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vor 10 Jahren, 2 Monaten
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vor 10 Jahren, 1 Monat
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Friedhelm Hahn, SB, Bernd Schlueter, andreas Andreas, R.M, bolkobienert, ORiepe, Sven Salbach, JürgenRu, Oli A., Reinhold Schebler, ZINNEKE

Differential aus Rasentraktor - Bilder

Startbeitrag von Friedhelm Hahn am 20.04.2008 17:37

Moin,

anbei ein paar Beispiel-Bilder eines Differentials vom Rasen-Traktor.
Es wurde offenbar in den USA hergestellt.
Das Diff. ist sehr einfach aufgebaut, die Wellen sind nur in Gleitlagern geführt direkt im Alu-Gehäuse.
Die Welle hat einen Durchmesser von knapp 19mm, die beiden Kegelräder (nicht gehärtet) sind aufgeschrumpft und laufen in Fett.
Interessant ist, dass die beiden nicht auf der Welle befindlichen Kegelräder nicht auf einer Achse gelagert sind, sondern durch entsprechende Formgebung des Gehäuses (ausgefräster Lagersitz).
Da das Teil mit Sicheheit schon viele Betriebsstunden runter hat, kann man sich ganz gut ein Bild vom Verschleiß machen.
Hauptsächlich beschränkt sich dieser auf die Lagerung der Achswelle, welche leicht ausgeschlagen ist.
Am meisten abbenutzt ist die Lagerung ganz innen, was auf dem einen Foto als Ring erscheint (genau in der Mitte).
Der Rest ist erstaunlich gut erhalten.
Die Zahnräder haben deulich Spiel untereinander (kein Verschleiß), was aber durch Anlaufscheiben optimiert werden könnte.
Um das Diff. für's EL tauglich zu machen, müsste die Lagerung verbessert werden.
Nadellager wären natürlich 1.Wahl, sind aber wohl kaum unter zu kriegen.
Blieben noch Bronze-Buchsen.
Fortsetzung folgt.

[666kb.com]
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[666kb.com]
[666kb.com]
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Gruß

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Friedel,
das Ding kenne ich. Ich hab mal einen Stil-Stiega zerlegt. Genau so ein Differential war da drin. Ich muß mal suchen, das liegt noch irgendwo rum. Als "Rasentraktor" konnte man das Teil nicht bezeichnen. Die mechanische Ausführung war absolut billig gemacht. Gekuppelt wurde über eine Federbelastete Spannrolle am Antriebskeilriemen. Da das schlecht einzustellen war, hat irgendwann das Getriebe nachgegeben. Das Getriebe hab ich aufgemacht. Eine einfache Klauenkupplung ohne gehärtete Bauteile, soweit ich mich erinnere waren auch keine Wälzlager vorhanden. Da das Teil nicht lange gehalten hat, konnte das Differential auch keine Betríebsstunden runterbekommen. Von der Idee her nicht schlecht, aber die Ausführung ist miserabel und würde ich nicht im EL einbauen.

Gruß,
Bolko

von bolkobienert - am 20.04.2008 18:04
Ein Rasentraktor kurvt ja ganz ordentlich und oft. Möglicherweise hält das Differential beim Cityel deshalb lange? Sorgen bereiten würden mir die Hebelkräfte, die bei Bodenunhebenkeiten die Gleitlager wechselbelasten. weniger die Beanspruchung des Getriebes bei seiner eigentlichen Aufgabe.

von Bernd Schlueter - am 20.04.2008 18:35
Hallo Bernd,

große Kräfte bei Bodenunebenheiten konnten da garnicht auftreten. Ein normalgroßer Maulwurfsügel und man mußte absteigen und schieben. Die Räder sind nicht besonders groß, Profil eher Fehlanzeige. Ich vermute mal, die Belastung im El ist erheblich größer.

Gruß,
Bolko

von bolkobienert - am 20.04.2008 18:46
Hallo Bolko,

meines stammt von einem Rasentraktor.
Die Räder waren noch dran, sowie Gras-Reste :D .
Mit Gleitlager-Buchsen könnte man es etwas haltbarer machen.
18 auf 20mm. Mit Reibahle aufreiben. Müsste gehen.
Da die EL-Achse wegen der Motorkonsole zusätzlich gelagert werden muss, würde das Diff. entsprechend von der Biege-Beanspruchung entlastet.
Am liebsten wäre mir ja auch ein Diff. von der Stange (Ersatzteil v. Quad o.ä.).
Konnte nur bislang keines finden...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 20.04.2008 19:01
Hallo zusammen

das Differenzial müsste so oder so mittels zusätzlichen Blindlagern fixiert werden, damit's nicht rumschwingt. Ansonsten ist von den Schwingungen her die Hebelkraft ohnehin viel zu gross und wenn nicht das Differenzial futsch geht, wird halt die ganze Achse gehimmelt.
Handumkehrt - glaubt ja nicht, das EL fahre danach ruhiger oder so. Der El-Hintern wird mit solch einem Gussklötzchen schön rumhüpfen, da ich mir nicht vorstellen, kann, dass das Differenzial wirklich ausgewuchtet ist, wenn's von einer eher im unteren Preissegment liegenden Rasenfräse kommt. Ein Versuch ist es wert, aber nitte Junge - nicht an meinem EL ;)

von Oli A. - am 20.04.2008 23:37
Der Durchmesser ist klein, da spielt Unwucht keine Rolle.
Aber richtig, wenn man nach der Methode de Dion das Biegemoment abmildert, dürfte das Teil halten. Also, je zwei Lager links und rechts vom Differential in zwei Rohren über den Halbachsen, die fest miteinenander verbunden sind und an die Balttfedern geschraubt werden. Und der Motor? Nicht einfach.

[de.wikipedia.org]

Nicht ganz im Sinne des Erfinders, aber die drei bis vier zusätzlichen Kardangelenke wären doch etwas viel Aufwand.
Die älteren Mercedesse hatten hinten eine Pendelachse mit nur einem Kardangelenk. Das würde hier wohl nicht gut funktionieren, wegen der großen Räder und dem geringen Radstand. Cityels mit X-Bein sehen doof aus. Außerdem passt da nichts zusammen. Trotzdem, wenn Du nur testweise das Ganze probierst und Du große Verbesserungen in den Fahreigenschaften bemerken würdest, wäre es sinnvoll, sich weitere Gedanken zwecks gründlicher Umkonstruktion des Cityels zu machen. Starrachsen sind sonst immer nach der Methode de Dion gefertigt, wobei die Last wie beim de Dion-Rohr, nicht durch die elastische Achse getragen wird. Das passt aber nicht mit der Motorlagerung des Cityelds zusammen...Das Ziel der de Dionmethode wird nicht erreicht, die Verkleinerung der ungefederten Massen. Schwierig.

