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Forum:
elweb
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Friedhelm Hahn, JJ-OO, Bernhard Stroop, andreas Andreas, Michi_aus_GZ, Sven Salbach, SB, Bernhard aus Bayern

Was passiert, wenn man während der Fahrt den Rückwärtsgang...

Startbeitrag von Michi_aus_GZ am 28.03.2008 21:02

Kurze Info voraus, ich fahre einen Thrige Motor
Tja, meinem El geht es gut, es läuft super, aber mir ist da was passiert. Es war dunkel, die Scheiben laufen an, ich will die Lüftung umstellen und lande, ohne es zu merken, am Motorschalter. Die Sicherung ist bei mir leicht zu überwinden. Also, ich zieh den Schalter runter und gebe Gas /Strom.
Das El bremst heftig ab (so eine zehntel Sekunde). Ich krieg natürlich einen Riesenschreck. Aber es hat sich beim Fahren nichts verändert, das El läuft also, so wie vorher.
Was aber könnte denn bei so einer Aktion geschehen? Eignet diese Methode zur Notbremse beim Ausfall aller Bremssysteme? Kann man den Thrige so schrotten?

Antworten:

hallo michi vorallem wird deine kette belastet mit dem rest hast du scheinbar glück gehabt! wenn du dein dampfrad auf hattes fließt natürlich satter strom!

von Bernhard aus Bayern - am 29.03.2008 06:23
also ich denke es entspicht für die Kette in etwa dem Strom beim beschleunigen.
Was viel interessanter wäre, was denn beim Perm passiert, da hier ein nicht unerheblicher gegenstrom generiert wird.
Aber vermutlich das gleiche :-)
Wenn Du Gasa gibst, müßte der Triege ja ebenfals in der falschen richtung anfangen zu generieren

von Sven Salbach - am 29.03.2008 08:11
Mir ist das auch schon passiert, aber beim losfahren, bergab. Da habe ich nicht gemerkt, dass noch der R-Gang vom einparken drin war. Es war wie von Dir beschrieben.
Ich denke man belastet ganze Antriebseinheit sehr stark. Und zwar viel stärker als beim Beschleunigen.
So stark wie bei einer Vollbremsung. Dafür ist die Antriebseinheit nicht ausgelegt.
Dementsprechend kann man so auch was kaputt machen.
Aber i.d.R. wird man ja nur kurz Gas geben... ;-)

von SB - am 29.03.2008 11:26
Beim Rekuperieren mit Thrige wird immer der Rückwärtsgang eingelegt. das ist der Grund, warum mir die Mittnacht/Stollsche Reku nicht geheuer ist. Wenn dabei die Strombegrenzung versagt, blockiert normalerweise der Motor. Eine Eigenschaft von Serienfeldmotoren. Beim Perm haben wir ein sehr sattes Erregerfeld, ebenfalls mit hoher Stromstärke. Aber diese Selbsterregung mit nahezu Blockade findet nicht statt. Normalerweise schert bei solcher Belastung der Mitnahmekeil zwischen Riemenscheibe und Hinterachse ab. Ja, Glück gehabt. Weitere Schäden sind kaum zu befürchten.

von Bernd Schlueter - am 29.03.2008 11:55
Hallo
Das kann alles nicht so schlimm sein, solange die Motorstrombegrenzung funktioniert. Diese begrenzt auch das Drehmoment des Motors und damit die Kräfte auf das Getriebe/Riemen/Kette. Die Motorstrombegrenzung muß aber sowieso immer funktionieren, sonst brennt der Curtis schnell durch. Oder die Kohlen oder sonstwas. Wenn der Curtis falsch reagiert und den Motorstrom nicht begrenzt, sollte die Motorstromsicherung auslösen.
Als Notbremse also sicher zu gebrauchen. Allerdings müssen dann schon zwei Hydraulikkreise versagen (Bremsflüssigkeit fehlt, Bremspedal abgebrochen) UND die Handbremse muß auch noch versagen. Die Wahrscheinlichkeit für das Gleichzeitige Eintreffen dieser Fehler dürfte gegen Null gehen.
Es gibt also keinen Anlass, den Rückwärtsgang als Notbremse zu missbrauchen, vor allem wirkt das auch nur auf ein Rad.
Gruß
andreas


von andreas Andreas - am 29.03.2008 12:12
...bis jetzt läuft die Stoll-Reku zur besten Zufriedenheit!
Vermutlich kann es gar nicht zu höheren Strömen kommen, weil der Curtis nur im untersten Level taktet.
Das Takt-Verhältnis scheint dabei fest eingestellt zu sein.
Bei vollen Akkus ist die Reku etwas stärker, als bei schwächelnden. Rein subjektiv...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 29.03.2008 13:03
Hi,

hab mir bei so ner Aktion mal den Riemen geschrottet. Wenn es das letzte Mittel ist, nen Einschlag zu verhindern, würd ich trotzdem so bremsen...

Jens

von JJ-OO - am 29.03.2008 13:34
Ich stelle mir vor, dass die ungebremste Selbsterregung erst bei Geschwindigkeiten über 50km/h eintreten kann. Dann sollte aber auch jede Regelung versagen, weil der Rückladestrom nur gegen ungesteuerte Dioden arbeitet...Andreas Reimann hatte schon mal schlechte Erfahrungen mit einem Thrige gemacht, der über die Umpolung des Feldes an einem 4QD angeschlossen war.
Möglicherweise war aber hier ein Überspannungsspike schuld, wegen unzureichender Abblockung der Compoundrückschlagspannung. 4QD weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anwendung auf einen Hauptschlussmotor ausschließlich auf eigene Gefahr erfolgt. Mir wäre es jedenfalls zu gefährlich.

Ansonsten funktioniert das Verfahren.

von Bernd Schlueter - am 29.03.2008 17:48
Mir ist das gleiche passiert, bei 60 kmh den Rückwärtsgang eingelegt anstatt die Zirkulationspumpe für die Batteriekühlung einzuschalten.
Das linke Rad blockierte voll, nach einemEiertanz konnte ich mich auf den Bürgersteig retten.
Ergebnis:
der Motorsteller war geschrottet. Die Schüttelprobe ergab, dass dort einiges durchgebrannt war.
Ich versuche das nicht wieder.


von Bernhard Stroop - am 30.03.2008 16:41
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