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elweb
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
hk12, Sascha Meyer, Friedhelm Hahn, el suerte, R.M, Mulle1, Sven Salbach, Uuoudan, Halreuther, Sebastian B.

Rally Paris-Dakar / Schlaglochpisten

Startbeitrag von hk12 am 28.01.2009 10:15

Mensch,
meine 25 km Strecke von und zur Arbeit wird täglich schlimmer.
Durch Frostaufbrüche sieht die Fahrbahn wie eine Mondlandschaft aus.
Krater bis zu 5cm Tiefe, und so viele nebeneinander dass Ausweichen nicht mehr möglich ist.
Zusätzlich Kanalbaustellen mit provisorischen Fahrbahndecken. Echt ätzend :mad:.

Ich gaube dass ich mir damit Gestern wieder ein Ankerplattenlager gehimmelt habe. Fängt jedenfalls an Geräusche zu machen.

Wie schaut das bei Euch aus?

Gruß
Horst

Antworten:

Ebenso. Ich fahre meine Kurvenbahnen, um ja allen Schlagloechern und Gullideckeln auszuweichen.

Wie hoert sich das Geraeusch an? Ich habe mittlerweile diverse Geraeusche, die ich nicht zuordnen kann.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.01.2009 10:35
hatte nach einem Schlagloch ein leises klack-klack welches sich in ein Rauschen weiterentwickelt hat. El läuft noch leichtgängig. Nach den letzten Erfahrungen hat das Lager wahrscheinlich noch eine Lebensdauer von ca 300-800km. In der Regel folgt dann ein Knirsch und Kreisch und die Kiste wird schwergängiger aber es dreht sich noch immer alles. Gut das 2 Lager pro Seite verbaut sind, zulange sollte man aber nicht warten, denn wenn das Ding blockiert ist mindest der Sitz in der Ankerplatte hinüber.

Tipp an Mulle und die anderen Neulinge:
solche Lager hat man immer griffbereit in der Schublade (direkt neben Messer und Gabel zum täglichen Gebrauch; Gattin freut sich ;) ). Der Wechsel ist in 20min gut durchzuführen und beim bemühten Händler ist die Kiste schon wieder 3Tage ausser Gefecht.

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 10:51
Hi Horst,
ehrlich gesagt bin ich etwas verwirrt ob der Anzahl der Lager im EL. Solche wichtigen Ersatzteile will ich mir auch auf Lager legen. Mein FedEL ist ja nun auch schon betagt und ich plane eigentlich in 3-5000 Kilometern den rundumschlag mit Erneuerung vieler Verschleissteile.
Welche Lager sollte ich denn alles wechseln?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.01.2009 10:55
Hallo Sascha,

mein EL hat inzwischen sämtliche Lager an der Hinterachse neu bekommen, nachdem eines schwergängig war.
Wenn man schon mal dabei ist...;)
Achtet bitte darauf, dass es sich um C3 Lager handelt, am besten beim Peter beziehen.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 28.01.2009 11:32
Ok, danke dir..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.01.2009 11:40

4 Radlager = 2x Vorderad 2 x rechtes Hinterrad
4 Ankerplattenlager = 2x links + 2x rechts (Lagerungs der Achse)
2 Konsolenlager = Motorkonsole links und rechts

Radlager sind C1 Lager (geringe Lagerluft) die anderen (glaube) C3 Lager mit erhöhter Lagerluft.
Für das "Rollen" des EL's sind die 2 Radlager am Vorderrad und die Ankerplattenlager verantwortlich, die Radlager am re.Hinterrad gewährleisten nur den Freilauf zwischen Rad und Achse. Die Konsolenlager stützen die Motorkonsole gegen die Achse ab.

Bezogen auf die Schlaglöcher sind natürlich die fürs "Rollen" zuständigen Lager am gefärdetsten.
die lassen sich aber auch jederzeit gut wechseln. Schwerer wirds mit der Konsole, hier würde ich vorbeugende Instanhaltung betreiben wenn ich die Achse aus anderen Gründen sowiso ausbaue.

Ich habe mir für 2 Fahrzeuge 1 Komplettsatz auf Lager gelegt. So lässt sich der Flitzer im Bedarfsfall schnell reanimieren.