von Bernd Schlueter - am 21.04.2008 08:30
Moin,

mein Ansinnen ist es, am EL mit wenig Aufwand zu optimieren.
Teuer kann jeder!
Ohne Stützlager wird dieses Diff. natürlich nicht lange überleben, da sind wir uns alle einig.
Anderseits hat die EL-Hinterachse schon heute eine Konsole mit 2 Lagern.
Zur wirkungsvollen Entlastung sind nun 4 Lagerstellen nötig, wie Bernd schon erwähnte.
Das Hauptproblem dabei: Die Kraft muss um das Kettenrad herumgeleitet werden.
Das erfordert große Querschnitte.
Das Diff. ist recht leicht und wird wohl kaum eine Unwucht mit einfließen lassen, nicht zuletzt, weil es vollkommen symmetrisch aufgebaut ist (auch die Gehäuse-Hälften sind identisch).
Die Schrauben kann man ja wechselweise verbauen.
Die Nähe zur Motorkonsole wird etwaige Schwingungen (hoffentlich) verringern.
Klar, ein Diff. mit Wellen-Flansch und Gelenkwellen wäre natürlich technisch besser, ist aber mit zu viel Änderungen am EL einhergehend.
Die Lagerstellen meines Diff. lassen sich durch aufreiben auf 20mm für Bronze-Lager herrichten.
Die innere Lagerung wäre sogar für ein Nadellager geeignet, allerdings mit abgedrehter Welle.
Die Oberflächenhärte ist dafür nicht so optimal, aber die Drehzahl dafür auch verschwindend gering.
Wir probieren das aus...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 21.04.2008 15:28

Cityel als Rasentraktor - Bilder?

Klar, probieren und während der wahrscheinlich kurzen Betriebszeit berichten, ob das Fahrgefühl sich deutlich gebessert hat...
Wenn wir das Cityel nur mit Achsschwingen versehen könnten und daran die achswellen mit den vier Gelenken anflanschen. dann würde auch der Motor fest an der Karosserie geschraubt, über Gummilager statt Hardyscheibe...Die Ente war ja gar keine so dumme Konstruktion...Erst die wegen den höheren Geschwindigkeiten notwendigen Stoßdämpfer zerbrachen das Chassis. Kunststoff ist da noch viel empfindlicher.
Ja, Dein Problem plagte schon vor 120 Jahre die Konstrukteure und der Herr de Dion kann uns beim Cityel auch nicht helfen.

von Bernd Schlueter - am 21.04.2008 19:08
Wollte Euch ein Wikieintrag machen.
Irgendwas geht aber nicht:
differential_aus_rasentraktor: [elweb.info]

Die Bilder heissen: differential rasentraktor01.jpg (1-5)
Sie liegen auf komponenten
Der Pfad müsste so aussehen, geht aber nicht:
{{komponenten:differential_rasentraktor01.jpg}}

[elweb.info]

von SB - am 21.04.2008 20:34

Warum nur ..

.. reagiert Citycom nicht im geringsten. Nahezu jeder El-Fahrer jammert über das diletatische Fahrwerk des El und doktert dran herum - je nach den persönlichen Möglichkeiten mit unterschiedlichem Erfolg. Wie kann es sein, dass hier dringend notwendige Verbesserungen von den Cityel-Fahrern geleistet werden müssen?

Aber über diese Ignoranz von Citycom haben sich - glaub ich - schon mehr El-Fahrer aufgeregt. Ich musste es einfach mal los werden ...

Jürgen


von JürgenRu - am 22.04.2008 08:23

Differential aus Rasentraktor - (Lass es!)

Hallo Bastelfreunde!
Den eigentlichen Schwachpunkt der Konstuktion ist euch entgangen!
Es ist die Verbindung der Wellen zum Ritzel!
Ihr wisst ja dass ein Reihenschlussmotor beim wegfahren starke Kräfte aufbringt.
( Mal die Übersetzung 5:1 )
Es hat schon Motorwellen abgedreht!
Besonders dann wenn der Curtis optimiert ist.
Dieser Drehmoment muss über die kleine Verbindungsstelle übertragen werden.
Ich glaube es sprengt ganz einfach das Ritzel.
Falls das nicht passiert, dann wird es in kurzer Zeit ausgewergelt.
Warum glaubt Ihr ist da ein langer Vielzahl auf der Welle zum Antriebsrad?
Ich möchte auch auf keinen Fall die Lust aufs Basteln verderben...
Tschau
Reinhold


von Reinhold Schebler - am 22.04.2008 08:33

Re: Differential aus Rasentraktor - (Lass es!)

Moin,

habe enmal ein wenig gegooglt und das hier gefunden:

[www.arstechnica.de]

Dort findet Ihr verschiedene Differentiale. Am geeignetsten bezrteile ich das Helical LSD:angry:


von ZINNEKE - am 22.04.2008 11:19

Re: Differential aus Rasentraktor - (Lass es!)

Moin,

ja, hoch interessant.
Die Variante, Torsen-Elemente im Differential zu verwenden, kannte ich noch nicht, wenn auch das klassische Torsen-Diff. von Audi ein Begriff ist.
Aber da war es als Zwischendiff. (vorn/hinten) eingesetzt.

Wo kann man das erwerben?
(Dumme Frage!)

Zur Haltbarkeit des simplen Rasentraktor-Diffs. möchte ich noch entgegnen, dass sich die Kräfte auf vier (4) Zahn-Eingriffe der Kegelräder verteilen.
Den Durchmesser der Welle halte ich da schon eher für den Haupt-Schwachpunkt.

Wir werden das durchziehen (und berichten...) :) .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.04.2008 15:13

Re: Differential aus Rasentraktor - (Lass es!)

Hallo Friedel

Fügt dem Artikel hinzu was es braucht, die Bilder sind jetzt online. Es fehlte der Unterstrich: _

differential_aus_rasentraktor: [elweb.info]





von SB - am 22.04.2008 19:12

Re: Differential aus Rasentraktor - (Lass es!)

Halo Sebastian,

das einzige Diff., welches ich mal am Quad sah, hatte Einzelrad-Aufhängung und Gelenkwellen.
Was wir primär suchen, ist eine stabile Konstruktion bei starrer Achse.
Könntest Du noch das Bild mit dem geöffneten Diff. incl. Kegelräder im Wiki einbringen?

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.04.2008 19:34

Re: Differential aus Rasentraktor + Bilder + Quad + Gabel vom Roller???

Das Bild ist drin, hatte eines 2x drin, statt des 4ten.


