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Kette und Diff. in Öl - Jetzt geht's los...

Startbeitrag von Friedhelm Hahn am 15.01.2009 07:45

Moin,

die Teile für den Hinterachsumbau trudeln nun langsam ein:

250er Ofenrohr für's Gehäuse
8mm Stahlplatten für Deckel
6mm Platte für Perm-Flansch
Aluklotz für die Lagerböcke
Planscheibe 300mm
Drehmeißel für V2A

Fehlt noch das Blech für die Verkleidung, Vierkantrohr und Wellendichtringe.
Und die Schrauben.
Damit tue ich mich schwer, weil es A4-80er werden sollen.
Nicht ganz billig, bei M12 x 80.
Alternativ gingen natürlich auch verzinkte, aber das wäre nicht perfekt...

Der Batteriekorb wird nur im unteren Bereich restauriert, auch mit VA-Material..
Der Rest ist noch gut erhalten.

Ich werde alle Teile gewichtsmäßig erfassen und wenn es fertig ist vergleichen.

Gruß

Die 50 interessantesten Antworten:

Ha!
Jetzt kommen die Zweifler!
Nee Sven, dat geit.
Die Achse ist komplett neu und eiert nicht.
Allerdings muss sie an 2 (Original EL-) Wellenstümpfe mit Kerbverzahnung adaptiert werden.
Das geschieht mit dickwandigen Rohrhülsen, die warm aufgepresst werden, evtl auch verklebt.
Sollte dann etwas nicht rund laufen, wird gerichtet.
Direkt vor dem Simmerring befindet sich der Lagerbock mit 2 Stützlagern.
Die fangen die Kräfte auf, die für's Diff. auf Dauer schädlich wären.
Beim Perm behelfe ich mir mit einem dicken Ring, der auf die 19er Welle aufgepresst wird.
Somit entsteht die notwendige "Wellenbreite" für den Dichtring.
Das Kettenrad wird entsprechnd angepasst, es kommt eine Taperlock-Ausführung zum Einsatz.
Das vereinfacht auch die Einstellung der Kettenflucht.
Gespannt wird übrigens über ein starres Rad (also ohne Federunterstützung, wegen Reku).
Ich gehe ganz einfach davon aus, dass sich die Kette wegen der guten Schmierung nicht so sehr längen wird :eek: .
Naja, da der Perm in die Mitte wandert und quasi im Schatten des Diff. untergebracht ist, klappt es auch mit dem Platz.
Duplexkette ist ein Muss!
Kritisch ist bei der ganzen Angelegenheit der geringe Bauraum zur hinteren Karosseriewand.
Das 76er Kettenrad passt mit Kette schmatzend in das Ofenrohr hinein, noch knapper ist der Spielraum zwischen Rohr-Außenhülle und EL-Rückwand.
Zum Glück federt das Teil nur ein und dreht sich nicht noch um sich selbst.
Ich habe intensiv ausgemessen, ob man diesen Schritt wagen kann.
Bei voller Beladung geht es fast auf Null...
Man könnte auch das 72er Kettenrad nehmen, dafür gibts aber keine passenden Ofenrohre :joke: .
Spannend wird, außer dem Drehen der Teile, das Verschweißen (Verzug etc.)
Vielleicht ist es besser, die Bohrungen der Wellendichtringe erst nach den Schweißarbeiten durchzuführen, und die Lagerdeckel noch mal planzudrehen.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 15.01.2009 12:51
Heute habe ich mit der Dreherei begonnen.
Der große Seitendeckel (266mm) für den Lagerflansch war zuerst dran.
Waia!
Mann ist das Zeug zäh.
Für eine 5mm Zentrierbohrung haben sich gleich 2 Hartmetallbohrer verabschiedet.
Ein einfacher HSS hat es dann gezwungen, aber fürchterlich geweint...
Die überstehenden Ecken sind vor dem Aufspannen mit einer Flex abgeschnitten worden, so dass der Rohling nun ein Achteck ist.
Von der 8mm Wandstärke, die rund zu drehen ist, habe ich bislang weniger als 1mm geschafft.
Das rappelte nun doch etwas zu heftig, so dass man es sogar beim Nachbarn in der Wohnstube hörte :mad: .
Der Drehstahl ist extra für VA und nagelneu.
Morgen wird das Vieleck erst mal mit der Flex weiter begradigt, dass nicht mehr so viel Material stehen bleibt.
Wird schon.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.01.2009 19:06
So, jetzt sieht die Welt schon besser aus.
Die Ronde wurde mit der 1mm Trennscheibe zum 16-Eck.
Da das Teil nur zentral über eine Spax-Schraube auf die Multiplex-Planscheibe aufgespannt werden konnte, begann es allmählich durchzurutschen.
Also habe ich umdisponiert und zunächst den Sitz für den Wellendichtring (52/25/7) fertiggedreht.
Das ging wunderbar.
Vor den Fließspänen muss man sich allerdings in Acht nehmen...
Der 25er HSS-Bohrer zum Vorbohren erwies sich als außerordentlich haltbar, da zeigen sich die Qualitätsunterschiede.
Die 52er Bohrung war nun geeignet, um mit dem 4-Backenfutter gespannt zu werden.
Den großen Außendurchmesser habe ich danach fast fertig gestellt.
Die Späne glühen, trotz geringem Zustellen und Kühlung.
Man darf da nicht zu zaghaft sein.
Jetzt ist erst mal Mittach ;) .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 24.01.2009 12:57
Die ersten Bilder.
Noch nicht so viel, aber man fuchst sich so langsam ein.
Hier das Ofenrohr aus V2A, 250mm x 1mm Wandung: [666kb.com] .
Es ist mit einer Lasernaht verschweißt, sehr maßhaltig!
Hier sieht man die Planscheibe aus einer Multiplex-Platte, sowie die 8mm VA-Platte, noch als 8-Eck: [666kb.com] .
Zum Drehen vorbereitet: [666kb.com] .
5mm vorbohren reichte. Der 25mm HSS-Bohrer: [666kb.com] .
Der erste Flansch ist fertiggestellt: [666kb.com] .
Naja, fast...
Ich Depp habe die Bohrung für den Wellendichtring zentral angeordnet, es sollte aber 15mm exzentrisch sein.
Eselskappe auf!
Man sollte die Zeichnung mit in die Werchstatt nehmen.
Aber macht nichts, dann wird das eben der Schweiß-Flansch...
Der Deckel hat mächtig Gewicht.
Man könnte auch Alu verwenden :rolleyes: ...

Guts Nächtle!

von Friedhelm Hahn - am 24.01.2009 22:14
Hallo Sascha,

da muss ich Dich enttäuschen.
Das V2A-Rohr ist käuflich erworben.
Die 1mm Ausführung musste allerdings bestellt werden, weil 0,6mm sonst Standard ist.
Ja Roman, Gewicht bringt es auf die Waage.
Ich werde am Ende auswiegen, wieviel es mehr ist, gegenüber einem Thrige mit Kette.
Das Rohr selbst ist recht leicht, nur die Flanschdeckel hauen ins Kontor.
Vielleicht nehm' ich die doch aus Alu, dann müssen allerdings beide Seiten geschraubt werden.
Auch kein Ding.
Tja Zeit...
Als viel Beschäftigter u. vielseitig Interessierter rinnt sie nur so zwischen den Fingern...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 25.01.2009 20:51
So, ich habe den Flanschring jetzt bis auf 1mm abgestochen.
Mehr trau' ich mich nicht, wäre sehr schade, wenn das Präzisionsteil beim Durchstoßen um die Ohren fliegt (weniger um Schade um die Ohren als um das Teil :D ).
Der Rest wird mit der Stichsäge abgetrennt, dann nochmal mit der Planscheibe den Grat entfernen.
Die beide großen Deckel werde ich nun doch in Alu ausführen, das ist halt um einiges leichter.
Das erfordert zwar einen zweiten Flanschring, aber jetzt wissen wir ja, wie's geht.
Ich habe mal gewogen:

Thrige mit Achse, Konsole und Kettentrieb: 26.2 kg

Perm mit Differential, Achse, Kugellagern und Kettenrädern ohne Konsole ohne Kette: 20,4 kg

Verbleiben noch fast 6kg für das Gehäuse, welches ja gleichzeitig die Konsole stellt.
Ich glaube nicht, dass es am Ende sehr viel mehr wird.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 28.01.2009 19:38
Moin,

der erste Flanschring ist fertig.
Gewinde kommen später rein.
Heute geht es an den zweiten, etwas kleineren. [666kb.com] .
Der Ring passt knapp über das Kettenrad, hier mit dem neuen Differential: [666kb.com] .
Er wird exzentrisch mit dem Ofenrohr verschweißt.
Die linke Seite in dieser Darstellung zeigt dann im EL nach hinten und kommt der Rückwand sehr nahe: [666kb.com] .
Ohne diesen Trick würde es mit dem 76er Kettenrad nicht passen.
Nach dem Einbau der Achse befindet sich diese natürlich wieder mittig des Ofenrohrs, damit für die Kette noch Platz ist.
Der Umbau bedeutet für mich schon eine kleine Herausforderung.
Viel Zeit wird für das Aufspannen der Rohlinge gebraucht...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 31.01.2009 14:45
Naja, ganz so wild, wie Ihr Euch das evtl. vorstellt, wird es nicht.
Das Rohr ist zwar riesengroß, wiegt aber sehr wenig.
Da die Deckel jetzt aus Alu gefertigt werden sollen, hält sich das Gewicht auch in Grenzen.
Wie gesagt, wenn ich für das Kettengehäuse mit integrierter Motorkonsole 6kg erreiche, bin ich beim gleichen Gewicht, wie vorher mit Thrige u. Kette.
Den 2. Ring habe ich fast fertig, diesmal ging's schneller...
In offener Konstruktion, also mit sichtbarer Kette, wäre ebenso eine Verstärkung zwischen linker u. rechter Seite nötig gewesen, die aber nicht so elegant ;) ausgesehen hätte (diverse Vierkantrohre).

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 31.01.2009 21:09
Nach mehrfacher Optimierung hat der Lagerflansch nun seine endgültige Form.
Unten auf dem Bild der Rohling (Alu) mit 3kg Ausgangsgewicht (ohne Bohrung), oben der Lagerbock mit 700g.
Das hat mächtig Späne gegeben :D . [666kb.com] .
Man könnte ihn noch weiter erleichtern (z.B. konisch drehen), unter 9mm Wanddicke zum Lager wollte ich aber erst mal nicht gehen.
Die Befestigungsbohrungen kommen später rein, Senkungen für 8 Inbusschrauben M10 A4-80.
Zum Verschrauben des großen Flansches am Ofenrohr würden Felgenschrauben eine ganz gute Figur machen.
Festigkeit A4-100, das entspricht 10.9.
Die gibt es in M7 und M8: [www.titanium-touch.de] .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 08.02.2009 17:47
...das sind ja gleich vier Fragen auf einmal, das geht nun wirklich nicht :joke: ;) .

Die Hauptabmessungen sind geblieben (Vierkant 106mm x 100 lang).
Ohne zu Schweißen gait das nich anders ;) .

Die Drehbank ist ein ausgebombtes Gründerzeitmodell, ohne Leit- oder Zugspindel (kein autom. Vorschub, kein Gewindeschneiden), steht aber nicht im Keller sondern in der kalten Garage.
Mit etwas Geduld gibt's so was in der Bucht günstig.
Ich hab' das gute Stück vom Nachbarn...

Gut vorran?
Schmeichler!
Für mich zieht sich das hin wie Kaugummi...
Naja, es dauert auch seine Zeit, bis man sich in der Materie "wieder findet".
Die Zeichnung ist inzwischen nicht mehr ganz aktuell, weil beim Fertigen neue Ideen einfließen.
Vor allem in Richtung Gewichtseinsparung.

Kaputt gehen?
Ich habe eher die Befürchtung, dass die Konstruktion noch viel zu "fett" ist.
Die kritische Stelle ist der Übergang vom Lagerbock-Rohr (56mm) in den Flansch.
Wenn es mal reißt, dann hier.
Aber das wäre noch kein Weltuntergang, weil dass Diff. bereits eine interne Lagerung hat.
Jedenfalls dreht man nicht auf dem Hinterrad um, wie bei einem Federbruch :eek: .

Als nächstes sind jetzt die Flanschdeckel dran.
Wegen Gewicht jetzt aus Alu, statt V2A.
Die Gewinde müssen alle mit Helicoil verstärkt werden, weil die Einschraublänge (Alu 2,5 x D) nicht ausreicht.

Das Verschweißen der V2A Flanschringe mit dem Ofenrohr geschieht dann im Zusammenbau.
So kann man beim Heften der Teile (hoffentlich) noch korrigieren.
Sollte die Achse trotzdem nicht ganz fluchten, muss die Trommel samt Flanschdeckel überdreht werden, was spanntechnisch schwierig wird.

Wird schon.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 08.02.2009 19:45
Zitat
R.M
Hallo

Das ist jemand der Blechbehälter herstellt, dann gabs noch den Blechner der den Rest macht, also Abkantteile usw. Heutzutage gibts die Bezeichnung kaum noch.

Und das Teil zum rundmachen nennt sich Rolliermaschine, besteht aus 3 walzen wobei du die mittlere verstellen kannst. wenn du nun das Blech immer wieder durch die Walzen führst und dabei die mittlere immer ein wenig mehr zustellst gibts irgendwann ein Rohr., also sowas
[www.schlitt-werkzeuge.de]


Gruß

Roman



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.09 19:15 durch R.M.

Hallo Roman das ist korrekt beschrieben
Gruß Klaus

von Kategu - am 09.02.2009 08:42
Weiter geht's im Text:

Die Lagerböcke wurden noch mal deutlich erleichtert.
Ich habe sie u.a. kegelig gedreht (von 6 auf 4mm Wandstärke abfallend).
Die Schrauben werden versenkt und die kritische Stelle bekommt zum Schluss einen großzügigen Radius.
Jetzt wiegt ein Teil noch 500g.
Die beiden Flanschdeckel wurden heute fertig gestellt.
Bei Alu geht es doch erheblich schneller.
Die Bohrung für den Wellendichtring ist beim größeren Deckel 7mm exzentrisch angeordnet: [666kb.com] [666kb.com] .
Als nächstes sind jetzt kleinere Teile dran.
Beim Gewicht liege ich z.Zt. mit dem Thrige-Antrieb gleichauf.
Allerdings kommen noch die Motorkonsole für den Perm, sowie das öldichte Kettengehäuse hinzu.
Ich schätze das Mehrgewicht auf ca. 3-5kg gegenüber dem alten Antrieb, wobei das Hauptgewicht nicht mehr auf der Achse liegen wird.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 21.02.2009 19:04
Moin Sebastian,

