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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
28
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tom_LA, R.M, inoculator, SB, Holger Keser, Ralf Wagner, ORiepe, Dominic Thomé, Dirk H., Markus Herrmann, ... und 3 weitere

Ist ein CityEL ein gleichwertiger Ersatz für einen Kleinwagen?

Startbeitrag von Tom_LA am 31.08.2007 09:42

So, nachdem ich mich gleich gut eingeführt und prompt den ersten Eintrag versehentlich in das falsche Forum (für Batterien und Ladegeräte) gesetzt habe, stelle ich meinen Beitrag jetzt hoffentlich richtig ein...


Liebe Forengemeinde,

nachdem ich die Einträge hier im Forum schon seit einiger Zeit "heimlich" verfolgt habe, möchte ich Euch nun doch einmal selbst eine ganz grundsätzliche Frage stellen. Ich liebäugle derzeit sehr mit dem Kauf eines (wahrscheinlichen neuen) CityEL, um damit meinen täglichen Weg zwischen Wohnung und Bahnhof zurückzulegen. Ich möchte diese Strecke aus ökologischen und ökonomischen Gründen nicht mehr mit meiner Familienkutsche zurücklegen, außerdem reizt mich ein Elektroauto ganz grundsätzlich schon seit längerer Zeit. Bevor ich aber eine endgültige Kaufentscheidung treffe, möchte ich einen eventuellen Fehlkauf so weit wie möglich auschließen. Mit anderen Worten: das Fahrzeug muß mich zuverlässig zu allen Jahreszeiten zwischen A und B befördern.

Hier das geplante Haupt-Einsatzprofil:

- Standplatz in ungeheizter Garage (also nahezu bei Außentemperatur) mit Lademöglichkeit, Standzeit von 21.00 h bis 8.00 h
- um 8.00 h Fahrt zum Bahnhof, einfache Wegstrecke 12 km, ca. 150 Höhenmeter bergab
- City EL parkt am Bahnhof knapp 13 Stunden im Freien, ohne Nachlademöglichkeit
- Rückfahrt um 20.45 h, 12 km Wegstrecke, ca. 150 Höhenmeter bergauf
- Ankunft zu Hause gegen 21.00 h, erneutes Parken in der ungeheizten Garage mit Nachlademöglichkeit

Das Ganze ca. 4 - 5 mal pro Woche, zusätzlich unregelmäßige Fahrten in die Stadt u.ä.

Seht Ihr hier (vor allem auch im Winter) ein Problem? Ich sollte noch dazu sagen, daß unsere Winter oft kalt und schneereich sind.

Es ist, wie schon oben erwähnt, für mich sehr wichtig, daß das Fahrzeug zuverlässig ist. Ich bin selbständig und arbeite ca. 60 bis 70 Stunden die Woche, da bleibt neben der Familie für große Bastelarbeiten am Elektromobil praktisch keine Zeit. Und wenn ich hier das Forum so durchforste, dann könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, daß der Zeitaufwand für notwendige Bastel- und Reparaturarbeiten das Fahren überwiegt. Wobei mir auch klar ist, daß Leute ohne Probleme weniger Einträge verfassen...

Ich freue mich auf Eure Antworten und gegebenenfalls auch über Tipps bzgl. der technischen Details und Ausstattungsdetails (Akkutyp, 36 V oder 48 V, km/h-Version, Batterieheizung...), die ich bei einem eventuellen Kauf beachten sollte. Oder sollte ich mir für meine Zwecke doch lieber einen Smart cdi zulegen?

Danke!

Viele Grüße

Tom_LA

Antworten:

Ganz erhlich,
Kauf Dir einen Smart, hast Du mehr von.
Du hast 2 Sitzplätze, eine Heizung für den Winter und sichere Reichweite.