Zum Quad: Ich habe gerade gestern ein grösseres Quad von Yamaha gesehen mit durchgehender Achse und einzeln gebremsten Rädern. Der Händler war ein Idiot. (Yamaha ist das beste usw.)
So ähnlich wie dieses aber Benziner, leider bei autopegeorg - infos sucht man da ja vergeblich aber das Bild ist gut:

[auto.pege.org]

Habe gerade was gefunden bei der Bildersuche. Das FunQuad müsste doch sicher gut für Elektrisch sein!? Mit Zulassung! s.u. und [www.quadtuning.de]



Friedel was hältst Du von VorderGabeln vom Roller für's El und Twike? Ich verstehe ehrlich nicht wozu diese komischen Konstruktionen bei uns gut sein sollen!

von SB - am 22.04.2008 20:15

Re: Differential, erster Entwurf Achslagerung

Habe mal Maß genommen und der Hinterachse eine zusätzliche Lagerung verpasst.
So schlimm sieht's gar nicht aus.
Dargestellt ist die waagerechte Anordnung mit einem Perm (etwa maßstabsgerecht).
In der Praxis würde man die Konstruktion so verdrehen, dass die Akkus nicht damit kollidieren.
Der Perm würde dann in der Draufsicht in Richtung Hinterachse wandern.
Zum Entwurf der Seitenansicht habe ich heute keine Lust mehr ;) .

Sorry, die Qualität ist nicht so berauschend, aber das exportieren aus Micrografx Designer in jpg läuft nicht sauber...



Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.04.2008 20:18
Hallo Friedel
Schon die Originalachse im Cityel ist manchmal gebrochen. Und meine Welle hat zumindest einen leichten Schlag. Wie wird das erst mit Lagern, die diese Kräfte auch noch mit entsprechenden Hebelarmen aufbringen müssen? Die ungefederte Masse wird erhöht und die ungefederte Masse des Motors wird auch noch über die Lager beschleunigt. Bei 5km/h und 50 Betriebsstunden pro Jahr ist das vielleicht gerade noch ok. Aber selbst da frage ich mich, was das soll.
Ein sehr gewagtes Unternehmen - Lassen wir uns überraschen...
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 22.04.2008 20:24

Re: Differential aus Rasentraktor + Bilder + Quad + Gabel vom Roller???

Zitat

Friedel was hältst Du von VorderGabeln vom Roller für's El und Twike? Ich verstehe ehrlich nicht wozu diese komischen Konstruktionen bei uns gut sein sollen!


Klar, nicht schlecht, aber wie unterkriegen?
Ich habe die Befürchtung, dass eine genügend stabile Gabelbrücke über dem Rad zu stark aufbaut.
Der Nachlauf (guckst Du: [www.kfz-tech.de] ) muss auch passen, also die gleiche Neigung der Gabel wie im Bike.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.04.2008 20:37
Hallo Andreas,

da gebe ich Dir schon Recht.
Wäre wohl besser, den Perm so weit wie möglich nach vorn zu verschieben, damit nur noch eine Teil-Masse ungefedert ist.
Die Lager-Konstruktion wird zusätzlich Gewicht bringen, da beist die Maus kein' Faden ab.
In Alu ist das schwer herzustellen.
Bleibt nur Stahl-Vierkantrohr.
Wenn ich mir heute die Anbindung des Thrige betrachte, ist das ja auch nicht gerade ein Leichtgewicht für die Achse.
Das deutlich schwerere Kettenrad (76Z 2-reihig, Guss) macht sich subjektiv jedenfalls nicht bemerkbar.
Hier könnte man noch optimieren und für den Perm 428er Kettenräder aus Alu verwenden (Kart-Bereich).
Die gibt es sogar geteilt.

Schaun wa ma.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.04.2008 20:54
Hallo Friedel,

nach langer Stille (ich war mit meinem Häuschen beschäftigt) kümmere ich mich nun ganz langsam wieder um mein El. Es läuft leider derzeit nicht (die NiCd-Flugzeugbatts sind hinüber, aber das ist eine andere Geschichte), aber mich hat das Thema "Differential" auch nicht losgelassen.

Gerade habe ich mir auf der bekannten Auktionsplattform ein Quad-Differential ersteigert - Artikelnr. 300176729583; Es macht erstmal einen recht robusten Eindruck, ist für die Aufnahme eines Kettenblatts vorgesehen und ist im Original wohl mit Starrachse verbaut. Das Fahrzeug, in das es eigentlich gehört, ist nach einhelliger Meinung im Netz wohl ziemlicher Mist, dennoch hoffe ich, dass das Teil was taugt. Vielleicht ist es das Teil "von der Stange", nach dem Du suchst...

Da ich noch nicht so weit bin, dass ich mit dem Projekt anfangen könnte bin ich an Deinen Erkenntnissen sehr interessiert und gespannt, wie es bei Dir weitergeht.

Oliver


von ORiepe - am 23.04.2008 12:27

Was mich am Thema Differntial stört....

Wie ja jeder hier weiß, stelle ich ja gerne jede Überlegung in Frage, wünsche dies aber auch ausdrücklich bei meinen Vorschlägen :-)
wenn ich das hier so lese, gewinne ich mehr und mehr den Eindruck das kein Differential die bessere Lösung ist/bleibt.
Es werden beim El schon extra Rennsportlager(C3 leichtlauf) verwendet, Leichlaufreifen usw.
Selbst über den Luftdruck wird diskutiert, philosophiert!!
Und dann geht auf einmal die Diskussion um ein Differential los?
Verluste im Differtial?
Verluste in mind. 2! zusätzlichen Kugellagern?
zusätzliches Gewicht mind. 1,5KG?

Der einzige Grund, wäre, falls Li Akkus tatsächlich die erwünschten Erfolge bringt, wo ich aber noch sehr skeptisch bin.
Ansonsten sehe ich nach wie vor keine Grundlage für ein Differtial :-(



von Sven Salbach - am 23.04.2008 16:01

Re: Was mich am Thema Differntial stört....

Hallo Sven,

ich respektiere ja Deine Meinung, aber meinst Du wirklich, dass 2 zus. Lager merklich Reichweite kosten würden?
Das Gewicht ist eine andere Sache.
Wenn wir jetzt Erbsen zählen würden, müsste man das Mindergewicht des linken Rades gegenüber des rechten auch berücksichtigen (2 Kugellager u. Kleinteile fehlen).
Gut vielleicht gehe ich etwas sorglos mit dem Thema Gewicht um, mein Akkusatz wiegt nur 90kg und reicht heute (Thrige) für 60km bei flotter Fahrt.
Ich selbst gehöre auch nicht zu den wohlwollend genährten (ein guter Hahn wird selten fett :joke: ).
Andere EL-listen haben da insgesamt eher ein Problem mit (natürlich nur mit den schweren Batterien ;) ).
Die ungefederten Massen müssen sich noch als Nachteil herausstellen, ist bislang alles Theorie.
Vor allem stelle ich hier Ideen vor, damit andere ihren "Senf" dazu geben, auch wenn am Ende der Daumen runter geht.
Aber tolle Ideen sind von vielen EL-listen praktisch an der Tagesordnung.
Versuch macht kluch ;) .
Ich bin jetzt fast 2 Wochen täglich eine sehr lange Strecke gefahren und konnte keinen gravierenden Reichweiten-Unterschied zwischen verhaltener u. flotter Fahrweise feststellen.
Nur Hochstrom-Phasen hatte ich immer vermieden.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.04.2008 17:14

Re: Was mich am Thema Differntial stört....