Auf 13000 Km sind bei mir 1Radlager 5Ankerplattenlager 2Konsolenlager gewechselt worden.
Davon 1Rad- 3Ankerplatten und 1Konsolenlager definitiv kaput. Ein Teil der Lager ist direkt als ich mein Fahrzeug neu hatte (Gebrauchtfahrzeug) kaput gegangen; ich kenne die wirkliche Laufleistung dieser Lager nicht.

Gruß
Horst





von hk12 - am 28.01.2009 11:41
Vielen Dank fuer die Infos. Ich werde beim Peter mal so nen Satz ordern.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.01.2009 11:43
vielen dank für deinen ratschlag horst.

im moment habe ich ja noch das problem vieles nicht zu kennen und wüßte garnicht wo was ist oder hinkommt. wo sitz die ankerplatte??

im elweb finde ich sie nicht?

von Mulle1 - am 28.01.2009 12:15
Hallo Mulle

die Ankerplatte ist Träger/Befestigung der Bremsbacken.
Also wenn Du das Rad abnimmst schaust Du auf selbige.

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 12:20
Die Ankerplatte heisst so, weil du die nach hinten als Anker
rauswerfen kannst, falls das EL mal nicht bremst.
Quatsch ;o))

Die Ankerplatte ist das Bauteil, auf dem alle Bremsteile am Rad befestigt sind.
Radzylinder und Bremsbacken sowie das Handbremsseil stützt sich darauf ab
Folglich haste hinten zwei Stück davon. Mit je 4 Lagern mit C3 - also erhöhter
Lagerluft. Entgegen der Radlager mit normaler Lagerluft.
Biste im Drehstromnetz kriegste die Lager notfalls am gleichen Tag...
Bist ja nicht soo weit weg ;o))

Grüßle - Thomas


von Halreuther - am 28.01.2009 12:30
hy thomas,

ne bin noch nicht im drehstromnetz aber würde es machen. kann prima bei mir möglichkeiten anbieten aber ohne hilfe wird das bei mir nix :rolleyes:

ich bin disponent und elektrik ist nicht ganz meine tägliche welt.

aber ich bin lernwillig und habe immer ein selbstgebrautes bier für helfende hände:cheers:

von Mulle1 - am 28.01.2009 12:58

Infos zu drehstromnetz >> [www.drehstromnetz.de]
und [www.fahren-ohne-abgas.de]

Wende dich an Holger den Vater der DSL, da ist Hilfe möglich.

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 13:14
Hallo Jens,

wenn Du die Anbringung der Drehstromkiste noch etwa einen Monat hinauszögern kannst und möchtest, will ich mal schwer gucken, ob ich Dir bei der Installation nicht unter die Arme greifen kann. Die Entfernung von geschätzten 12km sollte zu überbrücken sein.
Da ist dann nur noch die liebe Zeit ein Faktor.

Viele Grüße
Sebastian

von Sebastian B. - am 28.01.2009 14:21

super sebastian,

klar sollte nicht auf ein bis zwei oder auch vier wochen ankommen. meldest du dich einfach vorher bei mir und ich versuche alles nötige zu besorgen. natürlich gem. deinem einkaufzettel :joke:

ne steckdose habe ich auch jetzt und da bin ich auch immer behilflich - selbst wenn ich mal at home bin ist laden möglich.



von Mulle1 - am 28.01.2009 14:49
Hallo Mulle,

es ist nicht Zwang, aber die Kisten sollten der Drehstrom-Norm entsprechen weil dies das Handling für Alle erleichtert. Z.B. ist im EL nicht viel Platz und jeder Fahrer ist froh wenn er nur ein Minimum an Adaptern mitführen muß. Schau Dich mal auf den oben genannten Seiten um und nimm vorher Konntakt zu den Jungs auf. Man muß die angebotenen Kisten nicht nehmen, aber für den der Einzelteile kaufen müßte, lohnt es sich da sie durch das tolle Engagement einiger Drehstromer zum reinen Material-Einkaufspreis abgegeben werden.

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 15:21
Hallo

Bis jetzt nach 28000 km noch alles ok obwohl ich ab und zu einen Absatz von 5cm in der Straße vergesse und da mit 60 drüber fahre.

Kann mir eigentlich nicht vorstellen daß es nur an den Straßenzuständen liegt, ich umfahr die ganzen Gullideckel normalerweise nämlich nicht, außer einen der gut 10cm tiefer hängt, über das Lager hab ich mit bis jetzt keine Sorgen gemacht, ehr über die Felge.