im Wiki ist der Bericht noch ziemlich verwirrend, trotzdem vielen Dank!
Für Korrekturen ist es noch zu früh, nachbauen wird das auf diese Weise sowieso keiner wollen, man sieht ja, wie viel Zeit bei mir dabei daraufgeht :rolleyes: .
Wenn der Umbau fertig ist, gibt's einen neuen Text und auch eine Zeichnung.
Im Augenblick setzt der kontinuierliche Verbesserungsprozess :D ein.
Das kommt davon, wenn man sich die Teile vorher nicht gewichtsmäßig durchrechnet.
Aber macht nichts, abschneiden ist leichter als dranpappen...
Heute habe ich den ganzen Nachmittag für eine zweigeteilte Platte gebraucht.
Diese hat zwei Funktionen, zum einen leitet sie die Axialkrafte auf die Lager weiter, zum anderen dient sie als Verstärkung des Flanschdeckels.
Die Teilung war nötig, damit man es zusammen bauen kann.
Die Platte müsste über die Lager auf der Welle geschoben werden.
Geht aber nicht, da Innendurchmesser 6mm kleiner.
Die Herausforderung war, gleich zwei Hälften aufzuspannen und fertig zu drehen.
Dann gibts später keinen Spalt vom Sägeschnitt.
Dazu mussten auch gleich die späteren Löcher für die Lagerbock-Schrauben vorgebohrt werden: [666kb.com] [666kb.com] [666kb.com] .
Hier kann man erahnen, was es einmal werden soll: [666kb.com] .
Unten der Flanschring, der noch mit dem Ofenrohr verschweißt werden muss, darüber der Deckel mit der geteilten Platte, sowie dem Lagerbock.
Was noch fehlt ist ein Distanzrohr zwischen den beiden Lagern auf der Welle.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.02.2009 19:22
Weiter geht's im Text.
Heute war ein Adapterring für die Wellen-Abdichtung des Perms dran.
Diesen Motor zum Ölbad hin abzudichten ist ziemlich knapp, weil das Wellen-Ende recht kurz ausfällt.
Ein neues Ritzel mit Taperlock-Buchse kommt zum Einsatz.
Der Wellendichtring hat innen 58mm Durchmesser, was gerade so über die Zähne hinweg geht.
Der Ring (V2A) wurde zum Aufpressen fertig gedreht, die Oberfläche, wo der Simmerring dann später drauf läuft, schön glatt gemacht.
Hier sind die Einzelteile zu sehen: [666kb.com] .
Hinten der schon bekannte Lagerbock mit Abstandshülse für die beiden Lager, sowie der Zapfensenker, zur Vorbereitung der Inbusschrauben.
Der aufgepresste Ring darf nicht ganz bündig anliegen, sonst kollidiert er mit der Kette: [666kb.com] .
Zusammen mit dem Dichtring schaut's so aus: [666kb.com] .
Morgen sind noch zwei "Hilfsringe" dran, welche nur den Zweck haben, die Wellendichtringe am Differential während des Zusammenbaus von innen in den Lagerflansch zu drücken.
Die Tage darf dann erst mal umfangreich gebohrt und Gewinde gefertigt werden.
In V2A wird das besonders viel Spaß machen...
Schwierig war, für die 6 Flanschschrauben (M10) eine Lösung zu finden, da diese in Alu geschraubt werden.
Ich habe mich für Stahl-Gewindebuchsen entschieden, welche mit M14x1,5 selbstschneidend sind.
Diese stehen nach innen über und sollten gegen austretendes Öl abedichtet werden.
Leichter gedacht als getan.
Findet mal eine Hutmutter mit diesem Feingewinde!
Entweder werden sie nicht angeboten, oder die Mindestabnahmemenge ist viel zu groß.
Aber ich bin fündig geworden: geschlossene Radmuttern vom KFZ kosten ¤ 2,- das Stück.
Der Kugelbund wird abgedreht - passt.

Fortsetzung folgt.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 30.05.2009 19:54
Moin,

habe am WE die ersten beiden V2A-Teile verschweißt.
Der große Motorflansch mit seinem 80mm Innendurchmesser bekam zur Aufnahme des Wellendichtrings einen Zusatzring mit gleichem Innenmaß und 125er Außendurchmesser aufgebraten.
160A waren nötig.
Der Flansch wird dadurch 13mm dick (5mm schluckt der Perm, 8mm braucht der Simmering).
Die 4 Bohrungen zur Perm-Befestigung sind der nächste Schritt.
Beim Verschweißen der kleinen Scheibe mit der großen kam es erwartungsgemäß zu einem Verzug, der sich allerdings "gewaschen" hat :eek: .
Wie eine große Tellerfeder hat sich der äußere Rand (D ca. 250mm) um ca. 3mm konvex gewölbt.
Man bedenke: 8mm VA-Stahl! (Jaja, ich weiß...hätte man vorher erwärmen können, Eselskappe auf!).
Zum Glück ist dieser Bereich für die weitere Konstruktion nicht so kriegsentscheidend.
Der kleine Flansch wird noch mal überdreht, der verzogene äußere Bereich eh' für die Anbindung der 4-Kant-Rohre eingekürzt.
Roman würde jetzt wieder sagen: "Viel zu massiv"...
Ja, in der Tat, ein ganz schönes Eisenschwein :D .
Hier und da wird aber noch "erleichtert".
Das Gewichts-Target (ungefederte Masse nicht höher als beim Thrige) dürfte aber eingehalten werden.
Bilder folgen.

Schönen sonnigen Tag!

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.06.2009 06:31
Moin Sascha,

fertig werden? Was für eine Vokabel :joke: .
Ich nutze zwar fast jede freie Minute, aber Altbau u. Family fordern ihren Tribut.
Leute, schafft Euch blos nicht so viele "Hobby's" an :D !
Die Drehteile sind jetzt soweit abgeschlossen, vielleicht noch einen Verschlussdeckel für den Zugang Kette u. Motorbefestigung.
Den Kettenspanner wollte ich über eine exzentrische Achse nach draußen führen, so dass man nach Lösen einer Kontermutter per Maulschlüssel sehr einfach die Kette nachspannen kann.
Mal sehen...
So langsam sieht man, was es einmal werden soll.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 24.06.2009 08:54
Hallo Friedhelm

Sehr spannend mit deine Differential-Projekt !

Ich habe selber im eine TWIKE probiert gegen ganz tief radspuren und das Twike fuhr ganz Ruhig, dank der Differential !

Hier sind einige par Bilder zum inspiration, von einem großen danischen 3-Rad-Fahrrad, die auch ein paar Kinder mithnemen kann:









Villeicht haben die danischen konstruktör im Twike gesehen, mindestens seiht dass 5-getriebe von fahrrad ein bischen bekant aus

:xcool:


von Kjeld Holm - am 09.07.2009 19:38
...ja, so ähnlich sieht die Achslagerung des Diff. bei den Rasen-Traktoren auch aus.
Beim EL muss der Lagerbock deutlich verstärkt werden.
Ich habe zwar Urlaub und eigentlich Zeit, das Diff.-Projekt muss aber noch ein wenig warten...
Die Family hat weiteren Reparatur-Anstau eingeklagt (Weg pflastern, Auto u. Briefkasten lackieren, Holzstadel bauen, puuh!).
Fast alle Drehteile sind fertig, jetzt geht es ans Bohren u. Gewindeschneiden.
Hierbei ist Präzision gefragt, damit hinterher alles gut fluchtet.
Zwischen Tür und Angel hinpfriemeln wollte ich es eher nicht...

Munter bleiben!

von Friedhelm Hahn - am 09.07.2009 21:40
Heute habe ich doch tatsächlich keinen Zementmörtel mehr im Baumarkt bekommen!
So ein Mist, konnte ich mich doch gar nicht dem Gartenweg widmen und musste mit dem EL-Umbau vorlieb nehmen :p .

Bin wieder ein Stück weiter gekommen, die Achse ist proberhalber zusammen montiert, um die Proportionen festzuhalten.

Hier sieht man die Stützlager mit Abstandshülsen und Wellendichtringen .

Und hier die lichte Weite für das zukünftige Ofenrohr.