Ergänzung:

Zitat
Sven Saalbach
Verluste im Differtial?


Für alle, denen die Funktion des Differentials nicht geläufig ist:
Die 4 Kegelräder drehen sich nur, wenn man eine Kurve fährt, und zwar mit der Differenz-Drehzahl zwischen rechtem und linkem Rad, also seeehr langsam.
In Geradeausfahrt tut sich innerhalb des Diff.-Getriebes überhaupt nichts, da das Gehäuse mit der Drehzahl der beiden Wellen mit umläuft.
Ergo: keine Verluste geradeaus, weniger Reibung in Kurven als mit der Reibscheibe im EL :p .
Beim KFZ treten Verluste bei der Umlenkung der Kardanwellen-Rotation von längs auf quer auf (Hypoid-Abtrieb).
Haben wir nicht.
Nicht einmal Verluste durch Gelenkwellen (ungünstige Beugewinkel), da nicht vorhanden.
Aber selbst mit Reibung in Gelenken und Zahnrädern käme man gut zurecht, siehe Twike.
Dort sind die Getriebe-Räder sogar (aus Akustik-Gründen) schräg verzahnt, die höhere Reibung nahm man in Kauf.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.04.2008 17:58
Hallo Oliver,

auch ein Baustellen-Junky?
das Diff. aus der Bucht hatte mir Peter schon gezeigt.
Sieht aus, wie für gesteckte Gelenkwellen vorbereitet.
Man könnte natürlich auch starre Wellen (EL-konform) nehmen, aber auch hier reicht die Lagerung nicht aus.
Man erkennt es an dem viel zu kurzen Gehäuse.
Schraub' es doch mal auf ;) .
Es wird noch ein wenig dauern, bis ich in Hardware gehe.
Wegen wochenlanger Seminare schafft man zu Hause nur noch das nötigste, geschweige denn, was im Büro alles liegen geblieben ist :angry: .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.04.2008 18:10

Re: Was mich am Thema Differntial stört....

Hallo

Erst mal grundsätzlich: Verluste in einem Getriebe sind bei sorgfältiger Bauweise vernachlässigbar.

Man muß sich einfach mal folgendes klar machen: z.B. im Modellbau laufen über ein wenige Gramm schweres Getriebe Leistungen von einigen Kw, wenn du nur 5 % Verlust annimmst hast du schon über 100W Wärme abzuführen. Wie lang würde das Getriebe das mitmachen.

Anderes Extrem sind Getriebe von Propellerturbinen, 3 bis 4 MW Leistung über ein kleines Getriebe von vielleicht 40kg Gewicht, sobald da nenneswerte Verluste auftreten zerlegt sich das Teil schlagartig.

Die Gewichtsfrage halte ich dagegen schon für wichtig, die Teile sehen nicht leicht aus, 1,5kg wären ja ok, die sehen aber mehr nach 10kg aus.

Wie wärs denn mit einem Kugeldifferenzial, ist zwar nicht verschleißfrei aber mit Keramikkugeln hälts doch ziemlich lang.

Gruß

Roman

von R.M - am 23.04.2008 19:34

Re: Differential aus Rasentraktor - Verteidigung

pro
- besseres Fahrverhalten (Anfahren + Kurve)
- dadurch mehr Sicherheit
- keine Verlusste durch Reibkupplung mehr
- 2 gleiche Räder möglich
- 2 Achsteile man muss bei einem Schaden nicht die ganze Achse wechseln
- wenn schon denn schon: Integration einer Antriebwelle statt Riemen oder Kette

kontra
- mehr Gewicht
- Kosten und Arbeit

Fehlt was?

von SB - am 23.04.2008 19:50

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Moin,

so könnte es in den Motorraum passen:



Den Curtis habe ich nicht mit berücksichtigt.
Die Lagerbrücke dürfte über dem Kettenrad Platz finden.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.04.2008 20:52

Re: Was mich am Thema Differntial stört....

Zitat

Wie wärs denn mit einem Kugeldifferenzial, ist zwar nicht verschleißfrei aber mit Keramikkugeln hälts doch ziemlich lang.


Die gibts nur im Modellbau?
Dann hätten wir wieder das Problem der Achslagerung.
Das Hauptgewicht wird die Konstruktion der zusätzlichen Lagerung auf die Waage bringen.
Das Diff. selbst ist recht leicht (ohne Welle vielleicht 1kg).
Ohne die Unterstützung der Lager im Diff. würde dieses beim nächsten Schlagloch sehr wahrscheinlich durchbrechen.
Die Achsaufhängung im EL wollte ich nicht ändern, sonst gingen Gelenkwellen.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.04.2008 21:08

Re: Was mich am Thema Differntial stört....

Hallo

Ich würde einfach eine Hohlwelle verwenden die über die Orginalwelle geschoben wird, die Lagerung dieser Seite müßte zwar größer werden dafür würden keine Probleme mit der Stabilität auftreten. da Drehzahldifferenzen ja nur während der Kurvenfahrt entstehen und durch die geringe Spurbreite auch relativ gering sind wird sich an der Gesamtreibung kaum was ändern.

Gruß

Roman

von R.M - am 23.04.2008 21:46

Re: Differntial und Fahrwerk

Friedel kannst Du mir erklären warum keine Gelenkwellen wie beim Twike?
Wo liegt der Unterschied?
Beil El haben wir die Verbindung hinten unten statt des Querlenkers beim Twike. Der braucht doch nur noch ein Scharnier oder?
Die Längslenkerfuntion übernehmen die Federn man könnte aber den Längslenker des Twike sicher schmaler nachbauen?






von SB - am 23.04.2008 23:14
Zitat
ORiepe
Gerade habe ich mir auf der bekannten Auktionsplattform ein Quad-Differential ersteigert - Artikelnr. 300176729583; Es macht erstmal einen recht robusten Eindruck, ist für die Aufnahme eines Kettenblatts vorgesehen und ist im Original wohl mit Starrachse verbaut. Das Fahrzeug, in das es eigentlich gehört, ist nach einhelliger Meinung im Netz wohl ziemlicher Mist, dennoch hoffe ich, dass das Teil was taugt. Vielleicht ist es das Teil "von der Stange", nach dem Du suchst...

Da ich noch nicht so weit bin, dass ich mit dem Projekt anfangen könnte bin ich an Deinen Erkenntnissen sehr interessiert und gespannt, wie es bei Dir weitergeht.