Gruß
Dominic

von Dominic Thomé - am 31.08.2007 10:01
Hallo Tom,

ohne Umschweife:

Du wirst bei sehr tiefen Temperaturen über den Tag Probleme mit den ungeheizten Batterien am Abend bekommen.

Daß Du eine 48V Version nehmen solltest mit einem F4 -Du hast ja offensichtlich nicht allzu viel Berg dabei; ist wohl verständlich.
Wenn Du allerdings eine Batterieheizung über das Bordnetz versuchst, wirst Du auch hier schnell unterhalb der Entladegrenze für Deinen Rückweg gelangen.

Die Garage über Nacht ist nicht schlimm, da Du ja Lademöglichkeit und somit Strom für die Heizung hast.

Für Frost wirst Du eine Steckdose am Bahnhof benötigen. Sonst wirst Du im Ernstfall abends zu Fuß gehen müssen.

Sprich doch mal mit dem Bahnhofspersonal, ob die nicht zumindestens eine Halle oder Garage als Abstellplatz haben. Dann wäre das EL nicht den ganz tiefen Temperaturen ausgesetzt. Vieleicht bekommst Du ja sogar Strom -sprechenden Menschen konnte eigendlich immer geholfen werden.

Hope this helps

Carsten

Alternative: NiCD. Ist nicht ab Werk und mit >1200 Euro bei gebrauchten Zellen nicht billig. Vorteil: NiCds sind Temperaturstabil -in gewissem Rahmen.
Nachteil: NiCds bedürfen einer gewissen Pflege (Memoryeffekt, Selbstentladung etc..)

von inoculator - am 31.08.2007 10:08
Zitat
inoculator
Hallo Tom,

ohne Umschweife:

Du wirst bei sehr tiefen Temperaturen über den Tag Probleme mit den ungeheizten Batterien am Abend bekommen. [...]

Ist der Effekt wirklich so extrem?
Ein el, das im Sommer 60-70km Reichweite hat, sollte doch im Winter wenigstens 25km + Heizung schaffen, wenn die Akkus beim Laden beheizt UND auch einigermaßen isoliert werden.
100kg gut durchgewärmtes Blei + eine Schicht Styropor (bzw. besser was anderes, wegen Quietschen) müßten eigentlich für einen sicheren Hin- und Rückweg ausreichen :confused: .
Aber da fehlen mir die el-Erfahrungen, und auf dem E-Roller mache ich bei Minusgraden immer lange vor meinen Akkus schlapp...

Andere Alternative: Smart + ein Elektroroller für die 3-4 warmen Jahreszeiten ;-).
2x12km schafft sogar ein Helio oder der Geco41, und ein EVT, Geco42 oder IO sowieso.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 31.08.2007 11:46
Hallo,

im Gegensatz zu den anderen beiden Antworten denke ich: ja, das geht. Wirklich sicher und auch über eine längere Gebrauchsdauer sinnvoll allerdings m.E. nur, wenn Du Dir den Luxus von NiCds leistest, die tiefen Temperaturen (Saft gibt bis -20° an) ziemlich stabil sind. Saft STM sollten Deine Anforderungen komfortabel erfüllen, und zumindest im Sommer solltest Du eigentlich nur jeden zweiten Tag laden müssen. Blei würde ich unter den genannten Bedingungen tatsächlich nur mit Heizung empfehlen. Eine Heizung, die über gut 12h mit Bordmitteln die Bleiklötze warmhält, wenns richtig kalt ist, braucht aber sicher auch bei guter Isolierung mehr Strom, als die Akkus gerne (und auch über eine größere Laufleistung) hergeben.

Wenn Die Steigung auf den 150 Höhenmetern nicht zu brutal ist, geht das - mit Winterreifen - auch im Winter.Ich bin zumindest mit den Heidenau K66 Snowtex auch bei Schnee gut unterwegs gewesen - und bei uns in Oberbayern gibt es auch den einen oder anderen Hügel. Bedingung ist allerdings, dass Deine Strecke ordentlich geräumt wird. Was im Winter mit dem El wirklich eklig ist, ist eine festgefahrene Schneedecke mit ausgeprägten Spurrillen: sie Spurweite hinten reicht nicht, um wie auf Schienen zu fahren, das Vorderrad pflügt durch den Buckel in der Mitte und weiß nicht recht, wohin...

