diese Messung angezweifelt werden.
Der Cos Phi wird mit ca. 0,9 angezeigt (schwankt ständig).
Interessant wäre eine Vergleichsmessung mit einem geeichten Wechselstromzähler.

Gruß



von Friedhelm Hahn - am 08.01.2007 11:39

Re: Standbyverbrauch Cityel (10kWh/100km?)

Jetzt habe ich endlich den Standbyverbrauch senken konnen. Wenn ich nach der Arbeit (z.Zt. nur 2x 2,5km) den Cityel zum Tanken abstelle und mir am nächsten Morgen die Leistungsaufnahme so angucke, liegt die jetzt unter 15W (150 Wh in 10h). Zum Ende liegt der Leistungsaufnahme wahrscheinlich noch geringfügug niedriger. Das ist jetzt so wenig, dass ich mir da keine Gedanken mehr darüber mache.
Das habe ich erreicht, indem ich die Battereiheizung bei Erreichen der Erhaltungsladung meiner drei IVT-3-Stufenlader via Master-Slave-Schaltung (von Conrad.de) abschalte. Zusätzlich wird der Temperaturfühler der Batterieheizung jetzt direkt über den sowieso eingeschalteten Halogen-AC-Trafo versorgt (nach Gleichrichtung und Glättung). Eine vorher verwendetes Ericsson-Steckernetzteil hat alleine schon 11W verbraucht.

Ich werde jetzt mal den km-Verbrauch im Auge behalten. Der liegt im Moment bei ca. 100Wh per km (also ca. 10kWh auf 100km).

Ist das ein gängiger Verbrauch für ein Standard Cityel von 2002?

Nimmt der Verbrauch etwa mit alternden Batterien zu, da zu viel Ladung in den Batterien verloren geht (sowohl beim Auf- als auch beim Entladen.)

MfG Andreas



von Andreas5037 - am 16.01.2007 19:37

Re: Standbyverbrauch Cityel (10kWh/100km?)

Hallo Andreas,

mit viel Ampelstops bzw. einigen Steigungen ist der Verbrauch ok.
Ansonsten dürfte er sich bei ca. 7kWh / 100km einpendeln.
Ein Kettenantrieb und Umklemmen auf "volles Feld" lässt die Reichweite steigen.
Gasen Deine Batt´s beim Laden stark? Das wirkts sich u.a. ungünstig auf den Ladewirkungsgrad aus.
Mit meinen 48V 50Ah NiCd Rundzellen kommt das EL ca. 30km weit, wobei 60km/h keine Seltenheit sind (wenige Ampelstops, geringere Steigungen, volles Feld aber noch Standard-Riemenatrieb und immer mit Sitz- u. Kabinen-Heizung).
Das geringe Akku-Gewicht macht sich schon bemerkbar, allerdings auch in Linkskurven beim Beschleunigen.
Zum Laden sind ca. 2 - 2 1/2 kWh nötig, genau konnte ich das noch nicht ermitteln...

Gruß



von Friedhelm Hahn - am 16.01.2007 23:24
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