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Wartungsfreie Ketten von Wippermann ...

Startbeitrag von Sven Salbach am 16.01.2009 10:27

Hier bietet ja jemand bei ebay diese Wartungsfreien Ketten von Wippermann an.
Die gibt es auch als Dupelx!!

[www.wippermann.com]

Wartungsfreie Rollenketten Marathon MA

HAt hier schon gemand Erfahrungen??
Wie lange hält so eine Kette tatsächlich, wenn man sie niemals nimmer nie schmiert??
Ich fände es super, wenn diese Kettensauerei zu umgehen wäre

Antworten:

Hallo Sven,
wir haben hier in der Firma mit Kunden die Erfahrung gemacht, dass auch wartungsfreie Ketten nicht ganz wartungsfrei sind und auf jeden Fall mit Nachschmierung länger halten. Manche Kunden haben sogar die wartungsfreien Ketten wieder abgeschafft.
Was eine große Rolle spielt bei der Haltbarkeit sind die Verschmutzungen, die ja gerade beim El nicht wenig sind.
Ich würde auf jeden Fall auch so eine Kette schmieren - vielleicht nicht ganz so oft?

Viele Grüße
Ralf


von Ralf Engelhardt - am 16.01.2009 11:44
Hi Sven ,
hatte mich auch mal schlau gemacht, von wegen
Wartungsfreie Ketten , gibts ja ganz tolle Sachen,ABER
der Rollwiderstand und der Preis haben dann gegen so etwas
dagegen gehalten.

Gruß Tom

von Tomfe - am 16.01.2009 12:46
Diese Ketten haben Sinterstahlbuchsen, welche den Schmierstoff besser halten. Die innere Reibung der Kette zwischen Bolzen, Buchsen, Laschen und Rollen wird also verringert. Die äußere Reibung zum Ritzel bleibt aber! Also: schmieren und reinigen wie immer, aber sie sollte dann länger halten als eine Standardkette.

Gruß, Jochen

von jbl - am 17.01.2009 18:32
Hallo El Freunde,

wenn schon mein Ebay Angebot zitiert wird, möcht ich dazu einen Beitrag schreiben.
Wie Jochen schon richtig geschrieben hat, läuft die Kette durch die Sinterbuchsen ziemlich
Reibungsarm und damit Verschleissärmer. Die Kette muss nicht, würde ich im El auf jeden fall schmieren. Verlängert die Lebensdauer zusätzlich und mindert Reibung. Wenn die bisherigen Erfahrungen richtig interpretiere, sind die duplexketten auch nicht das Gelbe vom Ei. Schmieren muss man die sowieso auch und die Standzeiten sind nach einem früheren Thread auch nicht
himmlisch. Sicher ist dass durch die doppelte Laschenzahl sich der Wirkungsgrad nahezu ins negative verdoppelt. Ich fahre diese Kette (geschmiert mit Struktuvis Kettenfliesfett, meier Meinung nach das Beste) seit ca. 12.000 Km. Bisher habe ich die Kette nicht nachgespannt. Meine letzte Kette hatte ich zu diesem Zeitpunkt dreimal nachspannen müssen. Dann ist so eine Kette auch hin. Wenn man die Fummelei beim Thrige bedenkt, ist das schon ein enormer Gewinn. Leider gibts momentan noch nichts besseres und Kompromisse eingehen ist man beim El ja gewohnt.
Gruß
Reindi

von Reindi - am 18.01.2009 19:02
Hallo Reindi,
doch, es gibt was besseres.
Kauf dir eine billige Standard-Rollenkette und bau dir einen Kettenspanner dazu ein.
Hielt bei mir 18000 Km. Danach war allerdings Schluss und die Duplexkette 21mm länger.

Beim Thrige ist ein Spanner innerhalb einer Stunde montiert und man muß dazu lediglich
die linke Batterie ausbauen. Egal ob Duplex oder Simplex.

Habe hierfür auch einige Fotos.

Ob"s jemand gibt, der sie ins Elwiki stellen kann? ---- Bitte melden!

mfG
Peter

von Peter End. - am 19.01.2009 21:39
Ei Peter, schreib einfach ne Mail an Sebastian Bath oder an Ralf Wagner. Das sind die Einzigen, die Bilder ins ELWIKI stellen koennen.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 19.01.2009 21:57
Hallo

Für den Perm gibts übrigens Kunststoffringe als Kettenspanner die man einfach dazwischen klemmt, kein Montageaufwand und die funktionieren in beide Richtungen, sobald ich wieder eine Digicam habe schick ich die Bilder.