Oliver

von ORiepe - am 31.08.2007 12:19
Hallo Tom

Leider scheiben Dominic und Carsten in den ersten beiden Antworten nicht, ob das eigene Erfahrungen sind...

Ich meine auch genügend Beiträge hier gelesen zu haben, dass Deine erforderleiche Reichweite auch im Winter möglich ist. Zumal mit 48V! Deine nötige Reichweite beträgt nur ein gutes Drittel der möglichen.
Zu der Heizung: Ich denke, hier müsste mit einer Zeitschaltuhr gearbeitet werden, damit die Akkus erst kurz vo Deiner Ankunft warm sind, statt den ganzen Tag.

Meine Reichweite mit alten Akkus und 36V (!) betrug 5x4 km = 25km incl. 2x 100m hoch, auch im Winter und zwar ohne Heizung (noch). Mit meinen 46V ist es mehr.

Es gibt genug Fahrer, die fast nur fahren. Bei Dir würde ich sagen wäre eine Spezialist nicht zu weit weg sicher gut. Für den Notfall. Weiter würde ich an Deiner Stelle den El fahren und zur Sicherheit damit rechnen 1-2 mal ein Taxi oder einen Leihwagen zu verwnden. Wenn es gut geht umso besser, wenn man mal stehen bleibt (1-2 mal /Jahr) hat man sich darauf eingestellt und ärgert sich nicht.

Aber ich würde an Deiner Stelle Fehlerquellen von vorneherein beseitigen: Alle Microschalter umbauen lassen. Und Einzelspannungsanzeige der Akkus, damit Du rechtzeitig erkennst, wenn einer schwächelt.

Schreib uns mal wo Du wohnst, dann wird sicher jemand sagen wo Dir geholfen werden kann.

Ach ja: Warum nicht zum Ausprobieren leihen? Wenn ich recht habe, wird das an den Kauf angerechnet!



von SB - am 31.08.2007 12:45
Hallo nochmal,

bevor jetzt das Flamen und Schlachten beginnt -was hier eigendlich selten ist:

nein, es handelt sich nicht um eigene Erfahrungen -da reden wir im Februar nächsten Jahres nochmal drüber ;-)
Meine Aussagen beziehen sich ausschließlich auf Informationen aus diesem Forum und eingenen Rückschlüssen.

dennoch geht ja auch aus den anderen Antworten die Skepzis hervor.

Heizung, gute Isolierung und NiCds. Mietwagen und sogar Taxi wurden erwähnt.

Das alles spricht nicht gerade für den Einsatz unter Hochverfügbarkeit.

Tom, das EL ist nicht das schlechteste Fahrzeug. Aber sei gewahr: Ohne zusätzlichen Einsatz wirst Du den Winter bei Minustemperaturen Probleme bekommen. Sei es, daß die Akkus nicht die Reichweite haben oder sei es, daß die Zellen sogar kaputt gehen.

Ich habe noch einen Lösungsansatz:
Wohnt in der Nähe des Bahnhofs vieleicht jemand, der Dir Strom und/oder Unterstand gewähren könnte? Sagte ich es schon: "Sprechenden Menschen kann ...." ja, ich erwähnte es wohl schon ;-)

von inoculator - am 31.08.2007 13:16
Nein Carsten wir werden uns nicht schlachten, weil da kommt man eine Weile in ein nicht so gutes staatliches Hotel. (Kost und Logi frei) :joke:

Ich bin nach wie vor der Meinung 24 km 100m Höhe mit 48V und Heizung sind kein Problem.
Deine Anregung jemanden beim Bahnhof zu suchen unterstütze ich voll. Das wäre auch für die Akkulebensdauer das Sinnvollste.