Die Reichweite ist bis jetzt mit 85 bis 100 km auch ok, wenns nur leicht schwerer geht kann man das wahrscheinlich auch schlecht feststellen.

Gruß

Roman

von R.M - am 28.01.2009 17:01
Hallo Roman,

fährst Du den Absatz eher hoch oder runter?

Die Lager können auch schon ein paar Schläge ab, aber der Krug geht solange.... .
Bei mir sind die Fahrbahnverhältnisse jedenfalls wirklich krass geworden und da macht sich die Menge der Schläge irgendwo bemerkbar. Kugellager sind da ja nicht so belastbar wie z.B. Kegel oder Tonnenlager (die dann wiederum nicht so leicht laufen + weitere Aspekte).
Ich muß natürlich zugeben das ich mich im Moment noch im Bereich der Mutmaßung befinde.
Bei 85 - 100km Reichweite, denke ich, sind Deine Lager jedenfalls fit.

Gruß
Horst



von hk12 - am 28.01.2009 18:55
Hallo

Beides, die haben die Straße nach einem Rohrbruch so mies geflickt das ich erst mit beiden Rädern rein knalle und dann mit einem wieder raus wärend ich mit dem anderen noch 100 m in der Vertiefung rumfahre.

Normalerweise fahr ich da schon langsam aber manchmal vergess ichs halt und den Gullideckeln kann ich in dem Kurvengeschlängel nicht ausweichen weils zu unübersichtlich wird.

Ich will das El ja eh umbauen deshalb hab ich bis jetzt die Lager noch nicht vorbeugend getauscht, aber ich denke einen Satz Lager sollte ich auf der großen Tour mitnehmen, vielleicht auch noch ein Rohr um die Motorkonsole von der Achse zu bekommen.

Gruß

Roman

von R.M - am 28.01.2009 19:17
Zitat

Kugellager sind da ja nicht so belastbar wie z.B. Kegel oder Tonnenlager (die dann wiederum nicht so leicht laufen + weitere Aspekte).

Die neueste Innovation ist ja das Kugelrollenlager.
Guckst Du: [www.rolf-weber-gruppe.de] .

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 28.01.2009 19:19
Ja Friedel,

das währ doch eigentlich mal einen Versuch wert.
Vor allem an der Motorkonsole des Perm, auf Seite der Kette, um die dort auftretenden Kräfte abzufangen währe eventuell solch ein doppelreihiges Lager nicht schlecht. Habe mir mal sagen lassen das dieses Lager seit 48V öfter mal ausfällt. Ob das wirklich so ist kann ich natürlich nicht bestätigen aber der Wechsel ist ja schon etwas aufwändiger.

Jedenfalls sind einige Zusammenhänge in der Broschüre schön veranschaulicht.

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 20:10
Hallo Roman,

solche Baustellenbereiche mit Fräskanten fahre ich jetzt schon ein Jahr zusätzlich jetzt die extremen Frostaufbrüche.

Mit den Ersatzlagern macht einfach Sinn. Auf der Mühlentour (wir haben uns dort ja getroffen) war ich froh, dass Holger ein Radlager für mein Vorderrad und Kleber für den Lagersitz hinten rechts dabei hatte.
Sowohl an meinem als auch an Kisten-Markus EL haben wir's gebraucht. Das EL fährt zwar auch mit defekten Lagern noch eine ansehnliche Strecke, aber der Energieverbrauch steigt und wenn wirklich mal eine Kugel blockiert ist der Lagersitz im ALU schnell hinüber. Was Felgen dann kosten wissen wir ja.
Mit Ausnahme der Motorkonsole würde ich allerdings nicht vorbeugend wechseln (also wenn noch keine Anzeichen auf Defekt vorhanden sind), da alle anderen Lager während eines Ladehalt's austauschbar sind (Werkzeug natürlich vorausgesetzt). Problem kann nur sein wenn ein Rad mal über Jahre nicht ab war. Aber sowas kommt bei den Vielfahrern wohl nicht vor, oder?!

Gruß
Horst

von hk12 - am 28.01.2009 20:24
Hallo

Ne 1 bis 2 mal im Jahr sind die Räder runter, entweder sind die Reifen hinüber oder die Bremsen.