Gruß

Roman

von R.M - am 19.01.2009 22:27
Moin Peter,

meinst Du einen Permanentspanner (federbelastet)?
Bei ausgeleierter Kette und Rückwärtsfahrt bzw. Reku wird dieser Spanner voll betätigt und lockert somit die Kette im Leertrum.
Besser ist ein starrer Spanner, den man ab und an nachstellt.
Elegant wäre federbelastet und feststellbar:
Schraube lösen, Kette etwas bewegen, wieder festziehen, fertig.
Für die "Kette in Öl" kommt demnächst ein starrer Spanner in Form eines 15er Kettenrades zum Einsatz.
Die Kette wird dabei nach "innen" umgelenkt, um Platz zu sparen.
Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie sich die Duplex unter Ideal-Bedingungen verhält...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 20.01.2009 07:02
Hallo

Ne die meine ich nicht, das sind einfach elastische Kunststoffringe mit Zahnprofil die in die Kette geklemmt werden und sonst nicht befestigt sind.

Gruß

Roman

von R.M - am 20.01.2009 18:13
Hallo Peter,
danke für die Info.
Aber tut mir echt leid, aber da fällt mir als Maschinenbauer nichts mehr ein.
21mm Kettenlängung!?!?!? und das bei einer Duplexkette!!!!!!!
Bei meinen Fahrrädern verwende ich ein Kettenkaliber, und da ist eine Kette bei ca. 1% Längung allemal hin. Da ruinierst du doch nur die Ritzel. Und die zu wechseln ist auch nicht gerade Zuckerschlecken. Darüberhinaus bringt ein Kettenspanner einmal mehr eine Wechselbiegung und verbessert den Wirkungsgrad auch nicht. In meinen Überlegungen gibts eigentlich nur eine Steigerung des Ganzen und das ist ein Hochleistungszahnriemen. Die SAche werde ich demnächst angehen.
Gruß
Reindi

von Reindi - am 21.01.2009 19:27
Hallo

Die 21 mm kann ich eigentlich nicht glauben, bei mir waren es bei15000 km etwa 7 mm, die Kette ist 1m lang.

Das Wechseln der Ritzels ist eine Sache von ungefähr 5 min, insgesamt hat das Tauschen von Kette und Ritzel inklusive säubern etwa 20 min gedauert.

Das Kettenrad sollte etwa 2 Ritzel aushalten, ich werde aber vor der diesjährigen großen Tour, alle Verschleißteile des Kettentriebs wechseln.

Gruß

Roman



von R.M - am 21.01.2009 19:45
Hallo Roman,

glaubs ruhig. Bei meiner Elvira war die Kette so extrem gelaengt, dass die Kettenspanner am Anschlag waren und die Kette immer noch durchhing. Ich war von der Duplexkette und vor allem vom Kettenspanner beim Perm enttaeuscht.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 21.01.2009 19:50
Hallo

Nicht Durchhang mit Längung verwechseln, du mußt alte und neue Kette schon nebeneinanderlegen wenn du es messen willst, wenn du wirklich eine Längung von 21 mm hättest dann würden die Glieder nicht mehr in das Kettenrad passen, 1% Längung sind die absolute Obergrenze

Nicht umsonst kannst du für 17er, 19er und 21er Ritzel die gleiche Kettenlänge verwenden.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.01.2009 20:11
Hae?
Versteh ich nicht. Wieso ist die Laengung was anderes wie der Durchhang? Wenn sich die Kette laengt, haengt sie durch. Klar haengt sie auch durch, wenn die Kettenspannung an den Spannern nachlaesst, aber wenn die Kettenspanner am Anschlag sind und die Kette haengt dann immer noch extrem durch, dann doch wohl nur, weil sie sich gelaengt hat.

Wieso wuerden bei einer Laengung um 21mm die Glieder nicht mehr ins Kettenrad passen?

Viele verwirrte Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 21.01.2009 20:52
Hallo

Wenn sich die Kette längt dann wird der Abstand der Rollen größer, ein gewisses Spiel ist vorhanden das ausgeglichen werden kann, wenn du versuchst die Kette auf das Kettenrad zu legen dann greifen ab einer bestimmten Zähnezahl die Glieder nicht mehr richtig in die Zähne und das kettenblatt wird zerstört, das war bei mir nach einer Längung der Kette von etwa 8 mm der Fall, deshalb hab ich dann schnell die Kette gewechselt und natürlich das Ritzel gleich mit.