Oliver


Hab auch eins Ersteigert ;-) Wir sollten uns austauschen....



von SB - am 24.04.2008 10:54
Ha! jetzt kommt Schwung in den Laden.
Stehe ich wenigstens nicht alleine da, mit der fixen Idee...:spos:

Zitat
Sebastian "SB"
Friedel kannst Du mir erklären warum keine Gelenkwellen wie beim Twike?
Wo liegt der Unterschied?
Beil El haben wir die Verbindung hinten unten statt des Querlenkers beim Twike. Der braucht doch nur noch ein Scharnier oder?
Die Längslenkerfuntion übernehmen die Federn man könnte aber den Längslenker des Twike sicher schmaler nachbauen?


Für eine Einzelrad-Aufhängung, analog zum Twike, brauchen wir an der Achse mehr Seitenhalt.
Die Blattfeder wäre sonst das einzige Element.
Wenn die bricht, schleift's nicht nur im Radhaus :hot: .
Am besten wären Dreiecks-Lenker, also im Prinzip eine zusätzliche schräge "Stange" vom Punkt der vorderen Batteriekorb-Mitte (Unterseite) zur Radnabe.
Zusammen mit der Blattfeder und der gedachten Linie zwischen Blattfeder-Flansch und dem neuen Anbindungspunkt stellt es ein Dreieck dar, daher Dreieckslenker.
Im KFZ-Bereich ist das oft ein gemeinsames Schweißteil (Feder natürlich extra).
Alternativ geht auch in gut gelagerter Längslenker (keine Blattfeder), der Lagerbock würde aber höhere Ansprüche an Stabilität verlangen.
Wenn wir schon beim Konstruieren sind:
Mein Favorit wäre eine Längslenker-Achse mit Torsionsfeder im Lagerbock integriert (siehe Käfer Hinterachse).
Sehr Platz sparend!
Obschon Schräglenker-Hinterachsen bei Kurvenfahrten durch den sich einstellenden negativen Sturz eine bessere Straßenlage haben (entsprechend "schiefes" Dreieck vorausgesetzt).

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 24.04.2008 14:58

Re: Differential aus Quad was ist das Problem?

Hallo Friedel

Danke, so weit so unklar. Bitte um Nachhilfe, sorry:

Twike und EL
Die U-förmige Stange (Längslenker?) entspricht beim EL den Blattfedern.
Die 4 Stangen je 2 vom Rad zur Mitte (Querlenker?) entsprechen beim EL dem Rohr unten hinten. Auf dem Bild oben das schwarze Rohr oben rechts.
Stossdämpfer als Federbein Malagute ist ja schon erprobt.



Wo also ist das Problem?

von SB - am 24.04.2008 16:27

Re: Differential aus Quad was ist das Problem?

...das Rohr hinten unten beim EL ist kein vollwertiger Lenker, sondern ein Art Stabilisator, von dem man nicht viel erwarten kann...
Wie ich schon erwähnte:
Blattfeder allein und Gelenkwellen ist zu riskant.
Dämpferbeine (z.B. Malaguti) und echte Längslenker gingen schon, aber es muss eine sehr stabile Lagerung an die Stelle, wo heute die Blattfeder am Batteriekasten verschraubt ist (am besten durchgehend von einer Seite zur anderen).
Seitenkräfte wirken sich als enormer Hebelarm an dieser Stelle aus.
Einen Teil davon konnte bislang die starre Antriebswelle zur anderen Seite leiten.
Bei Gelenkwellen geht das nicht, Axialkräfte sind zu vermeiden.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 24.04.2008 18:04

Re: Differential aus Quad was ist das Problem?

OK Danke Dir sehr.

Dann also Twiketeile (mal wieder)
- die Radaufnahmen
- schmäleren Längslenker nachbauen lassen (oder könnte man die Blattfedern beibehalten?)
Und die Aufnahmen für die Querlenker auch entsprechend vewenden.
Das ist nicht allzuviel! Zumal wir ja keine Gelenkwellen wollen (vorerst) und die Achse durchaus noch einen Teil der Kräfte übernehmen darf, nur eben nicht so viel wie jetzt.


von SB - am 24.04.2008 18:35

Was ist das Problem?

Hallo
Wie wäre es mit einem Verbundlenker aus 3 Rohren verschraubt, zwei Gummimetallbuchsen mit Aufnahmen an der Blattfederverschraubung und einer Starrachse mit (jetzt kommts) Differential. Wers besichtigen möchte, kann mich am 1. Mai besuchen, eine Platzrunde ist immer drin. Starrachse mit Differential bitte mitbringen, die habe ich nämlich nicht! Dann kann sich das jeder mal anschauen und in Gedanken das Differential einfügen. Und alternative Lösungen diskutieren. Zeichnen am Computer können wir dann auch mal. Also wie siehts aus: 1. Mai an der Drehstromtanke in Frankfurt? Oder gibts da eine Konkurrenzveranstaltung?

Das Twike hat keinen Längslenker, sondern eher etwas wie Querlenker, das sind die vier Stangen quer zur Fahrtrichtung. Diese nehmen die Querkräfte auf und halten das Rad parallel zur Fahrtrichtung. Das McPherson Federbein nimmt die Kippmomente des Rades und die Radlast auf. Der Stabilisator verbindet linkes und rechtes Hinterrad und vermindert die Neigung in Kurven. Außerdem nimmt er die Längskräfte auf, das unterscheidet das Twikefahrwerk von den meisten PKW-Fahrwerken, die haben nämlich Dreiecksquerlenker zur Übertragung der Längskräfte und der Stabilisator nimmt dann keine Längskräfte auf.
Das Cityel hat eine Starrachse, die nimmt die Kippmomente der Räder auf. Der Stabilisator genannte Teil hat mehrere Funktionen: Er vermindert die Neigung in Kurven (allerdings zu schwach dimensioniert, ist aber auch Geschmackssache), und die zweite Funktion ist wohl, das Fahrzeug abzustützen, wenn ein Rad abgeht. Außerdem kann er die Blattfedern ein wenig unterstützen, so daß diese die Querkräfte besser abstützen und sich dabei nicht zu stark verwinden (Torsion der Blattfeder bei Kurvenfahrt). Allerdings hat der Stabi auch einen Nachteil: Er bringt ein hohes Massenträgheitsmoment. Dadurch ist das dynamische Verhalten der gesamten Federung noch komplexer und fast unmöglich zu analysieren. Die Blattfedern nehmen einen Teil der Radlast auf und haben hauptsächlich Führungsaufgabe, also Längs- und Querkräfte. Der Dämpfer nimmt neben dynamischen Lasten durch den Elastomer auch noch die Spitzenradlast auf, bei manchem Cityel auch fast die gesamte Radlast. Sein Anbindungspunkt mit dem Blech an den Alukonsolen ist recht weich.
Dann hat das Cityel noch Gummimetalllager zur Verbindung der Bremsankerbleche mit der Blattfeder. Sie ermöglichen die winklige Bewegung und entkoppeln Vibrationen von der Achse zu den Blattfedern. Sie tragen auch einige mm zur Federung bei. Allerdings sind sie von schlechter Qualität (Marke Eigenbau) und verschleissen schnell.
Die Motorkonsole hält Ritzel und Blatt auf genauem Abstand und den Motor parallel zur Welle. Sie ist mit einem Gummigelenk am Batteriekorb befestigt. Motor und Motorkonsole stellen einen großen Teil der Massenträgheit und des Massenträgheitsmoments, wodurch die Achse bei entsprechender Anregung durch Schlaglochpisten böse ins Schwingen gerät. Außerdem ist die Massenträgheit für die hohe Belastung der Welle verantwortlich. Dies ist wohl auch der Grund, warum CC die Dämpfer auch heute noch richtig (falsch) herum montiert.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 24.04.2008 20:08