Der rechte Deckel ist, wie schon berichtet, exzentrisch gebohrt, so dass überhaupt noch ein wenig Luft zur Karosse hinten verbleibt (der schwarze Strich deutet auf den kleinsten Durchmesser).
Beim Einbau der Achse in das mit Flanschringen verschweißte Ofenrohr-Gehäuse muß man das Kettenrad "um die Ecke" führen.
Nur so geht's mit dem 76er Kettenrad.
Die Lagerböcke und Deckel sind noch nicht gebohrt.
Vorher wird das Gehäuse verschweißt und noch mal überdreht.
Langsam sieht man Licht am Ende des Tunnels und das Pferd riecht den Stall :D .

Munter bleiben!

von Friedhelm Hahn - am 29.08.2009 19:10
Naja, dat dauert noch a bisserl.

Heute wurde das Ofenrohr gekürzt, auf 160mm.
Mit den Flanschringen verschweißt hätte es Ähnlichkeit mit einer kleine Waschmaschinentrommel.
Ein bisschen Muffe habe ich schon, die Teile zusammen zu braten.
Präzision ist gefragt.
Ich werde mit max. 1mm Übermaß verschweißen und die beiden Ringe dann noch mal überdrehen.
Da das Diff. ein geringes Axialspiel aufweist, kann man auch hiermit noch Toleranzen auffangen.
Der etwas größere Ring für den exzentrischen Deckel muss vorher mit M8-Gewinden versehen werden und zusätzlichen Hutmuttern (Gewindeverlängerung).
An eingen Stellen ist dazu die Trommel auszusparen.
Die Muttern werden mit je einer Schraube vormontiert und mit verschweißt.
Hoffentlich geht das gut.
Am Ende müssen sich die Schrauben wieder heraus drehen lassen.
Vielleicht Kupferfett verwenden?
Dann geht es ans Verbohren der restlichen Teile.
Was noch fehlt ist das eigentliche Kettengehäuse und der Kettenspanner.
Der fette Flansch für den Perm ist bereits fertig, muss dann noch auf die kleinst nötige Gehäuse-Kontur herunter gesägt werden (Gewicht).

Es gibt noch viel zu tun...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 31.08.2009 19:52
Zitat

Ob das alles so passt....

Wird sich zeigen.
Viel Möglichkeiten zum vorher Austesten gibt es nicht.
Die Kettenführung ist schon sehr eng, die Trommel ist aber präzise gefertigt.
Zusammen mit dem Kettenspanner sollte die Kette problemlos laufen.
Den Spanner habe ich konstruktiv durch, leider z.Zt. kein Bild zum hochladen.
Mein PC hat abgeka...
Zum Glück sind die Daten auf der anderen Platte.
Die Schwierigkeit beim Exzenter-Spanner war, eine große Madenschraube zu bekommen,
die auch noch ein Feingewinde aufweist.
Eine Schraube mit Außenangriff scheidet aus, weil sie unlösbar mit der Exzenterscheibe verbunden wird.
Dazwischen befindet sich aber das Widerlager.
Eine Demontage wäre nur unter Zerstörung möglich.
Aber wozu arbeitet man eigentlich bei einem Fzg.-Hersteller?
Fündig geworden!
Gewindestift M16 x 1,5 mit Innenvielzahn, Original Ersatzteil.
Allerdings nur 26mm lang.
Wenn man diesen Gewindestift mit der Exzenterscheibe verschweißt, sollte die Länge reichen.
Das Feingewinde ist für die Kontermutter gedacht, damit sie sich nicht so leicht löst.
Zum Nachstellen der Kettenspannung bräuchte man dann nur einen 24er Maulschlüssel und einen abgewinkelten Innenvielzahn (N10?).
Das Nachspannen ist somit ruckzuck erledigt...
Der Spanner wäre für "trocken" laufende Ketten genau so wie für welche im Ölbad geeignet.

Gruß


von Friedhelm Hahn - am 31.08.2009 20:48
Zitat
Friedhelm Hahn
Ja, Graphit wäre 'ne Möglichkeit.

hallo friedel :-)
aber nur wenn es trockenes grafit ist d.h. pulver.
Zitat

Bei Dampfkesselanlagen hatte ich so eine mit Öl angerührte Paste für Rohrverschraubungen verwendet, damit sie sich überhaupt noch mal lösen ließen...

da ist öl/fett dabei und das verbackst du dann sicher.
somit stört dich das öl/fett einmal beim schweissen
und einmal beim lösen der schrauben. :p

wichtig ist danach nochmal nachschneiden der gewinde,
ausser man hat nur in der mutter ein gewinde...

von weiss - am 01.09.2009 06:56
Moin Werner,

ja Du hast Recht, beim Schweißen könnte der Ölanteil so dünnflüssig werden, dass er in den Schweißspalt fließt.
Danke für den Tipp.
In Verbindung mit Dampf war es allerdings ein bewährtes Mittel.
Gewinde nachschneiden sollte sein, die Flanschringe bekommen ebensolches.
Bei 8mm Dicke war mir die Einschraubtiefe zu gering (V2A).
Es sollen A100 Schrauben zum Einsatz kommen (M8x25).
Die werden speziell für mehrteilige Felgen hergestellt.
Allerdings muss man gleich 50 Stück kaufen, ich brauche nur 24.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 01.09.2009 07:35

Re: Kette und Diff. in Öl -eine kaufbare lösung?

hallo allerseits :-)
auf der dornbirner herbstmesse habe ich das tierchen gesehen...
[www.temove.com]
das temax dürfte vom aufbau her für unser el ein brauchbares diff. liefern.
das das teil ladefähig bis 350kg aufweisst und
von haus aus schon mit 1250W angetrieben und bis zu einer steigfähigkeit von max. 40% hat.

da ich derzeit nicht zum lieferanten hier im ländle komme mal ne frage an euch:
auf der messe war leider nicht die möglichkeit einer detailierten info möglich da die firma auch sowas verkauft:
[www.elektrodrive.at]


von weiss - am 13.09.2009 07:46

Re: Kette und Diff. in Öl -eine kaufbare lösung?

...ich schon wieder :rolleyes: ...

Moin Werner,

ja, es gibt diverse Getriebe mit integrierten Differentialen, auch z.B. von Rasentraktoren.
Vermutlich, so auch in Deinem Beispiel, passt die Übersetzung nicht zum EL, man könnte nicht schnell genug fahren.
Das zweite Problem wäre der Platzbedarf.
Mit Einbußen bei der Batterie-Kapazität bekommt man die kleineren Getriebe wohl unter.
Von Hydro-Gear gibt es eine Fülle von Antrieben für solche Haus u. Hof-Maschinen.
Auch gute Exposionszeichnungen.
Was alle gemeinsam haben, ist eine hohe Untersetzung, meist mit Planetengetrieben.
Brauchbar könnte ein Typ sein, wo der Verbrenner zusätzlich extern untersetzt ist, z.B. mit Riemen.
Solche Getriebe werden bei Ebay ab und an angeboten, allerdings ist der Motor 90° zur Achse anzubringen.
Google mal unter Tecumseh / Differential