Der Kettenspanner war bei mir noch lang nicht am Anschlag, kann natürlich sein daß deine Kette ein Glied mehr hatte dann wirds eng.

Zum Verhältnis Durchhang und Längung gibts ja die berühmte Frage um wieviel du ein Seil das um die Erde gelegt ist, also 40000 km lang ist länger machen must damit es überall 1 m Abstand zur Oberfläche hat.

Mit der Frage um wieviel eine Kette länger sein muß wenn du ein Ritzel mit 2 Zähnen mehr einbaust hat selbst CC so ihre Probleme

Also mal die Grauen Zellen aktivieren

Gruß

Roman

von R.M - am 21.01.2009 21:41
Moin,

Berechnungs-Tool, kürzlich gefunden: [www.fbm.hs-bremen.de] .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 22.01.2009 06:35
Hallo,

Roman hat da absolut recht.

Bei konstantem Abstand der Achsen ändert sich,
bei Veränderung der Zähnezahl am Ritzel, die rechnerische
Kettenlänge um die Teilkreis-Umfangs-Änderung den die Kette im
neutralen Bereich den Kreis des Ritzels berührt (boah, komplizierter Satz).
Aus diesem Grunde bedeutet ein Zahn am Ritzel mehr nur den Bruchteil
eines Kettengliedes. Merkt jeder schmerzlich der versucht am Thrige
ohne Kettenspanner die Zähnezahl zu ändern.

Bei meinem F4 mit täglichen Bergstrecken hält die Kette max.
10000km bei bester Schmierung und regelmässigem Nachspannen.
Dann liegt die Längung genau bei einem Glied was mir bereits
sehr Grenzwertig erscheint.
Seit vorletzter Woche habe ich einen automatischen Kettenöler
eingebaut, in der Hoffnung die Lebensdauer zu erhöhen. Wenn
ich ein wenig Erfahrung gesammelt habe, werde ich berichten.

Gruß
Horst



von hk12 - am 22.01.2009 07:40
AAaaaaaaaah, jetzt hab ich verstanden. Tjaaaaa, dann nehm ich mal alles zurueck, was ich bislang ueber die Kettenlaengerei gesacht hab und ersetze selbiges mal vorsichtig mit: Meine Kette hing immer weiter durch...

Ich hab die ausgebaute Kette nie vermessen..
Werde ich aber demnaechst mal machen. In ein paar Tausend Kilometern werde ich mal Kette und Ritzel tauschen. Klingt im Moment schon wie eine Dampflock beim Anfahren, so Schtuck-Schtuck...

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 22.01.2009 07:44
Off topic: Ach, wie toll ist der Thrige mit Riemen...

von Mr. Horsepower - am 22.01.2009 08:10
Hallo Leute,
hat schon jemand den Preis herausgefunden.
Wie ist der im vergleich zu herkömmlichen Ketten.


Grüße


Rudolf

von bonsairu - am 22.01.2009 20:23
Hallo

Die gibts nicht nur von Wippermann, der Preis ist abhängig davon wieviel m du kaufst, von der Duplexkette kauf ich immer 10m und die Ritzel als Rohlinge im 10er Pack. Die normale DIN Duplexkette kostet dann etwa 13 ¤/m und das Ritzel etwa 10¤.

Wenn ihr zusammen bestellt wird billiger, nur das Kettenrad ist fast gleich teuer wie von CC und da da auch schon die Magnete eingeklebt sind kauf ich das Orginal.

Für die Ritzel braucht man eine Drehbank und ein Kettentrenner ist bei Meterware auch nicht schlecht.

Gruß

Roman

von R.M - am 22.01.2009 21:01
Hallo Horst,
ich warte noch auf den Bericht :-)
Wie sorgst Du dafür das Dein El nicht ständig alles volltropft mit dem Kettenöler?

von Sven Salbach - am 30.12.2009 15:37
Hallo Sven,

genau wie Jörg habe ich einen Mccoi eingebaut, nur bei mir läuft die Kette noch offen.
Die genauen Vorzüge des Ölers kannst Du Dir ja mal unter [www.mccoi.de] ansehen.