Meine Angabe mit Taxi usw. war mehr Vorsicht: Ich kenne genug Leute die mit neuen PKWs oft Probleme hatten!! (U.a. Daimler ständig Akku leer. (Obwohl kein Elektrofahrzeug ;-)))
Nur bei einem El heist es dann gleich: War doch klar, das es nicht taugt.

Bestätigung:
Zitat
Tom
Wobei mir auch klar ist, daß Leute ohne Probleme weniger Einträge verfassen...


... Ich kenne auch kaum Beiträge hier, die von Eigentümern von Neufahrzeugen sind.


Also TOm ohne viel Risiko: Leiwagen von Citycom im Winter. Wenn Du Dich nach dem Winter zum Kauf entschliesst: Die Akkus prüfen lassen. ;-)

von SB - am 31.08.2007 15:15
Hallo Tom,
wenn Du Geld für einen Smart hast, kannst Du Dir auch NC Akkus leisten um eine dauerhafte Lösung zu machen. Ab 36V mit NC Akkus funktioniert das, auch im Winter. Mehr Fahrspass hast Du mit 42V NC. Bei heftigen Steigungen kann ich immer noch den alten Thrige Titan Motor empfehlen, der deutlich robuster ist als der neue Scheibenläufer. Dazu noch die Doppelkette für guten Wirkungsgrad.

mfG
Ralf Wagner

von Ralf Wagner - am 31.08.2007 17:20
Danke für Eure zahlreichen bisherigen Tipps und Hinweise, das bringt mich schon mal ein Stück weiter!

Sollte man gegebenenfalls NC-Akkus dann gleich neu mit kaufen? Und was würden solche Akkus neu kosten (bzw. wie hoch ist der Aufpreis)? Oder kann man die auch getrost gebraucht kaufen? Und was müßte man dann dafür anlegen?

Was das Thema Strom am Bahnhof angeht, so muß man das leider als nicht realisierbar abhaken. Mein Zustiegsbahnhof ist ein ehemals blühender Bahnhof, der von der DB im Rahmen ihres Sparwahns vor ca. 10 Jahren geschlossen wurde. Das völlig allein stehende Bahnhofsgebäude erinnert an ein Gebäude aus einer Geisterstadt im Western, es verfällt zusehends. Es gibt dort gerade noch ein häßliches Beton-Wartehäuschen mit Fahrkartenautomat (vielleicht könnte ich dessen Stromversorgung ja anzapfen ;-)) - sonst rein gar nichts. Selbst die Uhr haben sie kürzlich entfernt...

Keep on posting...

Danke!

Viele Grüße

Tom


von Tom_LA - am 31.08.2007 17:31
Noch etwas: wirklich heftige Steigung muß ich keine passieren, maximal ca. 7%, dafür etwas länger (ca. 2 km)...

Tom


von Tom_LA - am 31.08.2007 17:33
Zitat
Tom_LA
Sollte man gegebenenfalls NC-Akkus dann gleich neu mit kaufen? Und was würden solche Akkus neu kosten (bzw. wie hoch ist der Aufpreis)? Oder kann man die auch getrost gebraucht kaufen? Und was müßte man dann dafür anlegen?

Wenn ich richtig informiert bin, kostet ein Saft-Block mit6V etwa 500 EUR, für 36V also 3000 EUR, ansonsten entsprechend mehr. Für Preisangebote bei Neukauf CityCom anrufen, Montag sollte deren Urlaub wieder vorbei sein.
Meine Erfahrungen aus Erlangen (absolut flach) sind, dass auch im Winter nach 4000km Laufleistung der Bleiakkus noch knappe 30 km drinnen sind (fact4). Parken und Laden übernacht draußen und serienmäßige Batterieheizung. 9 Stunden Standzeit sollten reichen, um auch leere Akkus vollzukriegen.