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 13.09.2009 08:23

Zahnradgetriebe u. Diff. in Öl

Aus den schier endlos vorhandenen Ersatzteil-Listen von Hydro-Gear konnte ich jetzt einen Zahnrad-Satz incl. Differential mit EL-tauglicher Übersetzung ausfiltern.
Das zugehörige Getriebe wird z.B. bei Massey Ferguson in der 2500er Rasentraktor-Baureihe eingesetzt: [www.mymowerparts.com] .
Die haben Antriebe von 18 - 24 hp.
Die Getriebe sind stufenlos (hydrostatischer Drehmomentwandler), was in der Gesamtheit natürlich für Elektrofahrzeuge denkbar ungeeignet ist (zu viel Reibungsverluste wegen Hydromotor u. Hydropumpe).
Das Diff. indess wäre, wenn man den starken Antrieb berücksichtigt, für's EL mehr als haltbar.
Dabei hat der Zahnkranz über dem Diff. nur 130mm Durchmesser, Voraussetzungen für ein recht kompaktes Getriebe.
Ich habe da mal eines geordert: [cgi.ebay.de] .
Da es sich mit Sicherheit um keinen DIN-Modul handelt, braucht man die Original Getriebezahnräder.
So verrückt es klingt, die gibt's bei Amazon.com (Original Ersatzteile).
Die Gesamtübersetzung beträgt mit Zwischenwelle 6,76.
Wäre also für den Thrige geeignet (oder evtl. Perm bei mind. 72V).
Die Sache gehe ich mal an, wenn meine Kette in Öl fertig ist.
Es hakt immer noch am Verbohren der Teile.
Nächste Woche fahre ich zu meinem alten Herrn, wenn bis dahin keine brauchbare Ständerbohrmaschine aufzutreiben ist.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 13.09.2009 19:47

Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Heute habe ich mir die M14 x 1,5 Radmuttern vorgenommen und auf Maß gedreht.
Sie haben die Aufgabe, die M10 Ensat-Gewindeeinsätze auf der "öligen" Seite abzudichten und vor allem die Gewindebuchsen zusätzlich zu stützen.
Diese sind für die beiden 8mm Alu-Flanschdeckel vorgesehen.
Da hier die gesamten Biegekräfte der neuen Achse über je 6 Verschraubungen der Lagerböcke eingeleitet werden, war entsprechende Festigkeit gefragt.


Hier die doch etwas lang geratenen Radmuttern mit Konus.




War ein wenig fummelig, in ein Vierbackenfutter 'nen Sechskant einzuspannen, so dass es rund läuft. Habe dann aber doch einen Abstech-Stahl genommen, damit's schneller geht ;-)




Schön brav das Gewinde nachgeschnitten




Auf Maß gedreht, daneben die Ensat-Buchse M10 / M14x1,5




In dieser Anordnung wird die Buchse später im Aluminium-Deckel verankert (80mm Lochkreis). Im Hintergrund der Lagerbock




Bandarbeit, 12 Stück sind fertig




Hier noch der neue, verschweißte Flansch für den Perm. In der Mitte 16mm V2A, die große Bohrung nimmt gleichzeitig den Wellendichtring auf. Das neue Ritzel passt trotzdem hindurch.




Durch das Schweißen hat sich der Flansch wie eine große Tellerfeder verzogen, das untergelegte Blech zeigt das Ausmaß. Zum Glück ist der Verzug nicht hinderlich, außerdem wird der große Teller noch auf ein Mindestmaß (für das Kettengehäuse) gestutzt.

Fortsetzung folgt, bald kommt die Ständerbohrmaschine, hurra!

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 30.09.2009 20:28

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

hallo friedel :-)
bei den M10 gewinde bringst du soviel festigkeit auf, dass die auflagekraft der mutter und des schraubenkopfes um ein vielfaches zu gross ist. die folgen wenn sich anähernd solche kräfte einstellen wie du sie dir vorstellst ist der flansch schneller schrott als dir und mir lieb ist.
da die kräfte nicht auf den flansch übertragen werden könne. dafür braucht es bei deiner konstruktion einen losen aussenring der mit angeschraubt wird. erst dann hast du wenigstens auf der "mutterseite ruhe. auf der jetzigen art wird es dir den flansch an den muttern zerstören.
aus dem grund werden bei solchen konstruktionen viele kleine bohrungen gemacht z.b. anstelle von 6 stk. M10 kommen dann 12 stk. M8 oder 18 stk. M6 in einsatzt. damit kann man die kräfte gleichmässiger auf den gesamten umfang aufteilen und zum schluß hält die konstruktion ein vielfache dann aus.
weiters erhöht es die festigkeit wenn du beim flansch einen absatz von 2-5mm aussen anfertigst um den ring eine führung/zentrierung zu geben.

von weiss - am 01.10.2009 06:05

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Moin Werner,

statt der Hutmuttern einen Ring zu nehmen, hatte ich auch zuerst vor, nur wäre der nicht öldicht gewesen.
Was auf den Fotos nicht dargestellt ist, sind zusätzliche Flanschscheiben, die deutlich über den 80er Lochkreis hinaus gehen, und den Flanschdeckel zusätzlich stützen (zwischen Flanschdeckel u. Lagerbock, hier im Rohzustand: [666kb.com] ).
Diese Halbscheiben sichern zusätzlich axial die Lager im Lagerbock, daher 2 Hälften
Ich könnte natürlich auf 12 Schrauben gehen, durch die zusätzlichen Bohrungen verringert sich aber das Widerstandsmoment im Krafteinleitungsbereich des Flanschdeckels.
Ob das am Ende besser ist...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 01.10.2009 06:40

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Zitat
Friedhelm Hahn
Ich könnte natürlich auf 12 Schrauben gehen, durch die zusätzlichen Bohrungen verringert sich aber das Widerstandsmoment im Krafteinleitungsbereich des Flanschdeckels.
Ob das am Ende besser ist...

hallo friedel :-)
den satz versteh ich jetzt nicht ganz.
wieso bist du der meinung, dass sich die wiederstandskraft verringert?
die bohrungen schwächen das material nicht so sehr als das die kräfte gleichmässiger übertragen.
du musst dir das so vorstellen:
einmal 6punkte die die ganzen schwer und zugkräfte halten müssen und einmal 12punkte die die selbe belastung bekommen. denn schraubenverbindungen sind -wie in deinem fall mit den hutmuttern- "nur" punktbefestigungen bzw. belastungen.
darum auch im maschinenbau werden lieber viele "kleine" schrauben angewendet als wenige grosse schrauben. um die kräfte auf möglichst viele schrauben zu verteilen.

von weiss - am 01.10.2009 10:29

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

...habe ein wenig umdisponiert und die abgedrehten Hutmuttern verworfen (schnüff).
Aber es bleibt bei den M10 Schrauben.
Statt der geschlossenen M16 Muttern sind jetzt spezielle Flansch-Muttern bestellt (VW-Audi).
Diese haben einen erhöhten Klemm-Schaft (wird nicht benötigt) und eine Auflage von sage und schreibe 30mm im Durchmesser, Festigkeit 10.
Die 6 Muttern berühren sich fast am Außenrand, ragen mit ihren Radien bis auf einen äußeren Kreis von 110mm, somit ist für erheblich mehr Stabilität gesorgt.
Durch die geringere Flächenpressung können sie sich auch nicht mehr ins Alu einarbeiten.
Zum Abdichten gegen durchsickerdes Öl könnte ich auf Höhe des Klemm-Doms ein kleines Abdeck-Blech auf jede Mutter löten.
Noch mal Danke an Werner für den Hinweis.
Sollte es wider Erwarten nicht dauerhaltbar sein, müsste der Flanschdeckel komplett überarbeitet werden.
Z.B. einen wesentlich dickeren drehen, der sich zum Außenrand hin wieder auf 8mm verjüngt.
Dann mit Helicoil-Einsätzen arbeiten.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 01.10.2009 18:05

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Soo, die ersten Teile sind verbohrt, oder besser: gebohrt ;) .


Ein V2A Flanschring wird mit 7,0mm Kobalt-Bohrer zum Gewindeschneiden vorbereitet.

Normalerweise nimmt man für M8 6,8mm, Peter gab mir den Tipp, dem Gewindebohrer das Leben etwas leichter zu gestalten.
Das war auch ganz gut so.