Hier nur mal die aus meiner Sicht wichtigsten:
- der Öler arbeitet mit Pumpe und nicht nach Gewichts oder Unterdruckprinzip
- der Öler wird von einem Controller gesteuert
- der Controller wird mit einem Reedsensor montiert oder an das Tachosignal angeschlossen (Weggesteuert!)
- der Controller ist programmierbar (wenn Du Lust hast, schau Dir die ganzen Möglichkeiten mal an; die Konfigurationsoberfläche für Windows kannst Du Dir frei runterladen - damit siehst Du die Möglichkeiten am schnellsten)
- es gibt verschiedene Betriebsmodi - Schönwetter, Regen und Cross(Misstwetter)-Modus
- der Öler ist ein Bausatz zu realen Konditionen
- Dokumentation und Hilfestellung durch Steffen (Konstrukteur des Mccoi) sind hervorragend

Bevor ich den Öler eingebaut habe, hatte ich mit verschiedenen Kettenspray's, Ölen etc, aus Motorad und Industriebereich, bei manueller Schmierung probiert. Alle mit dem Effekt, dass ich nach ca 5-10km Regenfahrt hören konnte wie die Schmierung deutlich nachließ. Das heißt, dass die Kette bei schlechter Witterung bis zu 80% der täglichen Strecke mit zu geringer Schmierung gefahren wurde. Dieses wurde auch immer sofort mit deutlicher Längung quittiert (da spielen natürlich die Steigungen auch noch mit).
Bei unserem Thrige ist das Problem übrigens kleiner, da die Kette durch die Einbaulage weniger Wasser abbekommt.

Jetzt nach ziemlich genau einem Jahr und ~12000km kann ich sagen, das sich der Aufwand für mich gelohnt hat. Ich fahre biologisch abbaubares Sägekettenöl von dem, je nach Betriebsmodus, in einem Intervall von 0,9 bis 3km 1 bis 4 Tropfen Öl über 2 Injektionsnadeln auf die Kette gegeben werden. Das Öl verteilt sich gut auf der Kette und Ölfleck unter dem Fahrzeug habe ich nur einmal gehabt als ich versehentlich den Notlaufmodus eingeschaltet und das Fahrzeug für mehrere Stunden stehen lassen habe. Dieser Modus ist eigentlich nur dafür gedacht wenn das Tachosignal ausfällt und ersetzt die Weggesteuerte durch eine zeitgesteuerte Schmierung. D.h. entgegen dem normalen Ablauf wird dann auch im Stand geschmiert was bei Wegsteuerung nicht passieren kann. Natürlich schleudert während der Fahrt noch Öl im Umlenkbereich der Kette ab, aber das ist deutlich weniger als vorher und mit dem Bio-öl bereitet mir das auch keine schlaflosen Nächte. Wie gesagt, tropfen tut da nichts. Die aktuelle Kette ist seit ~8000km im Einsatz und es ist Erkennbar das sie wesentlich länger halten wird (vermutlich doppelt solange) als die bisherigen.
Leiser ist sie durch die regelmäßige Schmierung auch noch.

Bisher läuft der Öler absolut zuverlässig.

Also Fazit: ich würde ihn, bei meiner Km-Leistung und meinem Fahrprofil, unbedingt wieder einbauen; allerdings wenn ich mal wieder Zeit habe, widme ich mich auch noch einem Kettenschutz der Nässe und Dreck fernhält.

wenn noch Fragen offen sind...., gerne.
Horst

von hk12 - am 30.12.2009 19:49
Hallo

Erst mal wie lange hält die Kette ohne Öler, meine Duplexkette hällt so 14000 bis 15000 km und kostet gerade mal 6¤, geölt wird über Kettenspray und einen langen Schlauch mit der Spraydose im Cockpit, einfach alle 50km vor dem Anhalten für 5s drücken und gut ists.

Gruß

Roman



von R.M - am 30.12.2009 20:03
Hallo Roman,

wie oben geschrieben, hat meine Kette bei manueller Schmierung (auch alle 50km = min 1xTäglich) max. 10000km gehalten. Hat die Kette allerdings die volle HerbstbisFrühjahrSchlechtwetterperiode mitmachen müssen, waren es auch mal nur 6000.
Es war deutlich zu erkennen das die Kette im Sommer bei trockenem Wetter wesentlich länger hielt.
Im Sommer war alle ~4Wochen im Winter aber wöchentliches Spannen der Kette angesagt.
Die Kosten für die Kette waren nicht alleine ausschlaggebend. Bei täglicher Schmierung ging eine Dose Kettenspray per Monat durch und das ständige Kettenspannen empfinde ich auch eher als lästig. Neben Kette machte sich der Verschleiß natürlich auch an Ritzel und Kettenrad bemerkbar.