von Florian Beer - am 31.08.2007 17:47
Hallo

Die Strecke und die Höhendifferenz sollten kein Thema sein das entspricht von der Strecke her meiner täglichen Strecke, allerdings habe ich 400 m Höhendifferenz, bei 0°C und Akkuheizung hatte ich keine Probleme, der letzte Winter war allerdings auch kein richtiger Winter, mit Winterreifen und Thrige wird es bei kalten Akkus warscheinlich knapp, da würde ich auch zu Nicd empfehlen

Bei den neusten Preisen für Blei-Akkus ist die Differenz auch nicht mehr so groß, ich weiß allerdings nicht wie sich die Preissteigerung auf den Verkaufspreis auswirkt. Wenn du ein relativ neues EL-haben willst dann würde ich dazu raten erst mal für ein Jahr zu mieten und dann zu kaufen. So bleibt das Risiko gering wenn du nicht basteln willst, der Mitpreis wird ja auf den Kauf angerechnet und du kannst im nächsten Jahr problemlos auf eine andere Akkutechnik umrüsten lassen.

Laß dich doch mal von Citycom beraten und teste einen Winter lang.

Gruß
Roman



von R.M - am 31.08.2007 18:07
Hallo Tom,
meine Erfahrung reicht nur bis zum 14. Juli zuruck. Ich hab mir nen F4 (48V, Batterie- und Sitzheizung) im Selbstbaukurs zusammengebaut und mein Fazit ist: einfach nur genial, ueber 3000 km in nur 6 Wochen! Ich hab meinen Citroen C3 (5 Jahre alt) verschenkt. Der EL ist fuer mich Auto genug fuer alle Eventualitaeten. Ich hab hier im Saarland auch stramme Steigungen, da gehts halt etwas langsamer voran. Auch ich hab vor, den EL im Winter zu fahren und sehe da im Moment keine unueberwindbaren Probleme vor mir.
Aber du solltest dir die Erfahrungen der "Profis" hier im Forum gut durchlesen und mit einem geliehenen EL nen Praxistest machen. Hab ich auch gemacht. Dann kannst du dir ein eigenens Bild machen.

Gruesse aus dem Saarland, Sascha


von Sascha Meyer - am 31.08.2007 18:42
Nochmals:
Wenn ein El mit 48V, neuen Akkus und Akkuheizung keine 24 km schafft, dann wäre der Cityel eine komplette Fehlentwicklung.

Wie schon mal geschrieben, ich kam mit 36V, alten Akkus ohne Heizung im Winter auf 20km. Aber mit 2x statt einmal 100m Höhendifferenz. 4 Akkus, noch dazu neu mit Heizung reichen für wesendlich mehr! Geschätz mind. 40 km weit. Das heist es sind sogar noch Reserven da.

von SB - am 31.08.2007 19:15
Hallo

Muß ich dir rechtgeben, aber es kommt halt auch drauf an wie lange die Akkus halten sollen, bis es so richtig kalt wird habe ich mindestens 10000 km mit dem aktuellen Akkusatz runter, dazu noch Winterreifen dann sehn wir mal.

Meine Akkuheizung ist kleiner als die von Citycom, ich hab für alle 4 Akkus zusammen nur 40W das gibt 16°C Temperaturdifferenz zwischen Akku und Umgebungstemperatur, hab aber im Winter einen Zusatzakku dringehabt für Heizung Sitzheizung usw.den man evtl auch für Akkuheizung, oder Nachladen der Fahrakkus verwenden könnt, dieser Akku ist allerdings ein Verschleißteil das ich ohne Rücksicht auf die Lebensdauer benutzt habe und auf Garantie gegen einen neuen getauscht habe.

Gruß

Roman

von R.M - am 31.08.2007 20:05
Der Real hat im Augenblick 110AH 800A 12V Bleisäure für 105¤/Stück.