Hier sollte nur bestes Werkzeug eingesetzt werden, Schneidöl verwenden und die Späne sehr oft brechen. Nach 24 Gewinden war der speziell gewendelte HSS-E Gewindebohrer noch wie neu.



Die bearbeiteten Flanschringe und Flanschdeckel. Es fehlen noch Gewinde für die Lagerböcke.



Ein altes Dreibackenfutter nimmt die Lagerböcke hervorragend auf. Hier wird auf 8,5mm für den Zapfensenker vorgebohrt. Die Anzahl der Löcher wurde nun doch auf 8 erhöht ;) .



Ende der Banane! Der Senker ist nicht lang genug. Nun muss erst mal eine MK2-Verlängerung her.


Trotzdem ein erfolgreicher Tag.
Der HSS-Kobalt Bohrer ist ein Muss für Edelstahl.
Ich hätte nicht gedacht, dass er das durch hält :spos: .
Für die noch fehlenden Bohrungen im Flanschdeckel muss noch eine kurze Hilfs-Welle gedreht werden. Die Teile werden im Zusammenbau genau zentriert und bearbeitet.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 17.10.2009 23:09
Es ist schon verwunderlich, zu welchen Preisen dort Werkzeuge / Maschinen angeboten werden.
Fernost machts möglich und eröffnet für den Heimgebrauch ganz neue Welten.

Auch bei uns hängen links neben der Bohrmaschine Verlängerungen & Schläuche.
Den Bosch Blau Akkubohrer findes Du bei mir allerdings im Systainer.
Für das 3Backenfutter, das als Maschinenschraubstock dient, wollte ich schon immer mal eine Grundplatte machen.
Dann kann man es mit Spannpratzen auf dem Maschinentisch befestigen und muß nicht eine Schraubzwinge verwenden ;)

von Sascha_W - am 18.10.2009 17:57
Am liebsten hätte ich natürlich Made in Germany.
Neu leider nicht bezahlbar, oder einfach zu fipsig (z.B. Rotwerk).
T-Nutensteine und entsprechende Spannpratzen sind auch in Planung.
Allerdings ist das 3-Backenfutter so groß, dass die Nuten im Tisch kaum frei gegeben werden und es mit der Schraubzwinge einfacher geht.
Manchmal ist ein Provisorium gar nicht so schlecht.
Bei meiner Planscheibe aus Multiplex-Buche und den angespaxten Drehteilen würde zwar manch Profi die Augen verdrehen, eine bessere Lösung ist dann trotzdem in weiter Ferne.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 18.10.2009 21:53

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Die MK3-Verlängerung war mir zu teuer.
Zudem hätte man das gehärtete Material noch satt abdrehen müssen.
Also habe ich kurzerhand den kegeligen Schaft des Senkers auf 13mm zylindrisch gedreht und ins Bohrfutter eingespannt.
Geht doch...


Es hat mal wieder mächtig Späne gegeben. Mit langsamer Drehzahl war das Ergebnis besser.



Ein Lagerbock ist fertig (bis auf die Durchgangsbohrungen, welche erst im Zusammenbau auf das korrekte Maß gebracht werden), der andere muss noch überdreht und entgratet werden.



Links der Lagerbock mit den beiden Stützscheiben-Hälften. Mitte: Die Ensat-Buchsen M10 / M14x1,5. Rechts: Flanschdeckel mit Ring und großen M14er Muttern aus der Sicht des Ölraums.


Die Muttern müssen nach dem Einbau noch etwas bearbeitet werden, weil sie leicht in die Bohrung des Wellendichtrings hinein ragen.
Leider lässt es sich so nicht zusammen bauen.
Ich werde wohl die Gewinde-Buchsen mit den M14 Muttern zusätzlich mit Loctite im Flanschdeckel verkleben.
Die Auflagefläche ist jetzt vollkommen ausgereizt (vor allem durch 8 statt 6 Bohrungen), mehr geht nicht.

Fortsetzung folgt...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 23.10.2009 19:30

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Heute wurden die Achs-nahen Teile zentriert und im Zusammenbau gebohrt.


Mittels eines extra angefertigten Zentrierdorns konnte man Lagerbock, Stützscheiben u. Flanschdeckel präzise aufspannen. Eine Buchen-Platte musste her halten.



Damit nichts verdrehen konnte, ist der Aufbau durch eine Zentralschraube gegen die Holzplatte gespannt worden (das flache Drehteil oben dient nur zum Spannen..). In die fertigen Bohrungen habe ich alles was 10mm hat zum fixieren gesteckt. Kritisch war die Stelle, wo die beiden Scheibenhälften aneinander stießen.



Der fertige Lochkreis (schon auf 12,5mm aufgebohrt) erhält die M14x1,5 Gewinde. Ich habe die schon im Holz befindlichen Sackbohrungen genutzt. Ging wutzgut!



Der fertige Deckel mit eingedrehten Ensat-Buchsen.



...und von der Innenseite



Jetzt fehlen noch die richtigen Schrauben, dann wird (nachdem die andere Hälfte fertig gebohrt ist) zusammengebaut, um das Ofenrohr für die Schweißarbeiten einzurichten.


Leider muss ich jetzt 2 x eine Woche nach Slowakien, so dass wieder mal Pause für den Umbau angesagt ist.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 25.10.2009 17:40

Welches Öl für die Kette im Bad?

Moin,

der Diff.-Umbau neigt sich langsam der Fertigstellung.
Alle Teile an der Trommel sind jetzt gebohrt und warten auf's Verschweißen.
Dann verbleibt "nur" noch die Konstruktion zum Motorlager und das Kettengehäuse.

Welches Öl würdet ihr denn verwenden?

Die Kette soll ja im Ölbad laufen, wenn auch nur gering eintauchend (wegen der Reibung durch Ölschwall).
Ich dachte da an Nähmaschinenöl, das wird bei den Fahrrad-Rennfahrern auch schon mal gern genommen.
Oder doch ein 0W-30 Motorenöl?

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 14.11.2009 10:36

Re: Welches Öl für die Kette im Bad?

Das 0W-30 Dürfte für deine Zwecke eigentlich reichen.

Der Vorteil von MehrbereichsÖl ist ja das sich die Viskosität mit der Temperatur verendert.

Ich denke mal nicht das die Reibung so groß ist das du über ca.65C° im betireb komst wo das Öl dann etwas Zäher und bleibt dann sogar an der kette Kleben.

Nähmaschinenöl ist zu dünn es bleibt nicht lange genug an der kette um sie gleichermaßen zu schmieren.

Ich habe meist bei meinen Auto,s Mehrbereichsöl (10W-60 ) genommen und es dann mit Weißöl gestreckt.
Dann lag die gesamt Viskusität und der Säure gehlt etwas niedrieger.

Hatte den Vorteil das man sich bei Optimaler mischung 1-3L bei manchen verbrenner einsparen konnte. (Bei gleicher Fahrweise)

von Hobbyschrauber Mario - am 14.11.2009 12:32

Re: Welches Öl für die Kette im Bad?

Zitat
Friedhelm Hahn
...
Sven, war es bei den ATF-Ölen nicht auch so, dass die Viskosität immer annähernd gleich war?.
Diese hydrodynamischen Drehmomentwandler mögen da sicher keine großen Streuungen...

hallo friedhelm :-)
jepp so ist es.
aber da wird kaum eine traglast des schmiermittels verlangt.
daher neige ich pers. eher zu fließfett das mit öl noch etwas "gestreckt" wird. das dient dazu, dass das fließfett nicht soviel wiederstand leistet im kalten zustand und die kette dann immer noch geschmiert wird.
oder gleich auf ein SAE 40-60 getriebeöl das hat eine sehr hohe lastzahl hat.
lastzahl = der druck der erforderlich ist um den ölfilm zu unterbrechen. je höher die tragzahl ist um so stabiler wird die kette geschmiert

von weiss - am 14.11.2009 17:38

Re: Welches Öl für die Kette im Bad?