Re: Differential aus Quad was ist das Problem?

Hallo Sebastian,

solange das Diff. keine rollengelagerten Axiallager aufweist (ein Standard-Kugellager ist bedingt auch ein Axiallager), dürfen wir so gut wie keine Kräfte einleiten.
Das spielt zwar nur bei Kurvenfahrt 'ne Rolle, würde aber zwangsläufig zu höherem Verschleiß führen.
Bei der von mir vorgestellten Version besteht die Möglichkeit, die innerste Lagerstelle mit einem Nadellager zu versehen.
Axialkräfte überträgt das natürlich keine...

Wenn die EL-Achse stark verändert werden soll, wäre die Blattfeder das erste, was rausfliegt, oder?

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 24.04.2008 20:10
Ja Friedel
Und das nächste ist die Starrachse. Wenn Du denn 4 Kardangelenke hast, könnten wir das auch gerne in Kombination mit einer Verbundlenkerhinterachse durchkauen. Oder einen Verbundlenker mit McPherson-Federbein und gefedertem Motor. Es gibt so viele Möglichkeiten, es grundsätzlich besser zu machen. Oder nimm das Twikefahrwerk, hier wurde doch schon mehrfach eines angeboten. Ist für Dich immer noch billiger als die Einzelteile einzukaufen.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 24.04.2008 20:33

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Mir gefällt das alles noch nicht. Das weiche "Widerlager" stellt sozusagen die "Tatzlagerung" der sehr starren Achse dar. Viel besser wäre es, wenn der Motor fester mit der Karosserie verbunden wäre. Da hätte dann auch ein schrägverzahntes Stirnradgetriebe Platz, mit Differential. Die erforderliche Elastizität ließe sich dann über nun dünne, von Biegemomenten unbelastete Achswellen herstellen. Falls unsymmetrisch gelagert, wie beim Perm, könnte die lange Achsseite sogar starr am gummigelagerten
Motorgetriebeblock enden. Damit hätten wir nur drei Kardangelenke vorzusehen.
Ob wir dann die beiden Seiten nach de Dion verbinden, bzw. mit einer Verbundlenkerachse oder die sehr störende Verbindung ganz weglassen und eine vernünftige Einzelradaufhängung vorsehen.
Nach Käfer bzw. alter Mercedesart X-Beine zu verordnen, einfach zwei Starrhalbachsen an den Blattfedern und mit nur einem Gelenk am Motorblock zu lagern, verbietet sich wahrscheinlich, weil der Einfederweg groß gegenüber der Länge der Antriebsachsen wäre. zusätzlich müssten ja auch noch zwei Schiebstücke an den Wellen vorgesehen werden. Alles teure Lösungen für ein Kleinserienfahrzeug.
Die Karosserie des Cityels ist kunststoffgeformt.Quads gibt es zu sehr niedrigen Preisen. Ob mit deren Hinterachse kein zufriedenstellendes Fahrwerk aufzubauen ist? Tatzgelagerte Einzelmotoren an jedem Rad verbieten sich ja wohl wegen des zu hohem Gewichts. Dabei ließen sich diese auch sehr hochtourig und leicht, dazu eisenfrei und kommutatorlos gestalten. Gibt es noch nicht bei uns.
Oh Friedel, Du hast Dir was vorgenommen! Das Dreirad reagiert doch sicherlich auch empfindlich auf Änderungen der Radführung?
Sonst nimm doch einfach einen Einradantrieb, wie den der Tempo-Matador-Vikings, die wir Kinder früher im Winter vergeblich den Berg hochzuschieben versuchten.
Also, ich hätte nicht gedacht, dass ein Fahrzeugbau so schwierig ist. Für mich wären da die Einzelradantriebe mit getrennten Elektromotoren leichter anzugehen...


von Bernd Schlueter - am 25.04.2008 02:49

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Ich kenne mich zu wenig mit Fahrwerkstechnik aus, um zu den lezten Beiträgen Stellung nehmen zu können.

Eine Frage - Idee habe ich aber noch:
Wie wäre es, den Motor auf Höhe der Achse am Fahrzeug statt an der Achse zu befestigen?
Bei dem geringem Federweg könnte man so auf die Achbefestigung verzichten.
Damit hätte man verschiedene Probleme beseitigt:
- Ungefederte Masse sehr stark reduziert
- Belastung der Achse sehr stark reduziert
- dynamiche Belastung des Akkukorbes reduziert

Also mehr Möglichkeiten an der Achse was zu ändern.?