Sollte man sich vieleicht als 'Backup' in den Keller stellen ;-)


von inoculator - am 31.08.2007 20:08
Hallo

Danke für den Tip, allerdings nicht fürs EL, da bin ich versorgt sondern fürs Wohnmobil

Gruß

Roman

von R.M - am 31.08.2007 20:15
Zum Thema NC. Ich weiß von Leuten die haben 80.000 km auf den NC Akkus, bei mir selber sinds bisher 30.000 km mit Blei ist das nicht zu erreichen. Der NC Akku ist auf lange Sicht günstiger als die Bleibatterie.
... ich predige das hier, seit 2000 ....

Grüße
Ralf

von Ralf Wagner - am 31.08.2007 22:18
Ralf,

Ja, und Du hast recht, ABER....

1. Der Umbau auf NC erfordert erhebliche Änderungen am EL.
2. Die Anschaffungskosten sind erheblich.

Also ich habe nicht mal eben 2800,- Euro für 8 neue NC (350,- pro Stück lt. ELWEB-Anzeige) und den Kofferraum kann ich mir auch nicht zubauen, da ich den Sitzplatz brauche.
Rechnet man dann noch die Umbaukosten in einer Werkstatt auf, so ist man schnell bei einem guten gebrauchten EL als Zweitwagen.

Das schreckt viele ab, auch wenn es langfristig noch so vernünftig ist.

Gruss
Carsten

... der auch lieber mit Cadmium- als Bleivergifter fahren würde ;-)


von inoculator - am 01.09.2007 08:47
Ich freue mich sehr über Eure zahlreichen Beiträge, danke!

Zu den NC-Akkus: könnte man diese denn nicht schon ab Werk einbauen lassen und würde dann die erforderliche Modifikation nicht schon dort gemacht werden?

Und könnte man - sofern man selbst umrüsten möchte - nicht auch ausrangierte Flugzeug-NC-Akkus nehmen, da hätte ich nämlich möglicherweise eine Quelle. Oder sind diese aus irgendeinem Grund für das CityEL nicht geeignet?

Danke!

Tom


von Tom_LA - am 01.09.2007 13:21
Hallo Tom,

ich habe mir im Feb. 2007 einen neuen CitEL FactFour mit 80Ah Champions gekauft. Batterieheizung, Powercheqs und Eco Control, Citycom Serien HF-Lader: alles drin.
Ich habe knapp 30 km einfache Entfernung zur Arbeit und knapp 200m Höhendifferenz. Das nicht nur morgens runter und abends wieder rauf, sondern durchaus bergig. Am Schluß der Heimfahrt muß ich als krönenden Abschluss den Hausberg mit seinen 15% Steigung hoch.
Das ist also weiter und steiler als bei Dir.
Nach nicht ganz 2000km habe ich die Bleiklötze an den Händler zurückgegeben. Ich habe trotz Vollladung tagsüber auf der Arbeit (nachts zuhause sowieso) die 30km heim zu oft nicht geschafft. Der Hausberg war das Ende :hot:
Für 2350 Euros habe ich den EL auf 48V mit gebrauchten NiCd Bj. 2004 mit Garantie umgebaut bekommen UND ein edles externes Ladegerät dazu: 50A Ladestrom. Damit ist volltanken in gut 2h drin! Mein Fazit: Nie wieder Blei :angry:

Mein Tipp für Dich: Schau Dir doch mal die gebrauchten ELs hier an: [www.elektroauto-forum.de]

Meine persönliche Empfehlung (ich kenne weder das Fahrzeug näher als aus der Anzeige noch den Besitzer) geht zu dem 66V EL. Der hat NiCd schon drin, reichlich Ersatzteile und Akkus und ist für meine Begriffe ein echtes Schnäppchen.