Das Konsolenlager wird beim Perm vermutlich etwas länger halten als beim Thrige da der Perm ja leichter ist.

Wenn ich wechsle werde ich aber nur einseitig geschlossene Lager einbauen und dafür einen Schmiernippel damit die Dinger nicht trockenlaufen können.

Gruß

Roman

von R.M - am 28.01.2009 21:39
N'abend Horst,
Danke für den Tip! Würde mich bei dem Thema in die Kategorie "Neuling" einordnen.
Für mich nochmal zum Verständinis:
4 Radlager = 2x Vorderad 2 x rechtes Hinterrad ... linkes hinteres Rad angetrieben und damit fest "auf Achse" daher kein Radlager!?!
4 Ankerplattenlager = 2x links + 2x rechts (Lagerungs der Achse) ... hab ich bei "bastel...el.de" nicht gefunden ... ist doch Peters Seite oder?
2 Konsolenlager = Motorkonsole links und rechts ... nur beim thrige!?!

Zum Thema Schlaglochpisten ...:mad:
Habe die Tage testweise von 36 auf 48V umgebaut ... brettere breit :-) daher und erwische mit dem rechten Hinterrad nen tiefen Krater. Mit nem heftigen Schlag vergeht mir das :-) und wechselt zum :confused:.
Kein klappern, kein Schleifgeräusch, kein Plattfuß, kein Schwerlauf... nur eine leichte Schieflage nach rechts und in der Linkskurve ein schwammiges Jefühl hinten rechts. Zu Hause angekommen ... kein Schaden erkennbar ... nur rechts sind etwa 0,5 cm weniger Luft zwischen Reifen und Radlauf als links. Blattfeder sieht eigentlich auch ok aus ... so rein optisch ...
Hat einer ne Idee?
Werde am Wochenende wohl mal ein wenig schrauben müssen. Wollte eh die neuen Blattfedern von CC einbauen.

Grüße aus Schwerte an der Ruhr

Andreas


--- gelber targa fact 4, S05240 , Blei-Vlies 100 Ah (3,5Mm), Gesamt ca. 13Mm, davon 2,2Mm Spanientour 2003, perm, Kette, 21/70, 36V ... noch, 48 V NiCad´s in Vorbereitung, Drehstromkiste 32 A ---




von el suerte - am 28.01.2009 22:17
Hoert sich aber wirklich schwer nach Blattfeder aus. Bau mal das Rad ab und kuck genau nach. Ich bin gespannt und druecke dir die Daumen.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.01.2009 22:22
Hallo
> Jedenfalls sind einige Zusammenhänge in der Broschüre schön veranschaulicht.<
Finde ich auch. Ein toller Ausflug in ausgefuchste Lagertechnik.:spos:
wotan

von Uuoudan - am 28.01.2009 22:31
Yep, glaube ich auch ... und Dank für´s Daumendrück Sascha...

Hatte mir letztens neue Federn bei CC mitbringen lassen und grade mal aus´m Keller geholt ... sind 3 unterschiedlich lange pro Seite, jedoch die Kürzeren nicht angespitzt wie im Wiki empfohlen ...
Hmmmm Einbauanleitung aus dem Rep-Handbuch ist auch nicht wirklich prickelnd ...
Da beschäftigt mich die "Qietschvermeidung" ... roh einbauen ... mit normalem Fett schmieren, Kupferpaste, ... Messingblech (woher nehmen) ...
Oje ... hoffentlich krieg ich´s Rad runter ... hab ja ewig nicht mehr an Fortbewegungsmitteln mechanisch geschraubt ...
Na ich glaub ich schlaf erst mal drüber und mach dann einfach ...

Grüße Andreas

--- gelber targa fact 4, S05240 , Blei-Vlies 100 Ah (3,5Mm), Gesamt ca. 13Mm, davon 2,2Mm Spanientour 2003, perm, Kette, 21/70, 36V ... noch, 48 V NiCad´s in Vorbereitung, Drehstromkiste 32 A ---



von el suerte - am 28.01.2009 23:01
Hmmm, in unserer Gegend gab es in der letzten Zeit auch einige Blattfederbrueche. Nun ueberlege ich, aus den Schrottresten meine zu Doppeln. Alternativ koennte ich natuerlich gleich die dreifachen Federn von CC einbauen, wenn meine kaputtgehen sollten..