von SB - am 25.04.2008 10:31

Cityel als rasender Traktor, Entwurf

Doch klar, das geht, wenn der Federweg klein ist. Dann brauchst du nur in der Mitte ein einziges Kardangelenk. Die alten VWs und Mercedesse waren so gebaut. vollbeladen hatten die dann X-Beine, die besseren Mercedesse nicht, weil die einen Achslift hatten, der die Hinterachse immer geneu auf die gleiche Position hydraulisch anhob. Das Problem beim Cityel könnte sein, dass beim Einfedern die großen Räder zu stark kippen, sodass sie an der Karosserie schleifen. Die Spurbreite hinten ist nicht groß und die halbe Achslänge schon gar nicht. Da kippen die Räder schon erheblich. Einfach wäre die Achskonstruktion dann schon und die ungefedereten Massen sehr deutlich reduziert. Der Motor samt Differential würde einfach die winzige Kippbewegung mitmachen. Schiebestücke und ähnliches werden nicht benötigt.
Die vorhandene Konstruktion des Cityels ist natürlich am einfachsten.
Ob der Rasentraktor überhaupt gefedert ist? Dann hat man alle diese Probleme nicht. Ist schon ein Mordsaufwand um solch ein gefedertes Differential im Cityel...Ich würde es teeren und federn und in den Annalen der Automobilgeschichte versenken.
Diese starren Lagerung in der selbsttragenden Hinterachse rabbeln sich alle in kürzester Zeit los. Da müsste der Motor schon fest an die Karosse. Denn das Differential bedeutet zusätzliches Gewicht an einer rabbeligeren Hinterachse. Dann lieber ne Reibekupplung statt ne Rabbelkiste.
Ich habe jetzt durch das Nachdenken und unter verschiedene Autos Legen eine ganze Menge gelernt...hätte auch nicht mit den vielen Problemen gerechnet.nicht schlecht wäre auch, wenn man das Kardangelenk durch zwei Hardyscheiben ersetzen könnte...Nee, ich denke, zwei Motoren wären nicht das Dümmste...Zwei kleine Perms hätten jedoch miserabelste Werte...Da es in Deutschland einfach keine andere Wahl gibt, bleibt es bei unserer Kiste.
Merkwürdigerweise sind jedoch einige Behindertenfahrzeuge mit den feinsten Dingen ausgestattet. Auch an eine Segway-Steuerung wäre zu denken. Nur in den Städten für raumsparendes Fahren zu verwenden, denn dann steht das Cityel aufrecht auf zwei Rädern und mischt sich fast unerkannt unter die Fußgänger.

von Bernd Schlueter - am 25.04.2008 12:11

Re: Was ist das Problem?

...hatte ich gestern gar nicht gelesen.
Sehr gut ausgeführt!

:spos:

Die Twike Hinterachse konnte ich mir noch nicht in Gänze ansehen.

Ist der Stabi gleichzeitig Fahrwerksteil, d.h. ohne ihn ginge es nicht?
So eine ähnliche Konstruktion gab es mal beim allerersten Polo vorn.

Der hatte nur 1 Querlenker.
Das Kräfte-Dreieck bildete der Stabi, der außer zu stabilisieren noch den 2. nötigen Lenker lieferte.
Die Straßenlage war erstaunlich gut!

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 25.04.2008 13:24

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Hallo Sebastian,

das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
Vermutlich möchtest Du den Motor in einer Linie mit der gedachten Schwenkachse zwischen linker u. rechter Blattfederkonsole (am Batteriekorb) montieren.
Dann hätte die Motorachse immer den gleichen Abstand zu Hinterachse, egal wie stark sie einfedert, und könnte ohne Verbindung zur Achswelle (außer der Kette) auskommen.
Ergo sehr viel kleinere ungefederte Masse.
Sehen wir einmal davon ab, dass Batteriekorb u. Karosse "angefasst" werden müssten.
Der Motor würde sehr tief hängen, bestenfalls für den Thrige geeignet.
Aber nicht schlecht, nicht schlecht! :spos:

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 25.04.2008 13:39
Hallo Friedel
Ja, es funktioniert irgendwie auch mit nur einem Querlenker plus McPherson plus Stabilisator, der dann auch Längslenker spielen muß. Aber das ist nicht so einfach, weil dann je nach Einfederweg das Rad einen Lenkwinkel haben kann. Außerdem kann bei Querbelastung ein Lenkwinkel auftreten. Wenn man das richtig auslegt, kann es sogar Vorteile haben. Beim Twike muß der Längslenker/Stabilisator nur Längskräfte aufnehmen und keinerlei Lenk-Momente des Rades. Da ist alles wohldefiniert.
Bei der Verbundlenkerhinterachse nimmt der Verbundlenker alle Momente und Kräfte auf, außer der statischen Radlast. Dadurch ist er Verschleißarm, es werden nur noch 6 Gelenke statt 12 (Twike) gebraucht. Allerdings hat er auch Nachteile: z.B. wirkt sich die Querkraft über das Rad als Torsion des Längslenkers aus, die vom Querholm abgestützt werden muß. Im Idealfall ergibt sich eine S-förmige Verbiegung des Querholms. Auch die Aufstandskraft der Räder führt zu einem Kippmoment, das vom Querholm abgestützt wird. Dies führt unweigerlich zu einer X oder O-Beinigkeit. Man sieht also, daß die Steifigkeit des Längslenkers gegen Torsion und die Übertragung auf den Querholm ein wichtiges Kriterium ist. Gleichzeitig muß der Querholm sich aber auch verdrehen lassen. Im einfachsten Fall nimmt man ein rundes Rohr und schlitzt es im mittleren Bereich auf der Hinterseite längs. So gebaut im Oscar. Normalerweise werden Verbundlenker nicht für angetriebene Hinterräder verwendet, vielleicht weil sich das Fahrzeug je nach Beschleunigung senkt und hebt. Das ist beim Cityel der Fall und bei meiner jetzigen Konstruktion etwas ausgeprägter, weil die Federung weicher ist. Der Smart müßte ein solches Fahrwerk haben, wer kennt sich da aus?
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 25.04.2008 18:58

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Zitat
Friedhelm Hahn
Hallo Sebastian,

das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
Vermutlich möchtest Du den Motor in einer Linie mit der gedachten Schwenkachse zwischen linker u. rechter Blattfederkonsole (am Batteriekorb) montieren.
Dann hätte die Motorachse immer den gleichen Abstand zu Hinterachse, egal wie stark sie einfedert, und könnte ohne Verbindung zur Achswelle (außer der Kette) auskommen.
Ergo sehr viel kleinere ungefederte Masse.
Sehen wir einmal davon ab, dass Batteriekorb u. Karosse "angefasst" werden müssten.
Der Motor würde sehr tief hängen, bestenfalls für den Thrige geeignet.
Aber nicht schlecht, nicht schlecht! :spos:
Gruß
Friedel


Hallo Friedel

Ja, so etwa.
Ideal und korrekt wäre, zwischen den Verschraubungen den Blattfedern am Fahrzeug, dies ist die Achse um die die Räder "herumfedern". Da jedoch der Federweg nur 10 cm beträgt, könnte man den Motor auch einfach "tieferlegen" - dort wo er jetzt ist, tiefer zwischen die Blattfedern. Die Kette bzw. Riemen mit Spanner gleichen die geringen Abstandsänderungen beim Federn aus. Wie Bernd ja auch bestätigte. Kann ja man ja mal rechnen, wie gross die Abstandänderung zwischen Motor und Achse in der Gegend - vor dem mittleren Akku - ist.

Eben:
Zitat
SB
- Ungefederte Masse sehr stark reduziert
- Belastung der Achse sehr stark reduziert
- dynamiche Belastung des Akkukorbes reduziert

+ - Schweerpunkt noch tiefer!