Oder wenn Du unbedingt einen Citycom EL möchtest: Vergiss Blei. Das ist auf Dauer teurer als NiCd. Dann brauchst Du auch keine Batterieheizung und musst keine Angst vor Tiefentladung haben.
Der original HF Lader ist auch nicht das gelbe vom Ei. Du bekommst für wenig Geld auch wesentlich bessere Ladetechnik gebraucht. Für meine Begriffe fängt ein vernünftiger Ladestrom batterieseitig bei 30A aufwärts an. Der Citycom HF-Lader macht meines Wissens gerade mal 18A bei den 36V Modellen und 15A bei 48V und das mit Ladepausen :hot:

Für die Rückgabe der 4 Champion Batterien, 3 PowerCheqs, Batterieheizung und des HF-Laders habe ich noch 1164 Euro bekommen. Verbleibt also noch ein Aufpreis für meine Umrüstung von 2350-1164=1186 Euro. Wenn Du also einen EL von Citycom kaufst, empfehle ich Dir den ohne Akkus, HF-Lader, Batterieheizung und Powercheqs zu nehmen. Der Einbau von 6 SAFT STM100 NiCd Akkus im aktuellen FactFour Batteriekorb ist ein Klacks. Paßt nahtlos ohne Umbau am Korb. Dann läßt Du Dir den Einbau der NiCds machen, kaufst Dir ein Ladegerät mit mind. 30A und hast lange Freude am fahren mit dem EL.

Gruss
Markus

P.S.: Lithium ist für meine Begriffe derzeit noch nicht im EL alltagstauglich.

von Markus Herrmann - am 01.09.2007 15:39
Hallo Tom.

Ich selbst besitze ein umgebautes Cabrio EL mit Saft STM 100 48V, Kettensatz, 50A Ladestrom. Die Strecke Herdecke-Wuppertal (40km) habe ich früher täglich auch mit Bleiklötzen gefahren und damit teure Erfahrungen gesammelt, denn es sind einige Sätze Akkus dabei drauf gegangen.

Seit dem ich die Investition auf Ni-Cd gemacht habe, kann ich es nur noch jedem weiter empfehlen. Das EL ist doppelt so gut, viel schneller, deutlich Leitungsstärker und absolut Kältefest (was die Akkus angeht) durch den Umbau. Trotzdem würde ich es bei Glatteis stehen lassen und bei Schnee mit Spuren auch. Für diese wenigen Tage im Jahr empfiehlt sich der Bus oder das Stangentaxi.

Die NC-Akkus aus Flugzeugen haben auch einige verbaut. Das ist aber regelmäßiger und häufiger Wartungsaufwand, ausmessen, wechseln, zyklieren etc. bis man gleich starke Zellen zusammen gestellt bekommt. Das ist meiner Meinung nach eher was für Bastelfüchse und du wolltest doch zuverlässig täglich fahren?!

Auf kontinuierliches Drängen hin, vermute ich mal dass Gero möglicherweise so ein EL passend zusammenstellen kann welches auch mit einem ordentlichen Lader und Kettensatz bestückt sein kann. Möglicherweise kauft er es auch wieder zurück, wenn du wiedererwarten keinen Spaß daran hast. Wenn du Interesse daran hast, frag ihn einfach mal.

John11@t-online.de


Grüße aus Herdecke-Schnee 250m üNN


Holger Keser

:spos:www.drehstrom.net.ms:spos:




von Holger Keser - am 01.09.2007 17:11
Hallo Holger,

das hört sich doch schon mal gut an! Ich weiß jetzt allerdings nicht, wer Gero ist. Ist das ein CityEL-Händler?

Danke!

Viele Grüße

Tom


von Tom_LA - am 01.09.2007 18:24
Hallo Tom.

Nein, ein Händler ist er nicht. Er baut und verkauft Ladetechnik für Elektroautos. Ich habe meinen Clio und die Technik für mein El bei ihm gekauft. Er hat bereits einige Els umgebaut und Erfahrung mit der Technik. Ich war immer sehr zufrieden mit dem Service und den Preisen.