Hallo Werner,

naja, eine gewisse Traglast wird den Planetenrädern im Automaten auch abverlangt, bei den quer eingebauten ist sogar der Achsabtrieb mit dem ATF versorgt.
Wenn ich mir den Steuertrieb des VR6-Motors (altes Baujahr) ansehe, ist hier die gleiche Duplex-Kette verbaut, wie in vielen ELs.
Über die Last lässt sich zwar nur spekulieren, aber immerhin werden 2 Nockenwellen angetrieben.
Nach 200.000km sind in erster Linie die Kettenführungen hinüber, Kette u. -Räder haben keinen nennenswerten Verschleiß.
Und hier ist nur Motoröl vorhanden, zudem noch sehr warmes...
Ok, der Vergleich zu unseren 11er Ritzeln hinkt sicher ein wenig, weil hier weniger Zähne gleichzeitig im Eingriff sind und somit der Druck pro Zahn u. Kettenrolle steigt.
Das Ölbad mit einem zähen Schmierstoff zu betanken, widerstrebt mir allerdings.
Der große Vorteil des geschlossenen und öldichten Kettenkastens ist ja nun, dass man die Reibung durch Permanentschmierung weiter verringern kann.
Da zwischen den Reibpartnern nur eine sehr geringe Relativgeschwindigkeit herrscht, wäre eigentlich hochviskoses Getriebeöl angesagt.
Vieleicht tut's auch ein 0W-30 mit MoS2 Zusatz, um die Druckfestigkeit weiter zu erhöhen.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 14.11.2009 19:21

Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Moin,

die Schrauben sind da und ich konnte erstmals die "Trommel" zusammen montieren (zum Schweißen vorbereitet).
Da der eine Flansch bekanntlich exzentrisch ist, müssen einige Hutmuttern in die Schweißnaht einbezogen werden.
An den markierten Stellen muss daher die Flex noch ran.
Danach wird das Ofenrohr noch weiter aufgeschoben.



Die Präzision beim Bohren hat sich ausgezahlt. Obwohl die Durchgangsbohrungen genau Nennmaß des Gewindes haben, klemmt keine einzige Schraube. Auch die Köpfe der Innenvielzahnschrauben haben den gleichen Durchmesser (zum Glück mit Minus-Toleranz), wie die Senkbohrungen.
Hier braucht man sich um nachträgliches Zentrieren keine Gedanken mehr machen...
Die Nahtstelle am Rohr ist gleichzeitig später die engste Stelle im Fahrzeug.

Zugegeben, das ist ein ganz schöner Trümmer, hab' mich selbst etwas erschrocken :-( .



Hier hat sich der Perm hinzu gesellt, in etwa in der späteren Lage. Unten das Vierkantrohr, aus dem der kleine Gitterrohrrahmen für die Motorkonsole hergestellt wird. Das Kettenrad wird noch gegen das kleinere gewechselt, so passt dann auch der Wellendichtring in die Motorflanschplatte. Diese wird noch auf ein Mindestmaß zurück geschnitten.


Das Differential mit komplettem Gehäuse (ohne Kette) wiegt jetzt 16 kg.
Das klingt viel.
Allerdings wiegt im Vergleich der Thrige incl. Kettensatz, Motorkonsole u. Welle 26 kg.
50% gehen wegen seiner Schwerpunktlage als ungefederte Masse in die Hinterachse ein.
Der Perm dagegen ist um einiges leichter (12kg) und belastet die Achse nur mit ca. 25% seines Gewichts.
Ergo wird mein Umbau nicht viel mehr ungefederte Masse haben, als der Standard-Antrieb mit Thrige.
Hinzu kommt zwar noch anteilig das Kettengehäuse, aber das hält sich in Grenzen.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.11.2009 19:37

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Hallo Sven,

ja hatte ich schon kund getan.
Passen tut es, sonst hätte ich nie angefangen.
Es ist zwar denkbar knapp, aber zumindest bei meinem 93er EL wird das Diff.-Gehäuse nicht die Rückwand berühren.
Der Batt.-Korb muss natürlich neu gestaltet werden.
Wie ich schon berichtete, ist das Gewicht relativ zu sehen.
Natürlich ist ein EL mit Perm von ungefederten Motormassen moderat gesegnet, wenn auch total asymmetrisch.
Der Thrige dagegen bringt eine erhebliche Zusatzlast auf die Welle, dafür aber genau in der Mitte.
Ich schätze die effektive ungefederte Masse beim Thrige auf 16 kg (nur Motor, Konsole, Kettentrieb u. Welle).
Das wird in meinem Fall etwas mehr, ich rechne mit gut 20 kg.
Ein Großteil des Gewichts geht auf das Konto Schrauben.
Ich wollte sogar schon Aluminium-Schrauben (AL9) verwenden, aber die waren noch nicht lieferbar.
Nicht lachen, die Dinger halten mehr, als man glaubt!
Eine Alu-Schweißkonstruktion wäre natürlich deutlich leichter ausgefallen, aber das Thema hatten wir ja schon :rolleyes: .
Alles in allem ist dieser Umbau nicht gerade zur Nachahmung empfohlen, der Teufel steckt, wie schon so oft, im Detail.
Der Zeitaufwand geht über das vorab geschätze Maß bei weitem hinaus.
Wer sich für ein Differential interessiert, dem würde ich lieber zu der offenen Variante raten.
Mit wenigen zusätzlichen Drehteilen erreicht man damit das Gleiche, muss nur nach wie vor die Kette regelmäßig nachfetten.
Guckst Du: [forum.mysnip.de] .
Dieser Schnellschuss lässt sich noch weiter verfeinern, vor allem, wenn man den Drehstahl am Diff-Gehäuse ansetzt und auf die interne Lagerung verzichtet.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.11.2009 22:00

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Inzwischen ist die Trommel verschweißt.
Das war ganz schön haarig!
Einerseits gab es erhebliche Probleme mit den V2A-Hutmuttern, die z.T. großflächig eingeschweißt werden mussten, anderseits war die Parallelität der beiden Flansche strickt einzuhalten, bei genau definiertem Abstand zueinander.
Die Idee, die Gewinde der Muttern mit Schweißschutz-Spray einzubalsamieren erwies sich leider nicht als sehr wirkungsvoll.
Die erste V2A-Schraube ließ sich nur noch mit knapper Not wieder heraus schrauben, das Gewinde war kaum nachzuschneiden.
Also 2. Versuch mit gekürzter Wald-und-Wiesen-Schraube.
Das ging schon besser, das Nacharbeiten des Hutmuttern-Gewindes etwas "williger", erstklassiger HSS-E Gewindebohrer voraussgesetzt.
Das Einhalten der genauen Maße war dann wider Erwarten nicht so das Drama...
Der Verzug nach Erkalten der Schweißnähte betrug ca. 0,2mm (Abstand Flansch zu Flansch), die Flansche selbst wölbten sich kaum, so dass sich ein Nachdrehen erübrigt.
Die Nähte wurden in Segmente aufgeteilt, die Trommel beim Verschweißen immer wieder gewendet.
Ein Wehrmutstropfen bleibt, in Form eines minimalen Parallelogramm-Fehlers der beiden Achshälften.
Wenn ich Pech habe, läuft das Diff. damit nicht ganz rund.
Daher wird jetzt eine Lehre gebaut, die die spielbehaftete Diff.-Welle voll ersetzt, incl. 4 Kugellagern.
Durch diesen starren "Einstell-Meister" werden die Flanschdeckel in die korrekte Lage gezwungen.
Die Bohrungen der je 12 Flanschverschraubungen werden von 8 auf max. 9mm vergrößert, nach Ausrichten die beiden Deckel verstiftet und Ruhe ist.
Der Grund für den Fehler könnte in einer ungenauen benötigten Exzentrizität (Bohrungs-Mittelpunkt nur gekörnt, da kein Bohrwerk zur Hand ;) ) des großen Flanschdeckels liegen.
Ein Zehntel macht da am Ende der Welle schon mal 'nen Millimeter Schlag aus...
An der tiefsten Stelle des Deckels äugt jetzt schon stolz ein Ölschauglas :D, das gleichzeitig als Ablassschraube fungiert

Die unendliche Geschicht wird fortgesetzt...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 04.01.2010 12:49

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Hallo

Ich weiß ja daß der Hinweis spät kommt, aber VA mit Va zu verschrauben gibt immer Probleme, die Gewinde fressen spätestens nach 3 bis 4 mal lösen.