Der Öler hatte seinen Anschaffungspreis, aber der Schmiermittelverbrauch beläuft sich nur noch auf wenige Cent/Jahr (ich verbrauche jetzt ca 100-150ml Öl/Jahr und da ich das eh für die Kettensäge in Familienpackung habe...) und brauche die Kette im Sommer nur noch alle 2Monate und im Winter ~1x per Monat zu spannen. Darüber hinaus ist es auch ein gewisser Komfort.

Gruß
Horst

von hk12 - am 31.12.2009 10:30
Hi Horst,
ich hab ne Simplexkette mit Kettenschutz. In das kleine Loch vom Kettenschutz spruehe ich alle 1-2 Wochen mal ne ordentliche Ladung Castrol-Kettenspray rein. Die Kette hat jetzt knapp 20 000 Kilometer hinter sich, hoert sich noch prima an und macht keine Probleme.

Ein geschlossener Kettenkasten und eine dadurch fast schmutzfrei laufende Kette ist ne tolle Kombination. Gespannt hab ich die Kette noch nie. Iss beim Thrige auch nicht so trivial.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 31.12.2009 11:26
Hallo lieber Sascha und andere Kettenfahrer!

Wenn man beim Thrige mit Kürtenkettenkit den CC-Riemenschutz von Außen ordentlich mit Karosseriekleber abdichtet, kann man mit ca. 250ml Kettenfliessfett, (welches man von oben durch eine verschließbare Öffnung hineinfüllt), ca. 10.000 km fahren ohne nachzuschmieren oder Kette zu spannen. Ich habe nunmehr 33.000 km mit der ersten Simplexkette runter und erst 1 x nachgespannt. Das A und O ist der geschlossene Riemen(Ketten-)schutz!!!

Frohes Neues Jahr an alle!

von L. Bentlage - am 01.01.2010 12:34
Hallo,

auch von mir ein frohes Neues.

Ein geschlossener Kettenkasten ist natürlich die optimalste Lösung (habe ich an anderer Stelle auch schon gesagt). Der Bau eines solchen ist bei Perm-Duplex aus Platzgründen aber auch nicht so ganz trivial. Es ist ganz bestimmt nicht unmöglich, aber doch mit nicht ganz unerheblichem Aufwand verbunden da was nachzurüsten (nach meiner Meinung ist das eh eine Unterlassungssünde von CC, aber das ist ein anders Thema).
Bevor ich den Öler eingebaut habe, hatte ich diese Gedanken bereits durchgespielt und mein persönliches Fazit war:
1) meine Karre soll fahren - nicht stehen
2) Ich habe mit meinen landwirtschaftlichen Geräten und den Tieren genug zu tun und nur sehr begrenzte Zeit am EL zu basteln. Ich wollte eigentlich nie selber schrauben, aber mein Händler hat mir klargemacht das das unbedingt erforderlich ist wenn ich mit dem Teil auch fahren will... .
3) den Kettenöler-Bausatz konnte ich vorbereiten während ich ein betriebsbereites Fahrzeug hatte und in ca 2-3Std fertig montieren. Das war an einem Vormittag fertig, aber ich hätte auch Jederzeit unterbrechen und trotzdem mit dem Fahrzeug fahren können.
4) für den vernünftigen Bau eines Kettenkastens hätte ich Achse mit Motorkonsole demontieren müssen. Wenn man nur begrenzt Zeit hat, wird das mit den ganzen Anpassungen, bis es dann wirklich gut ist, zur never ending story (also siehe Punkt 1) ).
Aus diesen Gründen ging meine Entscheidung in Richtung Öler als praktikable Lösung, was sich wie gesagt für mich auch gelohnt hat. Der Wunsch nach einem Kettenkasten ist weiter vorhanden wird aber in absehbarer Zukunft, aus Zeitgründen, nicht umgesetzt werden.