Wer kommt mal zu mir basteln? :D

Im Ernst; ich denke, so könnte man ohne viel Aufwand auch ein Diff einbauen, da die Achse dann sehr sehr entlastet ist. Bis auf die Drehbewegung ist vermutlich der Motor die Hauptbelastung.

von SB - am 26.04.2008 14:20

Re: Differential, Entwurf Seitenansicht

Moin Andreas,

Zitat

Ideal und korrekt wäre, zwischen den Verschraubungen den Blattfedern am Fahrzeug, dies ist die Achse um die die Räder "herumfedern". Da jedoch der Federweg nur 10 cm beträgt, könnte man den Motor auch einfach "tieferlegen" - dort wo er jetzt ist, tiefer zwischen die Blattfedern. Die Kette bzw. Riemen mit Spanner gleichen die geringen Abstandsänderungen beim Federn aus. Wie Bernd ja auch bestätigte. Kann ja man ja mal rechnen, wie gross die Abstandänderung zwischen Motor und Achse in der Gegend - vor dem mittleren Akku - ist.


Ja, das ginge.
Allerdings würde der Thrige sehr weit nach unten müssen, Unterkante etwa dort, wo heute das 76er Kettenrad den tiefsten Punkt hat.
Dann hat man etwa eine symmetrische Geometrie, die Kette wäre im normal beladenen EL am "lockersten" und müsste mit Spannern beim ein- u. ausfedern nachgeführt werden.
Ohne geht nicht!
Vielleicht rechnerisch, aber was ist bei einer bereits gelängten Kette?
2 Spanner sind nötig, da ja auch rückwärts gefahren wird, bzw. manch einer Reku hat ;) .

"Spinnen" wir doch mal weiter:
Statt zweier federbelasteter Spanner, würde auch einer reichen, wenn dieser über einen Hebel-Mechanismus um den Einfederweg der Achse nachgeführt wird.
Dann könnte sogar der Motor am ursprünglichen Platz bleiben.
Technisch wohl kaum umsetzbar, zumal man sich für eine Seite entscheiden müsste, wo man die Bewegung abnimmt.
Ginge auch über Bowdenzüge, sogar auf beide Seiten wirkend, würde aber zu schnell verschleißen.
>Spinn-Modus aus<

Die für das einfache Diff. nötige Lager-Brücke ist recht aufwändig herzustellen.
Mit etwa gleichem Aufwand könnte ein neues Diff.-Gehäuse gedreht werden, das bereits alle Lager-Verstärkungen enthält und voll kugelgelagert wäre.
Sogar das Andocken der dünneren Welle an die EL-Achse würde entfallen.
Skizze ist schon fertig, wird jetzt in Designer übertragen.
Wenn sich das so fertigen lässt, stell ich's wieder ein.
Nur so viel: Aluminium, aus dem vollen gefräst.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 26.04.2008 20:04

Motor tiefer legen, Entwurf Seitenansicht

Zitat
Friedhelm Hahn
Die für das einfache Diff. nötige Lager-Brücke ist recht aufwändig herzustellen.
Mit etwa gleichem Aufwand könnte ein neues Diff.-Gehäuse gedreht werden, das bereits alle Lager-Verstärkungen enthält und voll kugelgelagert wäre.
Sogar das Andocken der dünneren Welle an die EL-Achse würde entfallen.
Skizze ist schon fertig, wird jetzt in Designer übertragen.
Wenn sich das so fertigen lässt, stell ich's wieder ein.
Nur so viel: Aluminium, aus dem vollen gefräst.

Gruß
Friedel


Da bin ich ja mal gespannt...

Hier mal eine Zeichnung der Geschichte mit dem tiefer gelegten Motor: differential_aus_rasentraktor#antriebsgeometrie_cityel:
[elweb.info]

Bei einem Federweg von 5 cm (Fahrer schon drin!) - mehr geht ja kaum - komme ich auf einen sich um ca 1 cm veränderten Abstand (14 statt 13 cm) zwischen Motor und Fahrzeugachse.
Kommt mir zuviel vor, also müsste der Motor weiter weg von der Achse...

Andere Möglichkeit: 3ten Akku zwischen Motor und Achse?



von SB - am 28.04.2008 16:07

Differential aus Rasentraktor

Bei den Plänen, den Motor fest an die Karosse zu bauen, achtet bitte darauf, dass ihr eine genügend elastische Verbindung an irgendeiner Stelle einfügt. Das Cityel hat ein Tatzlager, das abrupte Drehzahlstöße vom Antrieb fernhält. Der Motor wippt dabei, um Überlastungen auszuweichen. Bei professionellen Differentialen übernimmt diese Aufgabe die sehr dünne, gehärtete Antriebswelle, die sich elastisch verwindet, bei der Kardanwelle die Hardyscheibe, sofern sie vorhanden ist.
Ob es wirklich keine brauchbare, fertige Lösung einer Hinterachse mit Differential gibt? Die meisten Hersteller von Krankenfahrstühlen sparen sich den Aufwand, indem sie zwei Motoren anordnen. Ich hatte einmal eine solche Hinterachse, die habe ich verschenkt. Die Werkzeuge zur Selbstanfertigung einer vernünftigen Achse sind so teuer, das lohnt sich für unsere kleine Serie nicht. Ich würde einfach die Halbachsen am Differential zusammenstecken und ein Holzbrett zwischen die Federn schrauben, um erst mal auszuprobieren, ob das Ganze überhaupt etwas bringt...Gestern bin ich Rennrad gefahren. Unglaublich, wie leicht solche "de Dion" - Rohre sind, ich meine die des Fahrradrahmens. Solch eines könnte man dann nehmen, wenn sich das Brettprovisorium bewähren würde.

Gar nicht schlecht wäre, wenn sich alle einmal die Mühe geben, ein wenig herumzufragen, ob jemand eine passende Fertiglösung gesehen hat.
Kann die de Dion-Achse bei smart-club.de nicht finden.



von Bernd Schlueter - am 29.04.2008 10:16
Wer nicht sucht findet auch schon mal was. Thailand ist so schön.

[good-times.webshots.com]

[fatty-fuels.ubitco.de]

Dort gackern die Dreiräder wie die Hühner und Rhanie erklärt, wo.
War doch recht so, Differential mit Kettenantrieb?

Soll'n wir den Rhanie fragen? Der ist allerdings von der schwarzen Konkurrenz. fatty-fuels.de

Ansonsten, finde ich, lohnt sich nur ein Porsche, mit Längslenkern einzeln aufgehängt und mit zwei E-Motoren auf halber Längslenkerhöhe. Das müsste auch am Cityel unterzubringen sein.

[de.wikipedia.org]

Hier sieht man das Cityel nach dem Umbau auf Radnabenmotoren:
[upload.wikimedia.org]

Gebt doch mal in Wikipedia "tuk-tuk" ein! Oder "Autorikscha" oder "Auto rickshaw".

Beachtet bitte auch, was über die Umstellung auf Erdgasbetrieb gesagt wird!

[upload.wikimedia.org]



von Bernd Schlueter - am 29.04.2008 18:19
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