Die Muttern sind deshalb meistens beschichtet, die billigen mit Teflon, die guten mit Silber, nach dem Scheißen ist die Beschichtung ab.

Ich schneid in VA prinzipiell keine Gewinde sondern arbeite mit Helicoil Einsätzen, die gibts auch selbstsichernd und wenn man sich auf 2 bis 3 Größen beschränkt ist auch preislich noch zu ertragen.

Gruß

Roman

von R.M - am 04.01.2010 15:36

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Zitat

nach dem Scheißen ist die Beschichtung ab.

:joke: nüü, so arg wollt' ich dann doch nich bei gehen...:cheers:

Spaß beiseite, Roman, dass mit den "V2A-Schrauben in Edelstahl verschraubt" wusste ich vorher.
Eigentlich sollten es mal Alu-Schrauben werden (AL9), aber die müssen erst mal lieferbar sein.
Vielleicht hilft ja verzinnen der V2A-Gewinde oder halt wachsen.
Helicoil? Sind die Einsätze nicht auch aus Edelstahl?
Böllhoff gibt so was an.
Vielleicht will ich aber auch einfach zu hoch hinaus.
Aus dem KFZ-Bereich gibt es Zinklammellen-beschichtete Schrauben, die auch guten Korrosionsschutz aufweisen.
Für die großen mit Innenvielzahn (M10) habe ich solche gewählt.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 04.01.2010 17:18

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Hallo


Wird wohl Zeit für eine neue Tastatur.:joke:

Normale Schrauben machen keine Probleme nur VA auf VA.

Helicoil ist nicht aus Edelstahl, der wäre dafür viel zu weich.

Teflonpaste hilft auch gegen das Festsitzen, z.B. Krytox

Das teure bei Helicoil sind ja die Werkzeuge, die Einsätze sind noch bezahlbar.

Ich kenn das Problem aus der Konstruktion, Edelstahl oder Nickelbasislegierungen sind da Standart und Gewinde werden grundsätzlich mit Helicoil gemacht oder die Schrauben werden versilbert.

Gruß

Roman

von R.M - am 04.01.2010 18:30

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Zitat
Bernd Schlueter
Also, von den Gewindeproblemen bei Edelstahl wusste ich auch noch nichts. Was man ja nie darf, ist Edelstahl mit Stahl kombinieren, dann rostet das Eisen und trotzdem bekommt der Edelstahl am schnellsten Löcher.

hallo bernd :-)
ja dem ist so und nennt man kontaktkorrosion.
wobei es selten zu lochfraß kommt sondern heer zu flächenrost oder oberflächenrost genannt.
Zitat

Aber Edelstahl auf Edelstahl, verrückt, was es alles gibt. Das ist wohl eine Art Allchemie, wie bei den batterien?

nee, das liegt an der legierung.
VA-stahl ist weich und zäh im verhalten. das verursacht das anreiben oder festfressen bei gewindeverbindungen und beim bohren sowie bei spahnabhebender bearbeitung.

@roman:
also vom beschichten mit teflon & co weiss ich auch schon längere zeit aber von silberbeschichtung habe ich bis dato auch noch nichts gewusst oder gehört.
wobei mir dann noch einer erklären soll wie silber das ja auch weich ist da das festfressen verhindern kann.

von weiss - am 06.01.2010 08:19

Re: Kette und Diff. in Öl, die Foto-Love-Story geht weiter

Moin,

heute habe ich die Trommel mit der Hilfswelle (Lehre) ausgerichtet und verstiftet.
Seltsamerweise war überhaupt kein Versatz (Parallelogramm) festzustellen.
Die starre Welle fluchtet auch ohne Aufbohren der 12 Flansch-Durchgangslöcher einwandfrei.
Also doch keinen Murks gebaut.
Verstiftet habe ich trotzdem.



Hier ist die starre Einbau-Lehre zu sehen, dahinter das Differential, welches nach dem Einbau am Wellen-Ende einen ganz leichten Höhenschlag aufwies.


Vielleicht liegt die Ursache ja im Diff. selbst (Ungenauigkeit bei der Herstellung...).



Die Trommel mit montierter Lehre, zum Ausrichten der Flanschdeckel vorbereitet. Das Ölstands-Schauglas dient später auch als Öl-Ablassschraube.



Alle Schrauben sind angezogen, die Welle fluchtet. Der HSS-Co Bohrer (4,8mm) für das Stift-Loch quält sich durch den verschweißten V2A-Flansch.



Zum Verstiften ist eine Passung erforderlich. Das erledigt die 5mm Reibahle.



Da nun alles passt, kommt als nächstes der Kettenkasten dran.
Dazu wird die Trommel partiell geöffnet und es werden Vierkant-Rohre verschweißt.
Mehr dazu später.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 15.01.2010 19:25
Hallo Andreas,

der Höhenschlag ist mir nur in der Waagerechten aufgefallen.
Eine Achse war im Schraubstock eingespannt, die andere ragte fast einen Meter ins Freie.
Beim Drehen der Trommel unter (Festhalten der freien Welle) war am Wellenende eine gewisse Unruhe warzunehmen.
Nachdem ich das ganze Gebilde ausgelehrt habe und die Deckel verstiftet, war bei einem ähnlichen Test (in der Senkrechten) nichts mehr zu verspüren.
Ich habe auch noch mal alles peinlichst untersucht, Parallelität der beiden Hälften ist absolut gegeben, ich wundere mich selbst, es so genau geschweißt bekommen zu haben.
War wohl Zufall :o .
Ein Fehler im Diff. kann höchstens beim Umrüsten der Gleitlager auf Nadellager passiert sein (Winkelfehler).
Da dort aber ein geringes Spiel vorherrscht, sollten sich so minimale Fehler beim Drehen auch ausgleichen.
Vielleicht bin ich mal wieder päpstlicher als der Papst...

Gestern habe ich noch kleine Alustopfen gefertigt, die die Rückseite der 16 Gewindebuchsen verschließen (Öldichtigkeit).

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 17.01.2010 09:26
Moin zusammen,

nach langer Zeit lasse ich mal wieder von mir hören.
Kjeld, das Diff., was dort verbaut wurde, ist der gleiche Typ, der bei meinem Projekt zur Anwendung kommt (vom Rasentraktor, evtl. der kleinere Bruder mit 3/4" Welle).
Auch hier ist zu erkennen, dass man sich auf die innere Lagerung der Welle allein nicht verlässt.
Die Ausführung der äußeren Stützlager ist allerdings bedenklich.
Würde mich interessieren, wie lange das hält...

Mein Umbau liegt leider noch auf Eis, da andere Prioritäten abzuarbeiten sind (neues Dach, Wintergarten etc.).
Aber ich werd' es durch ziehen ;-)

Liebe Grüße

von Friedhelm Hahn - am 08.09.2010 17:34
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