Kann jemand Erfahrungswerte zum direkten Vergleich gedoppelte Federn dreifache CC-Federn liefern?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 29.01.2009 07:26
Hallo Roman,

"Das Konsolenlager wird beim Perm vermutlich etwas länger halten als beim Thrige da der Perm ja leichter ist. "

da bin ich mir nicht ganz sicher.
Es wirken sicher folgende Aspekte
1) wo stützt der Motor mehr ab Achse oder Gegenlager?
2) 4KW Perm zu ~3KW Thrige
3) Drehmoment der beiden Motore beim Anfahren / am Berg?
4) Zugkraft auf die Kette bzw. Drehmoment am Kettenrad unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ritzel/Kettenrad-(Riemenscheiben-)durchmesser
5) Unterschiedliche Hebelwirkung auf(oder über) die Motorkonsole durch den größeren Abstand Motor-Achse beim Perm und die neben der Lagerung laufende Kette.

Tatsache ist das von ursprünglich 36V Thrige bis 48V(oder 60 beim Roman;)) Perm die gleichen Konsolenlager verwendet werden. Auch wenn das grundsätzlich im Toleranzbereich liegt, nähert man sich der Grenze. Wie weit, kann ich nicht beurteilen.
Das seit 48V die Konsolenlager häufiger kaput gehen(als vorher) war Aussage eines CC Händlers.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 07:45
Hallo Andreas,

das linke Hinterrad sitzt auf einer Verzahnung die gegen Verdrehung zur Achse schützt (keine Lager). Rechts ist der Schlupf gewünscht; deshalb (und wahrscheinlich wegen Baugleichheit mit Vorderrad) die Lager.
Die Konsolenlager werden auch am Perm benötigt. Die sind aber nicht so einfach wie die Anderen zu wechseln. Der nicht so versierte Bastler überlässt das wahrscheinlich der Werkstatt.
Bei Peter habe ich noch nicht nachgesehen, da wir die Lager beim örtlichen Industriebedarf einkaufen.
Wenn bei Peter nicht verfügbar, gibts ja auch E-Mobilshop.

Ich denke auch dass deine Feder hinüber ist. Die krachen häufig nicht direkt komplett durch, sondern erleiden eine Materialermüdung im Bereich der in Fahrtrichtung hinteren Schraubenbohrung. Wenn die Veränderung deutlich erkennbar ist, solltest Du nicht mehr fahren sondern wechseln. Ist, in Verbindung mit der geraden Kante der Distanzplatte, halt eine Sollbruchstelle. bei der sich jeder Federprofi im Grab rumdreht.

Ich habe Messing zwischen meinen gedoppelten Federn. War eine leicht gebogebogene Teppichschiene aus dem Baumarkt die sich beim Festziehen der Form der Feder angepasst haben.
Funktioniert seit ca 10000km super.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 08:06
Moin Horst,

je kleiner das Kettenrad ist, desto höher müssen die Zugkräfte in der Kette ausfallen (bei gleichem Drehmoment auf der Achse).
Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Kräfte auch nur annähernd an die Belastbarkeit der Konsolenlager herankommen.
Der Lagerverschleiß wird schon eher mit den Fahrbahnstößen einher gehen.
Versuch mal die Kenndaten des 6005 im Netz nachzulesen (z.B. FAG).
Der Perm dürfte wegen seinem geringeren Gewicht und seiner nach vorn verlagerten Einbauposition die Lager weniger belasten (effektive ungefederte Masse) als der Thrige.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 29.01.2009 08:30
Das ist ne gute Idee mit der Messingschiene.

Ich selber kann nicht schweissen. Daher ist es halt bei mir ne Abwaegungssache, ob ich mir die Federn vom Kollegen doppeln lasse oder gleich die dreifachen CC-Federn reinbaue.

Wozu ratet ihr mir?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 29.01.2009 09:15
Hallo Sascha,

Du brauchst nicht schweißen!
Nur alte Feder, je nach gewünschtem Härtegrad mehr oder wemiger kürzen+anspitzen (Flex).
Flächen mit Schleifscheibe säubern.
Aufeinander legen und montieren (evtl. mit Zwischenlage aus z.B.Messing)
Bei meinem EL mußte ich noch 2 längere Schrauben organisieren.