Gruß

Holger

von Holger Keser - am 01.09.2007 18:44
Hallo

Bleibt nur dazu zu sagen daß du für 48V 8 Nicd brauchst, da muß dann doch der Kofferraum oder der Fußraum herhalten, mit deiner Übersetzung dürfte der Mehrverbrauch nicht unerheblich sein, 15% Steigung kommt man mit der 57 km/h Übersetzung nicht mehr rauf wenn man bei 100A Maximalstrom bleibt, wenn der Strombegrenzer hochgedreht oder entfernt wurde dann wundert mich die Lebensdauer der Bleiakkus nicht.

Ich bin der Meinung 2*12 km und 150 Höhenmeter geht mit Akkuheizung und 48V auch im Winter.
Bei Neukauf eines ELs würde ich das Mietangebot von Citycom wahrnehmen und das Ganze risikofrei ausprobieren, der Umstieg auf Lithium ist dann in zwei Jahren immer noch möglich.


Gruß

Roman

von R.M - am 01.09.2007 20:33

Flugzeugakkus

Hallo Tom,

ich fahre mein El mit 36 53Ah NiCd Flugzeug-Einzelzellen. Das funktioniert, mein El geht richtig gut, ABER:
1. die Zellen laufen relativ gerne mal auseinander und brauchen daher mehr Aufmerksamkeit als die SAFT STM zu brauchen scheinen.
2. mit meinen Zellen und Winterreifen wäre die von Dir benötigte Reichweite grenzwertig. Der Rollwiderstand der Winterreifen ist immens, und 53Ah ist halt irgendwie doch weniger als 100Ah...

Würde ich in Erwägung ziehen, ein neues El zu kaufen, wäre sicherlich ein Fact4 mit 48V meine Wahl. Ich würde das Fahrzeug ohne Akkus kaufen und Saft STM nachrüsten. Mehrere Forenteilnehmer haben wohl Quellen, sie zu günstigeren Preisen zu bekommen. 6 Stück passen in den Batteriekorb des Fact4, wie Markus Herrmann hier bewiesen hat. Und wenn Du nicht die Geschwindigkeit benötigst, reichen 36V vermutlich...

Oliver

von ORiepe - am 02.09.2007 13:23
Hallo Tom,

ehrliche Antwort aus eigenen Erfahrungen mit 2 Stück City-El:

Kauf Dir ein "richtiges" Elektroauto z.B. einen gebrauchten Citroen Saxo oder Berlingo mit E-Antrieb und NiCd-Akkus oder einen gebrauchten Citystromer.

Du bräuchtest schon ein ganzes Stück Durchhaltevermögen um konseqent auch im tiefsten Winter mit dem City-El zu fahren. Bei tiefen Temperaturen bekommt man kaum die Windschutzscheibe frei, es zieht gewaltig kalt durch sämtliche Ritzen rein und das Fahrverhalten bei Glätte ist mehr schlecht als recht.

Reichweitenmäßig würdest Du bei guter Akkuisolation (nachrüsten!) und mit Batterieheizung (nachrüsten) sicher die angegeben Strecke schaffen. Wichtiger als die Heizung ist hier eine gute Akkuisolation. Wenn Du jeden Tag fährst und lädst, werden gut isolierte Akkus kaum kalt.

Ich habe die Arbeitsfahrt (2x15km, ohne Berge) auch mehrfach mit dem City-El erledigt, aber bei Glätte bin ich schon aus Sicherheitsgründen auf den PKW ausgewichen.

Inzwischen fahre ich Citystromer und Hotzenblitz. Bei diesen Fahrzeugen ist die Alltagstauglichkeit wesentlich besser als bei City-El, auch wenn diese Fahrzeuge das doppelte an Strom verbrauchen.

Viele Grüße

Dirk



von Dirk H. - am 02.09.2007 16:32
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