Grundsätzlich habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, das auch offene Ketten beim Thrige, durch die andere Einbauposition, deutlich weniger Schmutz abbekommen als beim Perm. Wenn ich die Kette unseres Thriege gründlich schmiere, kann meine Tochter, auch bei Sauwetter, problemlos 2Wochen damit fahren (8-24km / Werktag) .

Gruß
Horst

von hk12 - am 01.01.2010 17:20
jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazu geben.
Wie schon erwähnt wurde, das beste ist, die kette gegen Schmutz abzuschirmen (Kettenkasten).
Beim Motorrad hält die Kette aus diesem Grund auch besser und die Beanspruchungen sin bei Weiten
viel Höher als beim El.
Meiner Meinung nach war der Wechsel vom Riemenantrieb zum Kettenantrieb ein Rückschritt. Aber ich habe natürlich keine Erfahrung mit Ersteren. So weit ich weis fährt die Harley auch mit Riemen und die Autosbranche ist auch von der Steuerkette abkekommen und setzt den Zahnriemen ein.

von Hightower62 - am 09.01.2010 17:35
Beim Auto sind es Kostengründe, Kette ist auch beim KFZ besser.
Beim Motorrad wird die Wartungsfreundlichkeit hervorgehoben, bei Renn&Geländemaschienen die Robustheit also Kette.
Für das EL ist die Kette die bessere Wahl in nahezu allen Punkten, da der wichtigste Punkt, der Wirkungsgrad ist, und der ist beim Riemen sehr schlecht im EL.


von Sven Salbach - am 09.01.2010 18:00
Hallo,

also nach mittlerweile über einem Jahr Kette muss ich ehrlich sagen, beim nächsten Fahrzeug wird das ganz unten stehen auf der Liste.

Zum einen liegt es daran, daß es keinen ordentlichen Kasten für das 76er Blatt gibt.
Zum Anderen das selbst die Duplexkette hier nur etwa 3000 bis 5000 km hält.
Letztlich kommt der Lärmpegel dazu.

Nee.... Thrige mit Kette muss nicht sein.
Das Geld dann lieber in leichte LIs stecken.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 09.01.2010 18:35
Hallo Carsten,
Ich denke mal bei dir muss die Kette etwas mehr "aushalten" als beim Standart EL
Zum einen hast Du
-eine recht anspruchsvolle Fahrstrecke
-REKU
- eine "ungünstige" Übersetzung.

Der Vergleich Kette /Riemen
-Es gab nur eine Übersetzung für den Compoundmotor
-Es war eben kein Zahnriemen sondern ein Rillenriemen ( Rillen in Längsrichtung)
-Ab ca. 35km/h steigen beim alten Riemenantrieb die Verluste

Bernd M






von Bernd_M - am 09.01.2010 21:13
der riemen ist und bleibt eine sichere sache !
sicherlich ist der wirkungsgrad nicht so toll wie bei der kette......
ABER: sehr leise UND wartungsfrei !! zur lebensdauer kann ich nicht viel sagen, meinen riemen hat der vorbesitzer zusammen mit der riemenscheibe bei 11000km gewechselt.


gruß thomas

von salonmonteur - am 10.01.2010 02:42
Hallo Bernd,

ja, ich gebe Dir voll und ganz recht.

Es liegt bestimmt nicht daran, daß die Kette grundsätzlich schlecht ist, nein, das will ich gar nicht behaupten.

Tatsächlich beziehe ich mich ausschließlich auf mein Fahrprofil.

So habe ich das Ganze auch schonmal 76/12 gefahren. Ein unglaublicher Unterschied was den Lärmpegel angeht.
Allerdings ist das auch nur geeignet, wenn Du keine Ampel am Berg auf der Strecke hast.

Insofern meinen Beitrag nicht verallgemeinern.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 10.01.2010 11:59

Re: Wartungsfreie Ketten

Wenn man eine Kette im EL Fahren möchte solte man auf vorgelängte Ketten zurück grifen wie es auch die meisten Quad fahrer und auch Motorrad fahrer tuhen.

APP:

Ich hatte eine Wartungsfreie Ketten von Wippermann Marathon 06 B-2 MA.

Ich hatte die Kette unterm Kettenschutz und mit Vaseline eingeschliert und gut war wenig gerappel obwohl ich nen 70/15 satz drin hatte.