Es ist natürlich aus rechtlicher Sicht zu überlegen ob nicht doch CC Feder?
Bisher ging das ja nicht.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 10:26
Hallo Friedel,

auch wenn die einzelne Position nicht Ausschlag gibt, vielleicht die Summe.

Wenn ich mal Kette vergleiche, dann habe ich oft (meistens?)
Kettenrad Perm = 70 Thrige = 76 Zähne >> 100/76x(76-70) = 7,89% Differenz
Bei gleichem Moment an der Achse bedeutet das 7,89% mehr Zug auf der Kette und damit aufs Lager.
Wie gesagt nur 1 Faktor.

Dann habe ich an meinem Fahrzeug beobachtet:
die Achse hat Schlag im Hundertstel-Bereich (offensichtlich eine Durchbiegung über die Länge der Achse, lt CC-Händler normal).
Dadurch das der Perm ausserhalb der Fahrzeugmitte sitzt, wirkt sich der Höhenschlag auf das linke Lager stärker als auf das rechte aus. Über den Hebel der Motorkonsole beginnt der Motor, bei Drehung der Achse, im Milimeterbereich zu taumeln was wieder wechselnde Momente am Lager verursacht. Das Phänomen ist bei aufgebocktem Fahrzeug, bei laufendem Motor(drehender Achse) deutlich sichtbar. Hab ich durch Zufall entdeckt als ich nach Geräuschen im Antriebsstrang gesucht habe.
Halreuther hat daneben gestanden und gemeint, das die ganze Motoraufhängung defekt ist.
Beim Thrige ist das nicht so sichtbar da durch den mittigen Sitz die Wahrscheinlichkeit groß ist das beide Seiten gleich schlagen. Lt CC-Händler wurden bei CC jedenfalls die Achsen genau aus diesem Grunde vorselektiert (geringer Schlag Perm; Rest Thrige). Diese, je nach Schlag der Achse, ständig wechselnden Belastungen könnten ein 2ter Faktor sein.

+ 36 zu 48V + Fahrwerksstöße +...+...

In der Summe und der Stetigkeit liegt die Kraft.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 11:08
Hallo Zusammen,

@Horst … denke auch das Federn hin sind ... Danke für deine Einschätzung.
EL steht aktuell eh nicht für den Alltagsgebrauch zur Verfügung und wartet auf NiCad´s. Leider ist der Lieferant im Moment offenbar zu heftig vom HerstELler eingespannt.

Hmmmm ...
Kann schon wer Erfahrungen mit den originalen dreifachen CC´s zum Besten geben?
Sollte man die noch in irgend einer Weise modifizieren im wirklichen Originalzustand einbauen? Die sind nicht angespitzt …
Messingeinlage bei den CC´s nochmal dazwischen legen?
Wenn denn … Wie befestigt man die Messingeinlage (Horst) zwischen den Federn?
Brauche ich da längere Schrauben, oder reicht die Entnahme der Distanzstücke?
Sicherung derMuttern? Loctide (welches?) oder Einwegsicherungsmuttern?
...

Grüße aus Schwerte

Andreas


von el suerte - am 29.01.2009 11:12
Hallo Andreas

ich habe das Messing in der Form der kürzeren Feder geschnitten, zwischen die Federn gelegt, durch die vorhandenen Bohrungen der Federn (als Schablone) das Messing gebohrt und das gesamte Paket am EL angeschraubt.
Ich mußte 2 Schrauben durch längere ersetzen (habe 10.9 genommen) da diese kürzer als die anderen beiden waren.
Loctide kann man nehmen; ich denke maximal "Mittelfest" da man ja vielleicht noch mal lösen muß.

Zu CC Federn kann ich noch nichts sagen, würde aber erstmal nichts verändern.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 11:42
...schaut Euch dabei die Innengewinde genau an, ob sie noch intakt sind.
Meist merkt man das schon beim Rausdrehen.
Geht es bis zum Schluss schwer, ist das Gewinde "hii".
Evtl. hilft noch Nachschneiden, besser einen Helicoil-Einsatz oder Gewindebuchse verwenden.
Diese Schraubstelle ist hoch beansprucht.
10.9. ist gut, macht das Innengewinde im Korb aber auch nicht besser.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 29.01.2009 14:42
Danke fuer den Tip.
Ich dachte, man muesste da rumschweissen..
Wie weit muss ich da kuerzen? Je laenger, desto haerter?

Die neuen CC-Dreifachfedern sind wohl recht gut, quitschen aber, weil nix dazwischen ist. Ein wenig Kupferpaste wirkt wunder..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 29.01.2009 15:32

Meine sind lang ausgespitzt bis ca 1-2cm vor der unteren Stoßdämpferbefestigung.
Das haben wir zur Bleizeit so gemacht, und es war gut. Heute mit 6NC im Korb und 2 im Fußraum ist es einen Tick zu hart. Bei den Lion's kanns bestimmt ein gutes Stück kürzer.

Kupferpaste ist bestimmt gut, muß aber von Zeit zu Zeit erneuert werden. Wenn man die CC-Federn mit Schraubendreher auseinanderknippen kann, ist das sicher kein Problem.

Gruß
Horst

von hk12 - am 29.01.2009 16:42
Hab eben die Blattfedern getauscht ... total easy ... die Räder gingen butterweich runter, die Schrauben ließen sich sauber lösen ... alles bestens.

Hätte nicht gedacht, das das so einfach ist :cool:

Die alten sehen ein wenig unförmig aus ... denke dass das wirklich Materialermüdung ist. Nimmt man das Distanzstück raus passen die neuen 3-fachen CC perfekt.

Natürlich habe ich habe ich gerade eine Testfahrt gemacht .... superklasse .. nicht zu weich ... nicht zu hart ... Fahrverhalten und Straßenlage quantensprünge besser :hot:

... Und wieder eine Verbesserung realisiert ....:cheers:

Gruß aus dem sonnigen Schwerte

Andreas


von el suerte - am 31.01.2009 11:43

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt


Hallo,

nachdem die Geräuche jetzt deutlich zunahmen, habe ich mich Samstag an den Lagertausch begeben.

Nach Lösen der Ankerplatte, habe ich zunächst die Lager in eingebautem Zustand mal mit dem Finger durchgedreht. Am inneren, dem Batteriekorb zugewandten, Lager waren ganz kleine Unregelmäßigkeiten beim Drehen zu spüren. So gering, dass ich zunächst gedacht habe: "hast du doch zu früh auseinandergenommen".
Da ich aber schon mal soweit war, hab ich den Seegering gelöst, eine Nuß auf denn inneren Ring gesetzt und mit dem Austreiben begonnen. Nach dem dritten Schlag, ging alles ganz leicht - zu leicht.
Das äußere Lager und das Innenleben des Inneren kamen mir entgegen.
Gut, das niemend da war, mit dem ich vorher hätte wetten können "Ich wechsel das Lager in 20min";
dass währe absolut zu meinen Lasten ausgegangen.

Nun steckte noch der Rest des äußeren Laufrings in der Ankerplatte, - s u p e r (hatte meiner Frau gesagt. ich wechsel mal eben...) . Zum Glück lag er nicht mehr ganz am hinteren Sitz an. Also Schraube M12 x 120 genommen, Kopf mit Flex bis auf das Spaltmaß runtergeschliffen und als Spezial-Austreibwerkzeug benutzt ( weiß der Bauer keinen Rat, nimmt er Draht...).
Nach 1 1/4 Stunde war's dann vollbracht und der Flitzer rennt wieder.

Gruß
Horst

von hk12 - am 09.02.2009 08:29

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Nabend,
raff ich jetzt nicht. Wie hast du die Lagerhuelse rausgetrieben?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 09.02.2009 19:20

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

das glecihe Problem hatte ich dmals auch:-)
Wichtig beim El ist nichts auf die leichte Schulter nehmen.
Ich habe meine LAger damals auch geprüft, und sie noch für gut befunden.
Keine 1000km oder 2000 Später bin ich liegengebleiben und die fast neue Welle war eingelaufen, undd as Lager in viele kleine Teile gebröselt
Zum Glück konnte ich noch nach hause fahren. Aber immer wieder blockeirte das linkte hinterrad weil sich die zermalenen LAgerschalen verkannteten