Ich war so weit das ich nach 6000km 1 Glied rausschmeisen konnte. (gekürtzt duch längung)
Danach hatte ich keine probleme mehr bis der 7halber mir mein EL auf handliche Größe gekürtzt hatte. :-(


Ich Persönlich sehe das immer so:

Riemen PolyV:
- Weniger Pflegebedürftig wie Kette, aber dafür etwas weniger Reichweite duch höhere Reibung.
- Relativ Leise

Kette 06b2:
- Mehr Pflegebedürftig als der Riemen und dafür weniger Reibung und höhere Reichweite.
- deutlich Lauter als Riemen


-Man kann aber duch langsame Fahrweise doch große Reichweiten bei beiden Übertragungsarten erziehlen.


open topic/

Hier mal ein Denk anstoß.


Der nächste gedanke währe das ganze direckt über ein Kegelradgetriebe auf die antriebswelle zu übertragen.

- Sehr lange Lebensdauer und nur der austausch zweier Kegelräder (die gleichzweitig als übersetzung dienen)
- ungefederte masse wird leicht erhöht da man ein geschlussenes Getribe benötiegt.

[ Ich denke da an ein aus Blechen Geformt und Geschweites Aluminiumgehäuse mit Ölbad und Maganetschrauber damit die Späne nicht im Getriebe ihr unwesen treiben. ]

Mit Freundlichen gruß

Mario






von Hobbyschrauber Mario - am 10.01.2010 14:27
aus wieviel Gliedern besteht eigentlich die Duplexkette ?

horst

von Horst Hobbie - am 12.10.2011 07:28
Zitat
Horst Hobbie
aus wieviel Gliedern besteht eigentlich die Duplexkette ?


Das ist so, wie mit der Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ - meine Kette besteht aus 42 Kettengliedern ;) lol

von Sascha_W - am 29.10.2011 21:29
meine aus 51 plus kettenschloss bei:
70 auf 17 Zähne



von Horst Hobbie - am 30.10.2011 08:56
Thrige: 76/12 = 43

Aber ist damit die Frage nach dem Leben und dem ganzen Rest wohl doch noch nicht beantwortet.


von inoculator - am 30.10.2011 21:41

Re: Wartungsfreie Ketten von Wippermann ... 43 aber zufällig

nahe dran - auch finde:D

So rein Entwicklungsbiologisch manch mal knapp daneben auch reichte, weil der Sinn eben tiefer ging als der eigene Blick.:cool:

von thegray - am 31.10.2011 17:00
hol hoch , greif auf,
gestern habe ich meine ketten-glied länge 17/70 mal mit einer neuen verglichen:
ca. 1,6 cm länger ist die alte bei ca. gesamt 99 cm länge.
wie sind nun die erfahrung mit wippermann und iwis ketten ?
halten die nun bei richtiger behandlung soviel länger das es sich lohnt-.-.
wieso kann man wippermann kette einmal für 130 euro den meter bekommen und anderswo für 30 ??? kann ja normal nicht die gleiche sein oder etwa doch?

horst

Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.

von Horst Hobbie - am 06.01.2013 08:34
[attachment 1714 P1180195.JPG]

alle ca.10000 das gleiche spiel.....
aber besser rechtzeitig als sich die Ritzel kaputt fahren....

von Horst Hobbie - am 21.01.2016 06:17
oder kettenöler ;-)
Wie gesagt, alle 10.000 Spanne ich...das rechnet sich dann schon erst recht wenn man den Zeit/Pflegeaufwand einsparen kann

von Sven Salbach - am 21.01.2016 06:22
öler hab ich doch, dennoch das gewicht zieht eben die Kette lang....

von Horst Hobbie - am 21.01.2016 21:21
Hallo

Die 10000 km sind für eine 5€ Kette doch in Ordnung und das Ritzel kostet auch nicht die Welt

Bis jetzt wars bei mir so alle 10000 km Ritzel und Kette und alle 50000 km Kettenrad.

Also für mich ist das ok, Das Ritzel pass ich einfach mit der Flex an, zwar nicht schön aber funktionell.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.01.2016 22:43
es geht weniger um die Kosten, als um den Zeitaufwand..ich tausche alle 50.00 gerade mal das Ritzel :-) Und dabei ist es nicht mal übergerutscht, da wäre also noch etwas Luft :-)

von Sven Salbach - am 22.01.2016 06:41
vom gefühl her ist das originale härter als zB die von mädler ( das kleine Ritzel)

von Horst Hobbie - am 22.01.2016 07:49
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