Daher beim El, beim geringsten Anzeichen eines versagenen Teils SOFORT ersetzen!! ansonsten wird es meist echt teuer oder gefährlich.
Ähnlich wie bei den Ultraleichtfleigern:-)
da sagt sich auch keiner, ach, das Lager vom Propeller hat nen bisschen Spiel, das passt schon, amche ich nächsten Sommer :-)

von Sven Salbach - am 09.02.2009 19:31

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Tja dumm gelaufen, wenn sich das Lager zerlegt.
Dafür gibt es zwar spezielle Innen-Abzieher, aber wer hat das schon...
Kleiner Tipp für den Edel-Pfusch (oder auch Urwald-Schmiede ;) ):
Der Trick mit der Schraube war schon nicht schlecht, schneller geht's, wenn dieser Bolzen am Kopf eingeschlitzt wird (am besten mit Flex), in den stecken gebliebenen Lagerring eingeführt, und dann den Schraubenkopf über den Schlitz mit einem Metallkeil aufgeweitet.
Über das Gewinde und passenden großen U-Scheiben lässt sich der Lagerring dann prima rauskurbeln.

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 09.02.2009 20:44

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Hallo Sascha,

da ich jetzt keinen Fotoknips zur Hand habe, versuch ich nochmal zu beschreiben.

Also, die Ankerplatte hat eine durchgehende, aber abgesetzte Bohrung. Auf der größeren Seite
sitzen die zwei Lager und durch die dünnere führt normaler Weise mit minimaler Luft die Achse. Die Lager liegen, in montiertem Zustand, an dem Absatz (große zu kleiner Bohrung) bündig an. D.h. die Lager müssen durch die kleine Bohrung, Richtung große Bohrung herausgeschlagen werden. Wenn nun, wie in meinem Fall, der innere Laufring samt Käfig und Kugeln aus dem Lager heraus bricht, hat man nichts mehr auf das man kloppen könnte da die Reste sich hinter dem Absatz verstecken.
Da ich das Glück hatte, das der äußere Lagerring aber schon ein paar Millimeter gekommen war, benötigte ich ein Werkzeug mit dem ich ihn, quasi um die Ecke, erreichen und austreiben konnte.
Habe also den Kopf der Schraube so geschliffen, das ich durch den kleinen Durchmesser hindurch das Lager erreichen konnte.

Hoffe das jetzt alle Klarheiten beseitigt sind.

Gruß
Horst

von hk12 - am 09.02.2009 21:15

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Aaaah, jetzt ja. Gute Idee. Man muss sich wohl nur zu helfen wissen.
Waerst du mit nem Splintentreiber oder sowas auch rangekommen?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 09.02.2009 21:22

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Splinttreiber geht ganz bescheiden, damit hatte ich es versucht.
Zum Schluss habe ich eine Kerve in die LAgerschalfe mit dem Drehmel geflext und dann dort die Angrifsfläche mit einem Schraubendreher oder Splinttreiber genutzt

von Sven Salbach - am 09.02.2009 21:26

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

Hallo,

@Sven: [...beim geringsten Anzeichen eines versagenen Teils SOFORT ersetzen...]
Tja, das mußte ich bei dieser Aktion auch mal wieder lernen. Das Lager hatte seit den ersten Zeichen (siehe oben) noch ca. 500km gelaufen. Habe jedenfalls das Andere direkt mit gewechselt.

@Friedel: die Idee mit dem gespaltenen/gespreitzten Dorn ist super, allerdings der äußere Laufring hat einen Durchmesser von 45-50mm???(nicht gemessen). Den dicken Bolzen hätte ich dann wahrscheinlich doch erst aus dem Innersten meines Traktors holen müssen:rolleyes: oder von der Wiesenschleppe abflexen?! Bin jedenfalls froh, das der Ring bei den ersten Schlägen ein paar Millimeter gekommen ist, sonst hätte ich doch wesentlich schlechtere Karten gehabt.

Gruß
Horst

von hk12 - am 09.02.2009 21:32

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt

...war wohl ein 6004er Lager (42x20x12mm).
Stimmt schon, dafür braucht's 'nen kapitalen Bolzen.
Mit den Schlitz-Trick habe ich mal ein Nadellager aus 'ner PKW-Schwungscheibe gezogen...

Gruß

von Friedhelm Hahn - am 09.02.2009 21:59

Re: Rally Paris-Dakar / Lager wirklich defekt


hab's natürlich auch erst mit den besagten Instrumenten versucht. Ich kam aber nicht ausreichend hinter den Absatz und beim Abrutschen versieht man evtl. den Lagersitz mit nicht so schönen Kerben.

Gruß
Horst

von hk12 - am 10.02.2009 08:08
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